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Angst ins Wasser zu gehen
#31
(05.03.2013, 20:20)Gerti schrieb: Ich frage mich, ob ein Hund Angst/Furcht, was auch immer vor dem "Ertrinken" haben kann.
Das hieße doch, er müsste eine abstrakte Vorstellung davon haben. kopfkratz

warum sollte ein hund zu keinem abstraktem denken fähig sein ? nun mit sicherheit nich in diesem maße wie man es von uns menschen kennt aber vorstellbar ist das für mich schon...

forschungen bei verschiedensten tierarten haben gezeigt das tiere ebenfalls bestimmte emotionen und verhaltensweisen haben wie wir menschen. vielleicht nicht auf dem gleichen niveau und nicht deshalb nicht in dem maße vergleichbar aber verstehbar bzw. nachvollziehbar.
da gibt es schimpansen die zeichnen z.b, sogar mit hingabe und bilder malen bei denen man durchaus einen sinn erkennen kann...

eine hund kann doch also eine durchaus negative erfahrung mit wasser machen, diese speichert sich nun in seinem gehirn ab. was er abspeichert, was dabei wenn er wieder wasser sieht in ihm vorgeht wissen wir nicht aber wir können uns vorstellen das emotionen stattfinden und dazu braucht es auch ein vorstellungsvermögen.

da gab es auch viele wissenschaftliche tests die oft beschrieben werden wen es darum geht emotionen beim tier zu erklären.
als man hat kühe dabei zusehen lassen wie ihre artgenossen vom schlachter getötet wurden zeigten die kühe die nicht geschlachtet wurden wenig erregung. als sie dann wieder auf die weide entlassen wurden und der bauer monate später auf die weide kam kamen die kühe sofort angerannt. als man dann den schlachter ebenfalls auf die weide mitnahm und der schlachter ganz normale straßenkleidung trug erkannten die kühe ihn und nahmen reis aus. der schlachter verlies die weide und die kühe kamen wieder zum bauern.
zwischen der erfahrung des tötens ihrer artgenossen und dem besuch des schlachters auf der weide in gewöhnlicher straßenkleidung lagen für die kühe monate. doch trotzdem erkannten sie ihn.
sie haben also eine erfahrung gemacht und diese für sie als negativ abgespeichert und das obwohl sie selber nicht betroffen waren.

zeigt doch aber dieses beispiel das ein tier zu einer vorstellung und somit zu einer bedeutung einer sache durchaus im stande ist.

(05.03.2013, 20:20)Gerti schrieb:
(05.03.2013, 01:04)happy schrieb: wenn ein hund den boden unter den füßen verliert bekommt er ansgt weil es dafür keine erklärung für ihn zu geben gibt.

Wenn es der Punkt ist, im wahrsten Sinne des Wortes, den Boden unter den Füßen zu verlieren
(und das sehe ich bei meinem Hund ganz exakt so), dann wäre hier doch aber wieder eine (begründete?) Furcht der Knackpunkt.
Und hier verstehe ich Thomas`Ansatz nicht, der sagt, ein Hund, der Vertrauen hat, kann keine Furcht zeigen, da er keine Gefahr auf etwas beziehen kann.
Bedeutet denn Vertrauen, sich auf wirklich alles einzulassen?
Würde das nicht auch bedeuten, dass ein Hund mit Vertrauen ziemlich ausgeblendet durch die Welt läuft und keine Gefahren mehr erkennt?

Irgendwie ist da für mich noch kein Schuh draus geworden.


ich kann dir nicht sagen was thomas mit seiner aussage überhaupt sagen will. die aussage von thomas ist schlicht falsch. ein hund kann sehr wohl vertrauen haben und trotzdem furcht empfinden, zumindest schon auf eine gemachte negative erfahrung hin.
hat ein hund keine negative erfahrung gemacht kann er aber ohne weiteres vertrauen zeigen. so kannst du das eher verstehen, so würde ich das jetzt dir erklären coffee

ein beispiel:
ein hund der autos kennt bzw. aber nicht weiss wie schmerzhaft ein zusammenstoss mit einem auto sein kann kennt keine angst vor autos.
er wird kein risiko sehen auf eine stark befahrene straße zu laufen.

ein anderer hund aber der schon einen zusammenstoss mit einem auto hatte wird angst empfinden können und das wenn er den zusammenstoss richtig abgespeichert hat auch haben. hier hilft das tollste vertrauen nicht in seinen menschen wenn einmal ein solchen ereignis abgespeichert wurde. vertrauen in den menschen kann das nicht wieder löschen, es ist fester bestandteil der erfahrungen.

auch siehst du das völlig richtig das ein hund der ein solches vertrauen in seinen menschen legen würde "blind" wäre. seine schutzmechanismen wären ausgeschaltet. es gibt aber durchaus hunde die ein solches verhaltensmuster aufweisen. auch hier kennen wir das doch aus unserer menschenwelt...da gibt es menschen die als extrem vertrauensseelig gelten und die anderen keinerlei negative absichten zutrauen würden.
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