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Harmonisches Hundetraining (DVD)
#31
zugegeben ich verwende das bleib auch in Verbindung mit einem Sichtzeichen und mein Hund bleibt dann da wo ich ihn abgelegt habe. Seiner Zeit als ich Joschi zu mir kam wurde das in meiner Hundeschule so gelehrt und ich frage mich ernsthaft was daran falsch sein sollte. Ich weiß man kann Hunde auf viele verschiedene Arten erziehen. Die einen fordern von ihren Hund das er da wo er Sitz oder Platz macht auch bleibt ohne es nochmal extra zu sagen und die anderen machen da einen Unterschied und fordern den Hund durch ein bleib auf dazu bleiben. Und das normale Sitz oder Platz heben sie auf z.B. wenn sie weiter gehen, also Hundehalter geht weiter und der Hund folgt ihm und wenn der Halter stehen bleibt setzt sich der Hund automatisch. Ich denke es kommt darauf an was man seinem Hund beibringen will und für was man das braucht.
Es Grüßen Nicole
mit

[Bild: 9932221ukt.jpg]
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#32
Gehe doch einfach mal mit Deinem Hund, ohne Kommando, los und nach ein paar Metern bleib einfach stehen.

Was denkst Du macht Dein Hund?
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#33
Meiner läuft um mich herum oder bleibt einfach da stehen wo er gerade ist. Nach einer Weile kommt er dann zu mir. Aber er setzt sich nicht hin, nur wenn ich ihm das Kommando gebe.
Es Grüßen Nicole
mit

[Bild: 9932221ukt.jpg]
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#34
Das Wort Bleib hat für mich deshalb keinen Sinn, weil es sonst letztlich ausreichen würde, wenn ich sitz, platz oder steh sage, dass der Hund eine Sekunde in der gewünschten Position verharrt, und dann wieder tun kann, was er will. Denn woher soll mein Hund wissen, wie lange er sitzen, liegen oder stehen soll, wenn ich noch ein Bekräftigungskommando dazu brauche? Was hat das Bleib für einen Sinn? Das Bleib sagt der Mensch, wie so vieles, zu sich selbst, weil er sich eben nicht sicher sein kann, dass der Hund bleibt, weil es nicht sauber mit einem Auflösewort aufgebaut wurde.

Für mich genau so sinnentleert wie 5 verschieden Abbruchsignale. Nein für "hör auf", pfui für "lass das Ekelige da", aus für "spuck es aus", lass das für "knabbere nicht an meinen Möbeln" und dann noch abgestuft nach hör vielleicht auf und hör unbedingt auf... Verstehe ich nicht. Nein ist nein und heißt, Schluss mit dem, was Du gerade tust. Völlig wurscht, was es ist.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#35
Danke Anja das kann ich nachvollziehen.
Es Grüßen Nicole
mit

[Bild: 9932221ukt.jpg]
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#36
Und ich kann es nicht nachvollziehen.

Ich gestatte meinem Hund, bzw. halte ihn für für fähig, in gewissen Situationen selbst zu entscheiden, ob er mein "Kommando"
aufhebt oder nicht.
Mein Hund darf nämlich durchaus unterscheiden, zwischen Signalen mit absolutem Ernst und Signalen. die eine Momentaufnahme sind.

Wenn ich meinem Hund ein "Sitz" gebe, weil ich auf einem Weg stehenbleibe, um mit jemandem zu tratschen.
Dann kann es sein, dass ich nicht merke, wie sich ein Fahrradfahrer nähert, ein anderer Hund, ein Kind o.ä.
Das sind aber Momente, wo mein Hund sich bewegen darf. Entweder er geht aus dem Weg oder versucht, Distanz (Hund/Kind) herzustellen.
Ich würde niemals erwarten, dass mein Hund dann festgetackert alles über sich ergehen lässt. Und wenn ich da 1 Std. stehe, darf mein Hund auch schnuffeln gehen.
Er darf selbst entscheiden, was für ihn gut ist.
Wenn ich meinen Hund auf dem Hundeplatz unter dem Tisch ablege, ein anderer Hund meint, ihn andallern zu müssen,
so darf meiner reagieren.

In anderen Situationen - dabei muss ich aber sicher sein, dass mein Hund einen absolut geschützen Rahmen hat - gilt das
Sitz bis zur Auflösung.
Ich halte es für komplett übertrieben, dass ein Hund jedwedes Signal kadavergehorsamstechnisch ausführt, egal, was passiert.
Dann kommandiere ich nämlich wirklich und mein Hund wäre ein Roboter für mich.

Ich persönlich halte es für sinnvoller, zwischen Ernst und Halbernst zu unterscheiden. Solange mein Hund diesen Unterschied kennt und danach handelt,
sehe ich keinen Grund, für "absoluten Gehorsam" bis zum Exzess in jeder Situation.

Im Übrigen habe ich auch verschiedene Signale für Abbruch oder KOMM.
Es gibt ein "Könntest dich mal langsam hierher bewegen", ein "So, nu aber mal zu mir" und ein "Unverzüglich bist du bei mir".
Oh Wunder, mein Hund versteht mich!
Und Anja, sagtest du nicht selbst, dass dein Repertoire an Abbruchsignalen sehr umfangreich ist?
War da nicht was, mit leisem Brummeln fängt es an und hört beim Freiflug in die Dose auf? Oder so ähnlich? kopfkratz
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#37
Ich sehe das wie Gerti und da Hunde ihre Menschen verstehen, oftmals besser als umgekehrt, wissen sie auch genau, was wie gemeint ist.
[Bild: IMG_0206.jpg][Bild: IMG_0792.jpg][Bild: IMG_0608.jpg][Bild: IMG_0318-1.jpg][Bild: IMG_0010-1.jpg]

Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht 10 Meilen in seinen Schuhen gelaufen bist...
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#38
Gerti, für Situationen, wie Du sie beschreibst, gibt es den "intelligenten Ungehorsam", den ich bei meinem Hund, der definitiv KEINEN Kadavergehorsam hat, schon oft beobachten konnte. Unter anderem deshalb lege ich meinen (großen) Hund niemals angeleint irgendwo ab, damit er im Zweifelsfall fliehen kann, wenn er bedroht wird.

Wenn jedoch meine Feundin oder eine Katze am Edeka vorbei läuft, vor dem er im Platz liegt, schaut er weg und steht nicht auf.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#39
(31.10.2012, 14:05)Paeuli schrieb: Ich sehe das wie Gerti und da Hunde ihre Menschen verstehen, oftmals besser als umgekehrt, wissen sie auch genau, was wie gemeint ist.

Hallo Sandra,
wenn Hunde so gut verstehen, warum muss man sie dann in ein Sitz, oder Platz bringen, und wenn sie so gut verstehen, warum muss ich dann bleib sagen?
Müssten die Hunde dann nicht wissen, wann sie sitzen bleiben müssen, und wann sie selbst aufstehen können?
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#40
(01.11.2012, 21:30)Thomas schrieb:
(31.10.2012, 14:05)Paeuli schrieb: Ich sehe das wie Gerti und da Hunde ihre Menschen verstehen, oftmals besser als umgekehrt, wissen sie auch genau, was wie gemeint ist.

Hallo Sandra,
wenn Hunde so gut verstehen, warum muss man sie dann in ein Sitz, oder Platz bringen, und wenn sie so gut verstehen, warum muss ich dann bleib sagen?
Müssten die Hunde dann nicht wissen, wann sie sitzen bleiben müssen, und wann sie selbst aufstehen können?
Erst einmal kann ich Gerti und Paeuli zustimmen, denn wenn ich es richtig verstehe, bringen sie etwas ganz anderes zum Ausdruck als das, was du meinst.

SITZ/PLATZ usw. zu lernen, ist etwas ganz anderes für den Hund, als uns zu lesen.
Denn lesen bedeutet für mich der Hund weiß ganz genau, wenn wir von ihm etwas ernsthaft einfordern oder es einen Spielraum für ihn gibt.

Wenn ich meinen Hund mit einem KOMM auffordere und er kommt nicht, tut er das, weil er erkennt, dass ich es nicht zwingend meine.

Gut, dann kommt wieder, warum soll er dann kommen, wenn er es doch selbst entscheiden kann?

Ganz einfach Hunde sind nicht dumm und können aus ihrer Erfahrung heraus einschätzen, wie etwas von mir gemeint ist und das nutzen sie Sinnvollerweis.

Wichtig ist doch, dass er kommt, wenn ich es auch ernsthaft von ihm erwarte.
Denn das ist zum Gegensatz von Anja, der Grund, warum mein Hund nicht so „durchkonditioniert“ ist, und das hat mit „intelligentem Ungehorsam“ rein gar nichts zu tun.

Also, dass Hunde uns lesen können, hat seinen Grund, sie machen nun mal ihre Erfahrungen mit uns.

Ob ich nun zu einem gelernten und verstandenen SITZ/PLATZ usw., noch ein (Überflüssiges) "BLEIB" dranhänge, schadet dem Hund nicht, es ist zwar erst einmal doppeltgemobbelt, aber das war‘s auch schon.

Dafür versteht der Hund aber auch ein "BLEIB", wenn er z. B. in irgendeiner Situation diese Aufforderung hört und bleibt.

Noch einmal, wenn man seinem Hund „SITZ“ beibringt und er funktioniert, aber er will ohne Freigabe aufstehen, bekommt er ein erneutes „SITZ“ und danach lernt er das Auflösekommando, ist das auch kein Problem.

Richtig ausgeführt lernt der Hund beides ohne Probleme, es sind „Konditionierungen“, nicht mehr und nicht weniger.
lg hansgeorg
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