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Dominanz
#1
Was ist Dominanz und wie wichtig ist sie in der Hundeerziehung?
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#2
Eieiei, da hast du ein großes Wort in den Raum geworfen un dich bin gespannt was dabei rauskommt zwinkern
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#3
Ich weiss nicht was ich sagen soll. Das Wort mag ich naemlich nicht.

Ich bin nicht dominant, Lucy ist auch nicht dominant und Pai auch nicht. Wir haben nur alle bestimmte Situationen in denen wir wissen was wir unbedingt wollen und dann setzen wir uns durch.

Ich-Hundebaby sitzt an der Strasse
Lucy-meine Knochen gehoeren mir
Pai-der Ball ist meiner
Kathi, Lu und Pai
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#4
kamalii schrieb:Ich-Hundebaby sitzt an der Strasse
Lucy-meine Knochen gehoeren mir
Pai-der Ball ist meiner

brueller

so knapp und doch so herrlich umschrieben.......

Unter Dominanz in der Mensch/Hund Beziehung, verstehe ich folgendes:

Der Hund befolgt als "unterworfenes" Wesen alle Befehle des "Herren". Der denkt, dann hat er so vor seinem Hund einen höheren Status. Ich kenne Menschen die ihre Hunde so führen. Die finden das toll wie ihr Hund "kuschend" Befehle ausführt.

Dominanz ist, finde ich, eine Art einseitige diskriminierende Kontrolle, bei der der Dominierende Teil seinen Bedürfnissen freien Lauf lassen kann und der Unterworfene sich ihnen fügen muss.

Dominanz kann Individuen verkrüppeln, denn sie verursacht "devote" Hunde, denen jede Möglichkeit genommen wird, sich selbst entwickeln, selbst Eintscheidungen treffen, selbst Erfahrungen machen, usw.

Ich kann doch mit meinen Hunden kein Team werden, wenn nicht alle gleich viel Wert sind und sich Vertrauen. Dominanz schließt ein Vertrauensverhältnis jedoch aus.

.......

Wie wichtig Dominanz in der Hundeerziehung ist....Dominanz ist nichts, das ich weder selbst lebe und auch nicht darüber nachdenke, ob sie in der Hundeerziehung wichtig ist. Bei uns spielt sie eher überhaupt keine Rolle. Dennoch leben wir alle gut miteinander und keiner tanzt dem anderen auf der Nase herum. Ich arbeite überhaupt nicht mit Dominanz. Da können vielleicht andere mehr sagen.....

Grüße

Jacky, die ehrenhafte Traumtanzende, die Welt anders sehende, "Wilde"



.... Um die Natur erkennen, muss Mensch ihre Geschöpfe verstehen.
Um ein Geschöpf verstehen, sollte Mensch in ihm den Bruder sehen.....
[Bild: helgaslotussmiley.gif]
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#5
Wie funktioniert denn dann ein Hunderudel?

Das Alphapaar ist ja schließlich souverän und dominant (auch wenn der Ausdruck doof ist) sind dann alle Hunde im Rudel "devot"? Ich denke nicht.

Dominanz hat einen etwas blöden Nachgeschmack, das Wort klingt einfach negativ.
Aber Dominanz ist doch nicht negativ. Dominanz beinhaltet mehr wie nur andere zu unterdrücken.

Dominanz ist für mich Körpersprache, Souveränität, Führung, Sicherheit, usw.
Demnach denke ich schon das Dominanz in gewisser weise schon in der Hundeerziehung wichtig ist.

Ich kann mich leider schlecht ausdrücken, ich hoffe jemand kann meine Ansätze aber ansatzweise verstehen.
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#6
Morgi schrieb:Wie funktioniert denn dann ein Hunderudel?

Das Alphapaar ist ja schließlich souverän und dominant (auch wenn der Ausdruck doof ist) sind dann alle Hunde im Rudel "devot"? Ich denke nicht.


jacky schrieb:Unter Dominanz in der Mensch/Hund Beziehung, verstehe ich folgendes:

In einem Rudel ist kein Mensch dabei. Deshalb sprach ich extra von einer Mensch/Hund Beziehung. In einem Rudel sehe ich eher ein souveränes, schönes, starkes Alpha-Paar. Hier sehe ich "Dominanz" sehr gerne, auch wenn ich es hier anders nennen würde.

Morgi schrieb:Dominanz hat einen etwas blöden Nachgeschmack, das Wort klingt einfach negativ.
Aber Dominanz ist doch nicht negativ. Dominanz beinhaltet mehr wie nur andere zu unterdrücken.

Vielleicht liegt es ja dann wieder daran, was der Mensch mit diesem Wort an Taten vollbracht hat? Wieso klingt denn das Wort Dominanz für einige so negativ?

Das was ich bei Menschen beobachtet habe, die das Wort Dominanz nutzen, ist negativ gewesen. Deshalb sehe ich wahrscheinlich dieses Wort in Bezug auf den Menschen negativ.........aber wieso du, wenn du es doch gar nicht so negativ findest? Das interessiert mich brennend. Vielleicht kommen wir so der Antwort was Dominanz ist, näher. freuen

Morgi schrieb:Dominanz ist für mich Körpersprache, Souveränität, Führung, Sicherheit, usw.
Demnach denke ich schon das Dominanz in gewisser weise schon in der Hundeerziehung wichtig ist.

