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Diskussion zum Kostenvoranschlag
#1
Hallo,
hier möchte ich mal über das Thema über die Kosten eines Blindenführhundes diskutieren.
Ein aktueller Kostenvoranschlag ist hier öffentlich eingestellt.

Der Kostenvoranschlag bezieht sich auf Durchschnittswerte über die Kosten von Führhunden über knapp 10 Jahre.

Immer wieder werde ich über diesen "Traumberuf" ausgefragt und wenn man anmerkt dass die Vergütung über einen Führhund sich um die 25.000 € belaufen, sehen viele darin eine Chance an das große Geld zu kommen.

Dafür picke ich mir aber mal den größten Posten raus, die Ausbildung.

Puh, 17.000 Euro denkt man da.

Doch rechnet Euch mal zusammen:
Ein Stundenlohn von 34,00 € wird von allen Handwerkern belächelt und kaum ein selbstständiges Unternehmen kann dafür arbeiten.
Auf die Lohnnebenkosten möchte ich dabei garnicht eingehen.

Nun rechnet mal die 500 angegebenen Stunden durch zwei Jahre, dann kommt man auf 0,69h am Tag.
Selbst in nur einer Stunde am Tag, ist eine Ausbildung für einen zuverlässigen Führhund unmöglich.

Hier wird deutlich dass dieser Beruf ein aufwendiges Hobby für ein kleines Zubrot ist.

Die mich ständig verfolgende Frage wie es Führhundschulen schaffen, Führhunde für nur 17.000 oder gar 15.000 Euro abzugeben, bleibt mir ein ewiges Rätsel.

Was dabei auch nicht in Vergessenheit geraten soll, ist die Umsatzsteuerabgabe, die hier mit knapp 4.000 € nicht unerheblich ist.

Wer diesen Beruf einschlagen möchte, sollte sich immer im Klaren sein, dass dies ein fast ehrenamtlicher Beruf ist.

Bitte habt Verständnis, dass ich den Kostenvoranschlag schließen musste, da dieser in html geschrieben ist und das Zitieren für Probleme sorgen würde.
Danke
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#2
hi,

also für mich liest sich das nicht nach einem "leichten Weg um schnell ans große Geld zu kommen" ... lachen lachen
gut ausgebildete Tiere kosten nun mal einiges (man denke nur mal an gute Tunierpferde...)

Schließlich bedarf es schon sehr guter Trainerfähigkeiten und Erfahrung um solch ein Tier auszubilden.
Immerhin vertrauen Blinde ihrem Hund ja doch mehr oder weniger ihr Leben an!! freuen

Können sich Blindenhunde eigentlich nur Blinde leisten mit entsprechendem Geldbeutel,
oder wird eine solche Hilfe auch von Krankenkassen unterstützt...? kopfkratz


und sag mal ...
was passiert wenn ein Hund dann doch nicht als Blindenhund eingesetzt werden kann z.B. weil sich irgendwann in der Ausbidung ein Gesundheitsproblem des Tieres abzeichnet (war das nicht so ähnlich bei Diego?),
wer trägt dann alle angefallenen Kosten und Mühen ...? zwinkern






LG,
Ulrike.

[Bild: a010.gif] [Bild: a010.gif]
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#3
Hallo Thomas,

ich finde das auch sehr realistisch
und wenn man es durchrechnet, über die Dauer,
dann auch nicht teuer oder viel sondern wenig.

Aber die Frage wer sowas bezahlt oder
bezuschußt interessiert mich auch sehr.

Und, wenn jemand bei Dir einen ich sage mal
auch wenn es sich blöd anhört Hund bestellt,
wie läuft das dann? Wird eine Anzahlung fällig
oder mußt Du komplett in Vorkasse treten?

Ich würde auch gerne mal Fotos sehen von
den Hunden mit ihren neuen Besitzern fals möglich.



[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#4
In der Regel zahlen die Krankenkassen einen Blindenführhund und die fortlaufenden Kosten für Futter und Tierarzt. Jedoch die Fortlaufenden Kosten nur pauschal.

Die gesamten Kosten müssen in Vorkasse gebracht werden. Auch zusätzliche Tierarztkosten, wegen vielleicht eines Schnittes durch eine Scherbe oder andere Krankheiten werden nicht vergütet.

