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Fellwechsel
#1
Ich habe da mal ne komische frage-Haaren eure Hunde zweimal im Jahr komplett ab?
Bin ein wenig verwirrt-onja haart wirklich vor jeder Hitze komplett ab.
Biene hat mit ihren zwei Jahren EINMAL abgehaart. Das ist doch nicht normal!!!!
Medizinisch ist alles in Ordnung!!! Hab ich schon checken lassen.



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Lieben Gruß
Schäfi2014
&
die Terrornasen Onja & Biene
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#2
oh doch das ist normal...zumindest bei einem ganz bestimmten felltyp. dem stockhaar...

was du wissen solltest, was viele hundehalter nicht wissen ist und deswegen wird sich immer in allen foren gewundert das die hunde auch immer grad dann wenn es kalt ist ihr fell abschmeissen. auch dies ist völlig normal, ein jedes haar das wächst unterliegt 3 zyklen. die wachstumsphase, die ruhephase usw. und dann zum ende hin wird die haarwurzel zu schwach und lässt das haar ausfallen und dann wächst wieder ein neues. alles vollkommen normal. die gesamte phase erstreckt sich über einen ganz bestimmten zeitraum. wenn der vorbei ist fällt ein haar aus, das kann dann auch sein wenn es draussen kalt ist.
das haarwachstum unterliegt auch dem hormonhaushalt und der verändert sich auch grad in der läufigkeit sehr stark, daher auch deine beobachtung. 2 mal im jahr ist also ein vollkommen normaler zyklus des fellwechsels.
ansonsten hier... http://www.furminator.net/de/knowledge-f...ing-circle

frag mal besitzer von nordischen hunden, 2 mal im jahr ist für mindestens 4 wochen die hölle los *gg*

KLICK
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#3
Danke happy. Ja zweimal im Jahr finde ich ja auch normal. Übrigens sind beide Hunde stockhaarig und trotzdem der krasse Unterschied. Was ich nicht normal finde ist einmal in zwei Jahren!!!!!


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Achso, meine Eltern hatten immer nordische Hunde-von daher weiß ich wovon du sprichst !!!!


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Lieben Gruß
Schäfi2014
&
die Terrornasen Onja & Biene
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#4
(04.04.2014, 05:49)Schäfi2014 schrieb: Was ich nicht normal finde ist einmal in zwei Jahren!!!!!

warum nicht ? ist deine hündin vielleicht kastriert ?
ich hatte unkastriert und die hatte 2 mal im jahr einen fellwechsel und nun hab ich kastriert und praktisch fast gar keinen fellwechsel mehr. das ganze wird doch auch hormonell gesteuert. wenn man den hund untersuchen lässt und es lässt sich keine krankheit finden muss man das halt als normal hinnehmen und es ist ja auch nicht veränderbar.

meine hündin jetzt durch die kastration, durch die sd-unterfunktion hat wie gesagt praktisch nicht wirklich mehr einen fellwechsel (das heisst die haare erneuern sich so langsam das man eigentlich einen fellwechsel gar nicht mehr wahrnimmt da er so langsam abläuft), das ist natürlich negativ für die fellqualität aber ist halt nicht änderbar. auch hängt es mit dem alter zusammen, die zellen verlieren langsam ihre kraft sich zu erneuern, die prozesse verlangsamen sich, auch spielt das futter mit rein, die haltungsbedingungen, die zucht usw.
es gibt hunde die haben einen völlig normalen zyklus und es gibt hunde die haben einen verlangsamten zyklus.
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#5
Biene ist nicht kastriert. Das Fell finde ich von der Qualität eigentlich sehr gut. Finde es halt nur sehr sehr merkwürdig. Da sie auch vor den Läufigkeiten nicht abhaart.
Nachdem ich mit ihr deshalb beim Doc war und der nichts finden konnte. Bin ich schon ein wenig beruhgter.
Wenn ich dann sehe wie Onja in schöner regelmäßigkeit vor jeder Läufigkeit die Haare abschmeisst um danach schön wieder aufzuhaaren. Tja, da mach ich mir immer wieder neu Gedanken.
Aber wenn du das auch als nicht schlimm ansiehst!?
Dann bin ich beruhigt.
Ich sag ja immer zu ihr - mein kleiner sonderbarer Psycho!!!!!!!
Lieben Gruß
Schäfi2014
&
die Terrornasen Onja & Biene
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#6
meine Plüschmaus hatte immer 7 1/2 bis 8 Monate-Zyklen mit ihren Läufigkeiten.
Aber der Fellwechsel war weit mehr an die Jahreszeiten als an die Hormone geknüpft.

Ende Januar wurde sie mit knapp 8 Jahren kastriert. Ich bin gespannt wie sie sich verändert (momentan legt sie jedenfalls mehr Plüsch nach).
LG,
Ulrike.

