Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Hunde
#21
Der Beitrag ist ja nun schon etwas älter, möchte diesen trotzdem noch mal hoch holen. Gibt es denn seither neues zu diesem Thema?
Habe ja auch so eine Maus - bei Hundebegegnungen wo sie die Hunde nicht kennt, stellt sie nen Kamm, bellt und läuft hin. Wenn sie dann einmal den Kontakt aufgenommen hat ist meistens gut.
Denke das habe ich verbockt, da am Anfang immer die Rentnermaus die Situationen geklärt hat. Die Kleine macht theater und die Alte klärt es dann. Gut, ich habe erst wirklich begriffen, dass es nicht so optimal gelaufen ist, als die Oma nun so langsam dieses Verhalten abbaut. An der Leine kann ich die Kleine ziemlich gut ablenken - Ball. Aber auch da kann es mal vorkommen, dass ein beller raus kommt und sie mal nen Satz in die Leine macht. Nen Bogen laufe ich halt immer mit den Beiden. Tja, wenn die Situation es verlangt und nicht durch mich zu klären ist, schicke ich die Oma trotzdem immer noch hin. Damit sie es klärt. Aber das reißt mich immer wieder ein Stück zurück. Ich weiß auch nicht, so wie andere Hunde, entspannt laufen und alles ist super - das wird bei uns wohl nie funktionieren.
Lieben Gruß
Schäfi2014
&
die Terrornasen Onja & Biene
Antworten
#22
(27.03.2014, 10:35)Schäfi2014 schrieb: Aber das reißt mich immer wieder ein Stück zurück. Ich weiß auch nicht, so wie andere Hunde, entspannt laufen und alles ist super - das wird bei uns wohl nie funktionieren.

du bräuchtest hilfe...hilfe von aussen...

im schlittenhundesport gibt es das "better mushing seminar"...was ist das für ein seminar und welchen zweck hat es ?

es hat den sinn dem hund wie auch dem musher beizubringen in der vorhandenen situation korrekt zu handeln. der musher muss wissen was er zu tun hat, der hund muss lernen das zu tun was von ihm erwartet wird.

es wird geübt und es gibt posten auf der übungsstrecke die den oder die hunde korrigieren in dem augenblick wo der musher nicht umgehend eingreifen kann.

Zitat:Übungen im Lehrgang:
Head-On-Passing
Gee- und Haw-Kommandos (auch trotz Verleitung)
Team anhalten, nach vorn gehen, mentale Kontrolle
an kleinem "Kläffer" vorbei
über Holzbrücke mit Geländer fahren
Halten und 2 Pfoten booten (Booties mitbringen)
Barriere umfahren
Team wenden
Hund in Schlittensack laden (Schlitten mit Sack steht bereit)



Head on Passing

zwei teams begegnen sich und müssen reibungslos aneinander vorbeifahren und das auf engstem raum...

An einem Kläffer vorbeifahren
hier fährt man mit hund oder hunden dicht an einer person vorbei die mit dem hund spazieren geht, der hund ist ein kläffer der den hund oder die hunde ablenken soll...

die streckenposten an den einzelnen stationen (hier leider nicht auf den fotos vorhanden) sollen die hunde die an ihren stationen vorbeikommen korrigieren. man stellt hier posten hin die mit gerten "bewaffnet" sind und dem hund oder hunden die auf die verleitung durch den kläffer reagieren und zu diesem hinrennen oder beim head on passing in ein anderes team laufen und glauben sie könnten dort raufen mir der gerte dem hund oder hunden ein paar verpassen. das darf auch schon mal kräftig sein. wenn es richtig ausgeführt wird reicht meist schon eine einzige lektion und der oder die hunde laufen sauber und ohne probleme am kläffer vorbei oder das gegenseitige passieren eines entgegenkommenden teams klappt reibungslos.

was bedeutet das für dich ? du bräuchtest jetzt kein better mushing seminar aber du bräuchtest den "kläffer" und eine person die deinen hund korrekt korrigiert wenn er sich falsch verhält. du solltest dir eine solche möglichkeit suchen, ein hund, eine person die dein hund nicht kennt. dann für deinen hund diese anscheinend rein zufällige begegnung schaffen und deinen hund korrigieren lassen wenn er auf den anderen hund zurennen will und sich in die leine wirft. das ganze 1 oder auch 2-3 mal gemacht und du bist dein problem los.
Antworten
#23
Dass diese Hunde andere Hunde danach in Ruhe lassen, glaube ich schon - aber wie ist deren Verhalten anschließend gegenüber Menschen?
Antworten
#24
(28.03.2014, 07:29)marcolino schrieb: Dass diese Hunde andere Hunde danach in Ruhe lassen, glaube ich schon - aber wie ist deren Verhalten anschließend gegenüber Menschen?

so wie man sich das wünscht und wie es sein sollte zwinkern
Antworten
#25
@happy: Da ich nicht weiß, ob unsere Wünsche da übereinstimmen freuen zwinkern - wie denn?

Vielleicht mal vorab: Ich habe da die Erfahrung gemacht, dass doch einige Hunde durch diese Vorgehensweise recht "skeptisch" gegenüber Menschen wurden - ein Verhalten, welches z. B. beim Golden (Jaaaaa - ich bin Golden-Tussi lachen ) nicht unbedingt erwünscht ist.
Antworten
#26
@Happy
So ähnlich hat ne befreundete Hundetrainerin es mal versucht - Thematik Jogger in das Rechte Licht zu rücken. (ich war da nicht sehr glücklich mit, habe es jedoch als eine Notwendigkeit angesehen dort mal die Sache richtig zu stellen). Die Kleine wollte immer alle Jogger stoppen. Mit bellen und bedrängen.
Also ich bin ganz normal spazieren gegangen und die Trainerin kam als Jogger um die Ecke. (die Trainerin war für meinen Hund unbekannt!). Die Kleine sofort hin und das oben beschriebene Verhalten gezeigt. Die Trainerin hat dann versucht die Kleine zu vertreiben. Das Resultat - sie hat es dann bei der Trainerin nicht mehr gezeigt. Beim nächsten Jogger aber wieder das gleiche. Also meiner Meinung nach Lernerfolg gleich null.
Da ich mit dieser Methode dann nun auch nicht wirklich konform gegangen bin, habe ich es versucht über Z&B in den Griff zu bekommen.
Das hat länger gedauert und wir hatten einige Rückschläge aber im Endeffekt hat es sich ausgezahlt. Mittlerweile bleibt sie total entspannt, legt sich hin und schaut dem Jogger zu wie er an uns vorbei kommt. Z&B klappt aber bisher nur bei Jogger, Fahrradfahrern. Bei Auto,Trecker und Hund ist die Erregungslage noch viel zu hoch. Und wie schon geschrieben weiß ich auch nicht ob ich dies jemals in den Griff bekommen werde. Die Aussagen/ Tipps von einigen in meinem Umfeld - dann mach doch mal nen vernünftiges HB drauf und wirk mal ein - habe ich mir nach dem Versuch mit dem Jogger erspart. so lange sie ruhig bleibt ist alles gut und ich komme auch zu ihr durch. An diesem ruhig und entspannt bleiben und das über eine längere Zeit (bis Hund uns passiert hat) üben wir momentan.
Lieben Gruß
Schäfi2014
&
die Terrornasen Onja & Biene
Antworten
#27
(28.03.2014, 08:20)marcolino schrieb: @happy: Da ich nicht weiß, ob unsere Wünsche da übereinstimmen freuen zwinkern - wie denn?

Vielleicht mal vorab: Ich habe da die Erfahrung gemacht, dass doch einige Hunde durch diese Vorgehensweise recht "skeptisch" gegenüber Menschen wurden - ein Verhalten, welches z. B. beim Golden (Jaaaaa - ich bin Golden-Tussi lachen ) nicht unbedingt erwünscht ist.

da geh ich mal stark davon aus das unsere wünsche übereinstimmen wenn ich sage, dass du keinen hund haben möchtest der hinterher angst hat vor fremden menschen...denn das wäre kontraproduktiv.

es kommt sehr stark darauf an wie man solche trainingssituationen anlegt und umsetzt...und...auf den oder die hunde und ihre motivationen du zu dem falschen verhalten führen.

es gibt bei diesen semi´s leute die generel die gerte ablehnen, es steht jedem frei sich dafür oder dagegen zu entscheiden. die erfahrung zeigt aber das die leute die sich dagegen entscheiden ihr problem nie lösen werden. dafür aber jammern sie überall weiter rum sie nirgends vorbei kommen ohne probleme. leute die sich dafür entscheiden berichten dann das sich das auch im positiven sinne auch in den alltag ausgewirkt hat und ihre hunde nun überall vorbeikommen und andere hunde ignorieren so wie sich das gehört.

man darf aber nicht den kardinalfehler begehen und glauben so das war es jetzt,dann passiert das...

