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Dominanz
#11
jacky schrieb:
Morgi schrieb:Dominanz ist für mich Körpersprache, Souveränität, Führung, Sicherheit, usw.
Demnach denke ich schon das Dominanz in gewisser weise schon in der Hundeerziehung wichtig ist.

Wie würdest du dann eine Körpersprache nennen, vor der dein Hund sich fürchtet, Souveränität mit der sich der Hund durch Unterwerfung fürchtet? Führung mit der sich ein Hund fürchtet? (Für mich ist genau DAS Dominant sein) Ein Indiciduum stellt sich über das andere und entzieht ihm damit all seine Rechte und Freiheiten.

Die Entsprechung der Dominanz ist für mich Gleichwert erkennen und souverän so handeln. Bestimmend sein, wenn es darauf ankommt und durchsetzen was meine Hunde beschützt, ohne sie in ihrer eigenen Persönlichkeit einschränken. freuen

So sehen sie mich auch gerne als Begleiter und Anführer in gewissen Momenten und machen auch gerne was ich sage.

Das was Du beschreibst ist doch im Grunde das, was der Mensch bisher schwachen Lebewesen gegenüber immer gemacht hat, nämlich Macht ausspielen. Das zeigt aber meiner Meinung nach keine Dominanz.
Dominanz = Durchsetzungsfähigkeit, anführen wollen, Selbstbewusstsein, Stärke
Das schafft man aber nicht durch unterdrücken (seine Macht ausspielen), sondern in gewissen Maße durch Intelligenz.
In einem Hunderudel beispielsweise ist auch nicht das Stärkste Tier der Alpha, sondern das Intelligenteste. Das richtige Zusammenspiel zwischen Beidem ist notwendig.
Dominanz bedeutet auch andere machen zu lassen und trotzdem führen und beschützen zu können.

Solange in den Köpfen der Menschen das Bild geistert das Dominanz gleichzusetzen mit Unterdrückung sei, dann nein, dann braucht man keine Dominanz in der Erziehung. Und trotzdem ist jeder gute Hundeführer in seiner Erziehung dominant, auch wenn er es mit der Definition die den meisten in den Köpfen schwebt nicht so nennen mag.
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#12
amazone schrieb:...Man muss selbstsicher und cool sein und richtige Entscheidungen treffen können, das heisst in verschiedenen Situationen nicht unsicher sondern sofort zielstrebig handeln!
...

Man muss sich die Führungsrolle verdienen, wie es in einem Rudel oder einer Herde auch passiert!

Denn das Rudel oder die Herde bestimmt wer eine Führungsrolle bekommt und nicht derjenige selbst!


Das was Du beschreibst ist doch Dominanz.
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#13
warum ist dieses Wort nur so negativ belegt.

Jacky, ich kenne dich und deine Hunde. Du bist dominant. Du bist durchsetzungswillig, durchsetzungsfähig und deine Hunde wissen und respektieren das.
Findest du dich ernsthaft in deinem ersten Beitrag wieder?
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#14
Gut dann ist Jacky kurz das Beispiel.

Dominant klingt als ob Jacky ihren Hunden nie einen freien Willen laesst. Unnachgiebig ist sie nur wenn es um bestimmte Regeln geht die der Sicherheit dienen, ob der Baby-sparky am Anfang in ihrem Bett geschlafen hat oder nicht war ihr egal.

Um ihre eigenen Worte zu benutzen Jacky ist eine souveräne, schöne, starke Alpha-Person. Sie regt sich nicht ueber Kleinigkeiten auf, sondern kuckt auf das Wesentliche.


Vielleicht ist das Wort "dominant" nicht mehr zu retten? Ich moechte mich nicht als dominant bezeichnen muessen. Ich bin streng wenn es um meine Regeln geht.
Kathi, Lu und Pai
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#15
Aber warum möchtest Du Dich nicht als dominant bezeichnen?

Doch deswegen weil es Menschen gibt die dann unwillkürlich an Lack, Leder und Peitsche denken. Wer sieht sich schon gern so? (Ausgenommen Menschen mit gewissen Neigungen lachen )

Was ich sagen will ist das im Grunde jeder dominant ist, mal mehr mal weniger und das es nichts mit unterdrücken mit Furcht zu tun hat.

Beispiel, ich sitze auf meinem Sofa, Hund darf nicht darauf, kommt aber trotzdem. Ich schicke ihn runter, er kommt wieder. Ich nehme ihn bringe ihn auf seinen Platz und erwarte das er dort bleibt und passe darauf auf. DAS ist Dominanz.
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#16
Morgi schrieb:Beispiel, ich sitze auf meinem Sofa, Hund darf nicht darauf, kommt aber trotzdem. Ich schicke ihn runter, er kommt wieder. Ich nehme ihn bringe ihn auf seinen Platz und erwarte das er dort bleibt und passe darauf auf. DAS ist Dominanz.

Genau das mache ich eben nicht ich würde ihn nicht wieder wegschicken, wenn er unbedingt bei mir auf dem Sofa sein will soll er das tun!

