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Achten eure Hunde aus „freiem Willen“ auf euch?
#31
Hallo Lydia,



Dies sehe ich weniger als eine Frage der Entscheidung im Sinne des „freien Willens“, eher als eine Frage der Motivation.
Motivation deshalb, da wir nicht als unbeschriebenes Blatt geboren werden, dadurch auch unsere angeborenen und erworbenen Verhaltensweisen zusammen, ihren Einfluss bewirken.
Das ist ähnlich dem Bauchgefühl (unbewusstes vs. bewusstes) Handel beides wird vom Gehirn verursacht, jedem ist klar das der Bauch nicht denkt oder handelt, denn wir haben hier die „Willensfreiheit“ unserem Bauchgefühl oder unserem Bewusstsein zu folgen.


LG Hans Georg
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#32
und die wiederum ist von unserem Charakter und unseren Erfahrungen beeinflusst zwinkern
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#33
Hallo Lydia,


Jedes Verhalten eines Organismus ist so komplex, das es selten monokausal ist, aber auch bei ansonsten multikausalen Zusammenhängen, lassen sich einzelne Motivationen herauslösen.

Bei dem Tragen eines Kindes links, wird vermutet das es vom Herzschlag der Mutter der beruhigend wirkt, verursacht ist, also unbewusste Motivation. Dazu braucht man aber keinen Willen „freien Willen“, man/frau muss keine Entscheidung treffen, sie tun es einfach.

Was kann man aber über diese Situation noch sagen, um so länger das Kind auf dem Arm der Mutter ist, wird sie irgend wann, den Arm wechseln und das Kind rechts tragen, auch hier ist die Motivation klar, Ermüdungen. Das hat aber auch nichts mit dem „freien Willen“ zu tun, sondern liegt in der Natur der Sache, ein Kind zutragen ermüdet.

Gehe ich heute ins Kino oder in die Disco, lautet die Frage?
Nun kann ich mich entscheiden, niemand kann mich dazu zwingen, z. B. in die Disco zu gehen, nur, sollte es eine Konsequenz geben, wenn ich mich fürs Kino entscheide, muss ich sie tragen, aber auch hier gilt, meine Willensfreiheit.
Das ist ganz unabhängig von meiner Motivation, ich wäge ab und entscheide.

Vielleicht noch ein Beispiel, im Schlaf drehen wir uns mehrere male unbewusst in unterschiedlichster Weise, das unterliegt auch nicht unserem Willen, sondern wir tun es, dafür gibt es aber auch eine Motivation, analog dem Kind tragen.


LG Hans Georg
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#34
Was die Mütter angeht hielten es eben viele für eine freie Entscheidung, die sie auch begründen konnten.

Das schöne an diesem Thema ist, dass eigentlich jeder Recht hat, egal welche Meinung er vertritt. Es kommt nur darauf an, welche Ebene der Entscheidungsfindung man betrachtet.

Geht jemand mit Turnschuhen in ein feines Restaurant und grenzt sich damit bewusst ab, dann kann kann ich das als eine bewusste Entscheidung sehen, denn derjenige möchte eben anders sein.
Jetzt begebe ich mich aber weiter zurück in seiner Entscheidung und frage, warum er anders sein möchte, was ihn sozusagen dazu treibt, genau das Gegenteil zu tun (was ja wiederum fremdbestimmt ist) und lande bei der Antwort in seiner Erziehung, seinen Erfahrungen, seiner Charakterstruktur, aufgrund deren er nicht anders handeln kann, als er es eben tut.

Und jetzt lasse ich mal die Möglichkeit außen vor, dass er in Parallelrealitäten keine Turnschuhe anhat oder eben gar nicht ins Restaurant geht, sprich dass alle Möglichkeiten, die eintreten können, auch tatsächlich eintreten, so dass er nur eine der vielen Möglichkeiten wahrnimmt, während seine Counterparts alle anderen Möglichkeiten abdecken und somit wieder nicht frei sind.

Und bevor es gänzlich unverständlich wird höre ich jetzt auf lachen
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#35
BEN60 schrieb:Würde mal sagen meine Beiden Racker nutzen jede gelegenheit um sich selbstständig zu machen obwohl sie dann schon immer darauf achten wo ich gerade bin.

