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Hundeerziehung und das Märchen von der rein positiven Arbeit
#21
schäfi2014 ich habe dich schon verstanden...nur dein "rein" passt eben nicht in deiner aussage denn ein "rein" positives arbeiten am hund gibt es nicht. es kommen schon im alltäglichen umgang ohne das es bemerkt wird das negative verstärken für ein richtiges ergebnis vor. ob man es nun will oder nicht, es passiert völlig unbemerkt...
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#22
Ich habe den Artikel noch einmal gelesen. Glaube ich habe den Artikel schon richtig verstanden. oder wo liegt mein Fehler? Was habe ich denn überlesen? falsch verstanden?

@Anja
Nein ich trenne nicht zwischen Ausbildung und Erziehung. Da ich die meisten Sachen auf dem Feld oder im Wald (oder am Anfang zur Konditionierung zu Hause in ruhiger Umgebung) übe, würde es mir schwer fallen dies zu trennen. So häufig findet man mich nicht auf dem Hundeplatz. Ich mag mich nur nicht einem System/Ausbildungsidiologie oder wie auch immer man das nennen mag komplett anschließen.
Wenn ich dies müsste - würde ich mich am ehesten den "Grünschleifen" anschließen. Aber halt auch nicht komplett.
Wobei ich der Ehrlichkeithalber schreiben muss, dass ich mit einige alltäglichen Dinge wie zb. Autos, Trecker, Hundebegegnungen anders umgehe. Bisher ist ihr Verhalten noch nicht Prüfungskonform (BH) aber für mich eigentlich händelbar. Da liegt wohl der Unterschied - WIR SIND NICHT PRÜFUNGSKOMPATIBEL!!! Lol27
Lieben Gruß
Schäfi2014
&
die Terrornasen Onja & Biene
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#23
Siehst Du, ich trenne da schon. Für mich ist Erziehung das eine, Ausbildung das andere. Natürlich mischt es sich auch irgendwo, aber sitz, platz, fuß hat für mich unter dem Strich nix mit Erziehung zu tun.

Schieb mich bitte mal von der Leitung und erkläre mir Z&B. Ich kann nicht so gut mit Abkürzungen und hatte mich grad an C&B gewöhnt...

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#24
(28.03.2014, 11:53)Anja schrieb: Siehst Du, ich trenne da schon. Für mich ist Erziehung das eine, Ausbildung das andere. Natürlich mischt es sich auch irgendwo, aber sitz, platz, fuß hat für mich unter dem Strich nix mit Erziehung zu tun.

Schieb mich bitte mal von der Leitung und erkläre mir Z&B. Ich kann nicht so gut mit Abkürzungen und hatte mich grad an C&B gewöhnt...

LG Anja

gut wenn du es so siehtst - ich hab für den Alltag statt Platz - hinlegen und für Sitz - Hinsetzen .... !!! Damit das HZ nicht so festgenagelt ist. Also Platz ist Platz - steht sie daraus auf - muss ich eingreifen. Daraus darf sie sich nicht selbstständig auch nur einen Meter verrücken. Auf Hinlegen kann sie von einer Arschbacke auf die andere wechseln solange sie mit dem Körper untern bleibt. Da mache ich schon unterschiede. Aber nicht in der Art und Weise oder auf welchem Weg ich dahin komme. Das Kommando Platz sowie auch das Kommando Hinlegen habe ich zu Hause mit dem clicker konditioniert. Der Weg dahin ist der Selbe und darum ging es doch hier oder?

Z&B = zeigen und benennen
Sorry!!!!!!!!!
Lieben Gruß
Schäfi2014
&
die Terrornasen Onja & Biene
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#25
@ happy
ja darum hatte ich das rein auch in Anführungszeichen gesetzt.
Da gebe ich dir nämlich Recht - für mich geht Rein auch nicht. Genau das wollte ich ja auch zum Ausdruck bringen. freuen

Alleine wenn ich im Auto hinten die Boxentür aufmache, die Kleine will rausstürmen und ich mache die Tür schnell wieder zu - ist das nicht positiv!!!!!!!!
Lieben Gruß
Schäfi2014
&
die Terrornasen Onja & Biene
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#26
Erziehung ist für mich eigentlich, dem Hund dahin gehend die Welt oder mein Leben zu zeigen, dass ich gar keine Kommandos brauche. freuen

