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'Zuechter' / 'Vermehrer' / 'Hunde mit Welpen'
#1
Ich habe mich in den letzten Monaten mit den Vor- und Nachteilen von 'Mehrhundehaltung', 'Aufnahme Welpe' oder 'Hundewelpen vom eigenen Hund' beschäftigt.
...
Vorab ich habe mich dagegen entschieden. Socke wird Einzelhund bleiben und auch keine Welpen bekommen (dürfen).

Allerdings wahrscheinlich aus anderen Gründen als oft angeführt werden - zumindest was eigene Welpen anbetrifft (ist mir zu viel Arbeit Smilie_girl_243 ).

Was mir bei meiner Suche sehr negativ auffiel war die unglaubliche Arroganz mit der viele sog. 'Hundefreunde' Leute behandelten die darüber nach dachten ihren Hund Welpen bekommen zu lassen und in Foren Fragen dazu stellten.
Ohne Zweifel gibt es auf dem Gebiet viele schwarze Schafe. 'Vermehrer' die Tiere als Wurfmaschinen missbrauchen und skrupellos 'süße Welpen' produzieren.
Aber die Leute die sich überlegen ihren Hund Junge bekommen zu lassen und dazu Informationen suchen, die sich oft noch gar nicht entschieden haben, gehören sicher nicht dazu. Ich meine auch nicht, dass man mit den Bedenken die zu so einem Vorhaben gehören hinter dem Berg halten soll. Aber jeden Hundebesitzer als 'Vermehrer', als 'verantwortungslos' und 'Tierquäler' zu titulieren geht imo zu weit.

Mich würde eure Haltung interessieren: Seid ihr generell gegen Welpen vom eigenen Hund? Unter welchen Voraussetzungen wäre es ok?
Und wo sollen Leute die einen Hund möchten den hernehmen? Ausschließlich aus einer 'anerkannten' Zucht? Tierheim? Tierschutz Inland? Ausland?...
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#2
Also ich würde meine Hündin nur unter den "Regeln" oder "Vorschriften" unseres Verbandes Welpen bekommen lassen. Das sind einige Vorschriften die ich zu allererst einmal erfüllen müsste. Das finde ich auch vollkommen gerechtfertigt. Meine Hündin müsste die BH, mindestens schutzhund 1 haben, die ausdauerprüfung, ein schauergebniss und gekört sein. Ich müsste meine Hündin dann entweder in Zuchtmiete zu einem bestehenden Zwinger geben oder eben einen eigenen Zwinger beantragen. Und da muss ich dann auch noch einiges vorweisen und abgenommen werden!! Also alles nicht so einfach. Und wenn ich mir wirklich die ganze Mühe gemacht habe und alle Vorraussetzungen erfüllt habe, dann denke ich kann ich auch die Welpen vernünftig aufziehen!!! Anders würde ich es auch nicht machen wollen!!!


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Schäfi2014
&
die Terrornasen Onja & Biene
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#3
Ist ja löblich. Und vielleicht ist dein Verband auch darauf bedacht nur gesunde Hunde zuzulassen.

Ich bezweifle allerdings, dass alle Verbände so handeln. Besonders bei Shows geht es doch um 'Rassestandards' und die betreffen hauptsächlich das Aussehen. Oder wie sind Qualzuchten anders zu erklären?
Da ist auch eine Mitgliedschaft im VDH keine Garantie:





Aber mir ging es hier gar nicht um Qualzuchten, sondern um Leute die nach gutem Überlegen ihre gesunde Hündin mit einem netten und gesunden Nachbars-Rüden Mix-Welpen bekommen lassen. Was soll daran so verkehrt sein?
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#4
Wie viel gutes Überlegen hast Du denn diesbezüglich schon erlebt? Ich leider bisher nur eines.

Entweder waren es Rassehunde, die Geld bringen, wenn man Rassehunde ohne Papiere mit ihnen produziert, oder es sind SoKas, die hier sehr gut weg gehen, oder es sind Bauernhof-Mixe mit Rassezusammensetzungen, wo ich schon am Telefon fragte "wer macht den SOWAS?".

Hinterher sagen komischerweise die Verantwortungsvollen nahezu immer, dass sie das nie mehr wieder tun würden. Die anderen tun es wieder, weil sie mit minimalem Aufwand das Maximale heraus geholt haben. Nämlich Geld. Scheißegal, wie die Welpen ins Leben entlassen werden, und ebenfalls scheißegal, was aus ihnen wird.

Wie gesagt. EIN Gegenbeispiel kenne ich jetzt, und auch dessen Ergebnisse. Da hat sich jemand echt den A... aufgerissen für seine geplanten Mix-Welpen. Dennoch hätte ich die Mutter niemals ausgewählt. Und von einem so unsicheren Hund auch keinen Welpen gekauft.

Ich persönlich erlebe eben bei meinem Rassezuchtverband viel Gutes, sicher auch nicht nur, aber überwiegend. Das ist mein Level, auf dem ich ticke. Alles andere... hmmmm. Leider ist das aber nicht der Standard, und das ist mir auch bewusst.

