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Timmy und die Katzen
#1
Hi ihr
weiß gar nicht genau, ob das hier die richtige Rubrik ist?

Mein Hund ist jagdlich sehr motiviert. Mit Kaninchen, seine Leidenschaft würde ich auch nicht die Hand für ihn ins Feuer legen im Freilauf.

Letztens hat er einen riesen Igel angegriffen im Garten meiner Eltern. Da es schon dunkel war hörte ich nur die Kampfgeräusche geschockt und ich fragte mich noch: "Was zum Geier rennt nicht weg, wenn es angegriffen wird?
Nachdem Timmy denn abließ und mit blutigen Pfoten ins Haus humpelte ging ich nachsehen und in der Erwartung, Leichenteile zu finden zwinkern sah ich dann den zusammengerollten Igel.
Später war er weg, ihm ist also nichts passiert *uff*

Ein bisschen habe ich ja die Hoffnung, dass er daraus gelernt hat, also Timmylachen

An der Leine haben wir Kaninchen, Hasen, Enten, Tauben etc. insofern im Griff und kontrollierbar, als dass er sich da nicht mehr so aufregt, teilweise sogar ruhig gucken kann und auch in relativer Nähe ruhig daran vorbei gehen kann.

Nun aber die Katzen. Bei deren Sichtung sehe ich einen deutlichen Unterschied und ich glaube, es ist etwas anderes als jagdliche Motivation.

könnt ihr mir vielleicht mal mit Tipps oder Ideen helfen, wie ich Timmy beibringen kann, dass Katzen auch eine Daseinsberechtigung haben?
Draußen unterwegs hab ich mich damit ja abgefunden, dass er sie verbellt und deshalb ist er ja auch angeleint.

Nun haben unsere Nachbarn links eine junge Katze, die natürlich neugierig auch in unseren Garten hüpft.

An einfach Terassentüre aufmachen oder auflassen ist nicht mehr zu denkenmit Augen rollen
Mindestens 2 mal am Tag erschrecke ich mich dermaßen, weil Timmy die Katze im Garten sieht und Terror vor der Terassentüre macht.
Und jedesmal hat er auch ein Erfolgserlebnis, weil die Katze jedesmal verschwindet, wenn sie Timmy hört.
Nun, er kommt eh immer nur kurz zum Pinkeln in den Garten, wenn wir uns nicht auch dort länger aufhalten. Dann ist er natürlich dabei.

Nun guck ich erst, ob die Luft rein ist und dann darf er raus. Sieht oder riecht er sie im Nachbargarten rast er zum Zaun und macht da Terror (und der Zaun links ist nur 60 cm hoch, er ist aber noch nie drüber gesprungen)

Wahrscheinlich ist das nur eine Frage der Zeit, bis die Katze etwas älter ist und gelernt hat, dass unser Garten Tabu ist.
Denn die andere hat das auch irgendwann gelernt und kommt zumindest nicht tagsüber zu uns. (Ich hab sie damals mit Einverständnis der Nachbarn allerdings auch mit Wasser bespritzt)

Kann ja ein toller Sommer werden *seufz*

So, zwei Dinge möchte ich erreichen:
1. dass Timmy keinen Terror macht am Zaun und hier am Fenster
2. dass die Katze drüben bleibt

Das 1. geht gaaar nicht, denn allen Beteiligten bleibt das Herz stehen.

Irgendwelche Ideen?

LG
Birgit
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#2
Na ja, macht nix, wenn euch dazu nichts einfällt.

Zitat:So, zwei Dinge möchte ich erreichen:
1. dass Timmy keinen Terror macht am Zaun und hier am Fenster

Hätte mich halt interessiert, wie ich ihn runterkriegen kann....
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#3
nun weiss ich ja das sich dein hund wie ein berserker beim anblick einer katze benimmt...aber was ich nicht weiss was hast du bisher dagegen alles unternommen um ihn davon abzubringen ? kopfkratz

wie lässt sich denn dein hund sonst lenken, wie stets denn mit dem allgemein gehorsam ?
Antworten
#4
Ich versuch's mal ... freuen

Das Allererste, was du tun solltest: Zuverlässig verhindern, dass er zu seinem "Erfolg" kommt.

Das wird sehr aufwändig für dich, weil du ihn eben NICHT mehr unbeaufsichtigt in den Garten lassen kannst, auch nicht für so kurze Pippimomente.

Timmy hatte ja jetzt schon sehr lange Gelegenheit, dieses Verhalten zu "verinnerlichen" ... das jetzt umzulenken, wird dauern.

Zumal du ja auch mehrere Faktoren hast, die ihn dazu veranlassen bei unterschiedlichen Auslösern Randale zu machen.

