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Trainingstagebuch
#21
Heute morgen ne Begegnung mit nem Auto gehabt, Biene hat gar nicht reagiert. Total entspannt. So langsam weiß ich gar nicht mehr warum sie es mal macht und mal nicht!?


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Lieben Gruß
Schäfi2014
&
die Terrornasen Onja & Biene
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#22
(11.04.2014, 15:09)marcolino schrieb: Einmal 11144612890

Verhaltensweisen extrinsisch einzudämmen bringt (scheinbare!) schnelle "Erfolge" - eine intrinsische Änderung des Verhaltens wirkt nachhaltig, dauert aber, bis diese Änderung wirklich verinnerlicht ist.

Dazu kommt noch das ZUSAMMENSPIEL Hund und Mensch - auch bei dir gibt es Änderungen, die sich "verinnerlichen" müssen.

Rückschläge sind dabei normal, aber solange du feststellst, dass Biene auch anders KANN, wird deine gleichbleibende Beharrlichkeit Stück für Stück eine neue Orientierung für Biene werden freuen

Ich wäre für Nachsicht bei solchen Rückschlägen, tief durchatmen, wenn es sich ergibt auch korrigieren (mit Geduld und Ruhe) ... und ansonsten: Nicht entmutigen lassen, sondern die nächste Gelegenheit nutzen zwinkern

Nur Mut, du hast doch schon ein gutes Stück des Weges geschafft!

Lieber Gruß
Moni


zwinkern

Frag' dich in solchen "Rückfallsituationen" nicht immer so viel, warum sie das jetzt wieder macht/was jetzt die Ursache sein könnte ...

und vor Allem: stell dich nicht selber dabei so sehr in Frage ... das tut dir nicht gut! 11144612890

Wie siehst du denn im Gesamten die Entwicklung von Biene?

Lieber Gruß
Moni
Antworten
#23
Ich finde sie hat sich schon ein ganzes Stück weiter entwickelt und ich habe zur zeit auch mehr Begegnungen die klappen als solche die nicht klappen!! Ich bin halt auch jemand der den Fehler erstmal bei sich sucht und nicht beim Tier!


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Lieben Gruß
Schäfi2014
&
die Terrornasen Onja & Biene
Antworten
#24
Hallo Schäfi2014,
von Beitrag zu Beitrag erschweren sich die Ansätze, da hier tatsächlich zwischen dem, was Du erkennst und dem, was tatsächlich zu erkennen wäre, große Unterschiede sind.
Ich meine irgendwo von Anja gelesen zu habe, dass es nötig wäre, einzelne Situationen von jemanden ansehen zu lasse, der etwas davon versteht.
Es lassen sich immer viele Tipps geben, doch wie diese sich auswirken, lässt sich nur schwer erkennen, selbst wenn Du Deiner Beschreibung noch so viel Genauigkeit schenkst. Dabei geht dann ein großer Teil der Individualität verloren, was aber nötig wäre, um nachhaltig und schnellen Erfolg zu erzielen.

Dennoch möchte ich einiges kommentieren, da ich Dir das hier zugesagt hatte.
Eventuell kannst Du das hier alles auch ausdrucken, um vielleicht, wenn Du jemanden finden solltes, die Einzelheiten besprechen könntest.
In wie weit sich das umsetzen lässt, sollte man Vorort sehen.


(08.04.2014, 09:32)Schäfi2014 schrieb: 1. wie arbeitet Biene mit Spielzeug
Spielzeug ist bei uns ein Ball. Ich nehme den Ball aus der Tasche. Der Hund spannt sich sofort an und ist in der Erwartungshaltung - gleich fliegt der Ball. (hier musste ich ziemlich lange Konditionieren, da sie in dem Moment sehr distanzlos geworden ist und auch nach dem Ball geschnappt hat) Daher MUSS Biene bevor ich den Ball werfe warten und vorallem nicht an mir hoch springen. Sie setzt sich daher hin. Das ist macht sie mittlerweile automatisch. Dann muss sie mich ansehen. Dann kommt das Freigabekommando und dann erst fliegt der Ball. Den Ablauf und die Ruhe bevor der Ball fliegt habe ich in kleinen Schritten so sehr lange immer wieder üben müssen. Da Biene sehr schnell sehr hoch dreht war und ist mir dies wichtig.
Biene apportiert den Ball. Ich gebe HZ fürs herausgeben. Dann muss sie wieder sitzen oder liegen, mich ansehen, dann fliegt der Ball.
Wir zergeln auch mit dem Ball. Dann gebe ich nach dem Apport kein HZ. Biene bringt mir den Ball. ich nehme die Kordel. und wir zergeln. Meistens lasse ich sie dann auch gewinnen. Wenn ich los lasse kommt sie sofort wieder und bringt den Ball wieder zu mir.

