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Timmy und die Katzen
#31
Huhu Birgit abklatschen
Jetzt hab ichs erst geschnallt kopfkratz

Wie Du Deinen Timmy beschreibst - könnte eins zu eins mein Nicky sein.
Die SDU-Untersuchung bei ihm steht noch aus. Drei Tierärzte, mit denen er schon zu tun hatte (bei den Vorbesitzern) sprangen da nicht drauf an und mein momentaner teilt lieber Baldrian und co aus.....
Bin also grad auf der Suche nach einem TA, der dieser Sache mal genau nachgeht.

Aversiv bräuchten ich dem gar nicht kommen in solchen Situationen, in denen er sowieso total überfordert ist.
Was den Vorschlag von Happy mit Radfahren betrifft:
Ich halte das bei der Problematik eigentlich eher für kontraproduktiv. Wenn sie eh schon Probleme mit der Verarbeitung der Reize haben und dann an allen Reizen vorbeilaufen müssen, ohne sich in Ruhe damit auseinandersetzen zu können, ist das Stress pur und verschlimmert das ganze noch mehr. Richtig in Bewegung Stress abbauen ist auch nicht möglich dabei, weil sie mitzuhalten versuchen und dabei teils sogar noch mehr aufdrehen.
Hab Dir ja schon den Hinweis auf zeigen und Benennen gegeben - als Vorbereitung für weiteres Vorgehen, damit die Stimmunsglage verändert wird bei Belastung der Reizschwelle und um seine Aufmerksamkeit umlenken zu können.

Bei Nicky klappt das wunderbar. Was Katzen betrifft, habe ich hier eine Strasse in der Nähe, da sind lauter Mietzen-Stunt(wo)men unterwegs.
Das hab ich regelmässig für Zeigen und Benennen genutzt, um bei Katzensichtung seine Ansprechbarkeit zu erhalten, wenn er noch nicht vollkommen weggeknipst hat. Und selbst wenn das passierte, hab ich das mit ihm regungslos (nur sein Brustbein stimulierend) ausgesessen und sobald die Ansprechbarkeit wieder anfing zurück zu kommen, mit Zeigen und Benennen weitergemacht.
Dabei fordere ich keinen Blickkontakt, gebe keinerlei Kommando, sondern gehe wie im anderen Forum genau beschrieben, vor.
Ich mache ihn zB durch Zeigen Benennen sogar gezielt auf Katzen aufmerksam und inzwischen zeigt er sie an, sobald er eine in der Nase hat. Hier reagiere ich dann schon, spiele den Ablauf durch (Mietze - Leckerlieeinschieb) und innerhalb weniger Wochen kann er nun an Katzen vorbeigehen. Selbst wenn Nachbarsmietze ausserhalb des Zauns sitzt und er kurz ansetzt zum Bellen, reicht eine freundliche Ansprache "Hast Mitze entdeckt" und er kommt freudig angewuselt um sich die Belohnung abzuholen - und dann wartet er, was er nun tun soll. Manchmal schleichen wir uns dann an - um blitzschnell in die Gegenrichtung zur Ersatzjagd loszupreschen - manchmal reicht sogar schon, ihn einfach zu loben und DANN, in dieser Reizlage, mit dieser Motivation, ist er durch ein Kommandio wie "Leg Dich" nicht mehr überfordert und wir gucken gemeinsam, was die Mietze macht.
Oft reicht beim Spaziergang sogar bei Sichtung einfach das Wort Mieze - er guckt Mietze an und dann kommt er zu mir und läßt sich beim Vorbeigehen die Belohnung einschieben, ohne sich noch über die Mietze aufzuregen, egal ob sie sitzen bleibt oder verschwindet.
Mit dem zeigen und Benennen und dem darauf aufbauenden Training gelingt es ihm immer öfters, die Aussenreize auszublenden - so wie er früher mich ausgeblendet hatte.

Übrigens, der Blick auf dem letzten Foto ist meinem Nicky soooo ähnlich.....und Terrier haben was................muss man nicht haben, aber wenn man sie dann hat, lernt mans auch zu schätzen und lieben, gelle?
LG, Angie
Antworten
#32
Hi Thomas,
es lässt mich ja doch nicht so ganz in Ruhe was du geschrieben hast.

