Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Snoopy - Du warst mein Bester
#21
Jeder, der schon einmal einen geliebten Hund verloren hat, wird nachfühlen können, wie es dir jetzt geht.
Und es wird auch noch eine lange Zeit dauern, bis der Schmerz tatsächlich etwas nachlässt.
Doch diese Zeit ist wichtig und irgendwann wird die Erinnerung an Snoopy ein Lächeln in dein Gesicht zaubern.

Bis dahin wünsche ich dir alles Liebe
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
Antworten
#22
Ich sag jetzt mal was ganz Blödes... sei froh um den Schmerz, den Du JETZT hast und auch auslebst. Ich habe ihn in der ersten Zeit ziemlich ausgeblendet, und die Bumerangs kamen im Laufe des vergangenen Jahres immer und immer wieder in Situationen, wo man am wenigsten damit rechnete. Und sie kamen heftig.

Verdrängen hilft nicht, cool sein schon gar nicht. Es muss irgendwann raus, denn wenn sich was verkapselt und dann irgendwann wieder nach oben kommt, ist es nicht weniger schlimm. Im Gegenteil.

Wichtig finde ich trotzdem, dass man die Seele gehen lassen kann, damit sie Ruhe findet. Loslassen ist eine der schwersten Übungen für Menschen, zumindest für mich. Es gibt Hilfe bei diesen Prozessen, aber dazu werde ich mich hier nicht öffentlich äußern...

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
Antworten
#23
Das ist nicht blöd, Anja, sondern sehr, sehr wahr 11144612890

Hut ab vor Menschen, die dies erkennen und dann in der Lage sind, diese Hilfe von Außen zu suchen und anzunehmen.

Ein Herz, das still vor sich hinweint, weil es nicht wahrgenommen wird ... wird irgendwann in diesem Meer von Tränen ertrinken ...

Lieber Gruß
Moni
Antworten
#24
Ja, das habe ich schon erlebt, als ich mein erstes Pferd an meiner Hand einschläfern lassen musste. Sie ist neben mir tot zusammengebrochen und das war auch eine sehr intensive Beziehung. Ich hab 3 Jahre lang keine Träne geweint..................und dann fing es mit Albträumen an, sodass ich mit Heulkrämpfen aufwachte und dann erst konnte ich meine Trauerarbeit leisten.
Momentan tuts verdammt weh, ich weine viel und trauere ganz offen.................
Er fehlt so sehr...............
Antworten
#25
11144612890

3 Tage nach Marco's Tod habe ich am See (Marco's Lieblingsspaziergang) einer wildfremden HuHa'in die Ohren vollgeheult ... keine Ahnung, wie sie das ausgehalten hat, aber sie war sehr mitfühlend, dafür bin ich noch heute dankbar freuen

Überhaupt für alle Menschen, die mich damals in dem tiefen Loch ertragen haben ... es war nicht nur für mich nicht leicht.

Amigo ist übrigens Marco's Ururgroßneffe - Schicksal, oder?

Lieber Gruß
Moni
Antworten
#26
Mich hat es nach einer Zahnbehandlung unter Hypnose eingeholt... und das umso heftiger und unerwarteter. Das war die Hölle! Die Hypnose führte mich an einen Ort, der mich sehr intensiv mit dem Bären verbunden hatte. Als ich wieder "da" war, fühlte ich eine Traurigkeit, dass meine Zahnärztin total erschrocken war. Und die ging dann auch erst mal länger nicht mehr weg. Interessante Erfahrung...

Nachvollziehen, was man da durchmacht, kann nur, wer selbst in der Lage ist, so innige Beziehungen überhaupt einzugehen. Es ist, als würde einem ein Stück von sich selbst genommen, als müsse man ohne Schatten durch die Welt gehen. Mir fehlt seitdem mein Fels in der Brandung. Mein Ruhelpol. Bei meinem Hund davor, war es etwas anderes, das fehlte. Und bei Coffie wird es wieder etwas anderes sein.

Jeder von ihnen hat uns ein Stück unseres Weges begleitet, und jeder hat/hatte vermutlich eine Aufgabe mit und/oder für uns. So empfinde ich das zumindest.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
Antworten
#27
Ich kann nichts Schlaues beitragen.

Aber ich möchte, dass du weißt Angie, dass ich mit dir traurig bin und mir gut vorstellen kann, wie du dich fühlst11144612890

Ich denke jeden Tag an dich!!

LG
Birgit
Antworten
#28
Ich möchte mich bei Euch nochmals für die ganzen lieben, anteilnehmenden Worte bedanken.
Langsam entsteht nun hier zuhause ein neues Leben - ein Leben ohne Snoopy. Es hat sich vieles sehr verändert - der Clown fehlt, seine Zuverlässigkeit und seine Art, immer freundlich und fröhlich dafür zu sorgen, dass es allen gut geht.
Ein Beisüiel, das so typisch für Snoopy war:
Als Snoopy und Laika im Hundeverein mit ein paar anderen Hunden im umzäunten Platz frei liefen, erwischte Laika eine Maus. Sofort wollte die Hündin des Trainers ihr diese streitig machen und es lag Hochspannung in der Luft, da die beiden Weiber ziemlich gleichkopfstark sind. Dudelgestellter Doppelbesatz...Lol27.....
Snoopy sah dies und mischte sich ein, indem er dem Hundetrainerweib die deutlichsten, überschwänglichsten Avancen machte, sich vor ihr auf dem Boden rollte, sie zum Spielen aufforderte - mit Erfolg. So beschäftigte er das Weib, während Laika unbehelligt die Maus kaputtspielte und am Ende verschnabulierte.
In dem Moment, als sie sie verputzt hatte und sich von ihrem Platz erhob, wandte sich Snoopy wie auf Knopfdruck vom Hundetrainerweib ab und somit war die Spielsession beendet. Das Weib stand im ersten Moment vollkommen verdattert da, lief zu Snoopy und machte eine Spielaufforderung, die er total ignorierte und er gesellte sich zu Laika.
So löste er Probleme, mein Hundebub - immer mit Charme und Esprit, alles wahrnhemend, was läuft und imer zur Stelle, wenn er gebraucht wurde.
Klingt vielleicht ein wenig vermenschlicht, weil meine Emotionen halt noch ziemlich auf Hochtouren laufen - aber so war Snoopy und so behalte ich ihn in meinem Herzen in Erinnerung.

