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Geschlechtsspezifische Gehirnleistung?
#1
Hallo

Ich habe mal wieder das Buch "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken" in den Händen.

Nun bin ich gerade beim Thema der unterschiedlichen Hirnleistung, bzw. Spezialisierung des Gehirns, die durch
Geschlechtszugehörigkeit vorgegeben ist.

Hier wird u.a. beschrieben, dass auch bei Säugetieren festgestellt wurde, dass männliche Tiere ein erheblich besseres räumliches Vorstellungsvermögen
besitzen als weibliche.
So sollen männliche Ratten in der Regel schneller durch ein Labyrinth oder Elefantenbullen leichter an Wasserstellen zurückfinden.

Meine Frage richtet sich nun an diejenigen, die mit Hunden beiderlei Geschlechts zu tun haben oder intensiv arbeiten.
Habt ihr auch beobachtet, dass Rüden gegenüber Hündinnen bei speziellen Aufgabenstellungen im Vorteil sind?
Bzw. auch umgekehrt?

Wenn ja, könntet ihr dazu Details erzählen?
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#2
Das Thema ist super!

Ich werde später dazu etwas schreiben. coffee
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#3
Definitiv nein.
Ein Experte ist eine Person, die jeden möglichen Fehler in einem sehr begrenzten
Arbeitsfeld schon einmal gemacht hat.
Niels Bohr
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#4
Hallo Gerti,

(27.11.2012, 19:48)Gerti schrieb: Meine Frage richtet sich nun an diejenigen, die mit Hunden beiderlei Geschlechts zu tun haben oder intensiv arbeiten.
Habt ihr auch beobachtet, dass Rüden gegenüber Hündinnen bei speziellen Aufgabenstellungen im Vorteil sind?
Bzw. auch umgekehrt?

Wenn ja, könntet ihr dazu Details erzählen?

mit dem Wissen der Neurobiologie, macht es die Unterschiede etwas deutlicher.
Bei Blindenführhunden, würde ich bspw. grundsätzlich Rüden vor ziehen, da auch bei Hunden das räumliche und geografische Gedächtnis besser ausgeprägt ist.
Hündinnen würde ich bevorzugt als Servicehund ausbilden wollen.
Weiter lässt sich durch die Geschlechtshormone ableiten, wie sie das Gehirn beeinflussen, wie bspw. das Östrogen welches einige Botenstoffe bindet und sie damit unbrauchbar macht.

Alles in allem ist das jedoch ein sehr umfassendes Gebiet, welches jedoch auch hilfreich bei vielen Verhaltensweisen sein kann.

Wenn Dich das näher interessiert, kannst Du das ja als Themendiskussion zur Weihnachtsfeier vorschlagen. Wir suchen da noch einiges, was vorgeschlagen werden soll.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#5
Hallo Thomas

Ja, die Sache interessiert mich sehr.
Leider weiß ich aber nicht, ob ich an der Weihnachtsfeier teilnehmen kann.
Wäre es dir auch recht, wenn wir hier etwas darüber sinnieren?
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#6
Ich kann dazu nur meine Gefuehle insgesamt beschreiben. Eine eindeutige Aussage wird aber wohl, fuer meine Hunde, nicht moeglich sein, denn sie sind charakterlich so sehr unterschiedlich, dazu noch so verschieden aufgewachsen, Luz ist nun koerperlich eingeschraenkt, sie haben unterschiedliche Aufgaben und ich habe grundsaetzlich eine negativere Einstellung zu ihr traurig (Entschuldigung)

Leben mit Luz ist fuer mich schwieriger als mit jedem anderen Hund, aber wenns ums Arbeiten ging war sie immer super einfach und umgaenglich. Sie scheint mir Perfektionist zu sein, wenn Hunde das sein koennen. Wenn Lucy jedoch stresst, dann kann sie nicht nachdenken, trifft schlechte Entscheidungen und reagiert ueber. Stress bekommen weder sie selber, noch ich unter Kontrolle.
Pai ist anders herum, Leben mit ihm koennte einfacher nicht sein, in der Arbeit ist er ziemlich hart und will seinen Kopf durchsetzen. Er ist das Gegenteil zum Lucyperfektionisten, Perfektionismus muss ich von aussen einbringen. Aber Pai stresst nur selten, er scheint immer Herr ueber sich zu sein und hat keinerlei Probleme mit Entscheidungsfindungen. Ich hab ihn noch aus Stress heraus ueberreagieren sehen, wenn er reagiert dann voellig ruhig und mit kalter Berechung.