Mir ist nämlich nicht klar, auf was du hinauswillst bzw. was du meinst.

Zitat:Ist das alles, was man an Werten gezogen hat?

Das sagt ja noch garnichts aus!!!

Interessant wäre was davon in Trijodthyronin umgewandelt wird, bzw. was hier im Blut nachweislich gewesen wäre.
Da wenig T4 da war wird das T3 auch nicht hoch gewesen sein. Oder gibt es das, das T3 hoch ist und T4 niedrig?
Zitat:Das T4 selbst hat nur eine sehr geringe Wirkung im Organismus, doch das umgewandelte T3 ist hier das, welches in den jeweiligen Zielzellen benötigt wird.
Ja, aber T3 entsteht doch aus T4
Zitat:Hinzu kommt, dass die T4 Werte sich unheimlich leicht durch Ernährung und Lebensweise beeinflussen lassen, so dass diese Werte durchaus in der norm sein könnten. Die Referenzwerte dienen immer ausschließlich der Richtwerte, die außerdem stark umstritten sind.
Somit sind diese Werte sehr individuell zu betrachten.
Das ist richtig. Deshalb schaut man sich ja auch das Verhalten sowie andere körperlichen Symptome an.
Mein Hund hatte wenig Fell, hatte schwarze Flecken auf der Haut, ein Leckekzem unbekannter Ursache, niedrigen Puls, war schnell erschöpft, unkonzentriert und war sehr reaktiv auf Reize.
Diese Symptome kommen allerdings schleichend wie die SDU selber und sind nur zusammen gesehen als mögliche Symptome zur SDU zu sehen
Zitat:Doch aufgrund der Individualität, ist es auch wichtig, weitere Werte hinzu zu fügen.
Ja, das wäre damals gut gewesen. Hat der TA aber leider nicht gemacht.
Und damals habe ich mich damit noch nicht so befasst.

Übrigens sagte der TA damals, der fT4 ist der stabilere Wert, der mittig bei einem Hund in Timmys Alter um 2,5 sein sollte.

Zitat:Zu Deinem Hund passt auch gut die künstlich erzeugte Hypothyreose, da Stress eine Ausschüttung des Stresshormons Cortisol mit sich bringt. Dieses Hormon wiederum bindet Thyroxin, also das T4, aber mehr noch das ft4, freie Thyroxine.
Ja, "künstlich erzeugt" trifft es ganz gut.
Ich denke auch, dass er durch Stress, Kastration und seine evtl. nicht optimale Herkunft (die ich nicht kenne) in diesen Teufelskreis geraten ist.
Auch bei Menschen werden SD Erkrankungen wie z.B. Hashimoto vor allem bei hormonellen Veränderungen wie Pubertät, Schwangerschaft usw. ausgelöst.
Solche Auslöser gepaart mit Stress sind sicher denkbar ungünstig.

Zitat:Wenn ich hier nun das Verhalten lese, und die darauf bauende Blutwerte sehe, würde ich als erstes das Levothyroxin absetzen und nach 4 bis 6 Wochen einen Cortisoltest machen lassen.
Warum? Was willst du damit erreichen?kopfkratz

Zitat:Hier müsstest Du Dich aber unbedingt an einen Tierarzt wenden, der etwas davon versteht.

Im besten Fall, lässt sich heraus finden, was Deinem Hund fehlt und erst dann lässt sich entsprechend auch das Verhalten anpassen, wenn sich das bis dahin nicht schon von selbst geregelt hat.
Viele Verhaltensweisen basieren nunmal leider auf den Gesundheitszustand des Hundes.
Was könnte das sein, was ihm fehlt? Welche Mangelerscheinungen oder Krankheiten wären da möglich?

Es wäre sehr schön, wenn du mir nochmal antworten würdest. Ich würde das gerne verstehen.

Vor allem, was sich zum Ist-Zustand meines Timmy verändern würde, außer das er keine SD-Hormone mehr einnehmen müsste.