In den Garten also nur noch zusammen mit einem Menschen, und dann an der Leine gesichert.

Inwieweit hast du mit Timmy an Impulskontrolle gearbeitet?

Lieber Gruß
Moni
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#5
(09.04.2014, 21:42)happy schrieb: nun weiss ich ja das sich dein hund wie ein berserker beim anblick einer katze benimmt...aber was ich nicht weiss was hast du bisher dagegen alles unternommen um ihn davon abzubringen ? kopfkratz

wie lässt sich denn dein hund sonst lenken, wie stets denn mit dem allgemein gehorsam ?
Hallo Happy,
erstmal muss ich sagen, dass Timmy eine SDU hat. Aber erst mit 5 Jahren diagnostiziert und seitdem substituiert.

Das soll keine Entschuldigung sein (ich habe mich auch lange dagegen gesträubt, weil es mir wie eine Modeerkrankung vorkam), aber es soll eine Erklärung dafür sein, dass Erziehung in den wichtigen Jahren nicht so wirklich stattfand.

Während dieser gut 4 Jahre war das ein Auf und Ab in Sachen Gehorsam, weil er einfach nicht konnte wie er wollte.
Jeder Spaziergang wurde bei mehr als einem Reiz zum Desaster.
Ohne Reize oder hier zu Hause klappte vieles gut, so dass ich dachte, er hat es also kapiert, kann es draußen nur nicht aufnehmen, weil er die Reize nicht filtern konnte.

Gut, nachdem er eingestellt war, also seit gut 3 Jahren habe ich sehr viel mit ihm geübt, auch Impulskontrolle. Und ich habe das RUHIGbleiben gelernt.
Wenn wir jetzt rausgehen braucht es immer einige Zeit, bis er mir "zuhören" kann.
So ca. 15 min. mache ich oft Richtungswechsel an der Leine, bleibe öfter stehen, spreche ihn an oder lasse ihn was suchen.
Sehe also zu, dass er aufmerksam wird/ist.

Bei Reizen in einiger Entfernung lässt er sich gut lenken und ansprechen.
Im Freilauf lässt er sich in meiner Nähe, Radius höchstens 10m, gut lenken und ansprechen.

Bei allem anderen hab ich nicht wirklich Einflussmit Augen rollen Da fragt er nicht wirklich nach. Oder so kurz und schnell, dass ich da nicht antworten kann.

So, das ist in etwa der Status quozwinkern

Jetzt zu der Katze (Nachbarn) und überhaupt zu Katzen, die in unseren Garten kommen, denn es gibt hier einige neue junge, neugierige KatzenÜberrascht.

Er sucht sie schon regelrecht hier hinter den Terassenfenstern (wir haben 2, eine vorne, eine hinten). Heißt er scannt den Garten und wenn er eine entdeckt springt er wie ein Irrerlachen ans Fenster bellt und fiept.
Er lässt sich dann zwar in den Flur bugsieren, aber das hat nicht viel mit Gehorsam zu tun, sondern eher damit, dass dort die Haustür ist und da möchte er dann raus.
Und die Katzen hauen meist sofort ab wenn sie ihn hören oder sehen.

Also, wenn ich ehrlich bin hört er da Null. Er sieht sie ja auch vor mir. Ich hätte nur eine Chance, wenn ICH sie vorher sehe.

So, wie das draußen unterwegs ist.

LG
Birgit
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#6
(09.04.2014, 21:45)marcolino schrieb: Ich versuch's mal ... freuen

Das Allererste, was du tun solltest: Zuverlässig verhindern, dass er zu seinem "Erfolg" kommt.

Das wird sehr aufwändig für dich, weil du ihn eben NICHT mehr unbeaufsichtigt in den Garten lassen kannst, auch nicht für so kurze Pippimomente.

Timmy hatte ja jetzt schon sehr lange Gelegenheit, dieses Verhalten zu "verinnerlichen" ... das jetzt umzulenken, wird dauern.

Zumal du ja auch mehrere Faktoren hast, die ihn dazu veranlassen bei unterschiedlichen Auslösern Randale zu machen.

In den Garten also nur noch zusammen mit einem Menschen, und dann an der Leine gesichert.

Inwieweit hast du mit Timmy an Impulskontrolle gearbeitet?

Lieber Gruß
Moni

Hallo Moni,
einiges hab ich schon oben geschrieben.

Einfach so in den Garten lasse ich ihn nicht mehr.
Ich gucke erst nach. Der Garten ist klein und überschaubar.

OK, du meinst, nur noch mit Leine in den Garten?
Soll ich den Zaun als Tabu erklären?
Allerdings bleibt dann nicht mehr viel für ihn übrig.
Und wenn wir dabei sind sucht er auch nicht so als alleine im Garten.

