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Kontrolle
#1
Steffi eröffnet ein Thema lachen
Ich gebe nur mal Schlagworte vor, weil ich am iPad so schlecht tippen kann zunge raus

Was ist eure Meinung zur Kontrolle eures/eurer Hundes/Hunde:

Was versteht ihr allgemein unter Kontrolle?
Abgrenzung Kontrolle und Erziehung?
Wann kontrolliert ihr? Warum? In welchen Situationen?
Rassespezifische oder Altersabhängige Unterschiede?
Kontrolle bei mehreren Hunden?
Eure eigenen Ansprüche an den Hund im Kontext der Kontrolle?
Förderung von kognitivem Denken?
Selbstständiges Denken und Handeln des Hundes?
Antworten
#2
Dolles Thema: lachen - dann fasse ich mich auch kurz:

Was versteht ihr allgemein unter Kontrolle?
-> Beeinflussung in Verschiedenen Situationen.

Abgrenzung Kontrolle und Erziehung?
-> durch Erziehung ist weniger Kontrolle erforderlich. Denn in der Erziehung vermittelt man Dinge, die einem wichtig sind. Wenn die so aufgenommen werden kontrolliert sich das Tier quasi selbst.

Wann kontrolliert ihr? Warum? In welchen Situationen?
-> Wenn ich eine gefahr für andere sehe, bzw. mitbekomme, das mein Hund mit der Situation überfordert ist. Das es zu keinen Verletzungen anderer kommt.

Rassespezifische oder Altersabhängige Unterschiede?
-> Rassespezifisch ja, auch Hunde einer Rasse reagieren unterschiedlich, selbiges für Alter, daher sollte jeder individuell beurteilt werden.

Kontrolle bei mehreren Hunden?
-> hab nur einen... wobei diese, wenn man mehrere haben sollte, möglich sein sollte, wenn diese erforderlich ist. lachen

Eure eigenen Ansprüche an den Hund im Kontext der Kontrolle?
-> Bei allem, was ihn überfordert, sollte er meine Kontrolle annehmen... sowas meintest doch mit der Frage?

Förderung von kognitivem Denken?
-> kopfkratz

Selbstständiges Denken und Handeln des Hundes?
-> solange keine Gefahr für andere besteht gerne!
Gruß
Norbert zwinkern
Jap, ich lebe meist in meiner eigenen Welt, es ist ok, die kennen mich da!
...wer die Musik nicht hört, hält den Tanzenden für wahnsinnig.
Antworten
#3
Ganz verstehe ich es nicht
Was ist eure Meinung zur Kontrolle eures/eurer Hundes/Hunde:

"Was versteht ihr allgemein unter Kontrolle?"
jemand macht und überwacht Regeln, an die "man" sich halten muss, da sonst Konsequenzen

"Abgrenzung Kontrolle und Erziehung?"
Erziehung: ich hab was gelernt, was mich in die Position bringt nicht mehr kontroliert werden zu müssen

"Wann kontrolliert ihr? Warum? In welchen Situationen?"
dann, wenn ich sehe, das etwas passieren wird, was ich nicht möchte
weil ich nicht möchte, das es passiert
öh - Begegnungen mit fremden Menschen bei einem Teil meiner Hunde, mit fremden Hunden mit einem anderen Teil meiner Hunde, mit anderen Tieren mit allen meinen Hunden zwinkern

"Rassespezifische oder Altersabhängige Unterschiede?"
hab nur eine Rasse. individuelle Unterschiede, ja klar, mit dem Alter kommt die Weisheit zwinkern

"Kontrolle bei mehreren Hunden? "
versteht ich nicht? wie mit Einzelnen, oder?

