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Hundebegegnungen oder bin ich ein Weichei?
#21
Gerti, und was wäre gewesen, wenn der Labi sich umgekehrt auf Trudel gestürzt hätte, um ihr den Apfel abzunehmen, sie zu Deinen Füßen gefaltet und die Beute geklaut hätte?

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#22
Wenn irgend möglich, lasse ich meinen Plüschkopf die Situation selbst klären und gebe dem Fensterleder wenigstens die ganzen 5-10m Leine (Beagle ableinen ist nicht immer ne gute Idee ... ).
Dann gibt es die allerwenigsten Probleme. freuen

Wenn die Wuffs aus irgendwelchen Gründen an kürzerer Leine bleiben müssen und das nicht selbst regeln können, dann verjage ich notfalls auch die "Tut-Nixe", die nicht von ihren Zweibeinern zurückgepfiffen werden. Ich versuche aber so weit wie möglich solchen Situationen aus dem Weg zu gehen, weil es mir auch keinen Spaß macht fremde Hunde zu verscheuchen.

Recht empfindlich bin ich persönlich bei belästigenden Rüden (habe zwei unkastrierte Hündinnen, die können gelegentlich gut riechen...)
Die Große ist ja relativ wehrhaft, die Kleine muss ich eher mal schützen.
(Gar nicht leiden kann ich dann Bemerkungen wie "der ist kastriert - da kann nichts passieren" ... mit Augen rollen )
LG,
Ulrike.

[Bild: a010.gif] [Bild: a010.gif]
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#23
(04.12.2012, 21:49)Anja schrieb: Gerti, und was wäre gewesen, wenn der Labi sich umgekehrt auf Trudel gestürzt hätte, um ihr den Apfel abzunehmen, sie zu Deinen Füßen gefaltet und die Beute geklaut hätte?

Hallo Anja

Prinzipiell habe ich erstmal gar kein Problem damit, wenn mein eigener Hund zusammengefaltet wird.
Sofern es in einem adäquaten Rahmen passiert, so wie es Trudel in diesem Fall getan hat.
Da ich in solchen Fällen aber mein menschliches Denken auch nicht so ganz ablegen kann, hätte es hier so ausgesehen:
Aggressor war der Labrador. Wie ich schrieb, saß auf Trudels anderer Seite ein sehr erfahrener, kräftiger Hundebesitzer, der ebenso wie alle anderen,
den Labrador unter Beobachtung hatte. Ich war mir sicher, dass wir hätten eingreifen können.
Andererseits bin ich mir auch nicht sicher, ob Trudel mit der Rumkullerei des Apfels bewusst provoziert hat und somit ein Verlust der Beute
okay gewesen wäre.
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#24
Hovis falten eh gerne Labis... ob sie glotzen oder nicht. Selbst das Böhni ist da schon ganz gut mit eingestiegen in diese Nummer.

Ich halte es in solchen Situationen, wenn ich merke, dass sich irgendwo Spannung aufbaut, eher so, dass ich solche Konflikte vermeide. Wenn ich irgendwo sitze und meinen Kaffee trinke, meine Hunde um mich herum, dann will ich nix von ihnen geregelt haben, denn dann haben sie eigentlich ein Signal. In dem Moment, wo ich ein Signal gebe, oder wenn der Hund meine Nähe von sich aus sucht, empfinde ich es als meine Pflicht, für meine Hunde zu sorgen.

Dass man da logischerweise auch mal "versagt", weil man es gar nicht mitbekommt, was sich anbahnt, oder weil man grad gar nicht in der Lage ist, etwas vermünftig zu regeln, ist auch klar und eben menschlich. Aber ich bemühe mich eben darum, dann für sie da zu sein. Der eine Hund sucht eben mehr Schutz und Hilfe als vielleicht der andere. Beim Bären merke ich eben sein Alter und seine ihm bewusste Gebrechlichkeit.