Wie würdest du dann eine Körpersprache nennen, vor der dein Hund sich fürchtet, Souveränität mit der sich der Hund durch Unterwerfung fürchtet? Führung mit der sich ein Hund fürchtet? (Für mich ist genau DAS Dominant sein) Ein Indiciduum stellt sich über das andere und entzieht ihm damit all seine Rechte und Freiheiten.

Die Entsprechung der Dominanz ist für mich Gleichwert erkennen und souverän so handeln. Bestimmend sein, wenn es darauf ankommt und durchsetzen was meine Hunde beschützt, ohne sie in ihrer eigenen Persönlichkeit einschränken. freuen

So sehen sie mich auch gerne als Begleiter und Anführer in gewissen Momenten und machen auch gerne was ich sage.










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#7
Ich denke ja das man um eine Führungsrolle zu bekommen nicht dominant sein muss. Man muss selbstsicher und cool sein und richtige Entscheidungen treffen können, das heisst in verschiedenen Situationen nicht unsicher sondern sofort zielstrebig handeln!

Auch haben meiner Erfahrungen bei allen Tieren gezeigt, das man sich keine Führungsrolle mit Dominanz erkämpfen kann, denn dann hat man in einem starkem Tier eher einen Feind und ein schwaches Tier ist gebrochen!

Man muss sich die Führungsrolle verdienen, wie es in einem Rudel oder einer Herde auch passiert!

Denn das Rudel oder die Herde bestimmt wer eine Führungsrolle bekommt und nicht derjenige selbst!
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#8
Klasse umschrieben Anette, danke, jetzt kann mein Kopf ein wenig mehr aufhören mit rauchen, du Lakhota freuen

Ist immer wieder herrlich wie du Worte für etwas findest, was ich umschreiben möchte, wenn ich sie nicht finde...... lachen

Ich konnte im Laufe meiner Arbeit auch feststellen, das die Bindung mit Hunden die geführt werden, wie Anette das umschreibt, stabiler und wirklicher ist. Der Hund erkennt seinen Menschen als vollwertigen Führer und hat keinen Grund diesen in Frage stellen.

Hingegen die Hunde deren Menschen "dominant" führen, wie ich es weiter oben beschrieb, haben keine wirkliche Bindung. Sie fügen sich einfach in ihr Schicksal.

@ Anette,

was heisst denn Dominanz für dich??
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#9
Also ich sehe das als Dominanz den Hunden gegenüber was auf vielen Hundeplätzen passiert, wenn Hunde "abgerichtet" werden, grins das eine heisst sogar schon so....UNTERORDNUNG....welche dort aber meist erzwungen wird. Deshalb hören diese Hunde dann auch außerhalb des Platzes nicht!

Bei Pferden genau das selbe die werden in Reithallen mit Dominanz abgerichtet und gehen dann draussen in der Natur durch!

Für mich ist Dominanz gleichzusetzen mit Unterdrückung!

Einige haben ja schon meine Pferde kennengelernt, die ich weder mit Dominanz noch Konsequenz ausgebildet habe und ich mich auf sie gerade deshalb verlassen kann!

Das hat mir übrigens Jack gelernt, der einen einfach platt macht, wenn man mit Dominanz und Konsequenz kommt!

Das heisst jetzt nicht das ich nicht auch mal mit meinen Tieren schimpfen muss, es gibt natürlich 1 Regel die sie einhalten müssen, die heisst, ich werde auf keinen Fall platt gemacht, sonnst gibt es Aerger!

Über alles andere kann man reden und verhandeln!
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#10
@all,

“jacky“ schrieb:Unter Dominanz in der Mensch/Hund Beziehung, verstehe ich folgendes:

Der Hund befolgt als "unterworfenes" Wesen alle Befehle des "Herren". Der denkt, dann hat er so vor seinem Hund einen höheren Status. Ich kenne Menschen die ihre Hunde so führen. Die finden das toll wie ihr Hund "kuschend" Befehle ausführt.

Dominanz ist, finde ich, eine Art einseitige diskriminierende Kontrolle, bei der der Dominierende Teil seinen Bedürfnissen freien Lauf lassen kann und der Unterworfene sich ihnen fügen muss.

Dominanz kann Individuen verkrüppeln, denn sie verursacht "devote" Hunde, denen jede Möglichkeit genommen wird, sich selbst entwickeln, selbst Eintscheidungen treffen, selbst Erfahrungen machen, usw.

Ich kann doch mit meinen Hunden kein Team werden, wenn nicht alle gleich viel Wert sind und sich Vertrauen. Dominanz schließt ein Vertrauensverhältnis jedoch aus.


Ein Mensch der seinen Hund in der von dir beschriebenen Weise beherrschen will und führt ist Autoritär, aber es ist keine Dominanz.



LG Hans Georg



Der Mensch hat das Sozialverhalten von Hunden tief greifend verändert (D. U. Feddersen - Petersen).
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