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Longieren der Sinn und Zweck
#31
Wenn das Wetter mitspielt, dann versuche ich heute Nachmittag ein Video zu drehen.

Was wir an dieser Arbeit wieder bestätigt bekommen haben, war, wie sehr doch Hunde von anderen Hunden lernen.

Rapunzel lief meist mit, wenn Diego longiert wurde. Irgendwann haben wir Diego mal abgelegt und das gleiche mit Rapunzel probiert. Sie machte sofort mit, obwohl sie weder die Signale für links herum und rechts herum gelernt hat, noch die Absperrung für sie von wesentlicher Bedeutung war.
Schöne Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Susann


Wende Dein Gesicht der Sonne zu und Du lässt die Schatten hinter Dir.


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#32
Klasse... genau so arbeite ich den Kreis auch. Von außen nach innen. Das hab ich von Thomas damals gelernt, eigentlich die Grundidee vom Borsteintraining.

Ob die Schnur vom Boden weg ist, oder ob am Boden ein Gartenschlauch liegt, oder ein dickes Tau, oder man nur Stöcke legt, auch mit Abstand, ist vollkommen egal. Hunde lernen die Signale nach meiner Erfahrung sehr schnell, wenn sie denn dann bereit sind, einen Taburaum zu respektieren. Daran hapert es eben bei vielen Teams. Die Menschen sind oft nicht in der Lage, dem Hund klar zu kommunizieren, dass das Innenleben des Kreises nun ihnen gehört und dieser nur auf ein Signal hin oder gar nicht betreten werden darf.

Da kann man sooooo unendlich viel damit arbeiten mit diesem Kreis. Es kann auch ein Quadrat sein, oder es können nur Linien sein, die man spannt.

Hihi, und der Thomas dachte, er hätt's erfunden. Schweizer Vorfahren, oder was? *kicher*

Die Körpersprache ist für die Hunde leicht verständlich, viele haben eine Schokoladenseite. Unsichere Hunde, die immer links bei Fuß geführt werden, und gelernt haben, dass sie dort super sind, wenn sie links gehen, tun sich unheimlich schwer, im Kreis links herum, also auf der rechten Seite des Menschen zu gehen. Die brechen richtig zusammen, weil man ihnen die Sicherheit des Linkslaufens nimmt. Finde ich immer ganz gruselig, wenn ich das sehe, wie unfrei diese Tiere sind.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#33
Darauf freue ich mich Susann.

Mich interessiert in wie weit die Koerpersprache, die von Anja (und von anderen Trainer oft gleich/aehnlich) gelehrt wird, fuer den Hund natuerlich und verstaendlich ist oder ob es einfach gelernte Signale sind. In dem Zusammenhang ist fuer mich interessant ob Thomas eine andere Koerpersprache benutzt.
ZB wird oft beim Longieren der Gegenarm vor den Koerper gehalten. Im Agility kennt Pai den Gegenarm als Signal zum Tempo- oder Richtungswechsel, niemals laeuft er am Gegenarm entlang nach vorne und so verunsichert es ihn am Band genau das von ihm moechte. Benutze ich beim Longieren unsere Agilitysprache, dann versteht er mich leicht.
Nicht das ich denke er koennte es nicht auch anders herum lernen, nur frage ich mich ob es noetig ist?
Kathi, Lu und Pai
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#34
Wieso soll er am Gegenarm vorbei gehen? Er soll beim Longieren doch auf der Höhe des Gegenarms laufen?

Da ich viele Hunde einlongiere, die die Signale nicht kennen, bin ich sicher, dass es nicht gelernt ist, wenn sie es tun, sondern dass sie die Kommunikation verstehen. Natürlich konditioniert sich das dann dabei auch und wird gelernt. Das merke ich, wenn ich Sherlock an anderer Stelle schicke und benutze den "falschen" Arm.

Die Intensität der Gesten sind bei jedem Hund anders, und manche Hunde haben Probleme mit bestimmten Gesten. Die kann man aber individuell variieren. Meistens findet man die passende Sprache, wenn man gut beobachtet.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#35
(07.06.2011, 13:27)kamalii schrieb: Mich interessiert in wie weit die Koerpersprache, die von Anja (und von anderen Trainer oft gleich/aehnlich) gelehrt wird, ...

Anja hat mir mal gesagt, dass ich kaum Körpersprache habe, dass sie sich wundert, wie die Hunde meine "miserable" Körpersprache deuten können, weil ich sehr steif sei.

Es schein also schon deutlich Unterschiede zu geben, wobei ich auch viel Wert darauf lege, keinen Hampelmann zu veranstalten, nur weil ich etwas signalisieren möchte.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#36
Nun, da unsere Hunde auf minimalste/Mikrogestik gepolt sind, kann ja ein Mundwinkel, der um
2 mm verzogen wird, schon ausreichen.

Manchmal ist es für den Menschen einfach leichter, mit ganz bewussten, ausgeprägten Körpersignalen zu agieren.

Dem Hund würde wohl ein Bruchteil davon genügen.
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#37
Ich meine im Longieren wird erwartet das Hund am Arm entlang geht, bzw dran bleibt. Normaler Weise richtet Pai sich nach meiner Schulterrichtung. Strecke ich meinen entgegengesetzten Arm vor, dreht sich mein Schulter in Richtung Hund. Im Agility darf Pai meine Bahn nicht kreuzen, so aendert er seine Bahn mit meiner und dreht in die gleiche Richtung. Das sind meine Signale an ihn. Einige davon sind logisch, die hat er ohne Training verstanden, andere hat er gelernt. Natuerliche Koerpersprache ist das nicht.

Daher bin ich gespannt auf Thomas' 'Sprache'. Da ich nicht Longiere wuerde ich Longierkoerpersprache nicht erkennen, wenn sie mir ins Gesicht schlaegt. Nun gut der Arm steht raus, der ist mir aufgefallen lachen
Kathi, Lu und Pai
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#38
Das erste Video zeigt leider nicht so viel, weil man da wenig sieht, was ich für Signale gebe.
Hatte mich mal bewusst auf folgende Signale beschränkt:
Links
Rechts
Steh
Platz
Schnell und
Langsam




Im folgenden Video habe ich es deutlicher versucht. Ich weiß aber nicht, ob man es besser sieht.

Ebenso habe ich versucht mit zugewandten Rücken zu signalisieren, damit man sieht, wo und wie die Signale kommen. Auch das entgegengesetzte drehen zur Longierlaufrichtung ist bewusst so eingebaut.





Interessant wäre es nun, wenn man ein Vergleichsvideo von Anja sehen könnte!
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#39
Hey tolle Videos,

ich war bis vor kurzem ja auch nicht so richtig überzeugt vom longieren, aber seit dem ich dank Anita Balsar gesehen habe wwas man aus longieren alles machen kann, bzw was man alles mit ein bauen kann bin ich total begeistert.

Danke für die Videos Thomas, schön euch mal wieder zu sehen!!!!

lg
tany
Aus naturwissenschaftlicher Sicht ist der Mensch weder geplant noch gewollt. Seine Existenz hat nicht mehr, aber auch nicht weniger Sinn als die von Regenwürmern
(Prof. Kurt Kotrschal, Autor von: Im Egoismus vereint?).

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#40
(07.06.2011, 20:56)Thomas schrieb: Interessant wäre es nun, wenn man ein Vergleichsvideo von Anja sehen könnte!


Finde ich auch. Smilie_girl_243


Mein Momentar zum Video:

Ich bin beeindruckt!!!!
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