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Die Doodles und Poos... welche Erfahrungen habt Ihr mit ihnen?
#1
Es doodlet und poo't ja seit einigen Jahren allenthalben. Es gibt nur wenige beliebte Rassen, deren Kreuzung mit Pudel mir deshalb noch nicht in den Welpengruppen begegnet ist.

Die Klassiker sind wohl die Goldendoodles und Labradoodles. Aber auch Aussiedoodles, Cocker-Poos, Malti-Poos etc. doodlen sich durch die Weltgeschichte.

Welche Erfahrungswerte habt Ihr mit diesen Mischungen gemacht? Kennt Ihr Leute, die solche Hunde haben? Wie steht Ihr zu den Neukreationen?

Habe hier mal einen interessanten Link, und auf derselben Seite ist auch das als vermutlicher Ursprung des Ganzen mal gut zu lesen.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#2
mir ist öfter mal einer beim Spaziergang begegnet.
Die Besitzer wirkten sehr zufrieden aber nach "Pudel-Nicht-Haaren-Fell" sah er nicht gerade aus ... zwinkern

Kurz: ich finde es sehr fragwürdig ...
es wird auf Internetseiten miunter viel versprochen (als wäre das mit der Zucht und Genetik immer so einfach... mit Augen rollen )
und preiswert sind die Mischlinge mit schickem Namen auch nicht unbedingt.


Noch schlimmer als den Labradoodle finde ich allerdings Kreationen wie der Puggle ...
wenn sich dann womöglich der Jagdtrieb vom Beagle im röchelndem Mops-Outfit wiederfindet ... traurig
LG,
Ulrike.

[Bild: a010.gif] [Bild: a010.gif]
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#3
Die Ergebnisse, die ich kenne, mit ganz wenigen Ausnahmen, SIND fragwürdig.

Wobei der eine Puggle, den ich kenne, ein witziges quirliges Hundemädchen mit viel Nase ist. Allerdings weder hübsch noch wirklich leichtführig. Sieht halt aus wie irgendein Mischling. Hier in der Ecke vermehrt die jemand. Eine Ärztin... manchen Berufsständen traut man irgendwie mehr Hirn zu, oder nicht?

Naja, aber zurück zu den Gedoodelten.

Die Goldendoodles, die ich bisher kennen lernte, waren durch die Bank unsichere Flummis, die das Verkafsargument "leichterziehbar" auf ihren Homepages, über die sie vertrieben wurden, leider selbst nicht gelesen hatten. Oder sie hätten so leichterziehbar sein müssen, um die entsprechenden Halter zu respektieren, dass sie dazu ein gelbes Fähnchen im Ohr benötigen würden.

Eine Hündin stach positiv heraus, ruhig und souverän, aber da war der Großpudel rein optisch sehr dominant. Da

Bei den Labradoodles, die ich kenne, ist die Unsicherheit nicht ganz so heftig, das Flumminieren auch nicht, aber das Sozialverhalten gegenüber anderen Hunden.... puh... distanzlos in alles reinbrettern, sich den Anschiss des Lebens abholen, schütteln, und mit Anlauf wieder drauf. Und rennen, rennen, rennen... argh... die stoppt echt nichts.

Maltipoos... nun ja, süß sehen die aus, aber die beiden, die ich kenne, sind nicht gerade die Kooperativsten.

Wer echt richtig wütend wird bei dem Thema, ist meine Kundin, die Hundefriseurin ist. Den meisten Käufern dieser Welpen wird nur erzählt, dass sie nicht haaren, aber nicht, dass man sie oft genauso intensiv pflegen muss wie einen Pudel. Die sind dann häufiger beim Friseur als ich, oder sie filzen und stinken. Davon mal ganz abgesehen, dass das ja auch weh tut und ziept. Dann schnappen sie, weil sie Schmerzen haben, und dann ist der "böse Hund bissig".

Ganz ehrlich... ich stehe wirklich auf Wuschelhunde, und ich bin sicher auch nicht einige damit, was in vielen Rassehundverbänden passiert. Aber das, was da ein paar findige Geschäftsleute unter dem Deckmäntelchen von Pseudo-Genetik für Allergiker betreiben, finde ich echt mies.

