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Wieso ist der Husky an der Leine ?
#91
(04.09.2012, 22:30)Gerti schrieb: Was meinst du mit "diese Eigenschaften sind immer schwer zu erhalten"?
Dass man sie schwer findet oder sie im Hund erhalten kann?

Man kann sie schwer erhalten, weil auch Gene durch Umwelt beeinflussbar, oder veränderbar sind.
So hat man Verhalten/Aussehen in einer Rasse rein bekommen und so bekommt man sie auch wieder raus.

Um auf Haus und Hof achten zu können, schirmt man Hunde eher der umliegenden Umwelt ab, damit die Sensibilität erhalten bleibt.
Heute, in einer Zeit, wo man seinen Hund gesellschaftsfähig haben möchte, desensibilisiert man den Hund auf unterschiedlichste Reize.
Es findet also kein Bewachen, in Form von Unsicherheit mehr statt, sondern eher eine emotionale Kommunikation.
Das heißt, der Hund bellt, weil er sich freut, fürchtet, oder erwartet.
Ein bewachen lässt sich da schnell und gerne rein interpretieren, doch zeig mir einen Hund, der das nicht auch mit Leichtigkeit lernen kann.

Züchte nun mit sehr gut sozialisierten und desensibilisierten Hunden, dann verändere ich über Generationen die Genetik.


(04.09.2012, 22:30)Gerti schrieb: Was meinst du mit: "Nicht nur der Hovawart verliert diese Eigenschaften"?
Dass die gesamte Rasse nicht mehr das ist, was sie mal war?

Nein, dass viele andere Rassen ebenso davon betroffen sind.
Wenn ich heute auf einer Ausstellung von Ridgebacks gehe, dann sehe diese meist nur noch weit vom Ursprung entfernt.
Als wir bis vor 10 Jahren ungefähr noch Ridbacks aus Afrika importierten, waren diese immer extrem unterschiedlich zu den Nachkommen aus deutschen Zuchten.
Die Unterschiede waren meist so stark, dass viele behaupteten, dass das nicht mehr rassetypisch sei.
Bereits die Nachzuchten dieser Welpen aus Afrika waren nicht mehr so, wie die Elterntiere.
Da es hier nicht um Einzelfälle geht, machten diese Erfahrungen schon deutlich, wie schnell der Ursprung sich verändern lässt.

Ähnliches könnte ich vom Akita, Malamut, oder sonst welchen Rassen erzählen, auf die ich versuchte mich mit dem Ursprung vertraut zu machen, aber immer andere Tiere fand als sie beschrieben wurden.



(04.09.2012, 22:30)Gerti schrieb: In einem widerspreche ich dir aber. Ein Hovawart ohne Angst bedeutet keinesfalls, dass du nicht auf den Hof kommst.
Da habe ich genau gegenteilige Beobachtungen gemacht.
Ich würde eher behaupten, dass dies bei einem Schisser schwierig wird.

Du kannst mir gerne widersprechen, so schildere ich nur meine Erfahrungen. Beim Schisser würde ich sogar mit verbunden Augen rein gehen, weil ich mir da so sicher wäre.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#92
(04.09.2012, 21:48)Thomas schrieb: Nicht selten werden bspw. die Border unter anderen Umständen gehalten und Probleme entstehen. Die Energie, die sich dabei aufstaut, nimmt man einfach für das, was man mit dem Hund vor hat.
Deshalb kann man auch einen Border im Zughundesport gut einsetzen:
http://www.youtube.com/watch?v=7of8NNF0G6E

Das liesst sich irgendwie negativ? Hattest du eine negative Wertung im Sinn oder lese ich etwas hinein was nicht da ist?
Das Video unterstuetzt meinen Negativeindruck sogar noch. Eine solche Aufregung/Anspannung finde ich persoenlich in Arbeit nicht wuenschenswert, ist mir von Huetehunde aber bekannt.


(04.09.2012, 21:48)Thomas schrieb: Hier muss ich Dir widersprechen Gerti, denn diese Eigenschaften sind immer sehr schwer zu erhalten.
Der Grund dafür liegt beim geringeren Stresspegel, den die meisten Hunde ausgesetzt werden.
Polizeihunde sind nur deshalb so furchtlos und aggressiv in der Arbeit, weil sie isoliert gehalten werden.

Entschuldige bitte, hier verstehe ich die Zusammenhaenge nicht - der Grund fuer einen Verlust von Eigenschaften (unter Anderem?) ist der geringere Stresspegel? Ein Polizeihund wird reizarm gehalten, damit er wenig Stress hat und funktioniert?
Ein geringerer Stresspegel ist gut oder schlecht?
(Meine Gedankensortierung dauerte so lange, das du in der Zwischenzeit schon eine Antwort fuer Gerti, die diesen Teil gleich mitbeantwortet, geschrieben hast)
Kathi, Lu und Pai
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#93
(04.09.2012, 23:25)Thomas schrieb: Man kann sie schwer erhalten, weil auch Gene durch Umwelt beeinflussbar, oder veränderbar sind.
So hat man Verhalten/Aussehen in einer Rasse rein bekommen und so bekommt man sie auch wieder raus.




(04.09.2012, 22:30)Gerti schrieb: Was meinst du mit: "Nicht nur der Hovawart verliert diese Eigenschaften"?
Dass die gesamte Rasse nicht mehr das ist, was sie mal war?

Nein, dass viele andere Rassen ebenso davon betroffen sind.


Ähnliches könnte ich vom Akita, Malamut, oder sonst welchen Rassen erzählen, auf die ich versuchte mich mit dem Ursprung vertraut zu machen, aber immer andere Tiere fand als sie beschrieben wurden.


hier muss ich thomas zustimmen viele viele rassen sind dermaßen über die jahre hin dem standard angeglichen worden auf die optik hin gesehen. das sie nur noch einem einheitsbrei entsprechen, der hund von der stange ist entstanden. die eigentliche bandbreite innerhalb einer rasse ist gewaltig zusammengeschrumpft.


(04.09.2012, 23:25)Thomas schrieb: Beim Schisser würde ich sogar mit verbunden Augen rein gehen, weil ich mir da so sicher wäre.

glaub ich thomas ungesehen, ähnliches könnte ich über den husky sagen. mit sachverstand kann man schon optisch sehen ob der laufen respektive ziehen wird. ich beziehe mich jetzt nicht auf das rein körperliche sondern auf das was im kopf ist bei dem husky.
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#94
Hallo kamalii,

(04.09.2012, 23:57)kamalii schrieb:
(04.09.2012, 21:48)Thomas schrieb: Nicht selten werden bspw. die Border unter anderen Umständen gehalten und Probleme entstehen. Die Energie, die sich dabei aufstaut, nimmt man einfach für das, was man mit dem Hund vor hat.
Deshalb kann man auch einen Border im Zughundesport gut einsetzen:
http://www.youtube.com/watch?v=7of8NNF0G6E

Das liesst sich irgendwie negativ? Hattest du eine negative Wertung im Sinn oder lese ich etwas hinein was nicht da ist?

hm, mir ging es dabei um keinerlei Wertungen, sondern eher um Beispiele, die verdeutlichen sollen, welche Meinung ich vertrete.
Ich gab mir gar Mühe, so neutral wie möglich zu sein und somit auch auf den Border kam und nicht auf den hier erwähnten Husky, bzw. Hovawart.

Wie man´s macht ist es falsch, daran habe ich mich jedoch mit den Jahren gewöhnt.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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