Werde niemals seine unglaubliche Dankbarkeit vergessen, als JoJo und ich im Urlaub eine halbe Stunde lang mit einem ausgebrochenen Neufundländer kämpften, um diesen von Sherlock fern zu halten. Das war die Hölle, aber wir waren erfolgreich, bis endlich irgendwann die Besitzerin mit dem Auto angefahren kam und uns erlöste, weil ihr eine andere Autofahrerin, die unsere Not sah und den Hund kannte, Bescheid gesagt hatte.

Der Blick vom Bären währenddessen und auch danach sprach Bände.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#25
Okay, das mit dem "Signal" sehe ich genauso, obwohl ich das (nach Fichtelmeier) "grünen Bereich" nenne.
Problem bei der Sache ist, dass du nicht immer mit Leuten zusammentriffst, die ähnlich denken wie du.
Und wenn man so gemütlich beisammen sitzt, dann können die Hunde doch dallern.... Du weißt ja selbst, wie das ist.

Aber du sprichst natürlich etwas ganz Entscheidendes an und das meinte ich auch mit meiner Frage, ob nicht Trudel vielleicht sogar provoziert hat:
Wer kann von sich behaupten, dass er immer und hundetrprozentig beobachtet, welcher von den Hunden hier agiert und welcher reagiert?

Ganz krass mal an Flieges Beispiel: Wissen wir genau, ob die Kleine sich nicht irgendeine totale Frechheit erlaubt hat, die wir gar nicht wahrgenommen haben?
Ob der erwachsene Hund nicht "gezwungen" war, hier zu reagieren?
Ich finde es schwierig, immer genau zu entscheiden, was hier gerade
zwischen Hunden abgeht,
da oftmals nur eine Minibewegung notwendig ist, um einen anderen Hund zur Reaktion zu bringen.
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#26
Also ich passe auch auf bei Hunden Begegnungen. 1. weil Joschi leider auch nicht der Sozial Kompetente Hund ist und zweitens weil viele Menschen leider nicht auf ihre Hunde und dessen Signale achten.

Mein Hund wurde leider schon mehrfach gebissen und einmal davon sogar Lebensgefährlich. Deshalb bin ich mittlerweile nicht mehr so entspannt und beobachte genau. an Stellen wo es genug Platz gibt lasse ich auch gerne mal den Kontakt zu Artgenossen zu, da kann ich dann auch mal die Leine fallen lassen. Aber in der Stadt ist das schwierig.

Ich denke um richtig mit den jeweiligen Situationen umzugehen sollte die Menschen ihre Hunde lesen können, doch das ist oft nicht der Fall.
Es Grüßen Nicole
mit

[Bild: 9932221ukt.jpg]
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#27
Ich hatte erst am Sonntag wieder eine Begegnung mit dem Monster-Nachbarshund.
Er stürzte aus dem Nichts, war noch duster den Weg herauf und ich war nur damit beschäftigt, ihn abzuweisen
und Monty hinter mir zu halten. Brüllen, Ausfallschritt, nö, hat den nicht interessiert.
Monty hatte Angst vor ihm und dem Hund ist auch nicht zu trauen, er hat schon mal Luca gebissen, der GsD nicht dabei war,
dann hätte es leider eskaliert weil Luca sich das nicht gefallen lässt, den Rüden gar nicht mag und wir ein Größenverhältniss von 51 zu 70 und 20 kg zu 40 kg haben...
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#28
Ich bin jetzt wirklich etwas irritiert.


Bitte jetzt nicht falsch verstehen Smilie_girl_054


Viele schreiben hier, dass sie ihre Hunde kaum von der Leine lassen können, wegen den ANDEREN.


So nach dem Motte mein "Dertutnichts" wird aber von dem anderen "Tutnichts" böse angemacht, oder wie jetzt?


Persönlich habe ich schon viele Hunde mit Halter kennen lernen dürfen.

Der ein oder andere Halter war über das gesunde Maß hinaus sehr unsicher und der Andere litt eben an völliger Selbstüberschätzung, ABER in diese Kategorien ließen sich nur ganz ganz wenige schieben.

Leider sind diese Hunde immer so ein gewisses Spiegelbild dieser "Unsicherheiten/Einschätzungen".



Zum Beispiel gibt es in der Hundeschule, die ich mit meinem Hund besuche, nur 2 Rüden denen ich absolut nicht "traue" (im übrigen, die eine Halterin traut ihrem Rüden selber nicht, die Unsichere).


Würde ich versehentlich mit einem von diesen eine Begegnung im Freilauf haben, dann wäre ich ein großes WEICHEI.

Meine Angst würden die "Pantomime" Leser, auch Hund genannt zwinkern, erkennen.

Übrigens mein eigener Hund würde mit lesen.
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#29
Ergaenzend zu Omis Frage, an die Jenigen, die ihre Hunde nur mit sozialkompetenten Hunden laufen lassen - was versteht ihr unter 'sozialkompetent'? Was sind die Erwartungen an die Kompetenten?
Kathi, Lu und Pai
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#30
Hi Omi, hi Kathi,
ich zähle mich eigentlich nicht zu den unsicheren Hundebesitzer, habe auch keine Probleme meine Hunde mit anderen laufen zu lassen, merke nur zunehmend, das ich ihnen manches einfach nicht mehr zumuten möchte. In diesem Punkt bin ich mir unsicher, ob ich das nicht zu eng sehe und manches, was ich als Zumutung für sie empfinde, nicht zu menschlich sehe und es sie weniger überfordert als ich denke.

Sozialkompetent ist für mich derjenige, der es schafft sich so in einer, auch wechselnder Gruppe zu verhalten oder einzugliedern, das diese "funktioniert". Ohne dabei seine eigene Persönlichkeit aufzugeben etc. Sozialkompetent ist für mich nicht derjenige, der jedem Konflikt aus dem WEg geht, aber derjenige der Konflikte zu seinen Gunsten ohne ernsthafte Auseinandersetzung zu lösen.
Es gibt sicherlich verschiedene Positionen, die man da einnehmen kann, man muss kein "Bestimmer" sein, um sozialkompetent zu sein.

Meinen alten Luke konnte ich seit seiner Jugend mit jedem Hund zusammen lassen, - ausgenommen körperlich sehr viel stärkere Hunde, die nur auf Beschädigung aus waren. Bei kleineren war dies selten ein Problem, in der Regel hat er diesen ohne Verletzungen klar machen können, das er Angriff nicht duldet, aber Kommunikation schätzt und funktioniert. Teilweise hat er kleine Terrierrüden einfach in seine Halskrause fliegen lassen, nur den Kopf weggedreht und unbeteiligt getan. Teilweise hat er sich einfach auf den von hinten in seine Beine beissenden Hund raufgesetzt und in die Luft geschaut oder oder. Er konnte auf so vielfältige Möglichkeiten mit anderen Hunden reden, das er fast immer verstanden wurde. War dabei weder gestresst, noch wütend, noch aufgeregt. Als ein älterer Rüde ihm seinen Knochen wegnehmen wollte, hat er sich einfach auf diese seitlich drauf gelegt und die Augen geschlossen . gewonnen.
Mein jüngerer Jack fürchtet sich manchmal etwas vor fremden Rüden, ist dort auch sehr konfliktscheu, kann aber innerhalb der bekannten Gruppe und mit fast jedem Junghund Sachen machen, die einfach toll sind. Zahnlos und ohne Verletzung, allerdings mehr als Typ "Onkel".
Sogar klein Bute kann schon tolle Sachen finde ich. Sie ankeifende, anspringende Hunde kann sie einfach ausweichen, sich nciht drüber aufregen und ignorieren, trotzdem kurz darauf wieder ein freundliche Spielangebot auf dem Rücken liegen mache usw.

upps...abgeschweift zwinkern...
Fliege
Ein Experte ist eine Person, die jeden möglichen Fehler in einem sehr begrenzten
Arbeitsfeld schon einmal gemacht hat.
Niels Bohr
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