Leider habe ich auch schon Hovadoodles entdeckt. Da stehen mir ja sämtliche Haare zu Berge. http://www.bolonka-hovawart.com/hovaw.htm
Man beachte die Aussage, dass nur die besten Eigenschaften der beiden Rassen zum Tragen kommt... ja neee. Und morgen kommt der Weihnachtsmann!

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#4
bei mir funzen die Links leider nicht.

Ich kenne einen schwarzen Labradoodle - einen knapp zwei Jahre alten Rüden. Er ist sehr freundlich und verspielt. Kann ich nichts negatives drüber berichten.

In England habe ich einige Mischungen Pudel + XXX gesehen. Alle waren freundlich. Die jüngeren verspielt, die älteren ruhiger. Wie andere Hunde eben auch.

Zitat:Die Goldendoodles, die ich bisher kennen lernte, waren durch die Bank unsichere Flummis...
Kann es nicht sein, dass das weniger an der Kreuzung liegt, sondern an der mangelnden Führung? Besonders wenn Hundeanfänger erzählt bekommen 'Alles ganz einfach' werden sie auch weniger mit dem Hund arbeiten, und wenn, dann vielleicht falsch. Genauso wie mit dem Fell.
'Nicht haaren' finde ich noch wesentlich aufwendiger in der Pflege, als sehr wohl haaren. Beim einen muss man ständig ausbürsteten, beim andern öfter staubsaugen. Die Socke haart zur Zeit gar nicht mehr. Bürsten ist z.Z. nur noch Wellness, keine Notwenigkeit cool
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#5
(21.07.2014, 22:19)Anja schrieb: Leider habe ich auch schon Hovadoodles entdeckt. Da stehen mir ja sämtliche Haare zu Berge. http://www.bolonka-hovawart.com/hovaw.htm
Man beachte die Aussage, dass nur die besten Eigenschaften der beiden Rassen zum Tragen kommt... ja neee. Und morgen kommt der Weihnachtsmann!

Aber Anja ... Hauptsache nicht minderbeplüscht!
Spaß beiseite, warum sollte auch der Hovi von solchem Unfug verschont bleiben...? traurig

die Unseriosität vieler Web-Seiten über Designerhunde schreckt mich auch gewaltig ab!
(auf eine Labradoodle-Seite über die ich gestolpert bin war als "durchschnittliche Lebenserwartung" sogar 15 Jahre angegeben...?!? kopfkratz )
LG,
Ulrike.

[Bild: a010.gif] [Bild: a010.gif]
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#6
Falsch. Beplüscht muss, aber gelockt sollte möglichst nicht...

Natürlich ist das Flumminieren auch auf mangelnde Führung zurück zu führen. Jedoch ist ein überwiegend unsicheres Wesen aus meiner Sicht eher ursächlich in Zuchtselektion und/oder Aufzuchtbedingungen nebst Prägung durch die Mutterhündin zu suchen.

Wenn ich doch eine neue Rasse schaffe, dann suche ich mir doch keine Schisser für die Verpaarungen, sondern souveräne, coole Hunde.

Naja... wir werden diesen ganzen Unfug nicht ändern. Heute hatte ich wieder eine Kundin, deren unsichere Hündin gerade Welpen hatte. Sie selbst Boxer-Mischling, der Vater Reinrassiger OE Bulldog.

Nach der Frage, warum der Hund Welpen haben sollte, bekam ich zur Antwort, dass ihr Tierarzt ihr das geraten hätte, damit die Hündin keinen Krebs bekommt. So viel kann ich gar nicht essen, wie ich manchmal kotzen möchte.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#7
Leider habe ich regelmaessig 4 dieser Tiere bei uns.
Die Poos und die, die mir so begegnen, finde ich charakterlich selten schoen. Mir fallen oft Unsicherheit und Hyperaktionismus auf. Ein lebhaftes Temperament kenne ich vom Pudel, allerdings auch von den Spaniels und Labradors. Bei Spaniels erlebt man, hier in England oft ein zurueckhaltendes Temperament bis hin zur Unsicherheit.
Ich habe noch keinen wesensfesten Poo/Doodle getroffen, die wird es allerdings aber geben, da bin ich mir sicher.