Allerdings kann er draußen und auch im Garten nie richtig entspannen. Er ist immer aufmerksam, schnuppert in der Luft und am Boden, beobachtet alles.

Impulskontrolle habe ich mit ihm geübt. Mit Dummy, mit Futterbeutel, mit Reizangel.

Wenn er im "Arbeitsmodus" ist gelingt das auch gut. Allerdings bis wir in dem Modus sind dauert es.

Es ist einfach unsagbar schwer mit ihmlachen

Draußen an der Leine kommt es drauf an, wie er drauf ist und wie weit die Katze weg ist. Auch wie sich die Katze verhält ist wichtig.

Bleibt die Katze auf dem Weg stehen oder sitzen bringt ihn das ziemlich in Wut.
Deshalb gehe ich ein Stück zurück dann und bleibe dann mit ihm stehen.
Hält er die Klappe fliegt ein Lecker (wenn ich es mithabezwinkern), ansonsten stelle ich mich vor ihn.
Versuche halt ihn irgendwie runter zu bringen. Mit Stimme oder weggehen.

Klappt aber nicht immer.

Die meisten Katzen laufen aber auch weg. Sehr erfolgreich für ihnmit Augen rollen

Tja, ich find`s nicht einfach mit dem Kerlchen, weil er soviele Eigenschaften hat, die kombiniert halt explosiv sind.

LG
Birgit
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#7
ach du große grüne neune...du hast ja schon das komplette hausfrauenprogram durch und was bringt es, wo stehst du ? kaum einen meter weiter... oder ?

schon mal aversiv am hund gearbeitet ? kommt aber bestimmt für dich nicht in frage oder ?
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#8
Doch, na ja, aversiv ist ja dehnbar, nicht wahr?

Bei einem gewissen Erregungslevel kommst du aversiv nicht weit.

Deshalb habe ich das Beispiel mit dem Igel geschildert.
Ab einem gewissen Erregungslevel spürt der nichts mehr, sieht sozusagen rot.
Da könnte dann eine Bombe neben ihm detonieren, er bekäme es nicht mit.
Und draußen ist der Erregungslevel halt schnell erreicht bei gewissen Sachen.

Soll ich ihn schlagen oder was?

Also bei mir kam deine Antwort jetzt etwas herablassend an.

Edit: Also genau genommen suche ich ja nach einer Lösung, ihn runter zu holen. Er sollte ruhiger und entspannter sein. Wäre doch besser für IHN.
Antworten
#9
(09.04.2014, 23:01)happy schrieb: schon mal aversiv am hund gearbeitet ?

Schon mal mit anderen Möglichkeiten gearbeitet?
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
Antworten
#10
(09.04.2014, 23:11)Timothy schrieb: Doch, na ja, aversiv ist ja dehnbar, nicht wahr?

Bei einem gewissen Erregungslevel kommst du aversiv nicht weit.

Deshalb habe ich das Beispiel mit dem Igel geschildert.
Ab einem gewissen Erregungslevel spürt der nichts mehr, sieht sozusagen rot.
Da könnte dann eine Bombe neben ihm detonieren, er bekäme es nicht mit.
Und draußen ist der Erregungslevel halt schnell erreicht bei gewissen Sachen.

Soll ich ihn schlagen oder was?

Also bei mir kam deine Antwort jetzt etwas herablassend an.


du begreifst dein problem nicht...deswegen stehst du dort wo du stehst...

wo liegt nun dein problem ? weisst du es ?

na dann sag ich es dir einmal...

man fängt nicht an am hund rumzumachen wenn er sich hochgefahren hat...wie du anscheinend selber schon begriffen hast...

...kann dann neben dem hund eine bombe explodieren und der hund würde es nicht mehr wahrnehmen. wie ein tauber auf einem rockkonzert...

der trick ist es erst gar nicht dahin kommen lassen das der hund taub wird...

also wann fängt man an ?
bei der kleinsten erregung des hundes...beim aller ersten anzeichen fängt man an den hund unter ein komando zu stellen.

blödsinn, du musst keine katze vor deinem hund sehen, du musst nur auf deinen hund gucken...man kann es nicht oft genug sagen...guckt auf eure hunde...

aber aversiv ist für dich nichts, bleib mal lieber bei der reizangel und bei der impulskontrolle lachen

sagt dir einer der so einen hund hatte neben dem eine bombe hochgehen konnte wenn hund ein reh sah...so war es früher...


heute ist es so zwinkern
dann kann man auch mal in ruhe rehe filmen die dann auch noch flüchten...






@thomas, magst meinen futterbeutel sehen ? Lol27
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