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Rudelstellungen, ein polarisierendes Thema erobert Deutschland
(07.07.2014, 13:35)Feuerhahn schrieb: Irgenwie habe ich das Gefühl, dass Du mich falsch verstehen willst.
Klar, ich sitze den ganzen Tag hier und mach mir Gedanken wie ich doch noch falsch verstehen könnte mit Augen rollen
Wenn man falsch verstanden wird liegt es nicht am Empfänger sondern, an einem selbst - dann hat man sich nämlich unklar ausgedrückt.
Woher soll ich denn wissen was für dich
Feuerhahn schrieb:...selbstverständlich
ist?
Das zur Meta-Kommunikation.


(07.07.2014, 13:35)Feuerhahn schrieb: ...das Zwingen gemeint! So wie in den letzten Jahrzehntn noch immer der Hund als Hund interpretiert wurde, ...
als was sollte man ihn denn sonst interpretieren, ist doch nun mal ein Hund. Und alles was danach kommt hat gar nichts mit der Dudelstellung zu tun.
Wie Gerti schon schrieb...
Zitat:Und dass ist jetzt eine Errungenschaft von Frau Ertel?

Es gibt rund 10Mio Hunde in Deutschland und die meisten davon sind Familienhunde die vielleicht nicht in allen Bereichen 'optimal' gehalten werden, aber welcher Mensch wird schon 'optimal' gehalten. Die meisten Hunde verursachen keinerlei Probleme, werden gefüttert, ausgeführt, med. betreut und werden als 'vollwertige' Familienmitglieder behandelt.

Hunde leben seit langer Zeit schon nicht mehr in 'Rudeln', so wie Wölfe das tun. Wahrscheinlich waren schon die ersten 'Wölfe' (der letzte gemeinsame Vorfahre von heutigem Wolf und Hund) die sich dem Menschen annäherten und dessen Abfall nach essbarem durchstöberten abweichend vom 'normalen' Wolf.
Seit damals ist die Entwicklung des Hundes ohne den Menschen nicht denkbar. Ganz lapidar: Ohne den Menschen gäbe es keine Hunde.

Veränderungen der genetischen Anlagen geschehen zwar zufällig, aber welche der Veränderungen sich halten oder gar durchsetzen können hat nichts mehr mit Zufall zu tun. Hier wirkt die Umwelt. Und beim Hund sind wir Menschen ein großer Teil dieser Umwelt. Hier zeigt gezielte Selektion schon nach wenigen Generationen seine Auswirkungen. Das konnten russische Wissenschaftler am Beispiel von gezielter Selektion bei Füchsen zeigen.

Da Hunde meist nicht in größeren Gruppen mit anderen Hunden leben ist die es mehr als unwahrscheinlich, dass sich eine feste Stellung - wie sie von Frau Ertel und ihren Anhängern postuliert wird, herausgebildet haben könnte. Sehr viel wahrscheinlich ist, dass in der Interaktion zwischen Hunden modifizierte Verhaltensweisen ihrer Vorfahren gebraucht werden. Was die Kommunikation zwischen Hund und Mensch anbetrifft, ist es im besten Fall ein 'voneinander lernen'.
Niemand bestreitet bei höheren Säugetieren unterschiedliche 'Charaktere'. So ist sicher nicht jeder Wolf in einem Familienverband zum 'Leitwolf' geeignet. Da können bei jedem Säugetier, das in Gruppen lebt unterschiedliche 'Führungsstile' unterschieden werden. Je nach Umwelt haben vielleicht die einen oder die anderen ihre Vor und Nachteile. Ebenso verhält es sich mit unterschiedlichen Aufgaben innerhalb der Gruppe.
Ziemlich sicher ist aber, dass eine Festlegung auf '7' oder die Behauptung, dass ein Wurf mit weniger oder mehr Welpen irgendwelche Schäden verursachen würde Blödsinn ist. Große Rassen bringen oft viele Welpen, kleine Rassen oft nur 2 oder 3. Und dann spielt noch Alter der Mutter, Fertilität des Vaters und ..... eine Rolle.

Aber egal. Das sind alles Überlegungen zu grundlegenden biologischen Prinzipien die die Dudelstellungsbeführworter nicht wirklich interessieren.