Ich persönlich würde mir vermutlich niemals woanders einen Hovawart kaufen als bei einem Züchter, den ich seit Jahren beobachte und gelöchert habe wie Schweizer Käse. Mag da aber auch extrem sein. Sehe aber auch täglich Extreme bei meiner Arbeit... Das prägt.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#5
Socke um auf deine Frage einzugehen-rassestandards ja, nur bei den "gebrauchshunden" wird halt mehr verlangt als "nur" ne showbwertung!! Daher die meisten Züchter die ich kenne sind sehr gewissenhaft. Wobei ich immer einen Züchter wählen würde und gewählt habe, der nicht jedes Jahr einen Wurf liegen hat, der die Welpen prima auf ihr leben vorbereitet und der sich wirklich Mühe gibt mit den Zwergen!!! Vor allem muss ich mich davon auch überzeugen könne. Bevor ich Biene gekauft habe, kannte ich die Mutter, die bereits vorhandene nachzucht, die Oma, die Züchterin der Oma, den Vater meiner Hündin. Für mich immer vom Züchter!! So "wilden" zuchten kann ich nichts abgewinnen. Würde ich nie einen Hund kaufen. Selbst wenn ich den Besitzer der Hündin und der Welpen kennen würde. Das geht für mich gar nicht.


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Lieben Gruß
Schäfi2014
&
die Terrornasen Onja & Biene
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#6
Ich hab schon ein paar Leute in meinem Bekanntenkreis erlebt die ab und an Welpen hatten und gut darüber nachgedacht haben. Die sich auch viel Mühe gaben ein gutes Zuhause zu finden und auch schon mal Leute abgewiesen haben. Manche haben auch noch nach Jahren Kontakt und treffen sich sogar ab und an.

Socke ist ja ein 'Unfall'. Der Vater hatte schon einen Termin zur Kastration. Die Hündin wurde nach Absprache mit dem Tierarzt schwanger belassen, der Vater und Mutter kannte und meinte, dass beides gesunde Hunde wären und einer Verpaarung nichts im Wege stünde. Wegen des Geldes wurde das sicher nicht gemacht. Ich habe 250 Euro bezahlt. Das waren die TA kosten. Socke und ihre Geschwister wurden gut sozialisiert, haben alle Untersuchungen bekommen und sind alles prima und gesunde Hunde.

Worum es mir hauptsächlich geht ist die Frage, wie sinnvoll sind 'Rassen'? Animiert die Aufstellung von 'Rassestandards' nicht die Überzüchtung von Tieren? Was steht hinter der Unterstützung des VDH?
Wer will denn schon Rassist sein? lachen



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#7
Rassen sind für mich sinnvoll, um bestimmte Eigenschaften (optisch und charakterlich) vorab grob einzukreisen.

Dass diverse, vor allem optische Rassestandards in den vergangenen Jahrzehnten falsch, krankmachend und oft sinnbefreit überzogen gewesen sind, brauchen wir vermutlich hier alle nicht zu diskutieren. Auch über Qualzuchten kann man lange und trefflich streiten.

Über ein Gesundzüchten von bestehenden Rassen sollte man hingegen schon nachdenken, und viele Züchter haben sich diesem Thema schon seit längerer Zeit verschrieben. Es gibt sie noch, die Menschen mit Idealismus und Liebe zu einer Rasse.

Ich bin echt froh, dass "meine" Rasse nie modern war, vermutlich auch nie modern wird, und die Fans mit der Zucht dieser Hunde nicht wirklich Geld verdienen, da die Auflagen der guten Verbände entsprechend hoch sind. Wäre ich jetzt Fan einer Modehunderasse, hätte ich vermutlich Not, die entsprechende Zucht zu finden, wo für mich alles stimmt.

Aber ob der alternative Weg der ist, zwei gesunde Elterntiere zu verpaaren und zu hoffen, dass auch gesunde Nachkommen dabei heraus kommen... weiß ich nicht. Wenn man aufmerksam in Foren liest und mal im Umfeld eine kleine private Statistik anlegt, dann sind Mischlinge definitiv nicht gesünder als Rassehunde, sondern letztendlich hält es sich die Waage. Denn auch das Erbgut dieser Mischlinge enspringt irgendwelcher Zuchthunde, nach deren Gesundheit vor einigen Jahren und Jahrzehnten noch kein Hahn gekräht hat.

Dass in den Foren so massiv auf Leute eingeprügelt wird, die einfach mal Bock drauf haben, ihre Hündin belegen zu lassen, einmal Welpen zu haben, kann ich irgendwie nachvollziehen, wenn man dann beim Großteil der Menschen erkennt, was sie wissen... nämlich nichts oder nicht viel. Klar wäre es sinnvoller, aufzuklären, weswegen ich schon vor Jahren im Polar Chat angeregt habe, die Beiträge zu schließen, um dem Gepöbel keine Chance zu geben, und einen aufklärenden Beitrag mit vielen Links und Informationen einzustellen. Ansonsten ufern diese Themen leider immer aus.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#8
Irgenwie kann ich jeden Hundebesitzer verstehen, der mit seiner Hündin gerne mal Welpen ziehen möchte.
Aber nicht alles, was ich möchte, ist auch vernünftig.