Vom Fell her finde ich sie ganz schlimm. Schlimmer gehts nicht, diese Hunde sind in meinen Augen nicht fit for purpose. Ich kenne keinen Doodlebesitzer der in der Lage ist dem Fell seines Doodles oder Poos Herr zu werden und so gehen alle diese Hunde einmal im Monat zum Frisuer fuer £60. Gegen Ende der 4 Wochen, filzen sie aber schon ordentlich an Beinen und um den Hals. Ich persoenlich frag mich was das soll? Wozu hole ich mir einen langhaarigen Hund, wenn ich keinen Bock auf Fellpflege hab?
Fruehjahr und Herbst, bei nassen Wiesen oder Regen, sind sie sofort bis auf die Haut nass und ihnen ist kalt. Danach sind sie stundenlang nass und kalt, man bekommt sie quasi ohne Jacke und Heizung gar nicht trocken. Das Gleiche gilt fuers Schwimmen im Sommer.
Im Winter, bei Schnee, muss man ihnen entweder vor dem Spaziergang einen Gummianzug anziehen um die Schneeballbildung zu vermeiden oder sie danach in eine Plastiktuete stecken oder einen Foen mitbringen, um ein Abtauen im Auto zu reduzieren. Ich habe mit den Doodle im Winter Verletzungen durch die Reibung an den Beinen erlebt.
Im Sommer ueberhitzen die dunkleren Exemplare sehr schnell unter ihren Fellmassen oder man braucht gar nichts erst etwas mit ihnen anfangen.

Ich moechte gerne man einen selbstbewussten Doodle treffen, deren Besitzer auch das Fell, das sehr schoen sein kann, im Griff hat!
Kathi, Lu und Pai
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#8
Mal abgesehen von allen Argumenten, die hier schon aufgeführt wurden, bin ich der Meinung, dass die Welt nichts weniger braucht, als noch mehr Hunderassen.

Meiner Auffassung gibt es eh viel zu viele, wobei bei genauerem Hinschauen einige Rassen gar keine wirklichen Unterschiede aufweisen.
Der eine hat vielleicht einen Plüschfaktor, der andere ist eher fensterlederähnlich, aber im Prinzip ist es der gleiche Hund.

Also mein Fazit, lieber mal runterkommen von der übermäßgen Vielfalt, dafür etwas mehr Spielraum bei der Optik, im Gegenzug größeren Wert auf Gesundheit
und Wesen legen. Dann wäre allen geholfen. Mensch und Hund.
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#9
Krass, Deine Erfahrungen, Kathi. Sie decken sich fast 1:1 mit meinen.

(22.07.2014, 20:24)kamalii schrieb: Ich moechte gerne man einen selbstbewussten Doodle treffen, deren Besitzer auch das Fell, das sehr schoen sein kann, im Griff hat!

Eine Hündin hatte ich mal. Coole und selbstbewusste Socke. Aber sie stank nach nassem, gammeligen Spüllappen von hier bis Meppen Süd. War ein schwarzer Golden-Doodle, und ich fand es wenig goldig, aber dafür sehr pudelig.

Im Sozialverhalten konnte ich sie nicht checken, da ich sie ausschließlich im Einzeltraining hatte. Aber ich denke, auch da wäre sie angenehm aufgefallen.

Dass diejenigen, bei denen die Retriever-Linie im Wesen mehr durchschlägt, im Sozialverhalten auffällig sind, wundert ja vermutlich kaum jemanden.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#10
Ja Gerti, das seh ich auch so. Ich verstehe nicht warum diese Kreuzungen 'begangen' werden. Oft scheint es mir, es geht nur um das schnelle Geld.

Husky und Spitz. Warum?! Chihuahua und Mops. Doberman und Pudel ... versteh ich nicht... was soll da Gutes bei heraus kommen? (Im Falle von Husky+Spitz £2500 pro Welpe, das waere dann fuer einige Leute schon Grund genug!)
Und dann haben die Eltern oft weder angemessenen Gesundheitsuntersuchungen, noch in ihrem Leben schon mal irgendeinen Tag echt gearbeitet, so das man ueberhaupt nicht abschaetzen kann, was man gesundheitlich da vor sich hat. Das Temperament wird oft ueberhaupt nicht bedacht.

Ist nicht in Ordnung. Diese Dinge finde ich auch bei Zuechtern von, ich sag mal, echten Hunderassen nicht in Ordnung.
Kathi, Lu und Pai
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