(08.07.2014, 22:08)Anja schrieb: Man kann dieses Thema öffentlich gar nicht mehr diskutieren.
Ich denke, ich verstehe was du meinst, aber trotzdem kann ich dem Statement nur bedingt beipflichten.
Es stimmt, dass 'die Szene' wie du es so nett formulierst gar keine Diskussion will. Zumindest die, die ich bis jetzt kennen gelernt habe. Aber ich finde es trotzdem wichtig, dass man deren Behauptungen nicht unkommentiert stehen lässt.

Und diese Aussage
(08.07.2014, 22:08)Anja schrieb: Die Gegner rotten sich teilweise mobgleich zusammen und pöbeln so unter der Gürtellinie, ...
verstehe ich nicht so ganz. Ich habe nun schon an etlichen Diskussionen über dieses Thema teilgenommen und noch viel mehr lesend verfolgt. Aber ich kann deine, doch sehr wertende Aussage gar nicht bestätigen. Im Gegenteil. Oft werden interessierte Fragen auf polemische Art und Weise von den den Vertretern der RS abgebügelt. Wer nicht 'glaubt', wer nachfragt, ob bestimmtes Verhalten nicht auch anders zu interpretieren ist wird als 'verstockt', als 'nicht offen' oder 'verbohrt' abgetan.
(08.07.2014, 22:08)Anja schrieb: Aber dass zwischen diesen Welten eine ganze Menge an Beobachtungen existiert, was auch andere Fachleute schon vor Jahren gesehen haben und auch heute trotz allen Distanzerklärungen nicht bestreiten, mag nur derjenige erfassen, der differenzieren kann und weder blinder "Liebe" noch blindem "Hass" erlegen ist.
Na ja, mit so einer Aussage verwischt du imo wichtige Grenzen und es ist ein 'Argument der goldenen Mitte'. Da ist es das gleiche Phänomen wie bei Diskussionen um Homöopathie oder Gedankenlesen. Mich erinnert das an den, fast in jeder Diskussionsrunde anwesenden Menschen der niemanden auf den Schlips treten will und dann Argumente wie 'Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde...' oder 'die Wissenschaft kann nicht alles beweisen' bringt.

Wir wissen sicher vieles noch nicht und mit Sicherheit wird es in der Wissenschaft immer offene Fragen geben - egal wie lange wir forschen. Denn das liegt im Wesen der Wissenschaften - die sind 'offen' angelegt. Eben darum gibt es da 'Theorien' und keine 'Dogmen'. Wobei eine wissenschaftliche Theorie etwas vollkommen anderes ist als das, was wir im alltäglichen Sprachgebrauch damit meinen.

Aber wir 'wissen' inzwischen mehr als viele Menschen annehmen. Aber das heißt nicht, dass die Antworten immer 'einfach' wären. Nicht umsonst studiert man als Naturwissenschaftler ca. 6-7 Jahre, macht dann 4 Jahre Doktorarbeit und verbringt Jahre im Ausland in unterschiedlichen Labors und Instituten. Inzwischen können etliche Dinge schon rein physikalisch ausgeschlossen werden. Wir wissen was Atome sind und wie sie miteinander reagieren. Wir wissen ab dem Moment der ersten Zelle an wie sich das Leben entwickelt hat und haben mit der Evolutionstheorie ein ausgezeichnetes Werkzeug um Phänomene zu erklären.

(08.07.2014, 22:08)Anja schrieb: ...mit Menschen über die Tour de France diskutieren, die noch nicht mal glauben, dass ein Fahrrad überhaupt fahrren kann.
Was hat die Tour de France hiermit zu tun? Wer soll denn hier der Part sein der nicht glaubt, dass ein Fahrrad fahren kann?
Egal, ... so oder so hinkt der Vergleich.
Und ohne Zweifel muss jemand der dazu keine Lust hat oder keinen Sinn darin sieht, darüber nicht diskutieren. Aber wäre dann die Lösung nicht einfach, das in keiner Weise zu tun? Also nicht noch einen Tritt an die Leute auszuteilen die es sehr wohl tun? (und vielleicht auch ihre Gründe haben)







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"Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit; sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit." (Marie von Ebner-Eschenbach)
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Schaust Du, Birthe, bitte mal genau, wer hier Tritte verteilt? Wer hier persönlich wird und unter die Gürtellinie geht? Solltest Du Dich angesprochen fühlen, dann zwänge Dich meinetwegen mit Gewalt in irgendwelche unpassenden Schuhe...

