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Hunde
Hallo Schäfi2014,
probiere mal bitte, wenn Biene im Platz ist, ob Du seitlich über sie rüber steigen kannst.
Dann antworte ich gleich auf den Rest.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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(07.04.2014, 13:49)Thomas schrieb: Hallo Schäfi2014,
probiere mal bitte, wenn Biene im Platz ist, ob Du seitlich über sie rüber steigen kannst.
Dann antworte ich gleich auf den Rest.

Das muss ich nicht ausprobieren - das geht!!!freuen
Lieben Gruß
Schäfi2014
&
die Terrornasen Onja & Biene
Antworten
Hallo Schäfi2014,
es wird nun definitiv kompliziert, da für mich nun aus dem, was Du schreibst und dem, wie es wirklich abläuft Unterschiede sein werden, bzw. Du nicht alles, was entscheidend sein könnte, erkennen kannst.
Aus Deiner "neuen" Begrüßung geht hervor, dass hier was nicht stimmen kann, aber es lässt sich in dieser Form nicht erkennen.

Verstehe mich bitte nicht falsch;
ich möchte Dich nicht als zu dumm hinstellen, oder Dir gar unterstellen, dass Du nicht alles erzählst, wie das abläuft, aber wichtige Indizien können vielleicht nicht erkannt werden.

Dass Du so schnell Veränderungen beim Begrüßen hast, scheint zwar schön zu sein, aber zeigt mir, dass hier etwas, wodurch auch immer beeinflusst, nicht stimmen kann.
Ob Du nun unbewusst, doch mit Deinen Hunden sprichst, oder Du körpersprachlich auf Biene einwirkst, kannst Du nicht realisieren und ich aus der Entfernung nicht erkennen.

Aus Deinem Beschriebenen lese ich heraus, dass hier kein Einsichtslernen, oder Versuch/Irrtum als Wirkung für ihr Handeln verantwortlich ist, denn sonst ginge es nicht so schnell.

Selbst bei Hunden, die kognitiv stark gefördert werden, also bereits viel mehr Erfahrungen in der Ausarbeitung bei der Lösungsfindung haben, ist eine solche Situation sehr schwer zu lösen, weil hier eine Emotion beteiligt ist, die es zu befriedigen gilt.

Ich vermute mal ganz stark, dass Du hier ähnlich handelst, wie beim Konditionieren.
Das ist leider immer wieder so, dass der Übergang Konditionierung/Kognition nur schwer zu erkennen ist, da dieser Übergang fließend ist.

Nehmen wir also mal die Situation auseinander, ohne dass ich Dich nun als Beispiel missbrauche, aber diese Begrüßung mal als Beispiel benutze.

Konditionierung:
- Der Hund freut sich, wenn sein Mensch kommt
- Der Mensch hält Abstand, bis der Hund ruhiger ist
- Der Mensch bestätigt es, in dem er zum Hund hin geht
- Reagiert der Hund nun wie zuvor, entfernt sich der Mensch wieder
- Der Hund reagiert daraufhin so, wie er zuvor bestätigt worden ist und setzt sich bspw. hin

Kognition:
- Der Hund freut sich, wenn sein Mensch kommt
- Der Mensch hält Abstand, bis der Hund ruhiger ist
- Der Mensch wartet nun entspannt weiter, bzw. entfernt sich weiter vom Hund
- Der Hund wird nun wieder unruhiger, der Mensch nährt sich und wartet die Ruhe des Hundes ab
- Wird der Hund nun ruhiger, reizt man die Situation und wartet die Reaktion des Hundes ab
- Erst wenn der Hund sich an diese Situation gewöhnt hat, sprich keine Reaktion mehr auf das Ritual zeigt, löst man die Situation auf

Der Nachteil dabei:
- Der Hund hat nichts gelernt!!!
- Viele Wiederholungen
- unkontrollierbarer Lernverlauf
- Rückschläge

