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Tiervermittlung - ab wann es komisch wird...
#1
Immer wieder werde ich mit Vermittlungspraktiken von Tierschutzorganisationen konfrontiert und immer wieder höre ich von wirklich versierten Hundehaltern "ach von denen bekomme ich eh keinen Hund, hab ja kein Haus mit Garten" oder "bin ja Raucher" oder "bin ja Teilzeiterwerbstätig" .

An meinem früheren Wohnort war ein Tierheim, die vermittelten keine Hunde an Raucher.

Gestern begleitete ich eine Bekannte zu einer Vorkontrolle, wo ein Welpe hin vermittelt wird, da musste ein 4-Seitiger Kontrollbogen ausgefüllt werden, der ging so dermaßen ins Detail, das fand ich echt zuviel. Gab es schon mal Tiere in dem Haushalt, warum sind diese nicht mehr da? Verschwunden? Weg gegeben? Gestorben? Wie groß ist der Garten? Gibt es einen Zaun? Wie hoch ist der Zaun? Und so ging es grad weiter.

Es wurde auch berichtet, dass generell Personen mit Haus und Garten bevorzugt werden, wenn auch noch andere Bewerber sind, die dies eben nicht vorzuweisen haben. Bei manchen ist das dann sogar ein Ausschluß-Kriterium. Werde ich niemals verstehen, da ich mit meinem Hovawart problemlos in ein 30qm Wohnklo im Hochhaus ziehen könnte, wenn ich ihn draußen ausreichend auslaste.

Mich würde mal interessieren, wie hier die Meinungen dazu sind. Mir geht das, was viele Orgas da betreiben zu weit, würde mir aber wünschen, dass viele Züchter und Vermehrer dafür etwas genauer hinsehen würden, während sie oft nur ans Geld denken.

Wie seht Ihr das?

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#2
hmmm, das finde ich etwas Übertrieben.

Ich war auch Letztens zur Vorkontrolle...ich habe mir die Umgebung, die Wohnung und die Leute angesehen. Mir wurde Gleich gesagt, das sich da auch eine Terrasse befindet.
Gefragt habe ich nur, was ist...der Hund kommt Dreckig und Nass rein und springt aufs Sofa...da lachten die Leute nur und sagten, das kennen wir, das hat unser verstorbener Hund auch immer gemacht.
Es war Alles Zufriedenstellend und ich habe Zugestimmt.

Da gab es keine Bögen oder so zum Ausfüllen.
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#3
ich finde strenge Vergabekriterien schon in Ordnung, schließlich lohnt sich die Tiershcutzarbeit nur dann, wenn es den Tieren hinterher besser geht als vorher.
Nur sind einige Kriterien nicht nachvollziehbar und wirklich übertrieben.
Warum soll der Hund nicht 4 h täglich alleine bleiben?
Warum nur Haus mit Garten?
Warum nur Ehe, keine Partnerschaft? usw.
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#4
Stefan, ich hätte dir da geantwortet, der Hund wird abgeputzt und aufs Sofa darf er ohnehin nicht. Hätte ich einen Hund bekommen?
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#5
Ich finde sie oft einfach übertrieben. Wenn ich mit meinem Hund, z.B. in einer Rettungshundestaffel bin, er aber in einer 30qm Wohnung lebt und 4h am Tag alleine ist. Hat er es dann schlechetr, als wenn er in einem Garten lebt, nie raus kommt und nie alleine ist?

Mir ist allgemein aufgefallen, wenn man die Leute aus dem TH nicht kennt, dann würde ich dort keinen Hund nehmen. Die sind sowas von unfreundlich, das es mir vergehen würde.

Ich finde, es sollte schon alles mögliche gefragt werden, aber übertreiben muß man es nicht.
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#6
Lydia schrieb:Stefan, ich hätte dir da geantwortet, der Hund wird abgeputzt und aufs Sofa darf er ohnehin nicht. Hätte ich einen Hund bekommen?

Es kam Nicht nur darauf an...das ganze Drumrum war ok.
Ist jetzt Schlecht zu Beschreiben...das Ganze.
Ich denke mal, um auf Deine Frage zu kommen, wenn Alles gestimmt hätte, hättest Du den Hund bekommen, weil Nicht jeder Hund darf aufs Sofa.
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#7
Einige Fragen sind wirklich nicht zu verstehen.Auch meiner Freundin ging es so Raucher

leicht gehbehindert null Chance sie hatte sich für eine kleine ältere Hündin beworben.

Ich mache auch Vorkontrollen und nehme dazu meistens ein bis 2 meiner Hunde mit

dann kann man ganz gut sehen wie die Leute reagieren.