[Bild: a010.gif] [Bild: a010.gif]
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#7
Aber sie hat auch zweimal im Jahr abgehaart? Oder auch seltener?


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Schäfi2014
&
die Terrornasen Onja & Biene
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#8
sie kleidet sich normal immer zwei mal im Jahr um, allerdings ist sie immer etwas spät dran:
sie haart im Winter erst ab wenn es richtig kalt wird ... ist dann im Dezember/Januar halb "nackig" ... und pünktlich zum Frühlingserwachen steht das Winterfell in schönster Pracht. lachen

Und das Sommerfell ist mitunter erst kurz vor dem Herbstanfang so richtig perfekt ... zwinkern

In einem recht kühlem und verregneten Sommer hat Madame auch schon mal besonders spät Sommerfell bekommen und zum Winter dann nur noch etwas Plüsch nachgeschoben ohne richtig abzuhaaren.
LG,
Ulrike.

[Bild: a010.gif] [Bild: a010.gif]
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#9
Hey

In aller Regel ist ein Fellwechsel von den Temperaturen und der Jahreszeit abhängig, zumindest bei Wildtierpopulationen.

Warum ist das bei unseren Hundepopulationen nicht mehr die allgemeine Regel?

Hier zu ein Zitat:

„… der Mensch hat das Sozialverhalten von Hunden tief greifend verändert.“ (D. U. Feddersen - Petersen).

Nach der genialen Formel:

Genotyp (Erbgut) + Umwelt (belebt/unbelebt) = Phänotyp (Verhalten, äußeres Erscheinungsbild usw.)

Daraus lässt sich ableiten, dass nicht nur das Sozialverhalten der Hunde einer Veränderung unterlegen ist, sondern auch andere Faktoren sehr stark diesem Wechselspiel von Genotyp und Umwelt unterliegt.

Nach den Erkenntnissen der Genetik und im Besonderen der Molekularbiologie wissen wir, dass der Urahne des Hundes der Wolf ist.

Betrachten wir uns den Fortpflanzungszyklus des Wolfes, lässt sich feststellen, dass Wölfe einmal im Jahr Paarungsbereitschaft zeigen, das gilt nicht nur für die Wölfin (Fähe) sondern genauso für den Wolf (Rüden). Auffällig dabei ist, dass die Wolfsrüden auch nur innerhalb dieser begrenzten Paarungszeit bereit sind zu decken.

Stellen wir uns die Frage:

Was hat der Fellwechsel mit diesem Fortpflanzungszyklus zu tun?

Auf den ersten Blick nichts, deshalb noch mal zu der Formel zurück.

Genotyp (Erbgut) + Umwelt (belebt/unbelebt) = Phänotyp (Verhalten, äußeres Erscheinungsbild usw.)

Und zu einer weiteren Erkenntnis.

„Nichts in der Biologie macht Sinn, wenn man es nicht im Lichte der Evolution betrachtet.“ (T. Dobzhabzsky).

Das trifft auch auf die Koevolution (Domestikation) des Haushundes, durch den Menschen zu.

D. h., auf die Domestikation (Koevolution) übertragen, können wir sehr schnell erkennen, dass hier der Schlüssel zu einem Verständnis für Veränderungen ganz allgemeiner Art liegt.

Wenn wir den Wolf mit seinem Fortpflanzungszyklus mit unseren Haushunden vergleichen, lässt sich Folgendes feststellen.

1. Wölfinnen haben pro Jahr nur eine Läufigkeit, die a) in eine günstige Jahreszeit für die Jungenaufzucht fällt, die dazu b) im Einklang mit der größten Nahrungsressourcen Verfügbarkeit liegt.

2. Hunde haben in aller Regel keine jahreszeitliche Einschränkung ihrer Paarungsbereitschaft.

2.1 Die Läufigkeit der Hündinnen kann zwischen 1-3 Mal pro Jahr liegen, das wir als natürlich/normal ansehen können, wobei bei zwei Läufigkeiten am häufigsten sind.

2.2 Der Rüde ist bei den Haushunden faktisch das ganze Jahr über bereit zu decken.

Und wieder komme ich zu der genialen Formel zurück:

Genotyp (Erbgut) + Umwelt (belebt/unbelebt) = Phänotyp (Verhalten, äußeres Erscheinungsbild usw.)

Diese Veränderungen des Fortpflanzungszyklus beim Haushund, ist Folge der damit verbundenen Anpassung an die Umwelt, der künstlichen Zuchtauswahl/Selektion durch den Menschen, der sogenannten Domestikation (Koevolution).

D. h., Leben im Hausstand des Menschen und dem unterliegen einer damit verbundenen Domestikation/Koevolution.
Die Domestikation/Koevolution verändert nicht nur massiv das Sozial-Verhalten des Hundes, sondern auch desen Physiologie, was wir durch die allgemein veränderte Anpassung des Fortpflanzungszyklus und Fortpflanzungsverhalten der Hunde eindrücklich erleben.