LG
Birgit
Antworten
#33
Darf ich mich hier einklinken, Birgit?
Denn einzelne Symptome, die Du beschrieben hast, treffen absolut auf Nicky zu.
Da würde mich nun auch Thomas Ansicht dazu interessieren und zwar inwieweit zB. ein leben ohne Medikation mit den Symptomen qualitativ gut wäre und ob sich quasi die Fehlfunktion der SD mit einem durch Umgang und Erziehung angepassten, stressarmen Leben evtl. sogar von selbst reparieren könnte.
Nicky zeigt, außer einer noch etwas erhöhten Reaktivität auf Reize draussen und die schwarzen Flecke auf der haut, keine anderen Symptome mehr - war aber letztes Jahr noch sehr massiv anders..
Oder soll ich einen eigenen Thread aufmachen?
Antworten
#34
Hi Angie,
nö, bleib mal hierlachen

Bis wir Verhalten und SD auseinander dividiert habenzwinkern

Ich hab o.g. Thread und deine Beschreibung gelesen. Dabei kam mir die Idee, dass ich das mit dem "festhalten" usw. auch hier zu Hause vor der Terassentüre machen könnte, oder?
Und dann auch da nach hinten umlenken.
Ich brauche ja nicht unbedingt warten, bis er die Katzen sieht, sondern schon, wenn er angestrengt nach draußen guckt. Das macht er nämlich auch und bisher habe ich das einfach nur verboten.
Oder auch, wenn er draußen anfängt zu fixieren?

LG
Birgit

Ach so: Hast du mal ein Bild vom Nicki-Krümel?freuen
Und für dich ist Thomas Ansatz so in den Anfängen der Diagnostik bestimmt zu überdenken
Antworten
#35
Ok, danke Birgit.

Ja - so, wie Du das beschrieben hast könntest Du das zuhause auch machen. Wäre halt wirklich immer am Besten den Zustand zu nutzen, in dem die Ansprechbarkeit noch gut vorhanden ist, also wenn er anfängt wahrzunehmen, dass da was erregendes sein könnte, denn wenn schon ausgetickt wird, ist das Problem, das im Zustand der Konfrontation ganz entscheidend ist nicht frühzeitig aufzulösen, sonst verschlimmert sich die Erregung unter Umständen noch weiter.
Das Umlenken nach hinten soll dabei aber aktiv vom Hund geschehen, also nicht mit Leckerlie den Kopf nach hinten locken, sondern der Hund wendet sich nach hinten, wenn er bereit ist.............diese Feinheit zu beschreiben fällt mir gerade schwer. Finde nicht die entscheidenden Worte.

Hab momentan nur die Bilder auf Facebook von ihm. Kannst Du da nachschauen? Wenn nicht, dann lad ich sie mir runter und stell hier eins ein.
Angelika Mitlmeier - da findest ihn.

Schönen Sonntag wünsch ich Allen
Antworten
#36
Hallo Timothy,

(12.04.2014, 21:04)Timothy schrieb: es lässt mich ja doch nicht so ganz in Ruhe was du geschrieben hast.

Mir ist nämlich nicht klar, auf was du hinauswillst bzw. was du meinst.

Zitat:Ist das alles, was man an Werten gezogen hat?

Das sagt ja noch garnichts aus!!!

Interessant wäre was davon in Trijodthyronin umgewandelt wird, bzw. was hier im Blut nachweislich gewesen wäre.

Da wenig T4 da war wird das T3 auch nicht hoch gewesen sein. Oder gibt es das, das T3 hoch ist und T4 niedrig?

Ein Trugschluss, da T3 nicht allein aus T4, bzw. der Umwandlung entsteht.
Es gab ja nicht mal einen TSH Wert, welches als Regelhormon beschrieben wird und daran unter anderem auch erkennbar wäre, ob es Krankheiten, oder andere Beeinflussung gibt.
So ist es durchaus möglich, dass T4 erniedrigt und T3 "normal" oder gar erhöht ist.



(12.04.2014, 21:04)Timothy schrieb:
Zitat:Das T4 selbst hat nur eine sehr geringe Wirkung im Organismus, doch das umgewandelte T3 ist hier das, welches in den jeweiligen Zielzellen benötigt wird.

Ja, aber T3 entsteht doch aus T4

Nur wenn die Dejodierung funktioniert, wie sie funktionieren sollte.
Ob das bei Deinem Hund so ist, weiß ich nicht!!!

Die Schilddrüse ist jedoch in der Lage, bei Jodmangel in der Nahrung das T3 zu erhöht zu produzieren, was ebenfalls ein Grund dafür ist, dass man die T3 Werte ziehen sollte.
Die Leber, Nieren und Muskulatur sind ebenfalls an der Synthese beteiligt, was das Ganze nicht weniger kompliziert macht und somit eben auch nicht so einfach mit 2 Blutwerten eine SDU diagnostiziert werden sollte.



(12.04.2014, 21:04)Timothy schrieb:
Zitat:Hinzu kommt, dass die T4 Werte sich unheimlich leicht durch Ernährung und Lebensweise beeinflussen lassen, so dass diese Werte durchaus in der norm sein könnten. Die Referenzwerte dienen immer ausschließlich der Richtwerte, die außerdem stark umstritten sind.
Somit sind diese Werte sehr individuell zu betrachten.
Das ist richtig. Deshalb schaut man sich ja auch das Verhalten sowie andere körperlichen Symptome an.
Mein Hund hatte wenig Fell, hatte schwarze Flecken auf der Haut, ein Leckekzem unbekannter Ursache, niedrigen Puls, war schnell erschöpft, unkonzentriert und war sehr reaktiv auf Reize.
Diese Symptome kommen allerdings schleichend wie die SDU selber und sind nur zusammen gesehen als mögliche Symptome zur SDU zu sehen

Diese Symptome sprechen ebenso für Stress!!!



(12.04.2014, 21:04)Timothy schrieb:
Zitat:Doch aufgrund der Individualität, ist es auch wichtig, weitere Werte hinzu zu fügen.

Ja, das wäre damals gut gewesen. Hat der TA aber leider nicht gemacht.
Und damals habe ich mich damit noch nicht so befasst.

Übrigens sagte der TA damals, der fT4 ist der stabilere Wert, der mittig bei einem Hund in Timmys Alter um 2,5 sein sollte.

Allein diese Aussage zeigt, dass dieser Tierarzt nicht der geeignete Ansprechpartner sein sollte.



(12.04.2014, 21:04)Timothy schrieb:
Zitat:Wenn ich hier nun das Verhalten lese, und die darauf bauende Blutwerte sehe, würde ich als erstes das Levothyroxin absetzen und nach 4 bis 6 Wochen einen Cortisoltest machen lassen.

Warum? Was willst du damit erreichen?kopfkratz

Hm, ich möchte nichts erreichen, denn ich werde Dir hier in dieser Form nicht helfen können. Deshalb schrieb ich auch, dass ich es hier tun würde, wenn ich Hunde mit ähnlichen Symptomen hätte.
Aber niemals würde ich in dieser Form Dir Anleitung, bzw. das Absetzen verschiedener Medikation empfehlen.

Dennoch kann ich Dir sagen, was ich mir dabei denke;
Mal ganz banal gesagt, könntest Du Timmy auch ein Beruhigungsmittel geben und dann wäre auch Ruhe.

Sollte Stress, der Grund für diese Symptomatik sein, dann ist Levothyroxin nicht der Richtige Weg, da Du damit nur den Organismus im Gleichgewicht hältst, bei bestehender Ursache.

Es sei aber nochmals gesagt, dass ich das nicht von hier aus bestimmen kann.



(12.04.2014, 21:04)Timothy schrieb:
Zitat:Hier müsstest Du Dich aber unbedingt an einen Tierarzt wenden, der etwas davon versteht.

