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Hamburg und die Listenhunde
#31
(14.07.2012, 14:15)Dieselross schrieb: @Trojamoon: ...irgendwie ist das was ich rüberbringen wollte bei dir nicht angekommen. Was bringt es mit dem Finger auf andere zu zeigen und zu sagen: "die sind schuld!"? Das erzeugt haß, keine Grundlage für frieden.

Ich habe schon verstanden, aber ich sehe es einfach anders. Außerdem sind es keine Schuldzuweisungen sondern eine Überlegung warum das Thema so polarisiert wurde und daraus eben diese Verordnungen entstanden, die für mich der falsche Weg sind.
Es Grüßen Nicole
mit

[Bild: 9932221ukt.jpg]
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#32
Theorie Norbert, alles Theorie. Kenne ich selber aus dem sozialen Bereich. Die Praxis ist aber anders.
[Bild: IMG_0206.jpg][Bild: IMG_0792.jpg][Bild: IMG_0608.jpg][Bild: IMG_0318-1.jpg][Bild: IMG_0010-1.jpg]

Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht 10 Meilen in seinen Schuhen gelaufen bist...
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#33
Und noch ein Gedanke von mir, der vielleicht nicht in die Diskussion passt, aber auf Anjas Link über die Beißkraft reagiert.

Ich weiß zwar nicht, ob es einem menschlichen Beißopfer egal ist, ob er nun mit 200 kp oder 1200 kp attakiert wurde.
Ich selbst bin nur einmal von einem Neufundländer in die Wade gebissen worden - keine Ahnung mit wieviel kp - aber die Fangzähne sind nach 20 Jahren immer noch sichtbar.

Wo aber ganz gewiss ein Unterschied liegt, wenn ein "normaler" Hund mit einem "Kampfhund" in einen Ernstkampf gerät.
Dann wird nämlich ersichtlich, welches Potential dort schlummert. Und dabei geht es mir nicht um Beißkraft, sondern um die Fähigkeiten,
einen Gegner auszuschalten.
Ich erwähnte es schon mal an anderer Stelle. Wenn man jemals gesehen hat, wie erbärmlich sich ein Nichtkampfhund zu wehren versucht
und wie wenige Mittel er gegen diese Tiere aufzubieten hat,
dann weiß man, warum der Begriff "Kampfhund" vielleicht doch nicht so ganz daneben ist.

Sorry, ich habe nie bestritten, in dieser Frage persönlich vorbelastet zu sein und deshalb eine nicht ganz so rosa gefärbte Brille zu tragen.
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#34
@Hans Georg: Ja, aber je weniger es aufgewärmt wird, desto weiter Rückt es in den Hintergrund und wird durch anderes überschattet.
Beispielsweise das mit den ganzen Grippevieren. bei der ersten hatten viel mehr Leute Angst, als bei der Zweiten, und so weiter. stichwort Impfmüdigkeit...
Gruß
Norbert zwinkern
Jap, ich lebe meist in meiner eigenen Welt, es ist ok, die kennen mich da!
...wer die Musik nicht hört, hält den Tanzenden für wahnsinnig.
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#35
(14.07.2012, 16:14)Paeuli schrieb: Theorie Norbert, alles Theorie. Kenne ich selber aus dem sozialen Bereich. Die Praxis ist aber anders.
ne, die strategie dem gegenüber meine Meinung als. seine zu verkaufen ist mir schon hin und wieder geglückt. Es ist nicht einfach, aber effektiv. lachen
Gruß
Norbert zwinkern
Jap, ich lebe meist in meiner eigenen Welt, es ist ok, die kennen mich da!
...wer die Musik nicht hört, hält den Tanzenden für wahnsinnig.
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#36
(14.07.2012, 17:19)Dieselross schrieb: @Hans Georg: Ja, aber je weniger es aufgewärmt wird, desto weiter Rückt es in den Hintergrund und wird durch anderes überschattet.
Beispielsweise das mit den ganzen Grippevieren. bei der ersten hatten viel mehr Leute Angst, als bei der Zweiten, und so weiter. stichwort Impfmüdigkeit...

Ja, wenn alles so einfach wäre, dann wäre es einfach. Ist es aber leider nicht.

Außerdem, vergleich hinken oft mal, mal mehr mal weniger, oder auch ganz.

Deshalb macht es immer einen unterschied, ob du den Schlüsselreiz/Kennreiz live vor dir hast, oder er möglichst weit von dir, in welcher Form auch immer weg ist (Medien usw.).
lg hansgeorg
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#37
Jetzt schaut Euch mal HIER die Meinungen von Allen an.

WIR wissen um die "RICHTIGE" Haltung und Erziehung unserer Hunde.

WIR wissen wie viel Schaden an dem Hund angerichtet werden kann, durch Unwissenheit.

Wir wissen über unsere Außenwirkung mit Hund und das Verhalten der NICHTHUNDEMENSCHEN.


Trotz allem Wissen, sind selbst hier die Sichtweisen mehr wie nur schwarz-weiß.


Ohne Widerstand kein Fortschritt!


Denkt doch mal zurück!!!


Ein Hund an der Kette... War es sooooooooo ungewöhnlich damals?

Hundewelpen die erschlagen wurden und nur 1 bis 2 durften weiter leben... War es sooooooooooo ungewöhnlich damals?


Hunde die öffentlich misshandelt wurden... War es soooooo... bla bla bla




Aber wie sieht es heute aus!!!!!!!!!


Na klar gibt es immer noch Ausnahmen, aber heute im umgekehrten Verhältnis.

WARUM????????

Bestimmt nicht aus Selbsteinsicht!!!!!!!!!!!!
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#38
(14.07.2012, 11:41)Dieselross schrieb: ...man wird immer fündig, egal in welche Richtung man sucht. Irgendwie kommt es mir so vor, als wenn du dich immer weiter in das Thema hineinsteigerst.
Worin investierst du deine "Engergie"?
Wie kommst Du drauf, dass ich mich in etwas hinein steigere?

Meine Energie investiere ich gerne, um als Multiplikator, wie man es in einem Hundeforum sein kann, meine Meinung und Verlinkungen zu intelligent gemachten, gut recherchierten und NICHT polemischen Seiten kund zu tun.

(14.07.2012, 11:41)Dieselross schrieb: Was bringt das "herrumreiten" darauf, das Kampfhunde keine Kampfhunde sind?
Mir geht es so, das ich mir die ersten Links die Timo oder du zum Thema gepostet haben, ganz überflogen hab, letztere nur noch die ersten Zeilen, tendenz abnehmend. Die Essence ist, wenn ich das richtig aufgefasst hab die gleiche. Worin unterscheiden sich die Artikeln von den großen Medien, zu dem, was ihr verlinkt:
"Blutrünstiger Kampfhund beist Kind tot!" vs. "Da sich die Märchen von "gefährlichen Gebissen" und "tonnenweise Beißkraft"..."
2 Extreme die sich gegenüberstehen.
"Böse" vs. "Gut" bzw. "Gut" vs. "Böse"
"Himmel" vs. "Hölle"
Jeder hämmert auf seiner "Wahrheit" rum.

Der Unterschied liegt für mich auf der Hand, und hättest Du genauer hin gesehen, dann würdest Du ihn selbst sehen.

Die einen MACHEN die Headlines aufgrund eines Beißvorfalls im Sommerloch, die anderen zitieren sie und hinterlegen ihre Aussagen mit Aufklärung über Rassekunde, historische Recherchen und wissenschaftlichen Ergebnissen.
Die eine, in wenigen Minuten hin gerotzte Headline in der Tagespresse liest ganz Deutschland, weil das Blatt für wenige Cent Millionenfach vertrieben wird, die gut recherchierte Seite, die Monate Arbeit bedeutet haben mag, liest kaum jemand. Wozu auch? Man hat ja seine Meinung, denn lesen BILDet ja bekanntlich...

(14.07.2012, 11:41)Dieselross schrieb: Christen vs. Buddisten - ups, was ist hier anders? Letztere akzeptieren die anderen und investieren ihre Energie in ihre Ziele ohne die gegen die Chr. zu "kämpfen".

Sei mir nicht böse, Norbert, aber eine Glaubenssache mit Hunden zu vergleichen, ist für mich irgendwie schwierig.
Wenn wir uns schon auf diesem dünnen Eis von Glaubensfragen bewegen wollen, dann vergleiche doch die Medien mit den Hasspredigern einer Weltreligion. Dann hast Du aus meiner Sicht ins Schwarze getroffen.

Es wird Hass geschürt, es werden Ängste produziert, die Menschen zum Handeln bringen.

Kämpfen kann man auch ohne Waffen und ohne zu pöbeln.

Glaub mir, dass ich in vielen Jahren Hundehaltung, die sogar noch blond und niedlich sind, gelernt habe, dass pöbeln der grottenfalsche Ansatz ist, denn so lernt niemand was dazu.

Und deshalb nutze ich selbst den Begriff Kampfhund nicht, weil bei jedem Aussprechen dieses Wortes, für Menschen, deren Bild hier in die falsche Richtung manipuliert wurde, der Eindruck nur durch die Vorsilbe weiter verstärkt wird. Das hat was von Suggestion, was Dir eigentlich wieder was sagen müsste.


(14.07.2012, 11:41)Dieselross schrieb: ...vielleicht hängt es damit zusammen, das ein Hütehund ein ganz anderes Erscheinungsbild hat.

Verstehst was ich meine?

Natürlich weiß ich, was Du meinst, und ich schrieb auch schon öfter, dass man Ängste ohnehin nur sehr bedingt steuern kann. Mein Mann gruselt sich vor dem breiten, schwarzen Kiefer von unserem Nachbarslabi. Wäre Heini schwarz, würde er sich vor ihm auch gruseln. Ich glaube, er findet ihn nur deshalb süß, weil er dieses geteilte Gesicht hat. Aber letztlich habe ich einen solchen "Rassisten" in den eigenen Reihen.

Ich verurteile keine ÄNGSTE. Ich verurteile jene, die sie schüren und jene, die eigentlich keine Angst haben, aber halt gerne mal mit drauf rum kloppen, wenn Minderheiten ausgegrenzt werden. Leute mit gefährlichem Halb- oder Garnichtwissen, die vom Hörensagen irgendwas weiterplappern, was sie mal irgendwann irgendwo gelesen haben.

Kämpfen finde ich wichtig. Das bedeutet für mich Zivilcourage. Ich weiß nicht, wo Dein Problem mit diesem Wort ist?

(14.07.2012, 11:41)Dieselross schrieb: Das Problem ist, das es die Listen gibt, und diese in den Köpfen verankert ist. Die Zeit heilt Wunden, irgendwann, wenn das nicht immerwieder aufgewährmt wird, egal von welcher Seite, werden diese in Vergessenheit geraten.
So lange es Listen GIBT, und so lange es Bundesländer wie Hamburg gibt, die das Thema auf die Spitze treiben, obwohl es in anderen Ländern aufgrund von wissenschaftlicher Beratung keine Listen mehr gibt, werden sie auch nicht in Vergessenheit geraten. Und so lange finde ich es wichtig, dass nicht nur die wenigen vernünftigen Halter dieser Hunde kämpfen, sondern dass auch andere Hundehalter sich mit dieser Thematik auseinander setzen und nicht vergessen, dass auch Kampfhunde nur Hunde sind, die das gleiche Recht haben, zu leben, wie der importierte Nothund aus Spanien oder sonstwoher.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#39
Moin Anja,
(16.07.2012, 21:04)Anja schrieb:
(14.07.2012, 11:41)Dieselross schrieb: ...man wird immer fündig, egal in welche Richtung man sucht. Irgendwie kommt es mir so vor, als wenn du dich immer weiter in das Thema hineinsteigerst.
Worin investierst du deine "Engergie"?
Wie kommst Du drauf, dass ich mich in etwas hinein steigere?
Es ist vielleicht eine art Intuition/Gefühl. Rationell begründen kann ichs nicht.
Bevor du dieses Thema für dich entdeckt hast, kann ich mich an keinen Beitrag von dir erinnern, der mit meinem Denkmuster kompatibel war. Hm, irgenwie triffts der Satz nicht ganz, aber keine Ahung wie ichs sonst benennen könnte... kopfkratz


(16.07.2012, 21:04)Anja schrieb: Der Unterschied liegt für mich auf der Hand, und hättest Du genauer hin gesehen, dann würdest Du ihn selbst sehen.
...dann steh ich auf der Leitung...

(16.07.2012, 21:04)Anja schrieb: Die einen MACHEN die Headlines aufgrund eines Beißvorfalls im Sommerloch, die anderen zitieren sie und hinterlegen ihre Aussagen mit Aufklärung über Rassekunde, historische Recherchen und wissenschaftlichen Ergebnissen.
Die eine, in wenigen Minuten hin gerotzte Headline in der Tagespresse liest ganz Deutschland, weil das Blatt für wenige Cent Millionenfach vertrieben wird, die gut recherchierte Seite, die Monate Arbeit bedeutet haben mag, liest kaum jemand. Wozu auch? Man hat ja seine Meinung, denn lesen BILDet ja bekanntlich...
ja, die ganzen Grippen sind ja auch als Sommerlochfüller gedacht...
Quoten an erstere stelle.... traurig

(16.07.2012, 21:04)Anja schrieb: Wenn wir uns schon auf diesem dünnen Eis von Glaubensfragen bewegen wollen, dann vergleiche doch die Medien mit den Hasspredigern einer Weltreligion. Dann hast Du aus meiner Sicht ins Schwarze getroffen.
jo, passt auch.

(16.07.2012, 21:04)Anja schrieb: Es wird Hass geschürt, es werden Ängste produziert, die Menschen zum Handeln bringen.
...und das schon seid mehreren Millionen Jahren. Das einzigste was sich verändert sind die Techniken, wie das rübergebracht wird. Gut vs Böse...

(16.07.2012, 21:04)Anja schrieb: Kämpfen kann man auch ohne Waffen und ohne zu pöbeln.
jo! freuen

(16.07.2012, 21:04)Anja schrieb: Glaub mir, dass ich in vielen Jahren Hundehaltung, die sogar noch blond und niedlich sind, gelernt habe, dass pöbeln der grottenfalsche Ansatz ist, denn so lernt niemand was dazu.
jo, das steht doch nicht im wiederspruch zu meinem geschriebenen, oder?

(16.07.2012, 21:04)Anja schrieb: Und deshalb nutze ich selbst den Begriff Kampfhund nicht, weil bei jedem Aussprechen dieses Wortes, für Menschen, deren Bild hier in die falsche Richtung manipuliert wurde, der Eindruck nur durch die Vorsilbe weiter verstärkt wird. Das hat was von Suggestion, was Dir eigentlich wieder was sagen müsste.
ja, ich weiß was du damit sagen möchtest, nur hängt es von dem Zustand des gegenüber ab, wie und ob die Suggestion wirkt.

(16.07.2012, 21:04)Anja schrieb: Kämpfen finde ich wichtig. Das bedeutet für mich Zivilcourage. Ich weiß nicht, wo Dein Problem mit diesem Wort ist?
...muss man wirklich Kämpfen um etwas zu bewegen?

Seid Caspar bei mir wohnt hab ich den "Kampf" an einer stelle aufgegeben. Mir gehts damit deutlich besser. Das Verhältnis von investierter energie zu Erfolg hat nicht wirklich gepasst. Da waren "nur" eine Hand voll Leute beteiligt. Bei dem "Kampf"Hundthema sind das noch ganz andere Dimensionen.

(16.07.2012, 21:04)Anja schrieb: Und so lange finde ich es wichtig, dass nicht nur die wenigen vernünftigen Halter dieser Hunde kämpfen, sondern dass auch andere Hundehalter sich mit dieser Thematik auseinander setzen und nicht vergessen, dass auch Kampfhunde nur Hunde sind, die das gleiche Recht haben, zu leben, wie der importierte Nothund aus Spanien oder sonstwoher.
...vielleicht isses das was bei mir als reinsteigern ankommt...
Ja, Kampfhunde sind auch Hunde, genauso wie Doggen, Chiwawas, div. Qualzuchten, Möpse, Windhunde, Schäferhunde, Labbies, ...

Warum sollte ich mich mit Rassen bzw. rassespezifischen Themen die nicht mein Beuteschema sind intensiver auseinandersetzten? Dafür feht mir ehrlichgesagt die Motivation & Zeit, weil es viele Rassen sind, die für mich aus aktueller sicht nicht in Frage kommen...
Gruß
Norbert zwinkern
Jap, ich lebe meist in meiner eigenen Welt, es ist ok, die kennen mich da!
...wer die Musik nicht hört, hält den Tanzenden für wahnsinnig.
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#40
(16.07.2012, 22:29)Dieselross schrieb: ...muss man wirklich Kämpfen um etwas zu bewegen?

Die Geschichte hat es in vielen Bereichen bewiesen, MAN MUß!


(16.07.2012, 22:29)Dieselross schrieb: Warum sollte ich mich mit Rassen bzw. rassespezifischen Themen die nicht mein Beuteschema sind intensiver auseinandersetzten? Dafür feht mir ehrlichgesagt die Motivation

Sorry Norbert, aber ich dachte Du hast mehr drauf.

Anja hat es sehr treffend schon geschrieben und zum Glück gibt es viele Hundehalter, die über ihren Tellerrand (Beuteschema) schauen und den Hund als Hund sehen und nicht nur die Rasse, oder sonst was.

"Steter Tropfen hölt den Stein" und dieses braucht nicht bewiesen zu werden.
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