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Wir müssen langsam los lassen...
#11
Ihr habt alle Recht, und mir gefallen ALLE Eure Worte, weil sie einfach wahr sind. Wenn ich einmal weine, weil ich mich mit einer neuen Situation erst einmal arrangieren muss, dann finde ich das legitim. Wenn ich nur noch heulen würde, dann wäre das für den Hund eine Katastrophe.

So nahm ich mir gestern eine "Pflegepause" und genoss diese ohne schlechtes Gewissen und aus vollem Herzen.

Ich war erst mit meinem Restrudel (Timo, Heini, Coffie) eine wunderschöne Runde spazieren bei Sonnenschein, und danach fuhren wir gemeinsam shoppen. Erst für mich Klamotten (2 Größen kleiner, welch Freude) und danach was Tolles für die Hunde.

Im Anschluss konnte ich voller Energie meinen Unterricht machen und fuhr lächelnd nach Hause. Ich brauchte das mal, weil ich seit Anfang Dezember 24/7 auf meinem geliebten Bären herum schaue und live und in Farbe mit bekomme, was er alles nicht mehr kann.

Am Montag bekommt er noch mal eine Cortison-Folgespritze. Die letzte hat innerhalb von 2 Tagen eine wahnsinns Wirkung gezeigt. Diese Chance wollen wir dem Bären und uns noch geben.

Da ich mich schon seit Monaten mit Sherlocks gesundheitlichem Abbau viel aktiver auseinander setze als z.B. mein Mann, was auch zu Coffies Einzug führte, glaube ich, dass ich die Klarheit und Fairness gegenüber Sherlock habe, um den Zeitpunkt X nicht unnötig hinaus zu zögern.

Wer schon mal einen alten Hund hatte, der weiß, dass es gute und schlechte Tage gibt, und dass nach vielen Tiefs auch wieder ein Hoch kommt. Ich möchte fühlen, dass er nicht mehr will. Moritz hat es mir damals sehr deutlich gezeigt. Prinz auch.

Klar hänge ich an dem Bären, aber ich habe mir vorgenommen, ihn los zu lassen, so dass auch er loslassen kann. Wir haben darüber auch schon "gesprochen". Am Wochenende fahre ich für 3 Tage weg. Ich hoffe, dass ich da etwas Abstand gewinnen kann, und auch Kraft tanken werde.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#12
Anja, du hast mir Traenen gemacht. Ihr seid in meinen Gedanken.
Kathi, Lu und Pai
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#13
Liebe Anja,
ich kenne dieses Gefühl sehr gut und ich weiß wie schwer solche Tage und auch Entscheidungen sind. Drück Dich.

Jasmin
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#14
Liebe Anja, schon vor einiger Zeit wollte ich Dir eine PN schreiben und Dir Mut und Zuversicht zukommen zu lassen, Dich aufzumuntern und Dir zu sagen wie toll ich Deine Kraft und Deine Ehrlichkeit dem Bären gegenüber finde. Ich hab es nicht getan, weil es komisch klang so unreal und habe die Nachricht wieder verworfen.
Nun aber möchte ich meine Gedanken kurz niederschreiben. In Deinen Texten und auch in Deinen vorherigen Beiträgen ( noch vor Coffies Einzug ) waren alle Texte die übern den Bären geschrieben wurden, so voller liebe, stolz und Verständnis dem Bären gegenüber, das ich oftmals sehr geplättet war. Jeder spürt wie wichtig Dir dieser Hund ist, wie sehr er Dein / euer und Coffies Leben schon geprägt und bereichert hat und das Du mit sehr viel bedacht euer gemeinsames Leben geplant hat. Diese aufrichtige Liebe ist grenzenlos, beinhaltet aber diese verdammte Entscheidung, den Schritt zu gehen, zu entscheiden wann der richtige Zeitpunkt ist, sich zu verabschieden. Und Anja ich bin mir sicher das Du diesen Zeitpunkt erkennen wirst. Der Bär kann verdammt stolz sein Dich als Hundemama zu haben, die so ehrlich und ohne eigenen Egoismus dem Bären zu gute in die Zukunft schaut.
Irgendwie ist es komisch das zu schreiben. Ich kenne den Bären nicht persönlich, aber durch viele Jahre in diesem und einem anderem Forum, ist und bleibt er der weise Bär. Unser Bär! Zu wissen das er alt wird und es Ihm nicht gut geht, macht traurig. Ich wünsche euch noch ganz viel gemeinsame Zeit - und die wird kommen, Zuversicht und tolle sonnige Renterrunden!! Auch wir hier denken an euch und ich ziehe meinen Hut vor so viel Kraft die Du aufwendest!
[Bild: 2957386.jpg]
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#15
Vielen Dank für diese liebevollen und einfühlsamen Worte. Auch wenn ich mich nicht immer darin wieder erkenne, da ich schon auch viele egoistische Entscheidungen in unserem gemeinsamen Leben getroffen habe, und mich nie selbst völlig aufgebe. Auch die Entscheidung für Coffie war purer Egoismus bzw. Selbstschutz...