Z.B. Anleinen heißt, nicht ziehen. Menschen treffen heißt, sie zu ignorieren. Radfahrer treffen heißt, zur Seite gehen und sie zu ignorieren. Bordstein heißt, anhalten und warten. Autotüre auf heißt, nicht wie ein Angestochener raus hüpfen. Hunde treffen heißt, nicht hin rasen, sondern erst mal abwarten und nachfragen. Pferde treffen heißt, schnellstens zu Frauchen. Wild sichten heißt, Frauchen drauf aufmerksam machen und gemeinsam beobachten. Zuhause sein heißt Ruhe. Pause beim Unterricht heißt Ruhe und übende Hunde in Ruhe lassen. In den Garten zu gehen heißt bellen nur bei triftigem Grund. Haustürklingel heißt Bettchen. Essen auf Tischen heißt tabu. Gerufen werden heißt, sofort durchstarten. Die Liste ließe sich endlos fortführen und ist nun grad mal individuell für meine Ansprüche an Erziehung begonnen worden. An vielem davon arbeiten wir noch. Also das sind Ziele, keine bereits erreichten Ergebnisse. Aber bei vielem sind wir schon nicht schlecht.

Ausbildung heißt für mich Kommandos. Sitz, Platz, Steh, Pfötchen, Herum, Rolle, Hinlegen, Agility, gezielte Sucharbeit, Mobility, Dogdancing, und und und... Also alles, was zwar zum Teil natürlich im Hund angelegt ist, aber was ich fördere und fordere, um auszulasten oder den Hund in Situationen zu steuern, die er selbst nicht gesellschaftskonform zu lösen weiß.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#27
(28.03.2014, 12:13)Anja schrieb: Erziehung ist für mich eigentlich, dem Hund dahin gehend die Welt oder mein Leben zu zeigen, dass ich gar keine Kommandos brauche. freuen

Z.B. Anleinen heißt, nicht ziehen. Menschen treffen heißt, sie zu ignorieren. Radfahrer treffen heißt, zur Seite gehen und sie zu ignorieren. Bordstein heißt, anhalten und warten. Autotüre auf heißt, nicht wie ein Angestochener raus hüpfen. Hunde treffen heißt, nicht hin rasen, sondern erst mal abwarten und nachfragen. Pferde treffen heißt, schnellstens zu Frauchen. Wild sichten heißt, Frauchen drauf aufmerksam machen und gemeinsam beobachten. Zuhause sein heißt Ruhe. Pause beim Unterricht heißt Ruhe und übende Hunde in Ruhe lassen. In den Garten zu gehen heißt bellen nur bei triftigem Grund. Haustürklingel heißt Bettchen. Essen auf Tischen heißt tabu. Gerufen werden heißt, sofort durchstarten. Die Liste ließe sich endlos fortführen und ist nun grad mal individuell für meine Ansprüche an Erziehung begonnen worden. An vielem davon arbeiten wir noch. Also das sind Ziele, keine bereits erreichten Ergebnisse. Aber bei vielem sind wir schon nicht schlecht.

Ausbildung heißt für mich Kommandos. Sitz, Platz, Steh, Pfötchen, Herum, Rolle, Hinlegen, Agility, gezielte Sucharbeit, Mobility, Dogdancing, und und und... Also alles, was zwar zum Teil natürlich im Hund angelegt ist, aber was ich fördere und fordere, um auszulasten oder den Hund in Situationen zu steuern, die er selbst nicht gesellschaftskonform zu lösen weiß.

LG Anja

Hallo Anja, dann muss ich aber fragen, wo für dich Erziehung aufhört und Ausbildung anfängt und anders rum. Natürlich benötige ich für den Alltag andere Dinge wie auf dem Hundeplatz. Aber der Weg wie ich dem Hund dies begreiflich mache, ihm die Welt und die Regeln erkläre, bleibt doch gleich. Und da ich häufiger auf Feld und Wald unterwegs bin als auf dem Hundeplatz, wo und wie soll ich da Grenzen ziehen? Für mich ist das egal ob ich meinem Hund nun beibringe an der Straße zu warten und sich hinzusetzen oder ob ich auf dem Platz das Kommando Sitz etabliere/konditioniere. Für mich ist es doch der selbe Ansatz oder sehe ich das falsch? Und wenn das HZ Sitz auf dem Platz funktioniert ist es doch ein leichtes dies auch an der Straße zu etablieren. Das eine resultiert aus dem anderen. Ich finde das mischt sich zu sehr als das man da klar trennen könnte.
Lieben Gruß
Schäfi2014
&
die Terrornasen Onja & Biene
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#28
Doch. Gerade an diesem Beispiel kann man das gut verdeutlichen. Sitz an der Straße ist für mich sinnlos. Und schon erst recht, wenn ich das Kommando dazu geben muss bzw. mein Hund an den bekannten Stellen irgendwann das Sitzen automatisiert. Mein Ziel ist es, dass der Hund versteht, was eine Bordsteinkante ist, und dass diese, egal wo sie ist, nicht übertreten werden darf.

