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Verhaltensregeln mit läufiger Hündin
#1
Über Hitze, Scheinträchtigkeit und Standhitze wurde schon viel diskutiert, aber wie seht ihr die "besonderen" Verhaltensregeln mit einer läufigen Hündin?

Was erwartet ihr vom Besitzer?

Darf die Hündin an diversen Unterrichts-, Trainingsstunden teilnehmen?

Findet ihr es anstößig, oder normal mit einer blutenden Hündin in öffentlichen Räumen sich aufzuhalten?, oder eventuell nur mit Höschen?

Wie viel Rücksicht wird an die Besitzer von einer läufigen Hündin erwartet?

Wie viel Rücksicht wird von Besitzern eines, oder mehrerer Rüden im Umgang mit einer läufigen Hündin erwartet?
Antworten
#2
Wir waren erst einmal in dieser Situation. Daher sind meine Gedankengänge zu dem Thema noch nicht wirklich ausgereift.

(09.02.2013, 23:50)Omi schrieb: Was erwartet ihr vom Besitzer?
Aufzupassen, das sich die Hündin nicht vor meinem Rüden anbietet bzw. ihn Auffordert...

(09.02.2013, 23:50)Omi schrieb: Darf die Hündin an diversen Unterrichts-, Trainingsstunden teilnehmen?
...hatten wir noch nicht, daher kann ich dazu nichts sagen.

(09.02.2013, 23:50)Omi schrieb: Findet ihr es anstößig, oder normal mit einer blutenden Hündin in öffentlichen Räumen sich aufzuhalten?, oder eventuell nur mit Höschen?
Was definierst du als öffentlichen Raum? Wenn man in Gebäude geht, isses aus hygienischer sicht besser wenn die Hündin nichts verliert, aber sonst passts schon.

(09.02.2013, 23:50)Omi schrieb: Wie viel Rücksicht wird an die Besitzer von einer läufigen Hündin erwartet?
Das gleiche wie sonst auch, rücksichtsvoller Umgang.

(09.02.2013, 23:50)Omi schrieb: Wie viel Rücksicht wird von Besitzern eines, oder mehrerer Rüden im Umgang mit einer läufigen Hündin erwartet?
Wie oben schon erwähnt, gleiches Recht für alle. Weder die Hündin darf den Rüden auffordern noch umgekehrt. (wenn man das so nennen kann)

Wie schon geschrieben, wir waren erst 2 Tage in dieser Situation (ganz am anfang). Caspi hatte das "nein" so lange akzeptiert, bis die Hündin ihn wieder "Provozierte" - was sich im Ansatz ohne Probleme abbrechen ließ.
Gruß
Norbert zwinkern
Jap, ich lebe meist in meiner eigenen Welt, es ist ok, die kennen mich da!
...wer die Musik nicht hört, hält den Tanzenden für wahnsinnig.
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#3
(09.02.2013, 23:50)Omi schrieb: Was erwartet ihr vom Besitzer?
Rücksichtnahme auf Rüdenbesitzer. Rüden können je nach Typ schon eine sehr zerstörerische Art an den Tag legen, um an die Hündin zu kommen.

(09.02.2013, 23:50)Omi schrieb: Darf die Hündin an diversen Unterrichts-, Trainingsstunden teilnehmen?
Ich handhabe es so:
Solange keine Beeinträchtigung bei den Rüden eintritt, darf die Hündin teilnehmen. Wenn aber die Mehrzahl der Rüden hormongesteuert über das Trainingsgelände hasten, bitte ich den Besitzer der Hündin das Training zu verlassen (musste ich aber bis jetzt nur einmal machen, da die Hündinbesitzer selbst reagieren - siehe Frage 1)

(09.02.2013, 23:50)Omi schrieb: Findet ihr es anstößig, oder normal mit einer blutenden Hündin in öffentlichen Räumen sich aufzuhalten?, oder eventuell nur mit Höschen?
Normalerweise sollte man die Verschmutzung (egal ob durch eine läufige Hündin oder von verdreckten Hunden nach einem Spaziergang) von fremden Eigentum vermeiden. Wenn man gezwungen ist einen öffentlichen Raum zu besuchen (z.B. Tierarzt) sollte man die Verschmutzung auch selber entfernen.

(09.02.2013, 23:50)Omi schrieb: Wie viel Rücksicht wird an die Besitzer von einer läufigen Hündin erwartet?
siehe Frage 1

(09.02.2013, 23:50)Omi schrieb: Wie viel Rücksicht wird von Besitzern eines, oder mehrerer Rüden im Umgang mit einer läufigen Hündin erwartet?
Genauso rücksichtsvoller Umgang wie umgekehrt. Aber auch überlegtes Verhalten unter den Rüdenbesitzer. Läufige Hündinen können einen Rüden zu einem Mr. Hyde werden lassen, der keine Nebenbuhler zulässt.
Gruß
Olivier
___________________________________
Ich will nicht kopieren. Ich will verstehen.
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#4
hier aus meiner Sicht als Besitzer von unkastrierten Hündinnen ein paar Gedanken:

(09.02.2013, 23:50)Omi schrieb: Was erwartet ihr vom Besitzer?
- Dass eine Hündin in der Hitze an der Leine bleibt bzw. gut im Gehorsam steht und sich keinen Rüden anbietet.
- Mit einer läufigen Hündin nicht durch stark frequentierte Hundeauslaufflächen zu spazieren (den Spießrutenlauf würde ich mir und meiner Hündin auch gar nicht antun wollen!)
- So weit gut möglich, beim täglichen Spaziergang der potenten Rüdenwelt etwas aus dem Weg zu gehen und die heiße Dame nicht gerade vor den Gartenzaun des schmachtenden Romeo pinkeln lassen.

(09.02.2013, 23:50)Omi schrieb: Darf die Hündin an diversen Unterrichts-, Trainingsstunden teilnehmen?
Kommt auf die Gruppe - und das jeweilige Trainingsziel an!!
Ich habe Verständnis dass Besitzer mit hormongesteuerten Rüden schnell überfordert sind
und läufige Hündinnen auf dem Platz nicht überall Sinn machen.
Total doof finde ich allerdings Pauschal-Verbote,
die Hot-Dogs während der gesamten Hitze (und wenn sie danach noch duften bitte noch länger...) generell ausschließen.

(09.02.2013, 23:50)Omi schrieb: Findet ihr es anstößig, oder normal mit einer blutenden Hündin in öffentlichen Räumen sich aufzuhalten?, oder eventuell nur mit Höschen?
Ich persönlich vermeide es wenn möglich,
weil ich denke man kann von Nicht-Hunde-Menschen dafür kein Verständnis erwarten (viele finden das einfach eklig ...)
Und wenns mal so ist, dann putze ich halt evtl. Farbkleckse schnell mit einem Taschentuch weg.
(Höschen habe ich bislang nur einmal - in einer Ferienwohnung mit Teppich - benutzt...)

(09.02.2013, 23:50)Omi schrieb: Wie viel Rücksicht wird an die Besitzer von einer läufigen Hündin erwartet?
siehe oben
(Besitzer von "die-hören-nix"-Rüden haben allerdings mitunter noch höhere Erwartungen...)

(09.02.2013, 23:50)Omi schrieb: Wie viel Rücksicht wird von Besitzern eines, oder mehrerer Rüden im Umgang mit einer läufigen Hündin erwartet?
Ebenfalls Rücksichtnahme:
Die Rüden von meiner Hündin fernhalten und wenn nötig anleinen.
Belästigungen meiner Hündin auch nach der Hitze wenn die Hündin noch gut duftet - spätestens nach höflicher Aufforderung meinerseits - unterbinden!
LG,
Ulrike.

[Bild: a010.gif] [Bild: a010.gif]
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#5
Hallo Omi

Im Prinzip kann ich mich Ulrikes Ausführungen anschließen.

Mit der Ausnahme, dass ich selbst wohl nie auf die Idee käme, mit einer läufigen Hündin eine Trainingstunde zu besuchen.

Leider habe ich zu oft die Erfahrung gemacht, dass Rüdenbesitzer die Einstellung haben, dass Vermeidung nur Sache der anderen Seite ist.

Z.B. gab es bei uns einen kleinen Rüden, der sich an verschiedenen Stellen unter unserem Zaun hindurch gebuddelt hat.
Als ich den Besitzer darauf ansprach, meinte er nur, dass sein Hund schon immer frei laufen würde und dass sich daran auch nichts ändern wird.
Also, wenn ich meine Hündin schon nicht mal mehr in den eigenen Garten lassen kann, weil den fremde Rüden bevölkern, finde ich das nicht mehr witzig.
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#6
(10.02.2013, 18:12)Gerti schrieb: Im Prinzip kann ich mich Ulrikes Ausführungen anschließen.

Mit der Ausnahme, dass ich selbst wohl nie auf die Idee käme, mit einer läufigen Hündin eine Trainingstunde zu besuchen.

Leider habe ich zu oft die Erfahrung gemacht, dass Rüdenbesitzer die Einstellung haben, dass Vermeidung nur Sache der anderen Seite ist.

jepp,
"normale" Trainingsstunden in der Hundeschule habe ich nie besucht,
weil ich entweder gar nicht teilnehmen durfte oder es zu viel Stress gegeben hätte ...

Im Rettungshundetraining sehe ich das allerdings differenzierter:
angehende Rettungshunde müssen m.M. nach lernen, bis zu einem gewissen Grad auch mit solchen Ablenkungen umzugehen.
(In der Standhitze würde ich allerdings immer fernbleiben!)

Übrigens war dieses Thema - und die Konflikte damit - u.a. einer der Gründe für mich, von der Fläche/Trümmer-Suche zum Mantrailing zu wechseln.
Seitdem ist das alles kein Problem mehr ... lachen
LG,
Ulrike.

[Bild: a010.gif] [Bild: a010.gif]
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#7
Grundsaetzlich sind in England sehr viele Rueden/Huendinnen nicht intakt, mehrheitlich wird im Alter von 6 Monaten operiert.
Hunde sind in oeffentlichen Raeumen nicht erlaubt. Ich wuerde sie wahrscheinlich aus Ruecksicht auf Andere auch nicht mitnehmen.
Hier sind in (fast) allen Hundetrainingclubs laeufigen Huendinnen verboten, auch auf Turnieren duerfen sie nicht laufen. Ich persoenlich finde das extrem Realitaetsfern, daher sind in meinem Agilityclub laeufige Huendinnen mehr als willkommen. Das ist fuer alle Besitzer und alle Hunde eine gute Uebung und hat noch nie Probleme verursacht.

Mein eigener Ruede hat oft Huendinnen im Haus, die laeufig sind und sich ihm penetrant anbieten. Ich erwarte von fremden Hunden oder Besitzern keine besondere Ruecksichtnahme, sondern von meinen Hunden das sie sich im Griff haben. Im Falle von Laeufigkeit gilt es bei fremden Huendinnen und genauso wie bei unseren "Eigenen". Pai weiss das er keine Rechte hat auf sie hat. Ich kontrolliere bei Bedarf die Aktionen der Rueden in meinen Haushalt, Lucy kontrolliert die Aktionen der Huendinnen, unverschaemtes Flirten/unnormale Aufmerksamkeit hat immer Konsequenzen. ZB ist eine Terrierhuendin Lucy so unangenehm aufgefallen, das sie sie noch lange nach Abschluss der Laeufigkeit stark kontrolliert bzw sogar ausgeschlossen hat.

Wenn ich laeufige Gasthuendinnen haben, gehen ich mit meiner Gruppe fern ab vom Trubel. Wie schon gesagt, ist es unwahrscheinlich das wir hier intakte Rueden treffen, aber auch Kastraten zeigen manchmal Interesse. Bei Sichtung von Hunden kommt Huendin an die Leine, die anderen Hunde lenken ab oder blockieren den Zugang und Huendin und ich passieren ungehindert.
Kathi, Lu und Pai
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#8
sehe das wie kamalii
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#9
Ich erwarte eine Gegenseitige Rücksichtnahme. Ich erwarte nicht das sich ein Rüde sehr im Griff hat, vor allem meide ich läufige Hündinnen wenn sie in der Standhitze sind.Ich denke es kommt hier auch sehr stark auf den Rüden an, wie hormongesteuert er ist, da gibt es erhebliche Unterschiede und eine läufige Hündin hier im Haus würde ich unseren Rüden auch niemals antun. Scotty z.B. damals, der war lang nicht so interessiert wie Skipper.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#10
Habe diese Frage auch immer wieder zu entscheiden, und ich entscheide sie situativ.

Früher war es bei uns auf den Hundeplätzen generell so, dass die Hündin 3 Wochen Platzverbot hatte. Das fand ich "normal", weil's halt immer so war. Hinterfragt habe ich es erst im Laufe der Zeit. Verändern konnte ich es erst, als die "Weil's-immer-so-war-Leute" nicht mehr das Sagen hatten, sondern man sich neu definieren und ausprobieren konnte.

Für mich ist es schwierig, wenn ich Gruppen habe, in denen die Übenden ohnehin schon mächtig zu tun haben mit dem, was ihnen die Ablenkung durch die anderen Hunde abverlangt, dann auch noch eine läufige Hündin dabei zu haben. Mein Ziel ist es, dass meine Übenden nicht mit dem Gefühl, total versagt zu haben, vom Platz gehen. Bei Anfängern mit vollwertigen Rüden wäre dies aber durchaus der Fall. Draußen im Leben kann man sich vom Reiz entfernen, den Hund anleinen, und einfach für den Rest des Spaziergangs nichts Dramatisches mehr verlangen. In einer Übungsstunde will man dann mithalten, und hat einen Hund, der nicht ansprechbar ist. Also sehe ich das schon etwas differenziert.

Ich selbst habe einen Rüden, der auch manche Kastraten wahnsinnig aufregend findet, somit hatte ich auch in den Übungsstunden und bei Vereins-Aktivitäten oft die Konfrontation mit diesem Problem. Es war harte Arbeit, meinem Rüden klar zu machen, wie er sich zu benehmen hat. 100% habe ich in diesem Thema leider nie erreicht.

Ich habe abseits davon festgestellt, dass das Phänomen durchaus auch in den Köpfen der Menschen startet. Wenn ich vorher sage, Amy ist läufig, wir nehmen sie aber trotzdem mit in die Gruppe, dann scheinen die Rüdenbesitzer ihren Hunden irgendwas zu vermitteln, was die dazu bringt, durchzudrehen. Sage ich nichts, sage ich der Besitzerin von Amy, dass sie den Mund halten und einfach mitmachen soll, interessiert sich kein Rüde für Amy. Komisch, nicht?

Ob man mit einer Standhitzenhündin nun unbedingt in ein belebtes Auslaufgebiet gehen muss, finde ich fragwürdig. Ich würde es nicht tun. Ich hätte wohl auch Probleme, meine Hündin während der Läufigkeit unbeaufsichtigt in den Garten zu lassen, da Tunnelgangster bekannt sind und auch Befruchtungen durch Maschendrahtzäune schon vorkamen. Ich hätte einfach zu viel Schiss, dass da was passiert.

Ich selbst muss zugeben, dass ich es immer total süß finde, wenn Sherlock sich für eine Hündin "hübsch" macht. Das ist total Panne, ich weiß das, aber ich kann auch nichts für meine Empfindungen. Dieses Flirten und Anbaggern, wenn er dann noch mal zum Junghund wird... *schmacht* Naja, und wenn er sie dann zu sehr bedrängt, greift man ein, das ist eigentlich völlig unfair. Letztlich müsste man es von Anfang an verbieten.

Zuletzt Sylvester haben wir es so gemacht. Daike wurde zum Tabu erklärt, weil wir gemeinsam feiern wollten, und das klappte. Hätten wir ihn erst schäkern lassen, dann hätte das so nicht geklappt.

Coffie ist noch nicht so weit, dass er es wirklich versteht. Er kümmert sich noch wenig um die gut riechenden Damen.

Rücksichtnahme ist generell wichtig, aber jeder legt sie anders aus. Daher wird es immer schwierig sein, da eine feste Regel zu finden. Grundsätzlich sollte kein Hund bedrängt werden müssen, nur wie viele Menschen erkennen, ab wann sich ein Hund bedrängt fühlt? Wie viele würden noch sagen, wieso, die spielen doch so schön!

Ob nun läufig oder nicht, ich fange immer mehr an, Zwangsvergesellschaftungen von Hunden wie Gassigruppen, Spielgruppen, Hundewiesen, aber auch private Freundschaften, wo Hunde nicht unbedingt zusammen passen, aber zusammen können sollen, als sehr anstrengend zu empfinden. Ich bin da wohl grad in einer Entwicklung, in der ich mehr und mehr Dinge sehe oder fühle, die ich nicht positiv empfinde.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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