Leider ist finde ich eine Vorkontrolle zu wenig und Fragen wie hatten sie schon Haustiere

und wo sind die finde ich wichtig.Es kommt immer wieder vor das sich Leute bewerben die

schon mehrere Hunde/Katzen hatten die weil sie zu schwierig und unbequem wurden abgeschoben

wurden.

Die beste Vorkontrolle nützt nichts denn aus 20Min. Gespräch kann man nicht wirklich

erkennen wie es dem vermittelten Tier geht.

Auch ich habe mich schon vertan und eine Dogge vermittelt die dann in der Garage gehalten

wurde.


LG Findusine
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#8
Pebbles07 schrieb:Mir ist allgemein aufgefallen, wenn man die Leute aus dem TH nicht kennt, dann würde ich dort keinen Hund nehmen. Die sind sowas von unfreundlich, das es mir vergehen würde.

DAS ist mir auch schon aufgefallen und die Aussage deckt sich auch mit Erfahrungswerten von Bekannten landauf wie landab.

Meine Vermutung ist, dass manche Menschen, die schon viele Jahre aktiv im Tierschutz sind, durch das viele erlebte Tierleid, welches von Menschen verursacht wurde, selbst zu Menschenfeinden geworden sind. Mir reichen schon Berichte, ich brauche noch nicht mal Fotos, um Leid zu spüren. Wie muss es erst sein, wenn man es sieht, wenn man kämpft und dann oft dennoch verliert.

Also bitte nicht falsch verstehen, ich habe sehr großen Respekt vor Tierschutzarbeit, nur die Kriterien für Vermittlungen sprechen aus meiner Sicht nicht unbedingt für ein sachkundiges Vorgehen.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#9
@ Anja...

ich gebe Dir völlig Recht....meine Chefin zB. hat letzte Woche ,,Welpi"" vermittelt, an eine ältere Dame....ich hatte mich schon Enthalten und Nichts dazu gesagt.

Samstag hat sie den abgeholt und Sonntag wiedergebracht....Die ist aber zu Lebhaft... verwirt Klar die ist ja auch noch sehr Jung...

Das hätte ich persönlich Nicht getan und diesen Hund an die Frau vermittelt, die Schätzungsweise 75 sein müsste.

Nur damit das Tier wegkommt....Nääääää traurig
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#10
ein heya euch,

diese Vordrucke und Vorabformulare und Gespräche dienen MANCHMAL einem Zweck. Sich als Tierschutzorga absichern und wenigstens das schlechte Gewissen beruhigen, wenn kaum jemand kommt, um die Nachkontrollen mit Engagement, Zeit und immer gleichen Abständen machen. Sie sollen also Zeit und Aufwand minimieren.

Ich betreu(t)e die Familien und Tiere noch lange Zeit nach der Aufnahme eines unserer Tiere.

Diese Formulare gab es nicht bei uns, sondern den Menschen der Orga, der immer wieder nachsah und deshalb WIRKLICH für ein gutes daheim sorgen konnte. Auch die Betreuung und Eingewöhnungsphase konnten so beide Parteien gut überstehen, ohne gleich die Flinte ins Korn werfen, weil sich die Menschen überfordert fühlten und dem Tier keine Zeit geben wollten.

Ich denke diese Zeit und diesen Aufwand möchten immer weniger Organistationen machen. Ich finde allerdings, genau das ist der Sinn einer Tierschutzorganisation. Dem Tier schnell ein daheim bieten und dem Menschen ein Gefährte sein, dem Hund/ der Katze...was auch immer eine Chance geben.

Ich finde die Regelungen und Fragenbögen sehr hinderlich Tiere nicht nur schnell, sondern auch in passende Menschenhände vermitteln. Ich ziehe manch einen der vier Stunden arbeiten geht und eine kleine Wohnung hat, vor. Ich kenne auch Menschen die allen Kriterien entsprechen und die Tiere landen dann doch wieder bei uns.

Ich kenne soviele liebe Menschen, die nicht nur gut für das Tier sorgen würden, sondern das Tier auch gut für diese Menschen wäre. Meistens scheitert es an nicht so großen Wohnungen, kein Garten, keine Zukunftssicherheiten, zu jung. usw.

Viele Tiere in der Orga könnten gut vermittelt werden, wenn sich diverse Orgas nicht selbst durch ihre übertriebenen Regelungen ausbremsen würden.

Aber so ist dieses Land, auch in anderen Bereichen, brauche ich manchmal Stunden um nur einen Paragraphen fertig lesen, weil soviel ergänzt wurde, das am Ende nicht mal mehr der Gesetzgeber richtig durchblickt......... zwinkern
.... Um die Natur erkennen, muss Mensch ihre Geschöpfe verstehen.
Um ein Geschöpf verstehen, sollte Mensch in ihm den Bruder sehen.....
[Bild: helgaslotussmiley.gif]
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