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Bindung
#1
Ich habe mir nach dem gestrigen und nach dem heutigen Spaziergang viele Gedanken gemacht.

Bam Bam entfernt sich oft weit von mir, er versteht einfach oft nicht was ich von ihm will und was ich versuche ihm zu vermitteln.

Irgendwie fehlt uns dieses unsichtbare Band das ich so an Pebbles zu schätzen wußte.

Er hat heue Angefangen eine 4 Monate alte Viszla Hündinn anzustänkern, die eh nur an ihrem Besitzer hing und Unsicher war. Es ging soweit das ich ihn aneleint hatte, weil er leider in keiner Form mehr auf mich ragiert hat.

Klar, er hört sehr oft perfekt, aber das macht die Beziehung nicht aus finde ich. Er muß nicht immer perfekt hören. Mir fehlt da einfach dieses Team.

Ich weiß bei ihm ehrlich nicht, wie ich das hinbekommen soll. Um so mehr ich es versuche, um so mehr entfernt er sich von mir.

Er sucht den Schutz nicht mehr bei mir, er setzt sich zur wehr.

Irgendwie stehen wir gerade unter keinem guten Stern und ich weiß gerade nicht wie wir aus der Sackgasse rauskommen sollen
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#2
Ich würde sagen...er wird Älter (Erwachsen)
Verena...Euch verbindet ein Band, aber er ist Nicht Pebbles....
Was ist wenn Du ihn stehen lässt und in eine Andere Richtung gehst, wenn er Nicht so auf Dich hört, im Moment?
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#3
Wenn ein andere Hund in der Nähe ist, dann stört ihn das nicht! Der Abstand ist einfach groß.

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#4
hmmm, da habe ich Damals eine Schleppleine genommen...
Aber da haben Andere bestimmt mehr Ahnung von.
Hat er ein Lieblingsquitschi? Damit könntest Du es Vielleicht versuchen und ihn Belohnen, wenn er bei Dir bleibt.
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#5
Das Problem habe ich mit Frodo auch,ich weiß einfach nicht wie ich den gewissen Draht zu Ihm aufbauen kann. Klar schaut er mal nach mir,klar hört er im großen und ganzen für sein Alter toll,trozdem fehlt mir der Gewisse Punkt den ich bei Arno aber habe. Nun gut die beiden haben einen Riesen großen Altersunterschied und vllt. erwarte ich einfach noch zu viel von Ihm.

Genaue Tipps habe ich also nicht wirklich für Dich,ich probiere und teste immer mehr aus was bei Frodo mehr zum erfolg führt.

Ich kann mir nur erklären,das Bam Bams Verhalten vllt. daher führt,das Du während Deiner Trauerzeit um Pebbels nicht so sehr auf Deine Führung bedacht warst. Und er jetzt diese Führung die Du vllt unbewusst angeben hast,versucht zu übernehmen? Aber da können Dir vllt. andere mehr zu sagen... das war nur mein erster Gedanke zwinkern
[Bild: 2957386.jpg]
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#6
ich habe vor Jahrzehnten mal ein Buch von den Mönchen von New Skete. Ein Tipp hat sich in meine Gedächtnis eingebrannt.
Die Mönchen züchten Deutsche Schäferhunde.
Während zwei Stunden des Tages wird der Hund an einer 2m Leine an den Bauch des Mönchs gebunden und egal was der Mönch gerade tut, der Hund geht mit und folgt. Dabei wird er gar nicht groß beachtet. Er folgt einfach wie ein Schatten und lernt so, auf den Mönch zu achten.
Dies, so die Mönche, schafft auch ein unsichtbares Band, welches den Mönch mit seinem Hund verbindet.

Ansonsten wäre ein Schleppleine mit Sicherheit keine schlechte Idee.
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#7
Mh ... ich weiss was ihr meint. Am Anfang, als Tommys Tod noch nicht lange her war, hatte ich ganz dolle Probleme mit meiner Lu.
Ich hatte Angst sie auch zu verlieren und Schmerzen fuehlen zu muessen, wuerde ich sie in mein Herz lassen.

Damals haben sie und ich unsere Tricks-spiele angefangen und haben eine gemeinsame, andere Basis erarbeitet. Und ganz langsam hat sie sich in mein Herz geschlichen und sich dort ganz dick gemacht.
Und wenn ich nun gerade an sie denke, dann tut mir mein Herz auch einbisschen weh. Aber es ist ein gutes Weh-tun, naemlich vor Liebe fuer meine geliebte Freundin.
Heute brauchen wir keine Tricks mehr. Manchmal reden wir noch immer an einander vorbei. Aber an anderen Tag, schaut sie mich an und beruehrt meine Seele.

Den Pai mag ich sehr gerne. Er ist ein wunderbarer kleiner Mann und er beruehrt mein Herz. Aber es fuehlt sich noch nicht an wie bei meinem wunderbaren Maedchen. Wahrscheinlich weil er ein Aeffchen ist und noch einbisschen wachsen muss.
Kathi, Lu und Pai
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#8
Hallo Verena,

stell Dir vor, Du kommst auf den Mars und kommst da in eine Familie, in der schon ein Erden-Mensch lebt. An wem orientierst Du Dich? Vermutlich an dem Erdenmenschen, da Du vermutlich mit der Kommunikation der Marsmenschen und mit der Umwelt dort erst mal eher Mühe und Verständnisprobleme haben wirst.

