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Hundebegegnungen oder bin ich ein Weichei?
#11
Caspi und Schnappi Tinka haben sich seinerzeit auch sofort verstanden... Hunde sind eben doch oft Rassisten. Und das meine ich nicht negativ.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#12
Okay, danke Anja!
Da es mir persönlich unangenehm ist, mir fremde Hunde zu wegzuscheuchen, werde ich solche Situationen dann halt meiden. Oder meine Rüden mitnehmen, die übernehmen das Wegscheuchen sicherlich gerne. Ob der Hund wirklich nichts tut, würden wir dann wohl sehen :-(

(Scherz- würde ich doch nie absichtlich tun!)

Fliege
Ein Experte ist eine Person, die jeden möglichen Fehler in einem sehr begrenzten
Arbeitsfeld schon einmal gemacht hat.
Niels Bohr
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#13
(04.12.2012, 15:48)Fliege schrieb: tut er ihm denn wirklich was an oder ist das nur mein menschliches Empfinden der Situation? Ist sowas eine Situation die "man als Hund aushalten muss"?


Oft ist es so, dass aus menschlicher Sicht einige Hunde-Situationen auch menschlich interpretiert werden.

Der Mensch setzt sich somit selber unter Stress und der eigene Vierbeiner wird noch unsicherer.

Dann gibt es auch Hunde, die nie sich selber einer "Situation" stellen mussten, aber "Situationen" erzeugen und dann noch vom Halter völlig falsch eingeschätzt werden.

Diese Hunde sind sehr bedauernswert, ihnen wurden Chancen genommen.
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#14
Wenn Du Rüden hast, die das ohne zu beschädigen regeln, warum nicht? Besser kannst Du es als Mensch eh nicht machen. Ich habe den Bären in den Freispielgruppen früher immer diese Erzieher-Jobs machen lassen, weil ich das nicht ansatzweise so gut gekonnt hätte. Leider ist er dafür inzwischen zu alt. Er konnte super splitten, korrigieren, deeskalieren und mobbing unterbrechen. Und da wurde nie ein Haar gekrümmt.

Ich sehe heute an ihm, wie hilflos er geworden ist, wenn es um Coffie geht. Er ruft mich, dass ich helfen komme. Und er kommt oft in den Freispielgruppen zu mir und zeigt mir an, dass ihm etwas nicht gefällt, das er früher geregelt hätte.

Mein größter Wunsch ist es, dass Coffie in seine Fußstapfen tritt, was das angeht. Hast Du einen solchen Hund in Deinem Rudel, lass es ihn regeln. Er wird es können.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#15
(04.12.2012, 16:39)Anja schrieb: ...Hast Du einen solchen Hund in Deinem Rudel, lass es ihn regeln. Er wird es können.

LG Anja

Mir geht es da wie dir, mein "Silberrücken" ist zu alt für sowas. Leider. Einen solchen Sozialpädagogen unter Hunden habe ich noch nie gehabt und werde ich wohl so schnell auch nicht wieder bekommen. Und mein anderer Rüde kann innerhalb einer bekannten Gruppe sehr viel, wäre aber bei fremden vermutlich doch unsicher. Oder ich.

Da fällt mir die nächste Frage für den nächsten Thread ein....

Danke Euch für Eure Einschätzungen!
Fliege
Ein Experte ist eine Person, die jeden möglichen Fehler in einem sehr begrenzten
Arbeitsfeld schon einmal gemacht hat.
Niels Bohr
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#16
Hey

(04.12.2012, 16:05)Anja schrieb: Man darf einfach auch nicht vergessen, dass die meisten Border Collies eine sehr große Individualdistanz haben im Vergleich zu anderen Hunden und zwar zuvor schon genügend Signale geben, dass man gefälligst weg zu bleiben hat, aber diese oft recht fein sind, und von distanzlosen Grobmotorikern entweder nicht gelesen oder schlicht ignoriert werden. Worst Case für mich: Klassischer Labrador ./. klassischer Border Collie. Das KANN eigentlich nur mit ner Schramm im Gesicht von dem Labi enden. Habe es leider so schon sehr häufig erlebt.


LG Anja

(04.12.2012, 16:18)Anja schrieb: Caspi und Schnappi Tinka haben sich seinerzeit auch sofort verstanden... Hunde sind eben doch oft Rassisten. Und das meine ich nicht negativ.

LG Anja

Erstens:
Spätestens hier müsstest du doch einmal deine Meinung reflektieren, dass „die Körpersprache = die Muttersprache“ der Hunde sein soll (siehe oben hervorgehoben) erstes Zitat.

Zweitens (ergänzend zu erstens):
Auch wenn ich verstehe, dass Rassisten, nicht wertend gemeint ist, eine Anmerkung dazu, in der freien Natur gibt es oftmals Fortpflanzungsschranken zwischen eng verwandten Arten, die weniger genetisch (also vom Genotyp), als vielmehr vom Phänotyp (Äußeren, Verhalten usw.) bestimmt werden.
Das würde ich z. B. auch hier bei den Hundetypen und/oder Hunderassen nicht gänzlich ausschließen, auch wenn es sicherlich bei Hunden eine untergeordnete Rolle spielen mag.



Ein Theoretiker ist ein Mensch, der praktisch nur denkt (W. Mitsch).
lg hansgeorg
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#17
Möchte mich auch noch mal äußern.

Ich gehe an Hundebegegnungen sehr entspannt heran.
Vielleicht ein Grund, warum ich in 28 Jahren noch nie eine ernsthafte Beißerei erleben musste.
(Mal von der Staffhündin, die ich schon mehrfach erwähnt habe, abgesehen)
Mit Olga hatte ich einen Hund, bei dem ein anderer niemals auf die Idee gekommen wäre, ihr "dumm" zu kommen.
Sie hatte einfach eine Persönlichkeit, die das ausschloss.
Bei Trudel ist das anders, weil sie nicht unbedingt diese "Sicherheit"(?) ausstrahlt.
Trotzdem finde ich, dass sie lernen muss, mit Solchen Situationen umzugehen. Sprich: entweder klein beigeben oder sich gerade machen.
Man kann seinen Hund nicht in Watte packen, es gehört zum Leben dazu.
Als Mutter, kämest du auf den Gedanken, dein Kind nicht in den Kindergarten zu schicken, weil es dort vielleicht mal Streit bekommen könnte?

Wobei ich auch denke, dass ein 6 Monate alter Hund, gern mal kleine Brötchen backen sollte.
Wann soll er es denn sonst lernen?
Vor einem ernsten Angriff würde ich natürlich auch reagieren. Doch wenn schon Frauchen zu zittern beginnt, was soll aus der Situation entstehen?
Nicht böse sein, aber vielleicht doch ein kleines Weichei.

Trudel z.B hat immer den Schwanz eingeklemmt, wenn es etwas brenzlig wurde.
Nach ihrer Schilddrüsen Substitution habe folgene Situation erlebt:
Wir saßen mit mehreren Menschen und Hunden draußen beisammen, eine Frau verteilte Äpfel an die Hunde.
Trudel mag keine Äpfel, lag neben mir und kullerte das Teil mit dem Rüssel lustlos umher.
Ein Labradorrüde, der seinen Apfel wohl im Ganzen verschlungen hatte, begann, Trudel aus ca. 5 m Entfernung zu fixieren.
Allen fiel das auf, nur den Besitzern nicht. Mehrfach wurden sie gewarnt, euer Hund fixiert böse.
Ach was, ein Tutnix.
Da Trudel neben mir war und auf der anderen Seite ein sehr erfahrener und kräftiger Hundebesitzer, ließ ich die Sache einfach laufen.
Obwohl für mich nicht wahrnehmbar war, ob Trudel den Labrador überhaupt bemerkte, schoss sie plötzlich los, faltete ihn kurz auf dem Boden zusammen und kehrte dann zu ihrem Apfel zurück.
Sekunden nur, völlig unspektakulär, aber die Situation war geklärt. Und Trudel hat Selbstbewusstsein daraus gezogen, weil sie allein agiert und nicht Frauchen für sie geregelt hat.
Was will ich damit sagen? Bis zu einem gewissen Punkt sollten Hunde die Möglichkeit haben, Situationen allein zu regeln, auch wenn es mal etwas heftiger ausfällt.
Wie gesagt, ich bin damit immer gut gefahren und bin mir sicher, dass mein Hund adäquat handeln konnte, weil ich niemals Angst hatte oder unsicher war.
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#18
Hi Gerti,ganz deiner Meinung. Mit 6 Monate soll sie kleine Brötchen Backen, tut sie auch. Ich finde ihr sozialverhalten gut und sicher und denke eigentlich auch, das sie genau deshalb so extrem auf den Hund reagiert. Der hält meiner Interpretation nach anderen Hunden schon auf 50 m Entfernung das Messer vor die Schnauze. Meint er vielleicht nicht so. Weiß mein Hund aber nicht. Und wenn er es so meinen sollte, finde ich es gut, das sie mit weichen reagiert. Nur sollte dann nicht entweder der drohende Hund abdrehen oder weggerufen werden? es ist halt unnötig andere Hunde auf diese weise zu bedrängen v.a wenn sie dies signalisieren ?
Ich würde auch mit dem Erzieher reden wenn mein Kind von einem Erwachsenen bedroht werden wuerde . Oh ja!!
Fliege


Aber vermutlich trotzdem ein Bächen weichei, du hast wohl recht
Ein Experte ist eine Person, die jeden möglichen Fehler in einem sehr begrenzten
Arbeitsfeld schon einmal gemacht hat.
Niels Bohr
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#19
Ich gehe da nach mehreren Vorfällen hier auf dem Land, auch nicht mehr entspannt in solche Situationen.
A: habe ich einen Rüden, der nicht immer sozial kompatible ist und B: haben wir hier genug Hunde, die es noch weniger sind und sich auf unsere gestürzt haben und auch immer noch stürzen...
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#20
Schoen geschrieben Gerti freuen
Kathi, Lu und Pai
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