Hier lässt sich erkennen, dass Biene Dich mehr manipuliert, als Du sie Trainierst, oder konditionierst, wie Du es nennst.
Diese Anspannung, die Biene zeigt, die ist zwar im Schutzdienst erwünscht, jedoch sind diese Eigenschaften unter anderem an Deinen unterschiedlichen Problemen beteiligt.
Im Schutzdienst trainierst Du diese erhöhte "Erregbarkeit", was sich dann auch schnell auf Alltagssituationen überträgt.
Damit will ich nun nicht den Schutzdienst, oder die Trainingsmethoden im Schutzdienst kritisieren, doch die Verhaltensweisen zeigen schon den Übergang, zu dem, was dieser Sport bewirkt:

(16.04.2014, 07:58)Schäfi2014 schrieb: Nachdem Biene mir auf dem Feld auf dem ich meistens gehe, bei nem Mofa wieder vollkommen ausgerastet ist. Das Luder ist aber auch so was von flott. Sie sitzt ruhig da, schaut sich das Mofa an und mich dann das Mofa, dieses fährt an uns vorbei, zack hängt sie im wahrsten Sinne des Wortes in der Leine, mit den Vorderbeinen in der Luft und bellt. Tja und bevor ich reagieren kann, sitzt sie schon wieder vor mir und ist komplett ruhig. tja, die Triebwechsel aus dem SD hat sie drauf



(08.04.2014, 09:32)Schäfi2014 schrieb: Wenn Biene mich ausbremst bleibe ich entweder stehen oder wenn es schon zu knapp ist zum stehen bleiben, schlage ich nen kleinen Hacken damit ich mich nicht auf die Klappe lege.

Solange Du es nicht schaffst, Dir so viel Respekt zu erarbeiten, dass Biene Dich nicht versucht zu lenken, beeinflussen und Dich zu maßregeln, wird jegliches Training scheitern.
Das ist nun mit einer der wichtigsten Aussagen von Dir überhaupt, da diese erstmals verdeutlicht, wie sehr Du Dich von Biene lenken lässt.
Man könnte auch sagen, Du bist ein gut erzogener Mensch.
Ich möchte das Ganze nun nicht ins Lächerliche ziehen, aber bitte lass Dir Deine eigene Aussage mal durch den Kopf gehen.
- Ihr lauft einem Traktor nach
- Dein Hund bremst Dich aus
- Erlaubt Dir dieses nicht
- Und Du unterwirfst Dich dieser Anweisung!!!

Nun, kommt das garnicht so selten vor und es lässt sich an dieser Stelle sagen, dass Du weder die Erste, noch die Einzige bist, die von solchen Überlegenheiten der Hunde betroffen sind.
Der Grund dafür ist zum einen wohl die Liebe zum Hund und zum anderen der immer bestehende Glaube, dass man alles im Griff hat, solange die Leine dran ist.
Man verkauft sich beim Hund für ein paar Leckerchen und Zuneigung kann dann schon mal zur Qual werden.
Letzteres will ich Dir nun aber nicht unterstellen.

Sicher ließt Du nun aufmerksam weiter in der Hoffnung, dass die kommenden Zeilen die Lösung dafür geben werden, doch leider kommen wir hier an unsere Grenzen.
Das liegt aber nicht daran, dass ich Dir da keine Tipps geben möchte, sondern allein daran, dass derartige "Beziehungsprobleme" aus dem Zusammenleben entstehen und auch nur im Zusammenleben behandelt werden müssen. Das bedeutet, dass dieses "Beziehungsproblem" im Alltag entstanden ist und zunächst identifiziert werden muss, was virtuell unmöglich ist.
Für kein Geld der Welt wird Dir ein Hundetrainer, ohne Vorort zu sein, hier die richtigen Anhaltspunkte geben können.
Ruf mal einen Feuerwehrmann an, wenn eine Kerze brennt, und frage ihn, wie Du sie aus bekommst. Dann wird er Dir sagen können, puste sie aus.
Ruf aber mal einen Feuerwehrmann an, wenn Dein Haus brennt, und frage wie Du das Feuer aus bekommst ...



(08.04.2014, 09:32)Schäfi2014 schrieb: wenn kein Spielzeug vorhanden ist:
Nun ja, da muss ich gestehen haben wir so eine kleine Eigenart entwickelt. Bitte nicht lachen.....
Wir spielen abends vor dem schlafen gehen noch unter der Decke Hände schnappen. Also ich bewege meine Hände unter der Decke und Biene springt von oben auf meine Hände.
Oder wir raufen ein wenig - also sie fordert mich auf zu spielen. Sie nimmt ihren Kopf und drückt diesen an meinen Oberschenkel und brummt und macht "böse" Geräusche. Zeigt mir die Zähne. Nimmt auch schon mal meine Hand in die Schnute. (da ist sie super vorsichtig und sanft - hatte bisher in diesem Spiel noch nicht mal nen Zahnabdruck oder sonstiges).

Zum lachen ist das schon, aber nicht, weil ich mich darüber lustig mache, sondern eher weil ich das wirklich ausgesprochen schön finde, wenn jemand mit seinem Hund derartige Beziehungen pflegt.
Das sind leider viel zu häufig genau die Dinge, die vielen Hunden fehlen.



(07.04.2014, 09:32)Schäfi2014 schrieb: Bei Joggern, Fahrrädern bin ich mit Z&B mittlerweile so weit, dass Biene ein Jogger sieht, zu mir kommt, sich vor mich hin setzt, Handtouch und auf ihren Keks wartet. freuen Ich denke dieses AV habe ich nun schon so lange konditioniert, dass sie dieses auch in stressigeren Situationen zeigen kann.

Du musst aufpassen, dass Du nicht in die mit unter schlimmste Falle tappst. Du machst Dir hier etwas vor, bzw. beschönigst diese Situation.
Auch wenn Du Deine Erfolge nachzuweisen hast, scheint das Verhalten immer noch in unabsehbarer Situation vorzukommen.
Das mag hart klingen, aber wenn hier einer einen konditioniert hat, dann ist es Biene, die Dich wunderbar konditioniert hat.
Du versuchst mit einem Alternativverhalten, die Motivation zu ändern, was aber nicht funktionieren kann, da die Konsequenzen für Biene kalkulierbar sind und Strafen im erregten Zustand nicht als solche verstanden werden können.

Was hier nun also passiert ist das Abwägen von Konsequenzen.
Wie Biene nun die unterschiedlichen Situationen kalkuliert, lässt sich von hier aus nicht feststellen, aber sie hat immer die Möglichkeit selbst zu bestimmen, was ihr wichtiger ist; Das Leckerchen, oder das verbellen?
Mal entscheidet sie sich so, mal so. Das Muster muss gefunden werden!!!



(07.04.2014, 09:32)Schäfi2014 schrieb: Ebenso funktioniert dies auch bei Hundebegegnungen - allerdings muss ich immer noch einen kleinen Bogen machen. Wenn ich direkt auf den anderen Hund zu laufe, fängt sich kurz das bellen an. Dabei stellt sie auch immer noch den Kamm auf.

Mein Rat wäre hier einer, den Du ohne Anleitung nicht ausführen könntest, da es hier auf unterschiedlichste Handhabe von einer auf die andere Sekunde ankäme. Das wäre die unmittelbare Konfrontation.
Mit dem Laufen von Bögen, hinderst Du sie nur daran, sich entsprechend zu verhalten. Diese Distanz kann Provokationen hervorrufen, bzw. die Unsicherheit steigern.
Stellt sie dabei die Haare auf, dann zeigt das schon sehr deutlich, wie emotional diese Situation für Biene ist.

Stelle Dir nur mal vor, dass Du Dich vor Spinnen fürchtest;
Nun stelle Dir weiter vor, dass Du um alle Spinnen einen Bogen machst. Bei der einen, einen größeren Bogen, bei der anderen einen kleineren Bogen.
Kannst Du Dir nun weiter vorstellen, dass Du Dich vor einer Spinne hinsetzt und Schokolade ist?
Und letztlich kannst Du Dir vorstellen, dass Du schon bald keine Spinnen mehr fürchtest?



(07.04.2014, 09:32)Schäfi2014 schrieb: Daran arbeite ich auch. Habe mir nun einige souveräne Hunde organisiert, mit denen ich das nun üben werde. Das hat gestern schon mal gut funktioniert.
Wir sind aufeinander zu gegangen. Beide Hunde an der Leine. (wie eine übliche Fremdhundbegegnung). gute 300m vor dem fremden Hund, hat Biene angefangen zu fixieren. Dies habe ich immer mal wieder unterbrochen indem ich sie gerufen habe, wenn sie sich zu mir umgedreht hat, gab es nen Keks. Ab ca. 100m vor dem anderen Hund, hab ich dann mit ihr nen kleinen Bogen gemacht. Habe sie gerufen und habe ein Handtouch von ihr verlangt. Das hat sie auch super gemacht. Danach durfte sie sich den anderen Hund noch einmal ansehen. Leider hat sie dann kurz angefangen zu bellen und ist einmal in die Leine gesprungen. Aber ohne sich allzu sehr aufzuregen. Habe sie erneut gerufen, Handtouch und Keks. Als sie sich soweit runtergefahren hatte, bin ich mit ihr an dem anderen Hund vorbei ohne Theater.

Es mag den Anschein haben, dass ich Deine Beiträge zerpflücke um das Haar in der Suppe zu finden, aber diese Details sind wichtig, damit Du erkennst, wo Du momentan stehst und dass der von Dir beschriebene Weg nicht funktionieren kann.
Dennoch lässt sich auch an dieser Stelle erwähnen, dass es sehr löblich ist, was Du alles versuchst, bzw. welch Energie und Aufwand Du in Kauf nimmst, damit alles besser harmoniert.

Obiges Zitat verdeutlicht nochmals, dass Dein Weg modifiziert werden sollte;
Ich kann zwar nicht die Gedanken Deines Hundes lesen, aber was mag ein Hund wohl daraus lernen, wenn er sich anderen Hunden gegenüber aufbaut, Du ihn rufst, und er dann belohnt wird?
Anders gefragt, was muss Dein Hund tun, um an einem Leckerchen zu kommen?
- Hunde angehen, bis er gerufen wird
- Traktoren hinterher laufen
- Jogger jagen
- etc.

DU bekommst hier den Effekt, den ich Dir bereits beschrieben habe;
Du konditionierst, ohne Betrachtung der Kognition!!!
Dein Hund erkennt hier Zusammenhänge, die Du nicht kalkulierst, bzw. die Du nicht beachtest. Vermutlich weil Du diese Vorgänge nicht kennst?

Dazu passt auch folgende Situation:

(07.04.2014, 20:20)Schäfi2014 schrieb: So heute Abend gibt es wieder etwas zu berichten. Komme mit den beiden aus der Haustür und möchte Richtung Auto (steht direkt gegenüber vom Hauseingang). Beide an der Leine. Ich mache also die Tür auf. Lasse die Hunde raus gehen. Rufe Biene und sie kommt zurück und holt sich ihr naschi. Da kommt ein Hund mit Frauchen um die Ecke. Die beiden laufen so gute 200m an uns vorbei. Biene und onja bellen und Biene hat den Kamm aufgestellt. Hab dann "Ey" gerufen. Beide Hunde setzen sich hin und schauen in Ruhe dem anderen Hund hinterher!!!!! Da war ich ein wenig stolz. Glaube bin da auf dem richtigen weg. So schnell wie Biene sich wieder beruhigt hatte - hat das noch nie geklappt.



(10.04.2014, 15:12)Schäfi2014 schrieb: Stehen nun wieder vor der Haustür und eine Nachbarin kommt aus dem Haus und grüßt uns. Biene komplett entspannt. Ich grüße zurück und die Nachbarin läuft ziemlich nah an uns vorbei. Da ist Biene dann mal kurz nach vorne gesprungen und hat einen Beller hören lassen. Auf mein "EY" (mein Abbruchsignal) hat sie sich sofort vor mich ´hin gesetzt und mich angesehen.
Der Nachbar der danach noch an uns vorbei gegangen ist, hat sie gar nicht beachtet. Und der ist fast noch näher an uns vorbei.
Woran das nun mit der Nachbarin gelegen hat - keine Ahnung.

Die Vermutung liegt sehr nahe, dass Biene bisher belohnt wurde, wenn sie sich so verhalten hat und sie immer weiß, wenn das nicht erwünscht ist, dann brichst Du es schon ab, aber bis zum Abbruchsignal kann sie es erst einmal versuchen.



(11.04.2014, 14:44)Schäfi2014 schrieb: Erste Begegnung Trecker-bin an den Rand, der Trecker überholt und relativ fix, Biene schaut mich an Macht nen handtouch, bekommt ein naschi. Alles supi!!! Dann keine drei Minuten später fremder Hund, relativ nah, Biene ist völlig entspannt, schaut sich den Hund an, schaut mich an, naschi!!! Toll!!! Da hab ich mich schon gefreut wie Bolle. Tja und dann kam das Auto um die Ecke und Biene ist komplett Amok gelaufen. Mit in der Leine hängen, Vorderbeine in der Luft, bellen ...! Könnte auch durch nix ihre Aufmerksamkeit bekommen. Da musste ich mal kurz ins Fell packen. Tja auch das hat nichts genutzt-komplett Ausfall. Dabei war das vorher so gut!!!

Nochmals sehr schön beschrieben, wie sich sowas entwickelt.
Ich denke, dass es einen Zusammenhang mit den ersten Situationen gab. Die Vermutung liegt einfach sehr nahe, dass bereits die ersten Situationen von Spannungungen durchzogen war und Du diese belohnt hast.
Warum sollte sie also beim Auto weniger reagieren.
Es wäre hier auch zu analysieren, ob es Parallelen zum Schutzdienst gibt. Dazu müsste man sehen, wie der Helfer arbeitet. Im Schutzdienst ist es wichtig, dass Hunde sich nicht von ihrem Tun abbringen lassen, es sei denn, die richtigen Kommandos kommen.
Ob Du in dieser Situation Kommandos aus dem Schutzdienst verwendest, bezweifel ich, nach dem, was hier zu lesen ist. Warum sollte Biene also davon ab zu bringen sein? Sie macht einen verdammt guten Job!



(12.04.2014, 10:49)Schäfi2014 schrieb: Noch ein Nachtrag-heute morgen waren alle hundebegegnungen ruhig und entspannt. Dafür hat sie den Fahrradfahrer wieder verbellt. Ich kann da nicht erkennen warum sie es mal macht und mal komplett entspannt bleibt!!??

Auch dieses Zitat krame ich raus, damit Du das System erkennst.



(16.04.2014, 07:58)Schäfi2014 schrieb: Ich glaub mein Hund ist einfach schneller und schlauer als ich!!!
Verärgert

Diese Erkenntnis sollte Dich nicht ärgern, sonder eher anspornen Dich mit der Psychologie zu beschäftigen, denn auch intelligente Hunde können viel Spaß und Freude bereiten.
Und was den Spaß und die Freude, bzw. die Zuneigung betrifft, hast Du mit Sicherheit keine Nachhilfe nötig und somit ist auch die größte Hürde geschafft, da es ohne auch nicht funktionieren kann.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
Antworten
#25
DANKE Thomas.
Wenn ich das richtig verstanden habe, schreibst du "Biene hat mich super konditioniert ohen das ich es gemerkt habe und macht ihr Ding. Denn meine Bemühungen dies zu unterbinden hat sie schon lange durchschaut und nen Weg überlegt wie sie das umgehen kann."
Richtig?

Denke du bist, selbst ohne mich zu kennen, schneller zu dieser Erkenntniss gekommen als ich.
Aber wenn man so darüber nachdenkt, muss ich klar sagen, ja du hast Recht. Und zwar in allen Punkten.

Deine Aussage mit dem SD kann ich wohl nur bedingt zustimmen, klar ist, sie hat gelernt im SD schnelle Triebwechsel zu machen. Heißt an - aus - an - aus - ..... auf Kommando. Und ja, diese Kommandos kommen draußen nicht vor.
Das kann sie mitlerweile in Sekundenbruchteilen! Warum sollte sie dies draußen nicht auch gegen mich nutzen!? Da hast du wohl recht. Sie kann es und sie setzt es auch ein! Img.php1

Ich glaube ich muss nun erst einmal über deinen Beitrag in Ruhe nachdenken und sehen was ich nun weiter mache.
Lieben Gruß
Schäfi2014
&
die Terrornasen Onja & Biene
Antworten
#26
Ganz spontan eine Idee:

Warum mit einem souveränen Hund KONFRONTIEREN - warum nicht ihn Biene AN DIE SEITE stellen?

kopfkratz

Bögen gehen nutze ich nicht ausschließlich mit der Intention, einer Konfrontation aus dem Weg zu gehen ... eigentlich baue ich auch da eher auf den Zeitfaktor und EINSICHT des Hundes ... kopfkratz

Einen souveränen Hund würde ich als Begleiter mitnehmen und ganz klar so vorgehen, dass dieser Hund Biene zeigen kann, wie Begegnungen zu lösen sind.

Das Beobachtungslernen Hund-Hund hat hier sicherlich einen größeren Effekt als das Beobachtungslernen Hund-Mensch ... zwinkern

Lieber Gruß
Moni
Antworten
#27
(23.04.2014, 08:54)marcolino schrieb: Ganz spontan eine Idee:

Warum mit einem souveränen Hund KONFRONTIEREN - warum nicht ihn Biene AN DIE SEITE stellen?

kopfkratz

Bögen gehen nutze ich nicht ausschließlich mit der Intention, einer Konfrontation aus dem Weg zu gehen ... eigentlich baue ich auch da eher auf den Zeitfaktor und EINSICHT des Hundes ... kopfkratz

Einen souveränen Hund würde ich als Begleiter mitnehmen und ganz klar so vorgehen, dass dieser Hund Biene zeigen kann, wie Begegnungen zu lösen sind.

Das Beobachtungslernen Hund-Hund hat hier sicherlich einen größeren Effekt als das Beobachtungslernen Hund-Mensch ... zwinkern

Lieber Gruß
Moni
Hallo Moni,
die Idee an sich finde ich auch nicht falsch. ABER Biene hat einen souveränen Hund an ihrer Seite. Von Onja könnte sie ne Menge lernen. Genau das Gegenteil ist hier aber geschehen - Biene weiß, egal was ich mache, Onja regelt das schon für mich!!! Darum mache ich ja viel mit Biene alleine. Und da wollte ich dann erst einmal mit nem Hund zusammen treffen den ich kenne und der auch weiß wie man mit nem "Graf Rotz von der Backe" umgeht. Wenn du verstehst was ich meine. Das Problem ist auch "nur" die Erstbegegnung". Das heißt, Biene hat den anderen Hund noch nie gesehen. Jetzt bin ich schon zwei Mal mit ihr und diesem oben genannten Rüden gelaufen, jetzt ist sie komplett entspannt wenn wir uns begegnen. Ist aber auch draußen so. Ist der Hund komplett fremd, ist er gruselig, man muss nen Kamm stellen und bellen. Haben wir den Hund schon mehrmals gesehen und sie durfte auch hin, gar nichts mehr. Dann ist der andere Hund auch uninteressant. Spielen möchte sie mit dem dann auch nicht. Hingehen, schnüffeln, gehen.
Die einzigen Hund mit denen sie wirklich spielt ist ihr Bruder und sein Kumpel. Die sehen sich aber auch jede Woche seit Biene geboren ist. Die gehören quasi mit dazu.
Lieben Gruß
Schäfi2014
&
die Terrornasen Onja & Biene
Antworten
#28
Zu den Geschwistern: Sie kennen sich und ihre Grenzen/Toleranzschwellen sehr genau und wissen, wie sie miteinander agieren KÖNNEN, ohne dass der Andere es krumm nimmt.

Dann ist Spiel auch Spiel freuen

Zu dem Rüden: JETZT kannst du das gute Auskommen der Beiden ausnutzen, indem du mit diesem Rüden gemeinsam spazieren gehst; bei jeder Fremdhundbegegnung lasst ihr dann den Rüden zunächst vor, derweil Biene - wenn nötig an der Leine gesichert - in einem AUSREICHENDEN Abstand beobachten kann, wie der Rüde den Kontakt zum Fremdhund regelt.

Dabei sollte zumindest in der ersten Zeit sehr darauf geachtet werden, dass dieser Fremdhund jetzt nicht unbedingt ein "Ich rüpel dann mal erst um die Grenzen abzutesten" ist, sondern die Begegnungen eher "im Normalbereich" sind.

Bei Hunden ist es in der Regel nämlich eher NORMAL, nicht erst drauflos zu kloppen coffee

Hat der Kontakt zwischen Rüde und Fremdhund gut geklappt, gehst du gemeinsam mit Biene IN RUHE zum Fremdhund hin und beobachtest dabei genau Biene. Sie sollte sich beim gemeinsamen Annähern nicht aufpuschen - sonst solltest du wieder auf Distanz gehen ...

Du gibst ihr die Botschaft: Kontakt ist nur erlaubt OHNE jegliches Tamtam ... ein souveräner Hund, der dies ohne Tamtam vor ihren Augen vormacht, ist in solch einem Lernvorgang GOLD wert zwinkern

Das dies mit Onja nicht klappt, kann ich gut verstehen - ihr 3 habt euch und euer Verhalten über einen längeren Zeitraum so etabliert; Biene hat eine derzeit "festgefahrene" Aufgabe/Verhaltensweise in diesen Situationen.

Harmonieren Onja und der Rüde miteinander? Dann könnte Onja auch mit zu diesen Spaziergängen, denn dann kann Biene von Beiden lernen.

Das funktioniert aber nur, wenn du zuverlässig verhindern kannst, dass Biene VOR den beiden beim anderen Hund ist.

Lieber Gruß
Moni
Antworten
#29
Hallo moni, ja die drei verstehen sich. Mit onja kann der rüde es sogar noch besser als mit Biene. Da onja die Biene immer mal wieder maßregelt damit das ganze nicht so doll wird!!! Nicht an andere Hunde lassen das geht gut, denn als erstes hin will Biene ja gar nicht!!! Erstmal onja vorlassen!!


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Lieben Gruß
Schäfi2014
&
die Terrornasen Onja & Biene
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#30
Hallo Thomas

(23.04.2014, 07:19)Thomas schrieb: Du musst aufpassen, dass Du nicht in die mit unter schlimmste Falle tappst. Du machst Dir hier etwas vor, bzw. beschönigst diese Situation.
Auch wenn Du Deine Erfolge nachzuweisen hast, scheint das Verhalten immer noch in unabsehbarer Situation vorzukommen.
Das mag hart klingen, aber wenn hier einer einen konditioniert hat, dann ist es Biene, die Dich wunderbar konditioniert hat.
Du versuchst mit einem Alternativverhalten, die Motivation zu ändern, was aber nicht funktionieren kann, da die Konsequenzen für Biene kalkulierbar sind und Strafen im erregten Zustand nicht als solche verstanden werden können.

Was hier nun also passiert ist das Abwägen von Konsequenzen.
Wie Biene nun die unterschiedlichen Situationen kalkuliert, lässt sich von hier aus nicht feststellen, aber sie hat immer die Möglichkeit selbst zu bestimmen, was ihr wichtiger ist; Das Leckerchen, oder das verbellen?
Mal entscheidet sie sich so, mal so. Das Muster muss gefunden werden!!!

Ist denn aber nicht der Erfolg einer solchen Konditionierung auch abhängig von der Frage,
aus welcher Motivation heraus ein Hund diese "Pöbelei" an den Tag legt?

Ich habe es mit Trudel ja sehr ähnlich gemacht, wie Schäfi und kann mich mittlerweile seit Jahren 100% ig auf sie verlassen.
Sie braucht nichtmals mehr das Alternativverhalten.

Deshalb denke ich, dass bei Biene erstmal genau hingeschaut werden müsste, warum da eigentlich was passiert
Oder habe ich was verpasst und es wurde schon geklärt?
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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