Dann geht der Erdenmensch nach einiger Zeit weg. Was passiert? Du hast Dich immer an ihm orientiert und den Mars durch ihn sicher empfunden. Nun reden die Marsianer auf dich ein, Du verstehst sie nicht und sie benehmen sich auch noch komisch, weil sie den anderen Menschen auch vermissen.

So ähnlich ging es Bam Bam. Er kam zu Euch, orientierte sich an Pepples, verstand sie und durch sie die Welt.

Nun ist sie nicht mehr da. Ihr seid total verändert, Du bist fix und fertig, das Leben verläuft völlig anders, und er hat nie gelernt, sich so an Dir zu orientieren. Warum sollte er das nun gerade in einer Phase anfangen, in der Du Dich kreuzelend fühlst, anfangen sich an Dir zu orientieren?

Er hatte sicher eine Enge Bindung zu Pepples. Die meisten Zweithunde haben eine engere Bindung zu ihrem Ersthund als zu ihren Menschen. Ich finde das logisch und natürlich.

Wenn Du momentan etwas forderst, was dereit schwierig ist, dann verkrampfst Du die Beziehung zwischen Euch. Er wird sich sicher gerne binden, wenn Du wieder mit beiden beinen im Leben stehst und für ihn ein Fels in der Brandung wirst. Momentan ist die Trauer dafür noch zu groß. Das sind meine Gedanken, wenn ich Deine Worte der letzten Wochen reflektiere. Er KANN sich gerade nicht enger binden. Noch nicht.

Wenn Du es schaffst, dass es DIR wieder gut geht, dann kannst Du wieder Sicherheit ausstrahlen und diese auch geben. Und Hunde binden sich nun mal gerne an Menschen, die Sicherheit verheißen.

Alles Gute.
Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#9
Hallo Verena,

bedenke auch daß er noch ein Kind ist, voll in der Entwicklung seiner Persönlichkeit und daß ihr noch gar nicht so lange zusammen seid.

Für eine richtige gute Bindung zum Tier kann man etwa ein Jahr rechnen und eure Bindung wurde ja wirklich gleich stark belastet.

So wie ich ihn am Dienstag erlebt habe seid ihr auf einem tollen Weg und als er da aus dem Auto sprang und ihm die Pfote so doll wehgetan hat, da ist er lauthals weinend in Deine Arme geflüchtet - er HAT eine gute Bindung zu Dir.

Für die Orientierung draußen mache ich mit Paula immer mal Versteckspielchen - wenn sie zu weit vorläuft oder hinterhertrödelt, sich irgendwo festschnüffelt, dann verstecke ich mich oder biege schnell in eine nicht erwartete Richtung ab. Das lehrt sie besser aufzupassen.

Ansonsten denke ich daß ihr beide im Moment einfach nur Zeit braucht.
Liebe Grüße
Ulla

Wir werden in Ewigkeiten nicht mehr gut machen können, was wir den Tieren angetan haben. (Mark Twain)
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#10
Als mein erster Hund damals starb, ging es mir noch viel schlechter als zuvor. Es hat mich um einiges zurückgeworfen und ich hatte weder Willen, noch Kraft zum Leben.

Dann kam Lucky und ich wollte ihn nicht annehmen, weil es einfach noch nicht Zeit war. Er hatte es bei uns wesentlich besser, als in seinem vorherigen zu Hause, aber aus meiner Sicht war es damals ein Fehler.
Lucky war ein quirliger, lustiger und ultra-neugieriger Welpe, er hatte alles und jeden lieb und wollte immer mit dabei sein. Die ersten Tage haben sich ausschließlich meine Eltern und meine Schwester um den Knirps gekümmert, aber ich liebe nunmal Hunde, brauchte Abwechslung und sah in Lucky ein klein wenig die Flucht vor diesem vernichtenden Gefühl.

Lucky hat sich nach und nach in mein Herz geschlichen, ohne das ich es wirklich gemerkt habe. Und dieser Schmerz über den Verlust meines ersten Hundes wurde gemildert, bis er schließlich verschwand und pure Lucky-Freude eintrat.

Ich muß dir ehrlich sagen ,daß ich selbst heute nach fast 9 Jahren immer noch weine, wenn ich von meinem Roxy erzähle. Aber nicht aus Trauer, sondern aus Freude das er mein Hund war.

Solange du noch in dieser Phase bist, erlebe mit BamBam die schönen Seiten wenn es dir gut geht, genieße diese Zeit und zeig ihm wie schön die Welt mit Dir ist. Und in den Tagen in denen es dir nicht gut geht, laß es lieber bleiben. Laß in an der Leine, vermeide Situationen wo er dir entwischen kann usw.

Bindung kann man nicht erzwingen, die muß man sich erarbeiten und verdienen und das geht nur, wenn dein Kopf und dein Herz rein sind.

küssen
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