Im besten Fall, lässt sich heraus finden, was Deinem Hund fehlt und erst dann lässt sich entsprechend auch das Verhalten anpassen, wenn sich das bis dahin nicht schon von selbst geregelt hat.
Viele Verhaltensweisen basieren nunmal leider auf den Gesundheitszustand des Hundes.
Was könnte das sein, was ihm fehlt? Welche Mangelerscheinungen oder Krankheiten wären da möglich?

Wenn man betrachtet, welche Organe mit welchen Funktionen daran beteiligt sind, ließen sich über viele Ecken unzählige Krankheitsbilder auflisten.
Da Dir dies aber nicht helfen wird, solltest Du Dich an jemanden wenden, der etwas davon versteht.

Die erhöhte Erregbarkeit, die Du beschreibst, deutet definitiv darauf hin, dass noch mehr nicht stimmen kann, da es nicht "normal" ist, dass die Erregbarkeit sich so weit steigert, dass Dein Hund auf nichts mehr reagiert.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
Antworten
#37
Hi Thomas,
danke für deine Antwortfreuen

Zitat:Es gab ja nicht mal einen TSH Wert, welches als Regelhormon beschrieben wird und daran unter anderem auch erkennbar wäre, ob es Krankheiten, oder andere Beeinflussung gibt.
Doch, gab es.
Wobei ich von mehreren Seiten gehört habe, dass der beim Hund vernachlässigbar ist, da der Hund Thyroxin ganz anders verstoffwechselt.
So beträgt die Halbwertzeit ja nur 12 Stunden. Beim Mensch 1 Woche.

Hab nochmal gesucht und das hier waren die Ausgangswerte:
TSH 0,10 (<0,5)
T4 1,1 (1,5-4,5)
fT4 0,7 (0,6-3,7)

Zitat:Nur wenn die Dejodierung funktioniert, wie sie funktionieren sollte.
Ob das bei Deinem Hund so ist, weiß ich nicht!!!
Würde denn das T4 und fT4 steigen und sich das Verhalten verbessern bei Substitution, wenn eine Umwandlungsstörung vorliegen würde?
Soweit ich weiß nämlich nicht.

Nach ca. 6 Wochen waren die Werte so:
T4: 3 (1,5-4,5)
fT4: 2,1 (0,6-3,7)

Vom Verhalten her um Welten besser als vorher.

Nach nochmal ca. 3 Monaten:
T4 ist 3,4 (1,5-4,5)
fT4 ist 2,2 (0,6-3,7)

Danach fand nur noch eine Feinjustierung statt und Dosis und Werte sind jetzt seit gut 3 Jahren gleich.

Verhalten auch. Er ist außer bei Katzen und im Jagdmodus ansprechbar.
Deshalb verstehe ich diesen Satz von dir nicht
Zitat:Die erhöhte Erregbarkeit, die Du beschreibst, deutet definitiv darauf hin, dass noch mehr nicht stimmen kann, da es nicht "normal" ist, dass die Erregbarkeit sich so weit steigert, dass Dein Hund auf nichts mehr reagiert.
Hm, ich habe nun schon oft gelesen, dass Hunde IM Jagdmodus nicht mehr ansprechbar sind.

Deshalb habe ich ja den Thread gestartet. Also um zu fragen, wie ich ihn da rausholen kann oder ihn da erst gar nicht rein rutschen lasse.

Oder sprichst du von seinem Verhalten vor der Substitution?
Das war allerdings nicht "normal"

Hälst du es wirklich für sinnvoll, Timmy wieder auf Null zu bringen, um mit der Diagnostik nochmal von vorne anzufangen?
Was mindestens ein halbes Jahr Stress für alle Beteiligten bedeuten würde?

LG
Birgit
Antworten
#38
Hallo Timothy,

(15.04.2014, 14:44)Timothy schrieb: Er ist außer bei Katzen und im Jagdmodus ansprechbar.
Deshalb verstehe ich diesen Satz von dir nicht
Zitat:Die erhöhte Erregbarkeit, die Du beschreibst, deutet definitiv darauf hin, dass noch mehr nicht stimmen kann, da es nicht "normal" ist, dass die Erregbarkeit sich so weit steigert, dass Dein Hund auf nichts mehr reagiert.
Hm, ich habe nun schon oft gelesen, dass Hunde IM Jagdmodus nicht mehr ansprechbar sind.