Die Vorteile:
- Langanhaltend
- steigert das Selbstbewusstsein
- Konditioniert keine Umweltreize mit
- interaktiv statt kommunikativ
- steigert die Intelligenz
- mindert alle stressbedingte Komponenten
- steigert die Aufmerksamkeit


Nun haben wir sicher nicht alles so besprochen, wie hier erwähnt, aber das wurde mir schon oft angelastet, dass ich viel zu viel voraussetze, bzw. zu schnell davon ausgehe, dass man mich versteht schaemen
Zu meiner Entlastung muss ich jedoch sagen, dass man schnell merkt, dass bei solchen Erklärungen viel Zeit drauf geht und es, so gerne man auch hier schreibt, die Zeit begrenzt ist, die, zumindest ich, hier habe.

Vielleicht denkst Du mal über diese Situation nach und schreibst noch mal, was Du darüber denkst, bevor wir hier weiter kommen.


Die Trecker Situation:

Dieser Versuch bestätigt die Annahme, dass hier wirklich und zu 100% kein Jagdverhalten vorliegt.
Das war leider so wichtig zu wissen, da wir hier nur nach wie vor einen Hund mit seinem Menschen haben, die nur in meiner Phantasie existieren und diese Phantasie nur von ein paar Zeilen genährt wurde.

Um hier nun weiter ansetzen zu können, nochmal ein paar Fragen;

- Wie reagiert/arbeitet Biene mit Spielzeug? (bitte eine umfangreiche und ehrliche Beschreibung!!!)
- Wie reagierst Du, wenn Biene Dich ausbremst? Du weichst aus? Du bleibst stehen? Du rennst sie um? Du schupst sie weg?
- Wie reagiert Biene am Trecker/Jogger/Radler? Verbellen, oder stellen, oder nur hin und weg/zurück zu Dir?
- Wie spielt Biene mit Dir, wenn kein Spielzeug vorhanden ist?
- Wie sehen Tauziehspiele aus? Mal gewinnst Du, mal sie? Biene schnappt nach? Schüttelt sie, oder zieht sie grade weg?

