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Mit dem Hund in England
#1
So, nach zwei Monaten im Camper in Süd/West England wieder zu Hause.

Mit der Fähre von Dünnkirchen nach Dover, das dauert zwei Stunden und ist nicht so teuer.
Das einchecken verlief reibungslos. Man muss allerdings dafür sorgen, dass die Papiere in Ordnung sind und der Chip lesbar. Das Lesegerät wird einem ins Auto gereicht. Mit den Vouchers für's Auto erhält man auch einen gelben Aufkleber 'Pet', den man an der Frontscheibe anbringen muss. Nach dem das Auto geparkt ist muss man den Laderaum verlassen und der Hund muss im Auto bleiben. Also davor nochmal rauslassen und evt. auch Wasser bereit stellen. Der Laderaum wird dann abgeschlossen, die Hunde haben dann Ruhe. Fenster etwas öffnen nicht vergessen, denn es kann dort relativ warm werden.

Noch ein Tipp für Autofahrer: Scheinwerfer Abkleber nicht vergessen. Können auch noch auf dem Schiff gekauft werden und sind dort nicht viel teurer. Beim ADAC um die 10 Euro.
Und wenn man das Boot um 4 Uhr nachts nimmt dann sieht man Dover im ersten Morgenlicht:
   
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#2
Die Dünnkirchen - Dover Fähre hab ich auch schon genutzt. Hatte in England mein Praxissemester absolviert. Die Scheinwerferdinger sind mir erst auf der Rückreise aufgefallen - das ist das halbe Jahr niemandem aufgefallen. schaemen

Wie hats euch in England gefallen?
Gruß
Norbert zwinkern
Jap, ich lebe meist in meiner eigenen Welt, es ist ok, die kennen mich da!
...wer die Musik nicht hört, hält den Tanzenden für wahnsinnig.
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#3
Die Reise war zwei geteilt. Eine Art Arbeitsurlaub. Vieles war sehr überraschend - Negatives wie Positives. Zum einen ist England - und da vor allem die südliche Hälfte sehr dicht besiedelt. Immerhin leben in England 410 Einwohner pro km² (fast doppelt so viel wie in Deutschland) und das merkt man auch. 'Menschenleere Natur' gibt es so gut wie nicht. Da das Straßensystem im Vergleich mit anderen Westeuropäischen Ländern ziemlich veraltet, die Autodichte aber hoch ist, macht das Autofahren nicht wirklich viel Spaß. Sehr enge und schlechte Straßen, besonders mit einem Camper heißt das oft mm-Rangierarbeit und Spiegeleinklappen. Außerdem haben sich die Straßen über die Jahrhunderte oft tief in die Landschaft eingegraben - oder die Wälle und Hecken daneben sind gewachsen, das konnte ich nicht so genau heraus finden. Der Effekt ist der gleiche... man sieht nix
   

Das Positive daran ist, dass man von den Straßen auch kaum etwas sieht und sie den 'View' nicht verderben: hier ein Blick in den 'Surry Hills'
   

Mein Statement wäre also... 'very interesting' zwinkern
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#4
Jo, diese Straßen kenn ich auch. Es reicht schon, wenn man da mit einem PKW unterwegs ist. Lustig wirds, wenn man nen gefühlten halben km rückwärts fahren muss weil Gegenverkehr kommt. XD Die Engländer sehen das in der regel sehr gelassen und waren offen und freundlich.

   

...das Bild, wo die Straße genauso breit ist wie mein Auto und in der mitte der Mittelstreifen langeht finde ich grad nicht.
Im Winter wenns schneit ist es lustig. Dort hat so gut wie niemand Winterräder. Die warten dann an fast jeder Steigung auf den Winterdienst. mit Augen rollen

Ich war vorwiegend im Nordwestlichen Bereich unterwegs. (um Congleton)

Snwodon
   

The Cloud im Frühjahr
   

The Cloud im Winter
   
Gruß
Norbert zwinkern
Jap, ich lebe meist in meiner eigenen Welt, es ist ok, die kennen mich da!
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#5
Im Allgemeinen habe ich die Engländer als sehr Hunde-freundlich erlebt. Es gibt auch viele Hunde und die meisten die wir getroffen haben waren gut sozialisiert. Viele Cocker Spaniels und viele Retriever. Auffällig fand ich, dass es viele Hunde mit Welpenfell gab, obwohl sie schon relativ alt waren. Die meisten Hunde waren kastriert und anscheinend wird teilweise schon sehr früh, teils schon im Welpenalter.

