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Max hat Panik vorm Tierarzt
#1
Hallo,

hier bin ich wieder. Ich hoffe, ich bin im richtigen Unterforum.

Tja, mein Max ist ein kleiner Mischling, geschätzt mindestens 10 Jahre alt. Ich hab ihn aus dem Tierheim, jetzt ca. 1,5 Jahre. Er war anfangs extrem bissig und ließ sich gar nicht anfassen. Ich habe fast 1 Jahr gebraucht bis ich ihn streicheln durfte. Er war ziemlich lang im Tierheim, vorher war er in einem Abbruchhaus zurück gelassen worden und ist nur durch Zufall gefunden worden vor dem Abriss.

Im Grunde ist er ein Superhund. Er hat sich total an mich gebunden und kommt auch gut mit den Katzen aus. Leider ist er ziemlich taub. Entweder durch eine chronische Ohrenentzündung oder durchs Alter. Und beim Tierarzt ist er die reine Katastrophe. Da braucht er eigentlich jedes Mal eine Vollnarkose. Maulkorb sowieso.

Hat vielleicht irgendwer eine Idee, wie ich dieses Problem angehen kann?? Max dreht völlig durch vor Panik. Da hilft auch kein Beruhigungsmittel.

viele Grüße K.
Antworten
#2
Hi,

Habe viele Jahre in Freiburg gelebt. Bei welchem Tierarzt bist du denn?

Gruß Mollyerbse
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#3
(22.07.2012, 21:58)Kaeferle schrieb: Er war anfangs extrem bissig und ließ sich gar nicht anfassen. Ich habe fast 1 Jahr gebraucht bis ich ihn streicheln durfte.

Hast Du dazu nicht etwas mehr Informationen?
Welche Motivation konnte man erkennen, wie weit ging er und was hast Du innerhalb des Jahres gemacht, damit er sich anfassen lassen hat, bzw. wie hast Du das aufgebaut?

Wie ist seine Lebensstruktur, Tagesablauf und geregelte Rituale?
Wie wird er ausgelastet und welche Rassen stecken in ihm?

Wie reagiert er auf Artgenossen und wie auf Artfremde?

Was bekommt er für Futter und wie reagiert er auf Futter?

Das sind nur wenige Fragen von vielen.

Nimm es mir nicht übel, aber wenn Du fast ein Jahr brauchtest, damit er sich streicheln ließ, dann muss da jemand ran, der etwas von seinem Fach versteht.
Sowas sollte in der Regel nicht länger als 2 Tage dauern, wenn der Hund gesund ist.
Die Tierarztgeschichte baut darauf auf, wem der Hund vertrauen kann und das solltest Du sein.
Virtuell schwer zu klären, aber wenn man für Vertrauen ein Jahr braucht, dann ist es kein Vertrauen, sondern eher eine Akzeptanz.

Gib Deinem Hund die Chance in den kommenden Jahren ein entspannteres Leben zu ermöglichen.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#4
Hallo Thomas,

hoffentlich krieg ich alle gewünschten Infos verständlich zusammen.

Also: geschätzt ist der Max ein Terriermix, evtl. so was wie ein Jack Russel, und evtl. Pinscher mit dabei. Genau weiß das niemand. Er ist etwa so groß wie ein Jack Russel, aber etwas zarter vom Knochenbau her. Er hat kurzes, glattes Fell mit viel Unterwolle in der Farbe fauve (er war in einem französischen Tierheim). Im Tierheim haben sie geschrieben: Teckel. Aber Dackel ist er ganz bestimmt nicht.

Laut Tierheim wurde er völlig verwahrlost aufgefunden in einem Abbruchhaus. Er wurde aufgepäppelt und war mindestens 2 Jahre dort, weil man ihn nicht anfassen konnte. Er hat immer gleich geschnappt. Mit der Zeit haben die es geschafft, ihm Halsband und Leine anzulegen. Aber nur ganz bestimmte Mitarbeiter durften das.

Bei mir war das auch so. Halsband und Leine anlegen ging gut, Leckerli geben auch – aber nicht anfassen. Sofort knurrrrrrrrr und schnapp. Ich dachte zuerst, es liegt evtl. an kaputten Zähnen. Das hatte ich früher schon mal bei einem Hund. Zähne musste 3 gezogen werden, chronische Ohrenentzündung wurde behandelt (mit Antibiotika) aber trotzdem nix anfassen. Der TA meinte, Max sei wohl ziemlich misshandelt worden, weil der so total ausrastet.

Ich hatte schon eine Hundetrainerin hinzugezogen, weil ich selbst nicht so recht weiter kam. Die meinte, der Max wäre nicht ängstlich sondern frech. Ich müsste mehr den Chef rauskehren (ich gebe zu, dass ich hier nicht immer ganz konsequent bin). Ich sollte ihm einen Maulkorb anlegen und ihn zwangsweise anfassen bis er sich beruhigt. Das kam mir wie eine Vergewaltigung vor und deshalb habe ich das gelassen. Maulkorbtraining natürlich gemacht für TA.

Ich habe es dann mit viel Geduld probiert. Immer beim An- oder Ableinen habe ich Max berührt. Er konnte auch immer beobachten wie ich die Katzen streichle. Irgendwann kam er dann todesmutig und schubste die Katze beiseite. Seitdem findet er Streicheln schön. Allerdings nur von mir. Andere werden immer noch angeknurrt. Sobald ich einen Gegenstand in der Hand habe, geht nix mit Berührung.

Beim üben mit Max fiel mir auf: der hört anscheinend gar nix. Wir müssen immer Sichtkontakt haben. Die ganzen schönen Übungen von der Trainerin beruhen auf hörbaren Kommandos.

Im Tagesablauf ist eher Ruhe angesagt. Wir gehen normalerweise so 3 - 4 mal Gassi, je nach Wetter und Tagesform länger oder kürzer. Mehrmals pro Woche gehen wir mit einer Freundin und ihrem kleinen Hund zusammen. Max ist ab und zu mal 1 – 2 Std. mit den Katzen alleine.

Futter gibt es ganz normales Hundefutter. Ich habe keine feste Marke. Max mag lieber Nassfutter als Trockenfutter, wohl wegen der Zähne. Ab und zu gibt es einen Hähnchenschlegel oder so was Gutes. Und natürlich Leckerli. Kauzeug liegt meist ewig rum bis ein Besuchshund das frisst.

Mit Artgenossen kommt Max meist aus, wenn sie nicht wie wild auf ihn zustürmen. Dann kläfft und knurrt er. Manche Rüden kann er nicht leiden. Das ist aber normal, denke ich. Ohne Leine ist das besser als mit. An anderen Tieren ist er nicht groß interessiert. Unsere Katzen keift er manchmal an, will wohl der Vorgesetzte sein. Manchmal erschrickt er eben, wenn eine Katze neben ihn hüpft, weil er nix hört.

Ich würde dem Max sehr gern einen entspannten Lebensabend ermöglichen. Weißt du evtl. hier in der Gegend einen richtig guten Hundetrainer??? Die Adresse von meiner letzten Trainerin hatte ich vom hiesigen Tierheim. Ich bin dankbar für jeden Tipp.

Viele Grüße K.
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#5
Schade das du nicht reagierst. Kann dir auf jeden Fall Tierarzt empfehlen und sagen zu welchem Trainer ich nicht gehen würde.

Gruß Mollyerbse
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#6
Hallo Kaeferle,
irgendwie hört sich das alles nicht so schlimm an und wird vermutlich auch keine große Sache werden.
Einen Hundetrainer in Deiner Nähe kenne ich nicht, vielleicht setzt Du Dich da mal mit mollyerbse in Verbindung, damit Du da zumindest nichts schlimmer machst, als es ist.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
Antworten
#7
Hallo Mollyerbse,

entschuldige, dass ich bisschen langsam schalte. Ich bin bei TA Bahr in der Ferdinand-Weiß-St. Da bin ich seit vielen Jahren mit meinen Tieren. Ich war schon in der Tierklinik (mit früheren Tieren) und auch schon vertretungsweise bei anderen TÄ, aber nicht so glücklich damit. Wo würdest du hin gehen??

Für eine Adresse von einem guten Trainer wäre ich dir sehr dankbar. Einer, der sich mit tauben Hunden auskennt.

Bin heute durch den Wind. Mein Katastrophenmax hat sich mit einem Riesenschäferhund angelegt. Hat zum Glück nur paar kleine Schrammen.

viele Grüße K.
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