So ist das, wenn man telt und sich nicht auf die Hunde konzentriert. schaemen

Aber nicht hauen nun. zwinkern
[Bild: IMG_0206.jpg][Bild: IMG_0792.jpg][Bild: IMG_0608.jpg][Bild: IMG_0318-1.jpg][Bild: IMG_0010-1.jpg]

Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht 10 Meilen in seinen Schuhen gelaufen bist...
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#36
Hallo Lydia,

Lydia schrieb:Geht jemand mit Turnschuhen in ein feines Restaurant und grenzt sich damit bewusst ab, dann kann kann ich das als eine bewusste Entscheidung sehen, denn derjenige möchte eben anders sein.
Jetzt begebe ich mich aber weiter zurück in seiner Entscheidung und frage, warum er anders sein möchte, was ihn sozusagen dazu treibt, genau das Gegenteil zu tun (was ja wiederum fremdbestimmt ist) und lande bei der Antwort in seiner Erziehung, seinen Erfahrungen, seiner Charakterstruktur, aufgrund deren er nicht anders handeln kann, als er es eben tut.

Wenn ich deiner Argumentation folgen würde, bedeutet dies, jeder Sittlichkeitsverbrecher hätte einen Freifahrtschein und wäre fein aus dem Schneider, er ist ja nicht für seine Tat verantwortlich.
Denn er können ja nicht anders, er hat ja keinen „freien Willen“, sein Charakter unter anderem, lässt ihm keine andere Wahl.

Was würde das für unser Strafrecht bedeuten, wenn es keinen "freien Willen" gibt?


LG Hans Georg
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#37
in der Tat wurde dies erörtert. Allerdings mehr in Hinblick auf ein genetisches "Muss".
Straffreiheit wäre es aber nicht, eher ein lebenslanges Wegsperren ohne Therapie.
Diese Therapie ändert aber wiederum die Motivlage, die die "freie" Entscheidung darauf begrenzt, es eben nicht zu tun.
Wie immer du es drehst und wendest ... zwinkern
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#38
Paeuli schrieb:So ist das, wenn man telt und sich nicht auf die Hunde konzentriert. schaemen

Aber nicht hauen nun. zwinkern

Kann schon mal passieren das die Konzentration bei einem so netten Gesprächspartner nach lässt schaemen

und nein bekommst keine Haue zwinkern
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#39
Hallo Lydia,

Lydia schrieb:in der Tat wurde dies erörtert. Allerdings mehr in Hinblick auf ein genetisches "Muss".
Straffreiheit wäre es aber nicht, eher ein lebenslanges Wegsperren ohne Therapie.
Diese Therapie ändert aber wiederum die Motivlage, die die "freie" Entscheidung darauf begrenzt, es eben nicht zu tun.
Wie immer du es drehst und wendest ... zwinkern



Die Einschränkung des „freien Willens“ ist nach den Erkenntnissen der Neurobiologie (Hirnforschung) nur dort gegeben wo es im Gehirn, genauer im Stirnhirn, krankhafte Veränderungen gibt, aber das sind Ausnahmen und nicht die Regel.

Dazu ein Zitat von dem Neurobiologen G. Roth:

Also ist mein Wille un-bedingt, er ist subjektiv frei. Ketten die ich nicht spüre, sind keine Ketten!
Dies meint auch die Feststellung Humes:
Menschen fühlen sich frei, wenn sie tun können, was sie wollen.


LG Hans Georg
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#40
diese Aussage ist richtig, geht aber an meiner Aussage vorbei.

Ich rede nicht davon, dass ein Mensch aufgrund krankhafter Veränderungen im Gehirn nicht anders handeln kann, sondern dass er aufgrund seiner Vorgeschichte usw. keine andere Entscheidung treffen kann, als die, die er trifft. Er trifft diese Entscheidung schon bewusst, aber eben nicht frei, denn die Entscheidung wird bestimmt von zahlreichen Faktoren.

Ein endloses Thema, in dem jeder Recht hat. Ich sagte es schon.

Und ich entscheide mich jetzt bewusst, es damit gut sein zu lassen. Diese Entscheidung wird von der Tatsache beeinflusst, dass ich müde bin, keine Lust habe, mich zu wiederholen (ein Charakterzug) und derzeit viel anderes um die Ohren habe. All diese Faktoren zwingen mich zu dieser Entscheidung, die ich mir einbilde, frei und bewusst zu treffen - schließlich könnte ich ja weiter diskutieren. zwinkern
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