Wenn ich von Rowdy Sitz verlange und es kommt gerade Lena und er rennt freudig zu ihr, würde ich das Sitz niemals einfordern! Ich lass ihn ausgiebig Lena begrüssen!

Auch wenn ich mit Rowdy was üben will und er hat dazu gerade keinen Bock, dann lass ich es und spiele mit ihm, oder lass ihn einfach in Ruhe.

Genau wenn ich reite und ein Pferd auf einem tollen Weg Galopp vorschlägt, nehm ich diesen Vorschlag auch an, falls ich nicht Reitleute mit hab, welche noch nicht Galopp reiten können!

Wenn ich mit einem Pferd was arbeite und es gibt mir zu verstehen, das es heute darauf keine Lust hat, dann schaff ich es wieder auf die Koppel und lass es in Ruhe.

Ich denke das ist weder Dominanz noch Konsequenz!
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#17
ein heya euch,

ich hab mich mal umgesehen und zwei Interessante Links für das Thema entdeckt.

Die "Dominanz" wird in verschiedene Anwendungsgebiete unterteilt.

[url=http://de.wikipedia.org/wiki/Dominanz]Hier[/url]

Ich denke ja, das wir über die erste Variante, die "psychologische" Dominanz sprechen. Also über das "Verhalten" Dominanz.

[url=http://de.wikipedia.org/wiki/Dominanz_(Psychologie)]Hier[/url]

Sehe ich mir die anderen Bereiche der Dominanz an, wie ein Berg der dominiert, weil er einfach größer ist, als der andere, jedoch damit niemanden unterdrückt, scheint es sich um die Dominanz handeln, die Morgi anspricht..........

Also ist wohl doch erstmal wichtig das wir wissen, von welcher Art Dominanz wir sprechen. Vielleicht können die Links hier helfen.

Dominanz als Verhalten, also die, die wir als "bewegende" handelnde Lebewesen ausführen, ist für mich immernoch etwas Unterdrückendes.

Und für euch?
.... Um die Natur erkennen, muss Mensch ihre Geschöpfe verstehen.
Um ein Geschöpf verstehen, sollte Mensch in ihm den Bruder sehen.....
[Bild: helgaslotussmiley.gif]
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#18
Also ich habe schon von Lebewesen gesprochen zwinkern

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#19
Tja, weiss auch nicht warum dieses Wort so negativ immer rüberkommt.

Wenn man dieses auf Menschen überträgt, dann wäre ich in jedem
Fall oder sagen wir mal ich bin dann EIN DOMINATER MENSCH, also ich
persönlich. Was aber nicht heißt, das ich Andere unterwerfe oder mir
unterordne.

Jemand der führt, sich durchsetzen kann und eine klare Linie
bevorzugt, würde ich nicht automatisch als dominant bezeichnen.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#20
@all,


Dominanz ist in der Verhaltenbiologie einfach und verständlich als Überlegenheits – Unterordnungs – Beziehung, zwischen Individuen definiert, die zeit- und situationsabhängig ist, beschreibt also einen Zustand und somit ist sie wertfrei.

Wie man damit umgeht, ist eine ganz andere Frage. Verhalten ist immer sehr komplex, multifunktional und –faktorielle.

Ihren Ursprung kann man am Besten aus dem Zusammenleben von Wölfen in Freiheit ableiten. Ein Wolfsrudel ist in aller Regel ein Familienverband, dem sich auch fremde Einzel Tiere oder Gruppen anschließen können. Alphas sind meist die Elterntiere, die von den Jüngeren, in ihrer Stellung anerkannt werden, natürlich Autorität.
Dominanz /SubDominanz ergibt sich hier aus gegenseitigem Respekt. Wenn man so will, ist es eine gewachsene Hierarchie mit unterschiedlichen Dominanzgraden, von der das gesamte Rudel profitiert, das wiederum verhindert z. B. permanente Rangordnungskämpfe, jedes Mitglied nimmt den Platz ein, der der Gemeinschaft am meisten nützt. Diese Kooperationsbereitschaft ist für das Überleben des Rudels von besonderer Bedeutung.

Dieses Prinzip lässt sich aber nicht einfach auf die Mensch/Hund Beziehung 1: 1 übertragen. Der Vorteil für Mensch/Hunde liegt wohl darin begründet, das beide analoge evolutionsbedingt Gemeinschaften gebildet haben, die ihnen nun im Zusammenleben zu gute kommen.

Hunde neigen in der Regel dazu sich dem Menschen anzuschließen und ein stückweit unterzuordnen, das führt zu einer Dominanz (Überlegenheits-Unterordnungs-Beziehung), die aber zeit- und situationsabhängig, aber auf keinem Fall ein Dauerzustand ist.

D. h., egal wie tolerant man mit seinem Hund umgeht, wird es immer Zeiten, Situationen und Umstände geben, in denen der Mensch, ganz individuell seine Dominanz ausübt. Das liegt in der Natur der Sache.


LG Hans Georg


Der wahre Egoist kooperiert.
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