Aus meiner Sicht bleibt das Thema nicht an den Gegnern kleben, die beweisen müssen, dass es nicht existiert, sondern an denen, die davon ausgehen, dass die Thesen richtig sind.

Für mich ist dieses Thema eine These, besser noch, eine Arbeitsthese.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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(09.07.2014, 14:10)Anja schrieb: Schaust Du, Birthe, bitte mal genau, wer hier Tritte verteilt? Wer hier persönlich wird und unter die Gürtellinie geht? Solltest Du Dich angesprochen fühlen, dann zwänge Dich meinetwegen mit Gewalt in irgendwelche unpassenden Schuhe...

Aus meiner Sicht bleibt das Thema nicht an den Gegnern kleben, die beweisen müssen, dass es nicht existiert, sondern an denen, die davon ausgehen, dass die Thesen richtig sind.

Für mich ist dieses Thema eine These, besser noch, eine Arbeitsthese.

LG Anja

Ganz genau Anja! Das ist es, was ich die ganze Zeit versuche klar zu machen und eben Leute zu suchen, die unvoreingenommen diese RS-Seminare besucht haben und deren Eindrücke und Erlerntes bereit sind hier mitzuteilen. Aber bei den Angriffen und vorgefertigten Meinungen aufgrund gelesener und komplett übernommener Thesen und teilw. Pseudo-Erkenntnissen, nur weil sie - wie so oft und wie so viele - irgendwer mal geschrieben hat und die sich im Laufe der Zeit und Entwicklung als falsch oder fehlinterpretiert herausstellen, hat. Es geht wirklich und einzig nur darum, diese These oder wie Du richtig sagst: Arbeitsthese, weiter zu erforschen. Denn vieles davon leuchtet ein und wenn man die Erfolge z. B. von Maya Nowak sieht, macht das schon neugierig. Ich habe selbst andere Lehren schlucken müssen, denn auch meine Dozenten sind alten Thesen aufgesessen, weil sie nichts hinterfragt hatten aber man sollte sich schon offen halten und die sog. alten Meister auch in Frage stellen. Die wenigsten davon können den Erkenntnissen standhalten. Aber ich sehe schon, dass hier derzeit niemand persönlich Erlebtes zu dem Thema RS beitragen kann. Schön Anja, dass wenigstens 1 Person wertefrei geblieben ist. Danke dafür! 11144612890
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Habe gerade einen ausführlichen Bericht über ein RS-Seminar Ende Juni im Netz gefunden.Wens interessiert kann über google suchen:
"Serendipity Is Life" und dort den Bericht von Katja K. vom 25.6.2014 lesen.
Ähnliches hatte ich befürchtet, weil mir schon komisch vorkam, dass an dem Seminar in München, am 4.7.14, die Hunde den ganzen Tag im Auto bleiben mußten, trotz der extremen Hitze. schwitzen Auf meine Frage bei einem des Teams wurde mir ein Link aus dem Forum genannt, in dem Empfehlungen wie Sonnensegel, Sunbrero-Planen oder gefrorene Fleischklumpen, gegeben wurden, damit die Hunde diesen Autoknast bei diesen Temperaturen überhaupt überleben.... Verärgert

Von Tierliebe o. ä. kann da nicht die Rede sein, denn niemand würde einem Lebewesen das zumuten, wenn auch nur eine Spur von Respekt den Hunden gegenüber vorhanden wäre streiten

Ein interessanter und aufschlussreicher Bericht, der zwar sehr viel über Barbara Ertel und Maya Nowak aussagt aber das Thema RS nicht weniger beachtenswert macht. kapier nichts
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Du hast eine PN, Feuerhahn.
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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http://www.polar-chat.de/hundeforum.html

Sehr interessant vor Allem im Hinblick darauf, dass hier vom Forenbetreiber dieses statement eingestellt wurde ... zwinkern
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Meintest du das marcolino?
http://www.polar-chat.de/topic_106150.html
Antworten
Oh sorry - wie ist mir denn da der falsche link reingerutscht staunen

@Socke: Jep, den link meinte ich Smilie_girl_243

http://www.polar-chat.de/topic_106150.html

Lieber Gruß
Moni
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