Im Prinzip kann ich mich Anjas Ausagen fast vollständig anschließen, mit der Ausnahme, dass ich die gleiche Rasse habe,
unheimlich viel Zeit und Energie darauf verwendet habe, den "richtigen" Züchter zu finden, begeistert von den Zuchtauflagen war und trotzdem tief enttäuscht und desillusioniert wurde.

Wie viele dieser Hobbyzüchter haben denn das nötige Wissen, um Verpaarungen richtig einschätzen zu können?
Oder einfach nur ihren eigenen Hund?

Ich hatte auch den großen Wunsch, selbst Hovawarte zu züchten. Mit einer der Gründe, warum wir hier nach McPomm umgesiedelt sind.
Die ganze Renovierung unseres Hauses, die Einteilung des Gartens war auf dieses Ziel mit gerichtet.
Und dann musste ich, als Trudel 18 Monate alt war, erkennen, dass sie ganz gewiss nicht der Hund ist, dessen Gene
vererbt werden sollten. Also habe ich meinen großen Traum aufgegeben, aber ein Raum in unserem Haus heißt bis heute "Welpenzimmer".
Ohne mir jetzt selbst auf die Schulter klopfen zu wollen, was glaubst du,
wie viele Hundebesitzer, die unbedingt Welpen ziehen wollen, sind so rational und stellen ihren Wunsch beiseite, weil
der Hund es eben nicht hergibt?
Ich denke, die wenigsten.

Deshalb lehne ich eine solche Praktik ab.
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#9
Wir müssen uns hier nicht darum streiten, dass es ganz toll wäre, wenn alle Leute - Züchter oder nicht - verantwortungsbewusst und nur nach reiflicher Überlegung und Prüfung Welpen 'produzieren' würden. Ohne Frage - das wäre am besten.

Nur sehe ich nicht, dass Züchter per se da nachdenkender und verantwortungsbewusster wären als nicht Züchter. Klar, es gibt ausgezeichnete Züchter, davon kommen ja auch ein paar in den Dokus die ich mit eingestellt habe zu Wort. Und anscheinend haben Anja und Schäfi und ich hoffe noch viele andere auch einen guten gefunden. Das ist schön. Leider ist das aber nicht die Regel.

Biologisch ist die Zucht auf bestimmte Merkmale mit in der Regel nur kleinem Genpool problematisch. Und bei den 'bestimmten Eigenschaften' handelt es sich nun mal heutzutage oft ausschließlich um die optischen.

Ich kann den Vorteil den ihr Züchtern zusprecht zwar theoretisch nachvollziehen, sehe aber nicht, dass der Anspruch und die Erwartungen da erfüllt werden.
Ich kenne drei Leute die einen Rassehund bei 'seriösen' Züchtern gekauft haben alle Mitglied im entsprechenden Verband (1 Leonberger, 1 Dalmatiner und 1 Berner Senn). Der Leonberger ist 4 und kann kaum noch laufen, der Dalmatiner ist hyperaktiv und der Berner Senn hats mit den Nieren. Kann natürlich alles Zufall sein. mit Augen rollen

Und klar - wahllos Mixe zu produzieren ergibt keine gesünderen Hunde. Aber genau dahin sollte man ja Leute aufklären und nicht abwatschen, wenn sie fragen. Die Leute die sich keine Gedanken machen fragen erst gar nicht.
Antworten
#10
Ich weiß nicht irgendwie widersprichst du dir selber. Wenn ich ein Züchter einer bestimmten Rasse bin, mit den hohen Auflagen die ein entsprechender Verband vorgibt, den entsprechenden rassestandards oder optimalen. Habe ich sicherlich mehr hintergrundwissen und habe mich mehr mit meinen Hunden auseinandergesetzt als jemand der zwei Hunde einfach mal so verpaart. Weil der Mensch möchte, dass seine Hündin Mutterglück erlebt. Und wie sollte man Leute besser aufklären als mit bestimmten Vorgaben. Wenn ich die Hündin erst in vier verschiedenen Prüfungen führten muss, ne Schau durchlaufen habe und eine Körung-habe ich die Meinung der Richter wie diese meinen Hund sehen. UND ich selber kann mir in vielen verschiedenen (ausnahme) Situationen selber ein Bild von meinem Hund machen. Und wenn dann alle, einschließlich mir, der Überzeugung sind, jo die kannste für die Zucht nehmen-dann ist das Super!!! Und ob der Hund gesund ist oder nicht, kann man nie vorhersagen. Man kann nur mit den besten Vorraussetzungen starten. Da ist die Wahrscheinlichkeit auch am höchsten dass die Welpen auch gesund sind!!!


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Lieben Gruß
Schäfi2014
&
die Terrornasen Onja & Biene
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