Stelle ich nach 2 Jahren fest dass der Hund untauglich geworden ist, durch einen außergewöhnlichen Schreck im Verhalten, durch Knochproblematik oder sonstiges, bleiben auch hier alle Kosten bei der Hundeschule hängen.

In Vorkasse muss niemand treten, also alles muss vorgeschossen werden.

Führhundhalter sind in der Regel eher Fotoscheu. Irgendwo auch verständlich denn sie wissen oft nicht wie sie darauf aussehen oder wirken.

Ich möchte deshalb auch nicht um Genehmigungen bitten, Bilder zu veröffentlichen. Ich habe aber auch nur sehr wenige, weil ich erst seit 4 Jahren eine Kamera hab.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#5
Also ich finde das die Kosten völlig gerechtfertigt sind. Und am Ende ist es wahrscheinlich eher noch mehr!

Den Leuten die die Hunde so günstig abgeben, sollte vielleicht mal wer auf die Finger schaun, was die wohl für Ausbildungsmethoden haben um schneller, also Kostengünstiger ans Ziel zu kommen!
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#6
Annette die Kosten sind bei weitem mehr. Das ist der Höchstbetrag den die Kassen derzeit akzeptieren. Es ist jedoch ein langwieriger Prozess, denn die Kassen denken ja auch dass sie lieber Hunde kaufen, die weitaus weniger kosten.
Reale Kosten belaufen sich gut auf 40.000€
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
Antworten
#7
Thomas schrieb:In der Regel zahlen die Krankenkassen einen Blindenführhund und die fortlaufenden Kosten für Futter und Tierarzt. Jedoch die Fortlaufenden Kosten nur pauschal.

Die gesamten Kosten müssen in Vorkasse gebracht werden. Auch zusätzliche Tierarztkosten, wegen vielleicht eines Schnittes durch eine Scherbe oder andere Krankheiten werden nicht vergütet.

Stelle ich nach 2 Jahren fest dass der Hund untauglich geworden ist, durch einen außergewöhnlichen Schreck im Verhalten, durch Knochproblematik oder sonstiges, bleiben auch hier alle Kosten bei der Hundeschule hängen.

In Vorkasse muss niemand treten, also alles muss vorgeschossen werden.

Frage: Wie jetzt, bekommst du zu Anfang das Geld oder erst bei Übergabe
des Hundesß

Weil auf der einen Seite schreibst Du die Kassen zahlen den Hund etc. pp, die
Kosten müssen in Vorkasse gebracht werden.
Deine Vorkasse oder die der Kasse weil auf der anderen Seite wenn die KK in
Vorkasse tritt, müßtest Du dann ja das Geld zurückzahlen, wenn der Hund
dann doch nicht übergeben wird, weil untauglich...(wie Du schreibst HuShu)
Also wer hat jetzt die Vorkasse, Du oder die KK?
Steige da gerade nicht so durch.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#8
ich, bzw. huschus die die Hunde ausbilden.

Alles bezahlen, Hund ausbilden, Abschluss Untersuchungen, Einweisungen knapp 6 Wochen, erst dann kommt eine Prüfung und erst wenn diese Prüfung erfolgreich abgeschlossen ist, erst dann darf ich meine Rechnung schreiben. Aber dann, kommt ein Wiederspruch und das übliche um das ganze noch weiter rauszuzögern. Ein paar Schreiben vom Anwalt, und dann gibt es irgendwann Geld.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#9
Die Rechnung schreibst dann an die Krankenkasse?

Dann solltest du wohl lieber Hunde von Privatleuten ausbilden oder denen dabei helfen und die Blindenhundeausbildung nebenebei laufen lassen, denn so hast du in Wirklichkeit ja gerade mal die Unkosten gedeckt und den Hund eigentlich kostenlos ausgebildet!
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#10
OK, also minimum 2 Jahre in VK treten.
Das ist aber heftig.....

@Annette, ich denke schon das Thomas seinen Lebensunterhalt
durch seine täglichen Stunden mit Hunden/Kunden verdient
als Trainer, weil, wie soll er sich sonst finanzieren.
Beispiel: Diego.
Der bleibt ja jetzt bei Thomas. lachen
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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