Ich bin so froh, dass dieser kleine Clown hier ist...

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#16
Moin Anja,
besteht ein Zusammenleben nicht aus Kompromissen? Und beinhalten diese nicht auch egoistische Entscheidungen? Tut es nicht auch dem Bär gut, das dir Coffi gut tut und somit glücklicher bist?
Gruß
Norbert zwinkern
Jap, ich lebe meist in meiner eigenen Welt, es ist ok, die kennen mich da!
...wer die Musik nicht hört, hält den Tanzenden für wahnsinnig.
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#17
Ich wollte vorhin schon etwas schreiben, aber hab mich dann doch nicht getraut, aber nun wo Norbert schon etwas in dir Richtung schrieb ... zwinkern

Viele Entscheidungen im Leben sind egoistisch und doch heisst das nicht das sie fuer die 'unbeteiligten' Dritten etwas Schlechtes bedeuten.
Wenn es nach Lucy gegangen waere, dann waere Pai nicht hier, Pai und Lucy wuerden sicherlich beide gerne die Tuer von einigen Gasthunden verschliessen, genauso wuensche ich mir so manchen Kunden weg und trotzdem sind sie da und die Auseinandersetzung mit diesen 'Problemen' hat uns allen fast nur Positives gebracht.
Mit grosser Sicherheit hat der Baer selber aus Coffies Anwesenheit sehr viel gewonnen, genauso wie andersherum.

Fuehl dich gedrueckt!
Kathi, Lu und Pai
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#18
Ja... Ihr habt sicher Recht. Leicht habe ich mir die Entscheidung ja nun auch wirklich nicht gemacht, und ich bin auch sicher, dass sie richtig war.

Ich rede mir immer ein, dass der Bär weiß, dass ich Coffie schon alleine für den Moment brauche, an dem ich entscheiden muss, ihn gehen zu lassen. Und für die Zeit danach. Ich glaube nicht, dass der Bär möchte, dass ich hier so durchdrehe wie nach dem Tod meines letzten Hundes. Das darf und wird (hoffentlich) nicht passieren.

Und ja, Beziehungen sollten auch immer aus einer gesunden Portion Egoismus bestehen. Das ist auch meine Einstellung, sonst kann das nicht funktionieren.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#19
So wie du Angst hast vor dem Tag das der Bär geht, so geht es mir auch mit Joschi. Sicherlich hat bei mir auch der Grund das Joschi ja auf absehbarer Zeit nicht mehr da sein wird bei mir auch eine Rolle gespielt als vor zwei Wochen Micky bei mir eingezogen ist. Ist spüre genau das er uns allen gut tut. Ganz besonders Joschi. Der lebt gerade nochmal richtig auf. Und so denke ich das man ruhig auch egoistisch sein darf, solange wie alle dabei ein gutes Gefühl haben.
Es Grüßen Nicole
mit

[Bild: 9932221ukt.jpg]
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#20
Montag waren wir ja noch mal beim Spritzen. Aufbau, Cortison, was auch immer... Es ist klar, dass wir ihn nicht heilen, aber gestern Abend kam er mir, als ich von der Hundeschule heim kam, an der Türe entgegen. DAS hat mich unglaublich gefreut.

Sein Blick ist auch wieder anders. Er lacht wieder freuen .

Soeben ging er mit meinem Mann ins Büro. Das entlastet mich heute ungemein, und er hat es dort gut.

Im Moment lebe ich echt von Tag zu Tag...

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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