"Eure eigenen Ansprüche an den Hund im Kontext der Kontrolle?"
versteh ich auch nicht ganz. Ohren auf , ausführen und bitte daran halten oder sehr wichtig Gründe haben warum nicht ( an den Schafen)
"Förderung von kognitivem Denken?"
klar, solange nicht Gefahr in Vollzug ist und die Chance besteht, das das richtige gelernt wird

"Selbstständiges Denken und Handeln des Hundes?"
sehr erwünscht
Ein Experte ist eine Person, die jeden möglichen Fehler in einem sehr begrenzten
Arbeitsfeld schon einmal gemacht hat.
Niels Bohr
Antworten
#4
Ich habe nur Schlagwörter in den Raum gestellt, weil es in dem Quassel-Thema um Kontrolle ging, die vielleicht auch abhängig von den eigenen Ansprüchen ist, wie zb. bei Anja, weil sie Hundetrainerin ist...

Es ging darum, dass Hansgeorg zb. durchkonditionierte Hunde sieht, wo andere womöglich eher gut erzogene Hunde sehen...

Die Frage ist also, wo fängt Kontrolle an und wo hört sie für euch auf? Und rechtfertigt der eigene Anspruch, dass man durchkonditionierte Hunde führt?


Für mich persönlich ist es zb. wichtig, dass ich meinem Hund nicht alles anbiete und lehre, sondern dass er selbst erkunden und auch ausprobieren darf...
Und wenn ich "kontrolliere", dass dann noch Raum für Eigenständigkeit bleibt...
Antworten
#5
Stelle hier noch einmal die bisher viele Male unbeantwortet gebliebene Frage ein:

WAS IST EIN DURCHKONDITIONIERTER HUND?

Bitte konkret mit Beispielen.

Danke und Gruß
Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
Antworten
#6
Anja, ich verstehe es auch nicht...
http://cavecani.de/wissenswertes/konditi...unizieren/
Ein Experte ist eine Person, die jeden möglichen Fehler in einem sehr begrenzten
Arbeitsfeld schon einmal gemacht hat.
Niels Bohr
Antworten
#7
Ein großartiger Link, vielen Dank dafür!

Dennoch hätte ich sehr gerne von denjenigen, die den Begriff "durchkonditionierter Hund" hier regelmäßig benutzen, eine Definition und vor allem Beschreibung, was SIE darunter versehen.

Diese Frage habe ich konkret schon gefühlte 10 Mal gestellt, aber sonderbarerweise noch nie beantwortet bekommen.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
Antworten
#8
Hey


(17.06.2013, 14:49)Fliege schrieb: Anja, ich verstehe es auch nicht...
http://cavecani.de/wissenswertes/konditi...unizieren/

Was soll ich sagen, das ist mein reden schon seit längerer Zeit.

Kommunikation findet im Wesentlichen (erst) dann statt, wenn die Signale wie „SITZ“;“PLATZ“ usw. vom Hund gelernt wurden.

Davor sind es Interaktionen mit dem Hund, die über Lernen (Konditionierung und/oder Kognition) hin zur Kommunikation führen.

Nach dem Schema:

Interaktion Konditionierung/Kognition Kommunikation.

Nur möchte man mir das nicht abnehmen, die Gründe, die ich kenne, lasse ich weg und andere weiß ich nicht.

Interessant ist, das Thomas ein recht ähnliches Beispiel wie er „Einem Hund angeblich das SITZ beibringt“ über Kommunikation, ohne dabei zu konditionieren.

Ähnlich dem körpersprachlichen vorbeugen hier allerdings ohne Einsatz von Stimme, bei Thomas Beispiel fehlte.

Aber es ist ein ähnliches Prinzip zu Konditionierung.

Die Hand die über den Kopf des Hundes, ohne ihn direkt zu berühren, veranlasst ihn an einem bestimmten Punkt sich hinzusetzen. Das wäre dann, so wird gedacht, über Körpersprache/Kommunikation, dass „SITZ“ vermittelt.

Dabei ist offensichtlich, dass Hunde, die keine Angst vor Menschen haben, sich, wenn wir die Hand über sie hinwegführen, sich zwar setzen, aber nur, dass sie uns sonst nicht mehr im Auge behalten können.
Letztlich ein anatomisches Problem, aber keine Kommunikation.

Viele setzen „durchunddurchkonditioniert“ mit gerne mit „Kadavergehorsam“ gleich, was nicht zu treffend ist.

