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8 Monate und ziemlich wild
#21
Tja, Kamalii,

ich denke auch, der Hund ist überfordert......

Nun bin ich ja nicht so der Typ, der mit seinen Hunden auf Sportplätze, oder Austellungen geht. Auch gehe ich in keine Gruppen-Beschäftigungs-Anlagen für Hunde. Ich bin eher der Mensch, der seinen Hunden Arbeit im Rudel und dem Alltag gibt.

Wenn meine Hunde unterwegs sind, merke ich das sie etwas tun wollen, um sich mit sich selbst Stolz fühlen, wenn sie kleine Aufgaben erfüllt haben. Auch gefällt es ihnen wie ich mich dann freue.

Sowas sollte jeder Hundehalter mit seinem Hund machen. In diesem kleinen Team kehrt viel Ruhe ein, weil beide aufeinander konzentriert sind und sich aufeinander abstimmen.

Für mich liest sich auch, als würde Riot zuviel drehen. Viele Hundehalter denken, das der Hund nach so viel Beschäftigung auch "Hundemüde" in die Kissen fällt. Manchmal bewirkt er genau das Gegenteil.....

Inwieweit die Hündin sich schon erwehren gelernt hat, weiss ich nicht. Ich würde der Hündin helfen, den Rüden fernhalten, damit sie unterstützt wird und lernt sich noch weiter durchsetzen. Vielleicht traut sie sich nicht, sie ist ja nicht der im Rudel, der alles checken darf. Das ist ja der Mensch.

Seit ich Shun-kah unterstütze, den kleinen auch mal auf Abstand halten dürfen und ihm Grenzen aufzeigen, fällt es ihm auch leichter sie durchsetzen und dem Kleinen fällt es leichter sich daran halten.

Lass mich wissen, wie es voran geht.

Grüße

Jacky

.... Um die Natur erkennen, muss Mensch ihre Geschöpfe verstehen.
Um ein Geschöpf verstehen, sollte Mensch in ihm den Bruder sehen.....
[Bild: helgaslotussmiley.gif]
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#22
Hallo,

also wie Jacky es schon gesagt hat, ich würde die Hündin auch unterstützen und dem Rüden klar machen, das das von ihm gezeigte Verhalten nicht erwünscht und gestattet ist.

Dieser Hund ist völlig überfordert, und es muss erstmal wieder Ruhe in ihn gebracht werden. ich würde alle sportlichen Aktivitäten auch zurück nehmen und den Hund lieber im Kopf auslasten.

Auch wie Wotaan es schon sagt würde ich die beiden viel mehr trennen und getrennt was mit den beiden unternehmen.

lg
Tany

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#23
Danke Jacky und Tany und auch vielen Dank Elvira. Das werde ich so uebersetzen und meiner Freundin geben.
Ich schaetze eure Meinung sehr. Ihr habt alle unterschiedliche Blickwinkel und teilweise jahrelange Erfahrung. Danke schoen!

In wie weit Lisa das hoeren moechte weiss ich nicht, sie sagt nach wie vor das es die Hormone sind.
Ich werde berichten.
Kathi, Lu und Pai
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#24
kamalii schrieb:In wie weit Lisa das hoeren moechte weiss ich nicht, sie sagt nach wie vor das es die Hormone sind.
Ich werde berichten.

ein heya dir Kamalii,

da kann sie schon Recht haben........

......Vielleicht findest du es interessant, das ich einen ähnlich gelagerten Fall kenne. Ich denke nun so bei mir..........das das eine in das andere hineinspielt............auf solchen Turnieren fühlt sich das für einen Hund sicher wie eine Art "Hetze" an. Mir fällt gerade kein anderes Wort ein. Dafür muss er sicher bestimmte Hormone freisetzen, weil er ja unbedingt bis ans Ende durchhalten muss............die Aufgabe erfüllen.....

...wahrscheinlich ähnliche Hormonie die freigesetzt werden wie beim "Fortpflanzungstrieb" ??...

..Vielleicht bekomme ich ja ein paar Inspirationen auf meiner Finde nach der Antwort........ich würde Antworten von Hans Georg und Thomas durchaus schätzen.. lachen ..... coffee

.... Um die Natur erkennen, muss Mensch ihre Geschöpfe verstehen.
Um ein Geschöpf verstehen, sollte Mensch in ihm den Bruder sehen.....
[Bild: helgaslotussmiley.gif]
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#25
jacky schrieb:..Vielleicht bekomme ich ja ein paar Inspirationen auf meiner Finde nach der Antwort........ich würde Antworten von Hans Georg und Thomas durchaus schätzen..
Danke Jacky,
leider komme ich hier an meine Grenzen.
Dieses Problem ist zu breit gestreut von Möglichkeiten.
Die Hündin wurde nur sterilisiert, somit bleibt Sexualverhalten und Hormonhaushalt vorhanden, was jedoch nicht am Verhalten des Rüden Schuld sein muss.

Ich war noch nie ein Freund von Trennung um die Situation zu meiden, dadurch wird nur der Moment verhindert, jedoch kann dadurch noch lange nicht das miteinander auskommen gelernt werden.

In diesem Fall ist ein Besuch unumgänglich, um sich ein Bild über soziale Struktur, Rituale und Kommunikation zu machen.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#26
hallo, freuen

ich hab da mal eine Frage (habe ja selber eine Hündin zwinkern ):
Woran kann man eigentlich erkennen wenn ein Rüde wirklich zu viele Hormone hat, also ernsthaft "hypersexuell" ist?