Oder sprichst du von seinem Verhalten vor der Substitution?
Das war allerdings nicht "normal"

Du musst bedenken, dass ich nur die Informationen zur Verfügung habe, die hier in diesem Thema geschrieben wurden.
Somit spreche ich auch nicht das Verhalten vor der Substitution an. Ich denke tatsächlich, dass hier etwas nicht stimmen kann. Was das sein wird, lässt sich aber leider über virtuelle Wege nicht finden.

Warum ich aber denke, dass da was nicht stimmen kann, schließe ich aus folgendem;

(08.04.2014, 23:32)Timothy schrieb: Nun aber die Katzen. Bei deren Sichtung sehe ich einen deutlichen Unterschied und ich glaube, es ist etwas anderes als jagdliche Motivation.

Ob die diagnostizierte Hypothyreose in Frage zu stellen ist, kann ich ebenfalls nicht von hier aus beurteilen, aber folgendes erklärt mir, warum sich das Verhalten nach der Substitution verändert haben könnte;

(09.04.2014, 22:16)Timothy schrieb: Das soll keine Entschuldigung sein (ich habe mich auch lange dagegen gesträubt, weil es mir wie eine Modeerkrankung vorkam), aber es soll eine Erklärung dafür sein, dass Erziehung in den wichtigen Jahren nicht so wirklich stattfand.

Gut, nachdem er eingestellt war, also seit gut 3 Jahren habe ich sehr viel mit ihm geübt, auch Impulskontrolle. Und ich habe das RUHIGbleiben gelernt.

Wenn wir jetzt rausgehen braucht es immer einige Zeit, bis er mir "zuhören" kann.

Weitere Zweifel, für die diagnostizierte Hypothyreose;

(09.04.2014, 22:31)Timothy schrieb: Allerdings kann er draußen und auch im Garten nie richtig entspannen. Er ist immer aufmerksam, schnuppert in der Luft und am Boden, beobachtet alles.


Es ist einfach unsagbar schwer mit ihm

Tja, ich find`s nicht einfach mit dem Kerlchen, weil er soviele Eigenschaften hat, die kombiniert halt explosiv sind.

Ein weiteres Indiz;

(09.04.2014, 23:11)Timothy schrieb: Doch, na ja, aversiv ist ja dehnbar, nicht wahr?

Bei einem gewissen Erregungslevel kommst du aversiv nicht weit.

Deshalb habe ich das Beispiel mit dem Igel geschildert.
Ab einem gewissen Erregungslevel spürt der nichts mehr, sieht sozusagen rot.
Da könnte dann eine Bombe neben ihm detonieren, er bekäme es nicht mit.

Zusammenfassend betrachtet lese ich oben von einem Hund, der Defizite vorweist, die es "für mich" gilt zu identifizieren.
Lässt man sich Deine Aussagen auf der Zunge zergehen, dann stellt man schnell fest, dass hier derzeit keine Abhilfe durch Training möglich ist. Reagiert ein Hund selbst auf aversive Einwirkung nicht mehr, hat das etwas zu bedeuten.



(15.04.2014, 14:44)Timothy schrieb:
Zitat:Es gab ja nicht mal einen TSH Wert, welches als Regelhormon beschrieben wird und daran unter anderem auch erkennbar wäre, ob es Krankheiten, oder andere Beeinflussung gibt.
Doch, gab es.
Wobei ich von mehreren Seiten gehört habe, dass der beim Hund vernachlässigbar ist, da der Hund Thyroxin ganz anders verstoffwechselt.
So beträgt die Halbwertzeit ja nur 12 Stunden. Beim Mensch 1 Woche.

Wie Thyroxin verstoffwechselt wird, hat nichts damit zu tun, dass es unterschiedliche Ursachen dafür gibt, wenn der TSH Wert erhöht ist. Jedoch trifft das bei Dir nicht zu, wie ich es nun gesehen habe.