Klar kann ich den Weg zu diesem Ziel auf dem Hundeplatz den Menschen zeigen, in dem ich z.B. Linien schaffe, die der Hund zu erkennen lernt, und die er dann nur auf Freigabe hin übertreten darf.

Für mich ist Hundeplatz eben viel mehr als Unterordnung. Im Gegenteil, diese spielt nur eine sehr bedingte Rolle. Für mich ist der Hundeplatz ein Treffpunkt, wo ich mir Aufgaben ausdenke, die Alltagsbezug haben, und Situationen simulieren, anhand derer man den Weg zur Erziehung lernen kann.

Natürlich ist auch vieles Zirkus, also Ausbildung, Tricks, Beschäftigungsmöglichkeiten und auch Unterordnung. Aber diese Dinge sind ja gar nicht möglich, wenn nicht ein gewisses Maß an Erziehung da ist. Und dabei meine ich, dass die Hunde nicht permanent "unter Kommando" stehen sollen, das ist für mich keine Kunst. Sondern dass sie freiwillig bei ihren Menschen bleiben, Lust haben, mit zu arbeiten, motiviert auch von einem Modus in den anderen wechseln können, und vor allem viel denken dürfen.

Auf Gebrauchshundeplätzen dürfen Hunde wenig bis gar nicht denken. Sie bekommen Kommandos, Kommandos, Kommandos. Und ich habe selbst auch viele Kunden, die wollen wirklich für jeden Schiss ein Wort konditionieren... das verstehe ich oft einfach nicht. Ich will meinem Hund nicht jeden Schritt vorgeben und unter Kommando setzen. Ich will, dass er sich weitestgehend frei bewegen kann, ohne anderen groß aufzufallen. Deshalb gehe ich mit dem Zeigen mit, aber nicht unbedingt mit dem Benennen.

Mein Hund bekommt im Alltag z.B. so gut wie nie ein Sitzkommando. Ich bräuchte das überhaupt nicht. Wüsste gar nicht, wofür letztlich. Wenn ich jetzt überlege, dann fällt mir keine Situation ein, in der mein Hund sitzen müsste. Zwischendrin fiel mir auf, dass er sitz überhaupt nicht mehr richtig drauf hat, weil ich es echt kaum nutze. freuen

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#29
Hallo Anja,
das mit dem Sitz war auch nur als Beispiel gedacht. Mein Hund weiß auch, dass ein Bürgersteig nicht so ohne weiteres überquert werden darf. Auch ohne dass ich ihr jedes Mal das HZ Sitz gebe. Sie weiß sie darf nicht rüber laufen, weil ich zu Anfang dort immer stehen geblieben bin, gewartet habe bis sie ruhig neben mir gestanden oder halt gesessen hat und bin dann erst weiter gelaufen. Biene hat das Sitz in dieser Situation freiwillig angeboten.
Das kann man dann auf einige Alltagssituationen erweitern.

Zum Zeigen & Benennen mal ein link:
http://www.easy-dogs.net/home/blog/train...zaugg.html
Hoffe das habe ich so richtig eingefügt:
Lieben Gruß
Schäfi2014
&
die Terrornasen Onja & Biene
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#30
Hey


(28.03.2014, 13:25)Anja schrieb: Doch. Gerade an diesem Beispiel kann man das gut verdeutlichen. Sitz an der Straße ist für mich sinnlos. Und schon erst recht, wenn ich das Kommando dazu geben muss bzw. mein Hund an den bekannten Stellen irgendwann das Sitzen automatisiert. Mein Ziel ist es, dass der Hund versteht, was eine Bordsteinkante ist, und dass diese, egal wo sie ist, nicht übertreten werden darf.

LG Anja

Glaubst du eigentlich selbst an dieses Märchen?
Wahrscheinlich schon, sonst würdest du das nicht so schreiben.
Konditionierung ist Konditionierung ist Konditionierung!
Egal, für was du es hältst.

Was ist der Unterschied zwischen dem Diskriminieren und dem Generalisieren?

Wenn du dir diese Frage beantworten kannst, wirst du verstehen, was du da glaubst.



Hilf mir, es selbst zu tun! (Maria Montessori).
lg hansgeorg
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