Ich höre immer wieder von Leuten deren Rüde etwa in diesem Alter kastriert wurde (und das sind nicht wenige... traurig !), das wäre "eindeutig gewesen" - der hätte immer "nur noch das eine gewollt" und alles und jeden versucht zu besteigen... etc ...

Woran kann man unterscheiden ob das eine Pubertätsphase ist die wieder vorrüber geht,
ob das schlichtweg nur eine Frage der Erziehung und Haltung ist,
oder ob der Hund hormonell wirklich übersteuert ist und dauerhaft leiden würde ...? kopfkratz

Für einen solchen Rüden wäre es ja langfristig nur Stress mit einer Hündin in einem Haus leben zu müssen ...?

LG,
Ulrike.

[Bild: a010.gif] [Bild: a010.gif]
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#27
Finde ich schwierig. Man hat ja immer nur einen Hund und der ist wild oder nicht. Ob s dann an den Hormonen liegt ... kann man das so genau sagen?

Ich sehe in Riots Fall das weniger die Hormone sondern eher die allgemein Situation und Erziehung Ausschlag gebend sein.
Vielleicht kann ich mehr sagen wenn Pai dann 8 Monate alt ist.
Kathi, Lu und Pai
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#28
Da ich einmal einen solchen Rüden hatte, kann ich das beantworten!
Zuerst einmal muss ich sagen das es erst ab 5 Jahren auftrat!
Wenn Benji sozusagen eine läufige Hündin in der nase hatte, frass er nix mehr, jaulte richtig laut Tag und Nacht und das einzige was er wollte war dann zur Hündin. Er hörte außerhalb solcher Zeiten sehr gut, aber in soner Zeit null, man konnte ihn nicht beruhigen und nix nur abwarten bis es vorbei war. Wenn er es irgendwie geschafft hat ist er weggelaufen, aus offenen Fenstern gesprungen er hat sogar versucht sich durch die Wand zu fressen.
Wenn er dann bei seiner Frau angekommen war, hat er sich in den Zwinger reingegraben oder Löcher in Scheunentore gefressen.
Man muss sagen wenn man Benji gesehen hat mit seinen 50 cm und 20 Kilo konnte man gar nicht glauben, das er solche Schäden anrichten konnte.
Er hat sich auch unterwegs mit Rüden gebissen und war tagelang verschwunden und kam völlig runtergeklappert und total zerbissen wieder heim. Bei seinen Grabaktionen haben sich seine Krallen sogar bis aufs Blut abgebnutzt.
Je älter er wurde um so grösser wurde die Zahl seiner begehrenswerten Hündinnen.... leider hab ich mir damals einreden lassen das ich ihn auf keinen Fall kastrieren lassen soll, heute weiss ich das es uns beiden viel erspart hätte wenn ich es getan hätte!

Ich bin aber der Meinung, das wenn ein Rüde einfach nur überdreht ist und im normalem Verhältnis auf Hündinnen steht, das er die interessant findet ist ja logisch und wäre auch unnormal wenn nicht! Ist es mit Sicherheit keine hypersexuallität!
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#29
Hallo Ulrike,
in der Menschenwelt lässt es sich etwas besser verdeutlichen.
Welche Menschen neigen zu einer besonders hohen Aggression?

Menschen die in ähnlichen Umfeld aufwachsen und lernen durch Aggression, sich Annerkennung (Sozialanerkennung) einzuholen.

Würde man mich in einer äußerst brutalen Gegend verschleppen, aus der ich kein Entkommen hätte, würde sich mein Steroidhormonhaushalt regulieren und meine Aggression würde daraufhin steigen.

Nicht anders ist es in der Hundewelt. Hormone sind immer in einem Regelkreis, der sich beeinflussen lässt.

Betrachtet man Beispielsweise die sexuelle Prägephase als Pubertät, wird man später sicher Probleme bekommen. Der eine mehr, der andere weniger.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#30
Thomas schrieb:Würde man mich in einer äußerst brutalen Gegend verschleppen, aus der ich kein Entkommen hätte, würde sich mein Steroidhormonhaushalt regulieren und meine Aggression würde daraufhin steigen.

Nicht anders ist es in der Hundewelt. Hormone sind immer in einem Regelkreis, der sich beeinflussen lässt.

Also kann es sein, das der erhöhte Hormonhaushalt durch Hundeaustellungen, zuviel Beschäftigung, also Überforderung so beeinflusst wird, das diese Hormone dann in der Sexualen Phase überhand nehmen und den Hund austicken lassen?

Ich meine, wenn der Hund so überfordert gepowert wird, muss er ja durch die Ausschüttung von mehr solcher Hormone, Kraft schöpfen.

Kann es sein, das während der sexuellen Phase, genau die Überforderung eine Rolle spielt und die Hormone in dieser Zeit so dolle ins Gehirn schießen, das der Hund dann vielleicht Schmerzen empfindet und die an seinem gegenüber ausmacht? Also deshalb auf Rüden losgeht und deshalb unablässig versucht Hündinnen bedrängen? auf keine Signale mehr reagiert, weder auf die von Hündinnen, noch auf die Unterwerfung anderer Rüden, noch auf die Signale des Menschen?

Grüße

Jacky
.... Um die Natur erkennen, muss Mensch ihre Geschöpfe verstehen.
Um ein Geschöpf verstehen, sollte Mensch in ihm den Bruder sehen.....
[Bild: helgaslotussmiley.gif]
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