Kadavergehorsam ist der absolute Gehorsam, der mit allen Mitteln die dem Hundeführer zu Verfügung stehen durchgesetzt wird. Stichworte: Gewalt, Starkzwang, Strafen usw.
„Durchunddurchkonditioniert“ sein meint etwas anderes, auch die Mittel, die dazu eingesetzt werden, sind sehr unterschiedlich, sie gehen aber davon aus, das alles „konditioniert“ wurde.
Zur Anwendung können alle Methoden der Konditionierung als Mittel eingesetzt werden.

Ein einzelnes Beispiel möchte ich einmal anführen, das hier zur Anwendung kam und in Folge einen „durchunddurchkonditionierten“ Hund für „SITZ“ zum Ergebnis hatte.

Es geht also um das Grundprinzip:

Yuma meine ACD-Hündin kam mit ca. 8 Wochen als Welpe zu uns und konnte ohne Kommando „SITZ“, salopp ausgedrückt aus dem Schlaf.

Wie muss man sich das vorstellen, z. B. war sie draußen im Garten um sich zu entleeren, kam sie sofort wieder rein und machte „SITZ“ ohne direkte Aufforderung, da sie gelernt hatte, Leckerli, heißt „SITZ“.

Egal was sie macht, so wie sie Leckerlis sah und/oder erwartete, Schwups saß sie schon.

Das war so automatisiert, das es auf alle anderen Lernprozesse, wie vielleicht „STEH“ -lernen direkt Einfluss nahm.
Kam das Leckerli oder erwartete Leckerlis, auch wenn ich gar keine Leckerlis in meiner Nähe hatte, schon saß sie.

Dieses Verinnerlichen von Lerninhalten, die immer und immer wieder wiederholt werden, bis sie zur Zufriedenheit des Hundehalters geübt werden müssen, selbst dann noch, wenn der Hund sie schon längst optimiert kann, z. B. wenn sie vorgeführt werden, für andere zur Anschauung usw.

Das schränkt eine Persönlichkeitsentwicklung, des Hundes stark ein, ähnliche Phänomene gibt es auch bei Menschen, die auf dieser Art und Weise erzogen werden.

Einer der Ersten, der diese Phänomene untersuchte, war der Gestaltpsychologe Köhler, der auch die Experimente mit den Schimpansen machte, in deren Käfig er die Bananen unerreichbar unter der Decke aufhängte.
Es gelang den Schimpansen über nachdenken (Einsichtslernen) Teleskop-Stangen zusammenzustecken, um an das Objekt ihrer Begierde zu gelangen.
Köhler war einer der Ersten, der über „Kognition“ arbeitete, das schon ca. 1938/40.





Beweise haben nicht wirklich die Aufgabe, jemanden davon zu überzeugen, dass etwas wahr ist. Sie dienen nur dazu, um zu zeigen, warum etwas wahr ist. (Andrew Gleason)
lg hansgeorg
Antworten
#9
Aber ist es nicht so, dass auch nach dem kognitivem Lernen Konditionierungsprozesse ablaufen...Diese laufen doch meist im "Hintergrund" mit ab, der Hund löst zb. kognitiv ein Problem, wird dies aber durch K.- Prozesse wiederholt lösen können, ohne erneut großartig nachzudenken...
Und auch beim sog. Modellernen laufen K.-Prozesse ab: Der Beobachter wird durch das Betrachten des Modells verstärkt und wird dieses Verhalten dann eher zeigen.
Und dann noch die unzähligen Mischformen, bei denen mehrere Lernformen gleichzeitig ablaufen...

Für mich persönlich ist das Bewusstsein darüber wichtig und wie ich mit den Lernformen der Konditionierung umgehe, wann ich sie gezielt einsetze und wo eben nicht...
Antworten
#10
Damit sagst du auch das Menschen, die mit ihren Hunden ausschliesslich ueber positive Bestaerkung arbeiten und alles unter ein konditioniertes Kommando stellen um es abrufen zu koennen, ihren Hund in seiner Persoenlichkeitsentwicklung einschraenken?
Kathi, Lu und Pai
Antworten


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