Alle Veränderungen durch die Domestikation/Koevolution der Hunde ist natürlich/normal, denn die Vielfalt dieser Adaptationen beruht auf den genetischen Grundlagen, die sie von ihren Urahnen den Wölfen mitbekommen haben.

Die Interaktion des Genotyps mit der Umwelt (künstliche Zuchtauswahl/Selektion). haben den Haushund auf dem Weg der Domestikation/Koevolution tief greifend verändert.
Erhalten blieb trotz allem, da Wolf und Hund eine Bio-Art abbilden, die Fortpflanzungsfähigkeit zwischen Wolf und Hund, ohne wesentliche Einschränkungen, denn sie sind genetisch immer noch sehr eng verwand. Aber es ist auch offensichtlich, manchmal mehr mal weniger, das sie trotzdem gravierende unterschiede aufzeigen können.

Eine dieser ganz offensichtlichen Verhaltensänderungen zeigt sich darin, dass Hunde keine reinen Rudeltiere mehr sind, sie sind zwar immer noch weitestgehend sehr sozialkompatibel untereinander, aber bei Weitem nicht so, wie es von Wölfen her bekannt ist.

Wen es interessiert, kann das bei Feddersen-Petersen nachlesen, die reine Wolfsrudel, Wolfshybriden und Hunderudel in ihrem Forschungsinstitut in Kiel untersucht hatte.
Wölfe können unter bestimmten Bedingungen sehr gut im Rudel, sogar in Gefangenschaft, Wolfshybriden und Hunde zeigen dagegen erhebliche verhaltensauffällige Mängel.

Warum das so ist und zu erwarten war, zeigen die Erkenntnisse, die von dem Biologen Belyaev und seinen Domestikationsexperimente an Silberfüchsen gewonnen wurden.
Die aufzeigen, wie schnell selbst Wildtiere, bei künstlicher Zuchtauswahl/Selektion, sich total von ihren ursprünglichen Lebensformen entfernen.
D. h., wenn aus einer ursprünglich absolut solitären eine sozialverträgliche Lebensweise wird und das alles auf der Grundlage der vorhandenen Gene (Genome).

Was besonders bemerkenswert ist, das Belyaev auf nur ein Merkmal hin selektiert hatte, nämlich Zahmheit.
Die Veränderung aber weitreichender waren und sich nicht auf das Verhalten beschränkten, sondern in Folge viele andere Merkmale, ähnlich wie bei unseren Haushunden zutage traten.

Nun zurück zu dem Ausgangspunkt, dem Fellwechsel, bei Hunden.
Es ist ganz natürlich/normal, das der Fellwechselzyklus bei unseren Haushunden teils drastisch von dem der Wildtiere abweichen kann.

Wie du geschrieben hattest, liegen laut deinem Tierarzt, bei deinem Hund keine medizinischen Ursachen vor, die im Zusammenhang mit dem Fellwechsel stehen könnten. Das weist eher darauf hin, das das natürlich/normal ist.

Da die zeitlichen Rhythmen bei den Haushunden anders getaktet sein können, kommen oft noch spontane Abläufe hinzu, wenn im Winter bei einem Temperaturanstieg als Auslöser bei manchen Hunden ein Fellwechsel die Folge ist.

Fazit:

Der Selektionsdruck bei Wildtieren ist ein ganz anderer und nicht mit dem unserer Haustiere gleichzusetzen. Was in der freien Wildbahn nicht toleriert würde, ist für unsere Haushunde oftmals ganz natürlich/normal.

Traurige Beispiele wären hier die sogenannten Qualzuchten.

Da ein anders getakteter jährlicher Fellwechsel für Hund nicht mit verminderter Lebensfähigkeit verbunden ist, kann es natürlich die Lebensqualität unter Umständen mal mehr oder weniger stark beeinflussen. Hier kann der achtsame Mensch aber eingreifen und bei bedarf Abhilfe schaffen, sei es durch Bemantelung oder durch Scheren des Fells usw.

Domestizierte Hunde sind nun mal keine Wildtiere mehr und das zeigt sich in ihrer reichhaltigen Vielfalt, über natürlichen genetischen Grundlagen durch Koevolution hervorgebracht.



„Darwin trug zur Entwicklung der Biologie als Naturwissenschaft bei, indem er nach natürlichen statt nach übernatürlichen Ursachen für die Einheitlichkeit und Vielfalt des Lebens suchte.“, (R. Riedl).
lg hansgeorg
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#10
Heizungen und Kastrationen bringen da auch gerne Unordnung rein.
Wenn mir A etwas über B sagt, muss ich B fragen. Wer hier tut das?
https://www.youtube.com/watch?v=z4vy7w3iJpk
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