Wenn ich nun ueber diese Frage nachdenke, dann hab ich das Gefuehl sie ist irgendwie unfaehiger ist traurig was mir direkt ein schlechtes Gewissen hinterher schiebt, denn es ist natuerlich eine voellig ungerechte Aussage. Nur was nuetzt es wenn der Hund arbeiten kann, Mensch es aber nicht geschafft hat, ihn/sie fuers Leben fit zu bekommen? Fuer ein Haushund macht das Leben an sich nun mal den groesseren Teil des Lebens aus, wenn du verstehst was ich meine.
Weiss nicht ob das nun aber off Topic ist lachen Das musst du mir bitte mal sagen.
Kathi, Lu und Pai
Antworten
#7
(02.12.2012, 12:30)Gerti schrieb: Wäre es dir auch recht, wenn wir hier etwas darüber sinnieren?

Klar ist mir das Recht, doch dann, und das liegt nicht an der Lust zu schreiben, sondern eher an dem Umfang des Gebiets und der Zeit, wirst Du Dich auch hier in Geduld üben müssen
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
Antworten
#8
Okay, dann leg ich mal los mit den ersten Fragen.

Für diejenigen, die o.g. Buch nicht kennen:

Es wird geschildert, wie unterschiedlich die Evolution bei Männern und Frauen gearbeitet hat.
Die Lektüre ist nicht wirklich wissenschaftlich, sondern teilweise sogar sehr amüsant zu lesen, stützt sich aber durchaus auf
ernsthafte Untersuchungen und Forschungen.
Das Buch beschreibt, wie durch die klassische Rollenverteilung -Mann>Jäger/Frau>Nesthüterin- die Gehirnleistung, die Sinne,
die körperlichen Fähigkeiten usw. oftmals eine komplett unterschiedliche Entwicklungen nahmen.
In der Beschreibung von vielen kleinen Alltagssituationen kann sich jeder wiederfinden und so manche -bislang- unverständliche Verhaltensweise des anderen Geschlechts wird nachvollziehbar.

Was für mich aber unverständlich bleibt, ist nun der Rückschluss auf die Tierwelt, speziell auf unsere Hunde.
Mich hat Thomas`s Antwort tatsächlich überrascht, da ich hier geschlechtsspezifische Leistungen nicht wirklich nachvollziehen kann.

Weder bei den Wölfen, noch bei Hunden haben wir doch eine so strikte Rollenverteilung zwischen männlichen und weiblichen Tieren zu beobachten.


Da Neurobiologie nun wirklich nicht mein Spezialgebiet ist, hoffe ich auf einigermaßen verständliche Antworten. lachen
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
Antworten
#9
Hallo,

ich habe zwar keine Antworten, aber mir ist bei meinen Hunden etwas aufgefallen:
Wenn ein neues Kommando bzw. ein neuer Trick gelernt wird, dann zeigt

- der Rüde
beim Erlernen viele verschieden Lösungsansätze, um die gestellte Aufgabe zu erreichen. Er kommt dadurch relativ (zur Hündin) schnell zum Ziel. Wenn die Aufgabe geübt wird, ist das sichere Ausführen anfangs nur teilweise gegeben. Durch stäniges Üben wird die Ausführung immer zuverlässiger.

- die Hündin
beim Erlernen nur wenig eigene Lösungsansätze. Sie braucht relativ (zum Rüden) lang, um das Ziel zu erreichen. Wenn die Aufgabe geübt wird, dann zeigt sie von Anfang an eine sichere Ausführung der Aufgabe.

Ob es sich dabei um eine "geschlechtsspezifische Gehirnleistung" handelt, vage ich nicht zu beurteilen.
Gruß
Olivier
___________________________________
Ich will nicht kopieren. Ich will verstehen.
Antworten
#10
Hallo Olivier,
zunächst stellt sich die Frage, warum die Hunde so geschlechtsspezifisch unterschiedlich behandelt wurden?

(06.01.2013, 12:43)Olivier schrieb: - der Rüde
beim Erlernen viele verschieden Lösungsansätze, um die gestellte Aufgabe zu erreichen.

(06.01.2013, 12:43)Olivier schrieb: - die Hündin
beim Erlernen nur wenig eigene Lösungsansätze. Sie braucht relativ (zum Rüden) lang, um das Ziel zu erreichen.

Es wäre hier hilfreicher, die Lösungsansätze zu erörtern, damit man besser erkennen kann, ob es sich hier um leistungsbedingte Demotivation handeln kann, ob wesensspezifische Lernmethoden zur Geltung kommen, genetische Dispositionen unberücksichtigt bleiben, oder es eben um einen geschlechtsspezifischen Unterschied geht.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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