Gestern kehrte in Laika wieder ein wenig Lebensfreude zurück. Die letzten Tage gabs immer besonders leckeres Futter und jeden Tag mal für gewisse Zeiten einen rohen Knochen zum Knabbern, die der Nachbar (Metzger) spendiert hat. Dazu zwei bis dreimal am Tag lurze Spaziergänge, bei denen der Krümel und ich uns ihr angepasst haben, damits ihr nicht zuviel wird. Momentan muss Nicky auf längere "Jagdausflüge" verzichten, weil ich Laika noch nicht ganz alleine lassen will. Sie würde das sicher sang-und klanglos hinnehmen - und still in sich drin leiden - und das will ich ihr gerade noch nicht antun, solange sie nicht wirklich ganz drüber weg ist.
Aber gestern abend hat sie das erste Mal wieder "ihr Betthupferlritual" durchgezogen und DAS ist ein gutes Zeichen!
Das hat sich mal nebenbei ergeben. Sie hat nie mit Gegenständen gespielt. Sie ist Jagdhund durch und durch - alles Lebendige macht Spaß - tote Gegenstände sind vollkommen nutzlose Energieverschwendung, wenn man sich damit befasst.
Dann hab ich mal mit ihr geclickert und dabei kam raus, dass sie einen meiner Schuhe packt, ihn meuchelt und ganz gezielt damit auf die Hinterbeine hochsteigt und ihn mit aller Kraft in die Luft schleudert. Das ergibt bei mir einen Lachanfall, weils sooooo geil ausschaut und sie steigert sich da dann richtig rein............weils MIR Spaß macht und am Ende gibts ne Belohnung=Betthupferl.
Und gestern abend wars dann soweit. Erst wälzte sie sich ausgelassen auf der Cocuh und als ich sie mehrmals anlachte, schnappte sie sich meinen Schuh und tobte damit durchs Wohnzimmer. Mein LÖachen hat sie angespornt, immer wilder und doller den Schuh quer durchs Wohnzimmer zu fetzen. Der Krümel stand derweil einfach nur da und schaute sich das Szenario an.
Wenn Laika meint: "Genug getobt", dann hüpft sie freudig erwartungsvoll auf ihr Hundebett, der Krümel auf seins (früher alle drei, jeder auf sein Hundebett), und sie wissen: Jetzt gibts Betthupferl.
So sorgte Laika immer für alle Drei für den Abendsnack - und gestern hat sie das so für sich und Nicky gemacht und selber auch richtig Spaß dabei gehabt.
Danach gabs Dreiercouchkuschelrunde.
Heute morgen, als ich runterkam, winselte sie zum ersten mal seit Snoopys Tod nicht suchend ins Treppenhaus oder in den Garten, sondern benahm sich wie früher. Freute sich aufs Futter, verscheuchte die Vögel im Garten zusammen mit Nicky und checkte "ihr" Revier, begleitet vom Krümel, der sich von ihr ganz viel abguckt, wie zB auch das entlangstreifen und schubbern am Gartenzaun, täglich jeden Morgen, heute wieder zum ersten Mal.
So sehr der Verlust von Snoopy auch schmerzt - ich bin froh, die Beiden jetzt so zu erleben. Sie rücken enger zusammen und fangen an mehr füreinander da zu sein.

GLG, Angie
Antworten
#29
11144612890

kopfkratz

Ich glaube, du hattest schon vorher eine eng miteinander verbundene Gemeinschaft freuen

Die Verhaltensweisen haben sich vorher auf 3 Hunde + Mensch verteilt - nun ist die Gemeinschaft auf 2 Hunde + Mensch geschrumpft.

Gibt es nicht auch ähnliches Verhalten beim Menschen?

Kinder ziehen aus, und die Eltern trennen sich, weil durch den Weggang der Kinder festgestellt wird, dass die einzige Verbindung zwischen ihnen weggefallen ist und man sich nichts mehr zu sagen hat.

Oder die Eltern ordnen ihr Leben neu und sehen einen Gewinn darin, füreinander für und miteinander da sein zu können freuen

Okay - manche leben auch nur noch nebeneinander her, weil der Spatz in der Hand besser ist als die Taube auf dem Dach.

Was ich damit sagen will: Wo vorher nichts war, kann sich auch durch die geänderte Situation nichts ergeben - diese "neue" Verbundenheit zwischen Laika und Nicky ist etwas, was schon vorher da war und sich einfach "neu" ordnet.

Daran bist du maßgeblich beteiligt freuen

Ich freue mich, dass dir bei all der Trauer diese Dinge auffallen und ein Lächeln in dein Gesicht bringen 11144612890

Lieber Gruß
Moni
Antworten
#30
11144612890

freut mich zu lesen,
dass Du inmitten der Trauer um Snoopy auch wieder die ersten schöne Momente mit den beiden Hunden erleben kannst! freuen
LG,
Ulrike.

[Bild: a010.gif] [Bild: a010.gif]
Antworten




Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste