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Erziehungsweg
#11
(23.01.2015, 16:04)Wuschelfan schrieb: Du arbeitest auch für deinen Arbeitgeber ohne Lohn, weil es dir soviel Spaß macht?
Mein Arbeitgeber überweist mit pünktlich zum Monatsende mein Gehalt, ich bekomme nicht für jede gelöste aufgabe ein paar Euro in die Tasche gesteckt. Dann hat mein Arbeitgeber auch verstanden, das, wenn ein gutes Betriebsklima herrscht, und die Mitarbeiter gern zur arbeit kommen, mehr leisten. Wie Gerti schon schrieb.
Mein Hund braucht sich um seine Existenz (Futter, Zuwendung, Streicheleinheiten) keine Gedanken zu machen. Er bekommt alles, so wie er es braucht.
Das Forum betreue ich ohne Bezahlung - weils spaß macht.
Die Tierheimseite des Stollberger Tierheim betreue ich ohne Bezahlung, weil es dem Projekt Tierheim hilft, die Tiere nach außenhin zu präsentieren und so vielleicht die Vermittlungschangsen zu steiern - selbiges Telefonanlage und die IT im Tierheim.
Wenn es sich anbietet, unterstütze ich Mensch-Hund-Teams um mehr zueinanderzufinden. Im aktuellen Fall: junger Boder, ca. ein Jahr alt, der mitnerweile ein extemer Balljunky ist und beim spielen so hochturt, das er jetzt schon nach den Kindern schnappt bzw. geschnappt hat - denen zeig ich einfach alternativen, wie sie ihren Hund auslasten, was beiden seiten spaß macht und der Hund für seine Verhältnisse entspannt bleibt. Die Entwicklung dort find ich so genial, das das für mich Lohn genug ist. (im hinterkopf weiß ich, das wenn die dran bleiben, der Hund nicht im TH landet, weil sie überfordert sind). Da er auch nicht der gesündeste, war er in seinen Jungen jahren schon 2 mal Operiert (Knorpelabspliterung Ellebogen) worden. Die dritte OP (Kryptorchismus - versteckter Hoden) steht an -  hier hab ich der Halterin gezeigt, was wie sie arbeiten kann, um ihm die dritte OP vielleicht zu ersparen (PranaHeilung). Mein Lohn hierbei wird der Erfolg sein, der Ablauf wird genau dokumentiert. Das wird dann bei weiteren Hunden wiederholt, um die Wiederholbarkeit zu dokumentieren.

(23.01.2015, 16:04)Wuschelfan schrieb: Ich bin hier raus...................das sind genau die Sprüche, die ich schon vor etlichen Jahrzehnten auf den Hundeplätzen des SV oder DVG gehört habe.
...da ich solche Plätze nicht besucht habe, weiß ich nicht, was genau dort abgeht - muss ich auch nicht wissen, da ich Einzelgänger und keine Gruppen "brauche".

(23.01.2015, 16:04)Wuschelfan schrieb: Ja, den Hund durch vorstellen Rüberbeugen oder Anstarren oder was auch immer in seinem Verhalten einzuschränekn, ist für mich eine Verunsicherung. Und genauso mag ich nicht arbeiten.
Das zeigt mir, das wir verschiedene defititionen von "Arbeiten mit Körpersprache" haben. Bei mir beinhaltet die Körpersprache viel mehr. Das was du beschreibst ist nur ein kleiner Bruchteil.
Einfaches Beipiel:  auf dem Tisch, liegt ein besonderer Leckerbissen, dein Hund weiß das und bewegt sich in Richtung Tisch um sich das Objekt der Begierde zu holen. In diesem Fall würde ich ihn einfach kurz angucken und mich leicht in seine Richtung drehen, das reicht, das er weiß, dass er das jetzt nicht haben darf. Wenn ich weiter weck bin, kommt ein kurzes "hey" (kein Bundeswehrton).
Damit schrenke ich ihn ein, ja. Aber deswegen meidet er mich nicht.
Leckerlies draußen halte ich für gefählich, da in den Nachbarorten regelmäßig Giftköder liegen. Wir halten es so, das draußen NICHTS gefressen wird. Das hat er akzeptiert. Ich hoffe, das er dann auch der Giftwurst wiedersteht.
Keiner Verlangt von dir, das du so arbeiten musst, aber schön wär, wenn du deine arbeit näher beschreibst, das ich mir was drunter vorstellen kann. Mein Konstrukt ist nicht statisch - ich lern gern dazu und schmeiß altes weck, was nicht mehr passt.

(23.01.2015, 16:04)Wuschelfan schrieb: Ich will nicht, dass meine Hunde etwas meiden, weil sie ansonsten körpersprachlich bedroht werden würden. Ich mag überzeugte Hunde, die merken, dass der andere Weg lohnenswerter ist.
Auf arbeit finde ich sehr viele Lösungen via "try & error". Quasi so lange experimentieren bis etwas so wie erhofft funktioniert. Es geht nicht anders, da es in meinem Arbietsbereich keine wirklich umfassende Doku gibt. Im Übertragenen sinne Bedroht mich meine Entwicklungsumgebung mit Fehlern, wenn ich was falsch mache und belohnt mich mit Funktion, wenn ich eine Lösung gefunden habe. Es ist doch ein normaler weg.
Wenn ich merk, das mein Hund Fehler begeht, mache ich ihn darauf aufmerksam.
Beispiel: Hundebegegnung, das gegenüber hängt kläffend in der Leine. Wenn ich sehe, das bei meinem Hund die Anspannung steigt, er also steifer geht, die Rute langsam hoch geht, ... dann bleibe ich kurz stehen, bekommt er das nicht mit, gehe ich langsam zurück, wenn er das nicht mehr tippe ich ihn mit dem Finger an - spätestens dann ist er wieder bei mir. Ich verlange nicht, das er mich dann anstiert und wir so an dem anderen Hund vorbeigehen. Er darf den anderen entspannt beobachten, aber nicht fixieren.
Mein Border ist ca. 2005 Geboren, und lebt seid April 2012 bei mir. Dafür, das er vorher in Gegenwart von fremden Hunden aus Sicherheitsgründen fast nur mit Maulkorb unterwegs war, haben wir auf diese weise schon ne menge erreicht.

Wie würdest du deinen Hund verdeutlichen, das das gegenüber nicht atakiert wird?
Gruß
Norbert zwinkern
Jap, ich lebe meist in meiner eigenen Welt, es ist ok, die kennen mich da!
...wer die Musik nicht hört, hält den Tanzenden für wahnsinnig.
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#12
(22.01.2015, 18:34)Wuschelfan schrieb: Welcher Weg ist für euch der, der euch liegt? Vereinfacht kann ich fragen, welcher der bekannten Hundetrainer in D liegt eurer Art und Ansicht am Nächsten?

Rütter
Bloch
Baumann
Animal Learn
Cum Cane
Tomasini.......

Ganz klar... Baumann. Für mich ein Weg der Mitte. Viele Informationen für den Hund, viel Fairness, artgerechte Auslastungsmodelle, Klarheit in der Kommunikation, große Beachtung der Individualität.
Nur Körpersprache isses für mich nicht.
Nur Futter nicht.
Kein Futter nicht.
Nur Spiel nicht.
Nur reden nicht.
Der Mix macht's. Je nach Hund, je nach Situation.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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