(15.04.2014, 14:44)Timothy schrieb:
Zitat:Nur wenn die Dejodierung funktioniert, wie sie funktionieren sollte.
Ob das bei Deinem Hund so ist, weiß ich nicht!!!

Würde denn das T4 und fT4 steigen und sich das Verhalten verbessern bei Substitution, wenn eine Umwandlungsstörung vorliegen würde?
Soweit ich weiß nämlich nicht.

Selbst unabhängig davon, dass Du, (siehe oben Zitate) erst mit der Substitution angefangen hast, mit Deinem Hund zu arbeiten, ja.
Wir wissen ja anhand der Werte nicht einmal welches Problem hier tatsächlich vorliegt, somit kann es durchaus sein, dass nach wie vor eine Umwandlungsstörung vorliegen kann.
Besonders dann, wenn so, wie die Möglichkeit unter Einfluss von Cortisol in betracht gezogen werden kann.



(15.04.2014, 14:44)Timothy schrieb: Deshalb verstehe ich diesen Satz von dir nicht
Zitat:Die erhöhte Erregbarkeit, die Du beschreibst, deutet definitiv darauf hin, dass noch mehr nicht stimmen kann, da es nicht "normal" ist, dass die Erregbarkeit sich so weit steigert, dass Dein Hund auf nichts mehr reagiert.

Hm, ich habe nun schon oft gelesen, dass Hunde IM Jagdmodus nicht mehr ansprechbar sind.

Man muss hier unterscheiden, ob Hunde während der Jagd, den Menschen ignorieren, oder ob sie gar nicht in der Lage sind, Signale zu empfangen.
Ersteres ist natürlich ein Erziehungsproblem, wobei bei zweites eher für mangelnde Ausbildung spricht.

Doch in Deinem Fall scheint es ja lange nicht mehr um die Ansprechbarkeit zu gehen, da Dein Hund ja selbst durch unmittelbaren körperlichen Eingreifen nicht von seinem Tun abzubringen ist.

Diese Aufzählungen lassen immer schnell den Eindruck entstehen, dass ich all das, was nun schon gut klappt, oder sich verbessert hat, einfach überlese.
Dem ist aber nicht so!!!
Durchaus registriere ich auch Deine Beiträge von den Erfolgen, die auch in diesem Thema zeigen, dass Du nicht untätig zusiehst und das Ganze versuchst anzugehen.
Ich habe großen Respekt vor so viel Aufwand und derartige Geduld und wünsche mir deshalb auch immer, dass meine Denkanstöße nicht so negativ gedeutet werden.




(15.04.2014, 14:44)Timothy schrieb: Deshalb habe ich ja den Thread gestartet. Also um zu fragen, wie ich ihn da rausholen kann oder ihn da erst gar nicht rein rutschen lasse.

deshalb habe ich Dir auch geantwortet.




(15.04.2014, 14:44)Timothy schrieb: Hälst du es wirklich für sinnvoll, Timmy wieder auf Null zu bringen, um mit der Diagnostik nochmal von vorne anzufangen?
Was mindestens ein halbes Jahr Stress für alle Beteiligten bedeuten würde?

Nicht bevor Du jemanden gefunden hast, der dies bestätigen könnte.

Ich muss nochmals betonen, dass ich hier nur schreiben kann, was ich aus den Beiträgen entnehmen kann.
Was für mich so offensichtlich scheint, muss nicht stimmen.
Ebenso wollte ich Dir hier keine Angst bereiten, aber ich kann Dir in diesem Fall, wenn der Hund auf kaum etwas reagiert, sich gar selbst verletzt, keine Trainingsansätze vorschlagen, da es für mich hier ein deutliches Bild gibt.

Deshalb die Vorgehensweise, wenn dann, wie folgt;

- Jemanden suchen, der sich damit auskennt
- vernünftige und umfangreiche Anamnese
- verschiedene Blutbilder für die Diagnostik
- Therapie

Also bitte keine Medikamente absetzen, verändern, oder eigenhändige Veränderungen vornehmen, die den Organismus beeinflussen.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
Antworten




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