(28.03.2014, 08:44)Schäfi2014 schrieb: @Happy
So ähnlich hat ne befreundete Hundetrainerin es mal versucht - Thematik Jogger in das Rechte Licht zu rücken. (ich war da nicht sehr glücklich mit, habe es jedoch als eine Notwendigkeit angesehen dort mal die Sache richtig zu stellen). Die Kleine wollte immer alle Jogger stoppen. Mit bellen und bedrängen.
Also ich bin ganz normal spazieren gegangen und die Trainerin kam als Jogger um die Ecke. (die Trainerin war für meinen Hund unbekannt!). Die Kleine sofort hin und das oben beschriebene Verhalten gezeigt. Die Trainerin hat dann versucht die Kleine zu vertreiben. Das Resultat - sie hat es dann bei der Trainerin nicht mehr gezeigt. Beim nächsten Jogger aber wieder das gleiche.

es bedarf natürlich unter umständen widerholungen und wie ich schon schrieb der richtigen ausführung...

hier ist das problem das man beheben wollte komplett in die hose gegangen und warum ?

der hund bezog die situation auf diese eine person aber nicht auf generell alle begegnungen dieser art. der fehler lag darin im versuch den hund zu vertreiben. es entstand eine "diskussion´s"-situation zwischen hund und der joggerin. sowas muss man vermeiden...es wird nicht "diskutiert" sondern kurz und knapp korrigiert. nach kurzer phase des verarbeitens für den hund kommt die nächste situation wieder mit einer völlig fremden person und wieder kommt die kurze und knappe korrektur ohne die möglichkeit das der hund darüber anfangen könnte zu diskutieren. so konnte das nicht funktionieren.

wieso funktioniert das meistens wunderbar im schlittenhundebereich bei diesen semi´s ? so einfach wie simpel, es wird nicht zugelassen das der oder die hunde "diskutieren" können. sie werden mit bestimmtheit dazu angehalten weiterzulaufen und sich auf das laufen und auf den musher zu konzentrieren. nicht die eben erlebte situation ist entscheidend sondern sondern das der hund dem komando für das weiter folgt. es wird also konsequent durchgesetzt das weitergelaufen wird. natürlich stellt das für viele musher ob nun mit ein oder zwei hunden oder mit noch mehr hunden immer große schwierigkeiten dar sich hier durchzusetzen. wenn das so ist muss mehr geübt werden. es gilt...übung macht den meister.
übrigens...die ursachen liegen hier wie überall im generellen durchsetzen und im konsequenten. hundehalter die zögern, die sich in solchen situationen unsicher zeigen werden auch sehr lange probleme haben mit solchen situationen.
Antworten
#28
Hallo happy,

(28.03.2014, 09:39)happy schrieb: es gibt bei diesen semi´s leute die generel die gerte ablehnen, es steht jedem frei sich dafür oder dagegen zu entscheiden. die erfahrung zeigt aber das die leute die sich dagegen entscheiden ihr problem nie lösen werden.

das kommt ja schon fast den RS Machenschaften sehr nahe kopfkratz

Auch Du blendest hier völlig die Motivation des Hundes aus.
Nur wenn Du diese kennst, lassen sich, mit entsprechendem Training, oder Therapie, Verhaltensweisen lenken, bzw. verändern.

Nur weil es bei Deinen Schlittenhunden funktioniert haben mag, heißt es auch noch lange nicht, dass es der richtige Weg für den jeweiligen Hund war.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
Antworten
#29
(28.03.2014, 10:32)Thomas schrieb: Hallo happy,

(28.03.2014, 09:39)happy schrieb: es gibt bei diesen semi´s leute die generel die gerte ablehnen, es steht jedem frei sich dafür oder dagegen zu entscheiden. die erfahrung zeigt aber das die leute die sich dagegen entscheiden ihr problem nie lösen werden.

das kommt ja schon fast den RS Machenschaften sehr nahe kopfkratz

Auch Du blendest hier völlig die Motivation des Hundes aus.
Nur wenn Du diese kennst, lassen sich, mit entsprechendem Training, oder Therapie, Verhaltensweisen lenken, bzw. verändern.

Nur weil es bei Deinen Schlittenhunden funktioniert haben mag, heißt es auch noch lange nicht, dass es der richtige Weg für den jeweiligen Hund war.