Auch auf Campingplätzen und in B&B sind Hunde meistens erlaubt.

Es gibt viele Gelegenheiten wo Hunde frei laufen dürfen - solange sie nicht jagen und z.B. die Schafe nicht belästigen. Farmer, ueber deren Land oft die sog. 'Public footpathes' gehen, bitten meistens darum, Hunde an die Leine zu nehmen.

Generell scheint es ein Gesetz zu geben, dass die Besitzer die 'Hinterlassenschaften' ihrer Hunde mitzunehmen haben. Allerdings habe ich auch viel Hundehaufen gesehen die nicht aufgeräumt waren. Wirklich blöd fand ich, dass die Haufen zwar oft in Plastiktüten verpackt wurden, aber dann oft irgendwo in die Landschaft geschmissen waren.

In Pubs und Restaurants konnten Hunde meistens mitgenommen werden.
An Stränden gab es idR. Bereiche die für Hunde gesperrt waren, aber meistens auch Alternativen, wenn man auf die weniger belebten Gebiete auswich.
   

   

Ist der Nordwesten weniger dicht besiedelt? Oder scheint das nur so?
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#6
Hallo Socke

Ich hoffe, deine Salami - Taktik geht noch etwas weiter.

Also immer schön scheibchenweise berichten, bei 2 Monaten muss noch einiges kommen.

Ich bin gespannt, wie ein Flitzebogen. lachen
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#7
Keine Ahnung, ob die Besiedlungsdichte gen Norden abnimmt. Auffällig war, das in England viel mehr Menschen in die Natur gehen, als hier in D..

Ja, der Tierschutz dort ist aus meiner sicht schon Tierschutzrelevant. Auf nahezu jeder Tierschutzseite wird Propagiert, das ne kastra das beste ist, was einem Hund passieren kann. Und es wird jedem Halter empfohlen dies machen zu lassen. Ohne Rücksicht auf das Alter oder das Tier. (stand 2011/2012) traurig

In meiner Englandzeit war ich noch Hundelos.
Gruß
Norbert zwinkern
Jap, ich lebe meist in meiner eigenen Welt, es ist ok, die kennen mich da!
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#8
(04.07.2014, 09:56)Gerti schrieb: ... Salami - Taktik ...
lachen

Der erste Monat war stationär in Surrey. Das ist eine Grafschaft südlich von London. Dort gibt es in Guildford eine rel. große Universität. Da es sich noch in Schnellzugabstand zu London befindet wohnen in Surrey und dort besonders in den Surrey Hills sehr viele reiche Leute. Die Gegend ist, genauso wie ganz Südengland ziemlich hügelig. Es gibt kleinere Naturgebiete, die allerdings nicht miteinander vernetzt sind. Daher ist ihr biologischer Wert sehr begrenzt.

Im ganzen Gebiet finden sich viele Reit- und Fußwege. Die 'public footpathes' bzw. 'bridleways' sind schon relativ alt und wer ein Grundstück hat über das ein solcher Weg läuft darf ihn weder einschränken, noch verlegen. Dieses öffentliche Wegerecht ist nicht mit den Fernwanderwegen zu verwechseln, auch wenn diese oft von dem Netz Gebrauch machen.
   

Die Ein- und Übergänge zwischen Feldern oder Grundstücken sind dann je nach Gebiet und Einfallsreichtum der Eigentümer gestaltet. Das reicht von einem einfachen Tor bis zu komplizierten 'Überkletterhilfen' -
   
die Socke wusste manchmal gar nichts damit anzufangen lachen
   
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#9
Norbert man faengt an hier umzudenken, was Kastration angeht. Es kursieren immer oefter Artikel, die zugeben das es auch Nachteile fuer Hunde geben kann, in denen vorgeschlagen wird den Hund als Individuum zu betrachten und dann eine Entscheidung zu treffen.
Kathi, Lu und Pai
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#10
Echt? ...das freut mich und macht mir das Land noch ein ganzes stück sympatischer! freuen
Gruß
Norbert zwinkern
Jap, ich lebe meist in meiner eigenen Welt, es ist ok, die kennen mich da!
...wer die Musik nicht hört, hält den Tanzenden für wahnsinnig.
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