Mühsam nährt sich das Eichhörnchen
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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Hallo Thomas, entschuldige bitte. Es fällt mir sehr schwer dies so zu beschreiben. Aber ich werde es versuchen.
Zur Begrüßung:
Hier bin ich mir fast sicher, dass hier eine Konditionierung vorliegt. Denn Biene kennt das ja nun auch schon. Eine ähnliche Situation als Beispiel - ich möchte das HB anziehen an der Tür. Daher warte ich so lange bis Biene sich auf ihre Decke gesetzt hat und ruhig wartet. Mittlerweile macht sie es sofort wenn ich mir die Jacke anziehe und Richtung Tür gehe. Daher denke ich, dass du Recht hast. Biene kennt diese Situationen und weiß wohl was ich von ihr erwarte.
Zur Treckersituation:
1. wie arbeitet Biene mit Spielzeug
Spielzeug ist bei uns ein Ball. Ich nehme den Ball aus der Tasche. Der Hund spannt sich sofort an und ist in der Erwartungshaltung - gleich fliegt der Ball. (hier musste ich ziemlich lange Konditionieren, da sie in dem Moment sehr distanzlos geworden ist und auch nach dem Ball geschnappt hat) Daher MUSS Biene bevor ich den Ball werfe warten und vorallem nicht an mir hoch springen. Sie setzt sich daher hin. Das ist macht sie mittlerweile automatisch. Dann muss sie mich ansehen. Dann kommt das Freigabekommando und dann erst fliegt der Ball. Den Ablauf und die Ruhe bevor der Ball fliegt habe ich in kleinen Schritten so sehr lange immer wieder üben müssen. Da Biene sehr schnell sehr hoch dreht war und ist mir dies wichtig.
Biene apportiert den Ball. Ich gebe HZ fürs herausgeben. Dann muss sie wieder sitzen oder liegen, mich ansehen, dann fliegt der Ball.
Wir zergeln auch mit dem Ball. Dann gebe ich nach dem Apport kein HZ. Biene bringt mir den Ball. ich nehme die Kordel. und wir zergeln. Meistens lasse ich sie dann auch gewinnen. Wenn ich los lasse kommt sie sofort wieder und bringt den Ball wieder zu mir.
2.Wenn Biene mich ausbremst bleibe ich entweder stehen oder wenn es schon zu knapp ist zum stehen bleiben, schlage ich nen kleinen Hacken damit ich mich nicht auf die Klappe lege.
3.als Biene noch jünger war hat sie immer versucht den Radfahrer, Trecker, Auto zu stoppen indem sie in die Reifen geschnappt hat. Mittlerweile ist es eher ein hinterherrennen, zweimal bellen und dann zurück zu Onja und mir. Und wie geschrieben bei joggern und Rädern reagiert sie gar nicht mehr.
4. wenn kein Spielzeug vorhanden ist:
Nun ja, da muss ich gestehen haben wir so eine kleine Eigenart entwickelt. Bitte nicht lachen.....
Wir spielen abends vor dem schlafen gehen noch unter der Decke Hände schnappen. Also ich bewege meine Hände unter der Decke und Biene springt von oben auf meine Hände.
Oder wir raufen ein wenig - also sie fordert mich auf zu spielen. Sie nimmt ihren Kopf und drückt diesen an meinen Oberschenkel und brummt und macht "böse" Geräusche. Zeigt mir die Zähne. Nimmt auch schon mal meine Hand in die Schnute. (da ist sie super vorsichtig und sanft - hatte bisher in diesem Spiel noch nicht mal nen Zahnabdruck oder sonstiges).
5. Tauziehspiele: Entweder mit dem Ball wie in Punkt 1 beschrieben. (Nachhacken nach dem Ball ist nicht erlaubt!!!) Oder wenn man es als Tauziehspiel sehen möchte im SD wenn der Helfer um den Arm zergelt. Da gewinnt sie entweder und bekommt den Arm geschenkt. Dann muss sie damit erst einmal ne Runde laufen. Kommt dann aber direkt zu mir. Lässt sich unter den Fang packen und hält dann den Ärmel auch so lange ruhig bis das HZ kommt. Oder die andere Situation sie kämpft um den Arm, der Helfer stellt ein und es kommt das HZ zum loslassen. Sie trennt da auch sehr schnell und sauber. (von Anfang an habe ich hier sehr viel Wert drauf gelegt. Da haben wir uns sehr lange mit aufgehalten. Immer wieder loslassen, anbeißen, loslassen, anbeißen...!!).
6. Auch wenn du dies nicht wissen wolltest möchte ich noch einen Nachtrag zu Punkt 1 machen. Dort habe ich beschrieben wie so unser Ballspiel im Alltag aussieht. Nun möchte ich auch noch mal auf das Ballspiel auf dem Platz zu sprechen kommen. Der Vollständigkeithalber. Also ich habe den Ball unter den linken Arm geklemmt. Zur Bestätigung lasse ich den Ball los. Zergel dann entweder mit ihr oder nehme den Ball ab, klemme ihn entweder wieder unter den Arm oder schmeiße ihn auch mal. Sie darf den Ball und auch im SD den Arm mit ans Auto nehmen. Den Ball auch mit in ihre Box.
(das darf sie auch meistens beim Spazieren - den Ball mit ins Auto nehmen und ich nehme ihn ihr erst zu Hause ab).

So nun hoffe ich dass, dies ausführlich genug war? und vielen Dank für deine Mühe.
Lieben Gruß
Schäfi2014
&
die Terrornasen Onja & Biene
Antworten
Das Thema geht im folgendem Thema weiter:
http://www.hundelexi.de/Das-Hundeforum-i...gstagebuch
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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