Das sehe ich ähnlich. Vorweg ich habe, wie auch im anderen Threat schon geschrieben, nicht generell ein Problem damit meinen Hund zu korrigieren. Denke aber das nicht jede Methode auf jeden Hund angewendet werden kann. Mein Hund hat Probleme damit wenn ich Druck auf sie ausübe - sie fährt dann hoch und ein lernen ist nicht mehr möglich. Daher versuche ich das zu umgehen. Natürlich korrigiere ich auch - als Beispiel - sie ist immer neben mir hoch gesprungen und hat versucht in meine Tasche zu schnappen. Da habe ich dann einige Male zum richtigen Zeitpunkt die Hand einfach davor gehalten. Sie ist dann gegen die Hand gesprungen. Nach zwei/drei Wiederholungen hat sie dieses Verhalten nicht mehr gezeigt. Sie kam nicht zum Ziel und von mir kam keine weitere Reaktion, sie hat sich nicht noch mehr aufgeregt und damit war das gelaufen. Ohne gemache und getue.
Das andere Beispiel: die alte Hündin hätte ich nur einmal "böse" ansehen müssen. Das hätte für sie ausgereicht.
Lieben Gruß
Schäfi2014
&
die Terrornasen Onja & Biene
Antworten
#30
(28.03.2014, 10:32)Thomas schrieb: Nur weil es bei Deinen Schlittenhunden funktioniert haben mag, heißt es auch noch lange nicht, dass es der richtige Weg für den jeweiligen Hund war.

thomas hast du dahingehend schon einmal praktische erfahrungen sammeln dürfen ?

du redest von der theorie, theoretisch gesehen hast du recht doch die praxis ist eine ganz andere.

besuche doch mal solche seminare und schau dir an was dort gemacht wird, schau dir an wie die hunde reagieren und versuche einmal die motivation zu erkennen und versuche nun mal aus dem gesehenen ein anderes vorgehen zu entwickeln...
aber eines das praxistauglich ist und nicht nur theoretisch. schau dir mal an wie ein ganzes team reagiert. mach doch einfach mal den selbstversuch mit einem ganzen team. du weisst doch selber ganz genau je mehr hunde es werden je schwieriger wird das handling, je schwieriger wird es ein ganzes gespann zu kontrollieren.

wir reden hier aber jetzt nur von einem hund bzw. zwei hunden die sich begegnen. lese ich was schäfi2014 schreibt kann ich lesen das er nicht weiss wie er es angehen soll. es liest sich so als würde er jede hoffnung aufgeben.

und jetzt kommst du und theoretisierst statt einem hundehalter etwas praxistaugliches in die hand zu geben...was hilft dieses ständige theoretisieren "es muss nicht der richtige weg für diesen einen hund sein..." ? reine theorie oder ?

thomas die motivation des hundes (am gefährt/im gespann) ist völlig wurscht, aber sowas von völlig wurst. die interessiert niemand...der hund hat eine klare vorgabe, vorbeilaufen ohne provozieren, ohne auf einen fremden hund zu reagieren, ohne kontakt auzunehmen vorbeilaufen. nur das zählt in diesem moment...keiner wird jemals nach der motivation eines hunde oder der hunde fragen. es gilt das was der mensch hier sagt...

der 0815 hundehalter kann sich den luxus leisten sich um die motivation liebevoll kümmern und sich tagelang den kopf darüber zerbrechen, kann nach 1000senden lösungswegen suchen. der gespannfahrer kann dies nicht und wird dies nicht tun.

eine andere sehr wichtige frage thomas, wie sieht das aus wenn man soldat ist ? es ist krieg, es kommt der befehl in den krieg zu ziehen und zu töten. glaubst du da stellen sich generäle hin und fragen sich ob das der richtige weg für den schützen thomas ist, ob der thomas vielleicht gewissensbisse hat, ob er das töten mit seinen moralvorstellungen vereinbaren kann ?

du also als 0815 hundehalter kannst dir die zeit nehmen, kannst dein gewissen vorranstellen, kannst fragen wo beim hund der schuh drückt und kannst dir viele wege, denn viele wege führen nach rom...ausdenken. als musher kannst du das nicht und wirst es auch nicht. nun du kannst diesem system unterstellen das es wie rs handelt, nur es gibt für dieses system die wissenschaftliche grundlage und auch das dazugehörige ergebnis.

http://de.wikipedia.org/wiki/Verst%C3%A4...ychologie)
Antworten




Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste