Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Hamburg und die Listenhunde
#21
(13.07.2012, 22:50)Anja schrieb: Es dürfte halt erst gar keine Listen geben... DAS ist der Punkt.

LG Anja


Ganz genau!!!!!!!!!!!
Antworten
#22
(13.07.2012, 22:54)Anja schrieb: Und noch was gefunden...
...man wird immer fündig, egal in welche Richtung man sucht. Irgendwie kommt es mir so vor, als wenn du dich immer weiter in das Thema hineinsteigerst.
Worin investierst du deine "Engergie"?

Was bringt das "herrumreiten" darauf, das Kampfhunde keine Kampfhunde sind?
Mir geht es so, das ich mir die ersten Links die Timo oder du zum Thema gepostet haben, ganz überflogen hab, letztere nur noch die ersten Zeilen, tendenz abnehmend. Die Essence ist, wenn ich das richtig aufgefasst hab die gleiche. Worin unterscheiden sich die Artikeln von den großen Medien, zu dem, was ihr verlinkt:
"Blutrünstiger Kampfhund beist Kind tot!" vs. "Da sich die Märchen von "gefährlichen Gebissen" und "tonnenweise Beißkraft"..."
2 Extreme die sich gegenüberstehen.
"Böse" vs. "Gut" bzw. "Gut" vs. "Böse"
"Himmel" vs. "Hölle"
Jeder hämmert auf seiner "Wahrheit" rum.

Christen vs. Buddisten - ups, was ist hier anders? Letztere akzeptieren die anderen und investieren ihre Energie in ihre Ziele ohne die gegen die Chr. zu "kämpfen".

Solange eine Angriffsfläche geboten wird, wird Angeriffen.
Bei einer Beleidung braucht man 2 Parteien. Eine die Beleidigt und die andere die die Beleidigung annimmt.
Wenn man sich verteidigt, gibt man dem Angreifer die bestätigung, das sich der Angriff lohnt. Wenn man angepöbelt wird und zurückpöbelt, dann baut sich das weiter auf und kann eskalieren. Wenn man auf einer "anderen Ebene" schwingt, und mit dem angriff nicht in Resonanz geht, dann läufts ins leere. Es lohnt sich für den Angreifer nicht, weiterzumachen.
Wenn man mit einem Entsprechenden Hund spazieren geht, jemand eine dämliche Bemerkung gibt und merkt das er damit getroffen hat, man also in resonanz geht, hat man "verlohren" (kostbare Zeit und Nerven). Jo, das erfordert einiges an Übung, anders zu "schwingen".



Anja schrieb:Du wirst es auch eher selten erleben, dass Du mit einem Australian Shepherd durch die Straßen gehst, und die Leute sagen: Schau mal, ein Hütehund. Die sagen eher, ooooooh, ist der süüüüüß. Die Leute klassifizieren andere Hunde nicht. Aber DIESE. Und dann eben in entsprechend wertendem Tonfall.
...vielleicht hängt es damit zusammen, das ein Hütehund ein ganz anderes Erscheinungsbild hat. Staff's sind ja eher Muskelbepakt, wirken kräftig/stark. Ein BC, der eine ähnliche größe hat wirkt dagegen schwach und sein auftreten ist i.d.R defensiv.
Im vergleich zu Menschen hat man doch ein ähnliches "Schubladenmuster". Vor wem hat man mehr "angst"?
Einem Muskelbepakten Boxer oder jemand mit meinem Körperbau? Der schein kann trügen und am ende der letztere die größere gefahr darstellen, weils beispielsweise ein psycho ist. Nur sieht man es ihm nicht an.

Verstehst was ich meine?

Was ist besser: gegen etwas oder für etwas kämpfen?


...gar nichts von beiden, weil man in beiden fällen kämpft.

"Getroffene Hunde bellen". - siehe Angriffsfläche.


PS: das Problem ist, das es die Listen gibt, und diese in den Köpfen verankert ist. Die Zeit heilt Wunden, irgendwann, wenn das nicht immerwieder aufgewährmt wird, egal von welcher Seite, werden diese in Vergessenheit geraten.
Gruß
Norbert zwinkern
Jap, ich lebe meist in meiner eigenen Welt, es ist ok, die kennen mich da!
...wer die Musik nicht hört, hält den Tanzenden für wahnsinnig.
Antworten
#23
(13.07.2012, 21:47)Anja schrieb: Hab hier durch Zufall eine geniale Seite gefunden, weil ich ein Video suche, in dem die Beißkraft von Hunden gemessen wurde. Leider kann ich es nicht finden, aber hier sollte man sich echt mal durchschmökern.

Das scheint mir sehr gut recherchiert und insgesamt mit Hirn aufgezogen.

LG Anja

Das ist mal ein guter Beitrag. Ich finde nämlich auch das es keine Kampfhunde als solches gibt. Jeder Hund kann Aggressiv gemacht werden. Nicht die Rasse ist dafür ausschlaggebend sondern der Mensch.
Es Grüßen Nicole
mit

[Bild: 9932221ukt.jpg]
Antworten
#24
(14.07.2012, 11:49)trojamoon schrieb: Jeder Hund kann Aggressiv gemacht werden. Nicht die Rasse ist dafür ausschlaggebend sondern der Mensch.
...jo, nur ein Goldenretriver macht weniger "eindruck" als einer der "benannten Rassen", obwohl vielleicht sogar ersterer den gleichen oder mehr schaden anrichten kann. Nun die Preisfrage warum? ...siehe mein letzter Beitrag.
Gruß
Norbert zwinkern
Jap, ich lebe meist in meiner eigenen Welt, es ist ok, die kennen mich da!
...wer die Musik nicht hört, hält den Tanzenden für wahnsinnig.
Antworten
#25
Danke Norbert, für diesen Beitrag.
Er gefällt mir wirklich sehr.

Noch eine Bemerkung zu dem Schubladenmuster:

Was glaubt ihr, was wir Besitzer von großen, schwarzen Hunden alles zu hören bekommen?
Das ist zu 90% auch nicht lustig. Und da hilft es nicht, wenn wir mit aller Macht darum kämpfen, dass unsere Hunde ja nur dunkelgrau sind.

M.E ist es erheblich sinnvoller, zu sagen: "Jawohl, ich habe einen Kampfhund" und dann durch beispielhaftes Verhalten zu überzeugen, dass
die Schublade nicht passt.
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
Antworten
#26
Allgemein haben es Hundehalter viel schwerer die einen mittelgroßen bis großen Hund haben, ist er dazu noch gestromt oder gar schwarz, so haben die meisten Menschen noch mehr angst. Kleine Hunde werden oft als niedlich bezeichnet, aber keiner interessiert sich dafür das auch sie kräftig zu beißen können.

Meiner Meinung nach haben die Journalisten und Politiker aus Machtgier heraus den Kampfhund erfunden und so auch diese Listen erstellt.

Erst wenn die Menschen lernen mit den Hunden verantwortungsbewusst umzugehen, wird es vielleicht mit der Zeit ein Umdenken geben, dabei ist es egal ob schwarz, gestromt, groß oder klein oder gar Kampfhund. Wir Halter sind alle gefragt um zukünftig ein positives Bild über Hunde in unserer Gesellschaft zu hinterlassen.
Es Grüßen Nicole
mit

[Bild: 9932221ukt.jpg]
Antworten
#27
Na wenn man aber für seine Rechte oder Minderheiten nicht mehr kämpft, dann hat man schon verloren.
[Bild: IMG_0206.jpg][Bild: IMG_0792.jpg][Bild: IMG_0608.jpg][Bild: IMG_0318-1.jpg][Bild: IMG_0010-1.jpg]

Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht 10 Meilen in seinen Schuhen gelaufen bist...
Antworten
#28
(14.07.2012, 11:41)Dieselross schrieb: Verstehst was ich meine?

Was ist besser: gegen etwas oder für etwas kämpfen?


...gar nichts von beiden, weil man in beiden fällen kämpft.

"Getroffene Hunde bellen". - siehe Angriffsfläche.


PS: das Problem ist, das es die Listen gibt, und diese in den Köpfen verankert ist. Die Zeit heilt Wunden, irgendwann, wenn das nicht immerwieder aufgewährmt wird, egal von welcher Seite, werden diese in Vergessenheit geraten.

Nicht die Listen sind in den Köpfen verankert, frag mal spaßeshalber wer die Hund auf den Listen kennt und weiß welche das sind.
lg hansgeorg
Antworten
#29
@Gerti: danke freuen

@Trojamoon: ...irgendwie ist das was ich rüberbringen wollte bei dir nicht angekommen. Was bringt es mit dem Finger auf andere zu zeigen und zu sagen: "die sind schuld!"? Das erzeugt haß, keine Grundlage für frieden.

(14.07.2012, 13:12)Paeuli schrieb: Na wenn man aber für seine Rechte oder Minderheiten nicht mehr kämpft, dann hat man schon verloren.
...guck mal was Gerti in ihrem letzten Beitrag in den letzten Abschnitt geschrieben hat. Sie hat verstanden was ich ausdrücken wollte.
Wie überzeugt man jemand von etwas, was diese Person nicht möchte? Wenn man gegen diese Kämpft, offensiv vorgeht, dann knallt man idR gegen ne Mauer, vielleicht gewinnt mans, aber die Person wird idR. auf ne Gelegenheit zum zurückschlagen warten. Das ist ein Endlosspiel.
Wie wäre es, wenn man sein Anliegen so rumbringt, das es die Person denkt, das es die eigene Idee war? Am ende sind beide glücklich.
Es gibt reichlich Bücher mit derartigen Techniken.

(14.07.2012, 13:25)hansgeorg schrieb: Nicht die Listen sind in den Köpfen verankert, frag mal spaßeshalber wer die Hund auf den Listen kennt und weiß welche das sind.
...ich meinte damit, das der Begriff Listenhund in den Köpfen ist. Es ist ja glaube von Bundesland oder gar Bezirk verschieden, welche Hunde da drauf erfasst sind. Welche Rassen das genau sind, ist zweitrangig.
Wer spricht heute noch von BSE, Schweinegrippe, Vogelgrippe und den anderen Angstmachern?
Die gerade genannten kämpfen nicht so offensiv dagegen an, kippen kein Öl ins Feuer und somit erlischt es. Mich wunderts das es dieses Jahr noch keine neue Erfindung gab.

Bei den SoKa fühlen sich viele Halter verletzt, (verständlicherweise). Somit Flammts immer wieder auf...
Nach den ersten Berichten gabs viele die gegen diesen Ruf kämpfen. Dagegemschreien, Öl nachgießen. Dann haben die Medien ein viel leichteres Spiel. Der altbewährte Kampf gegen gut und böse.
Es soll statistiken geben, das es beim Schäferhund beispielsweise viel mehr Beißunfälle gibt. Es gab auch schlagzeilen "Schäferhund atakiert Mensch" oder ähnliches. Nur ist die Zahl der Menschen die schreit: "neee, der Schäferhund ist total ungefählich und ein ganz lieber Hnuddelhund" geringer, bzw. mir nicht wirklich bekannt. Kein weiteres Öl...

...oder lieg ich damit so weit daneben?
Gruß
Norbert zwinkern
Jap, ich lebe meist in meiner eigenen Welt, es ist ok, die kennen mich da!
...wer die Musik nicht hört, hält den Tanzenden für wahnsinnig.
Antworten
#30
(14.07.2012, 14:15)Dieselross schrieb:
(14.07.2012, 13:25)hansgeorg schrieb: Nicht die Listen sind in den Köpfen verankert, frag mal spaßeshalber wer die Hund auf den Listen kennt und weiß welche das sind.
...ich meinte damit, das der Begriff Listenhund in den Köpfen ist. Es ist ja glaube von Bundesland oder gar Bezirk verschieden, welche Hunde da drauf erfasst sind. Welche Rassen das genau sind, ist zweitrangig.
Wer spricht heute noch von BSE, Schweinegrippe, Vogelgrippe und den anderen Angstmachern?
Die gerade genannten kämpfen nicht so offensiv dagegen an, kippen kein Öl ins Feuer und somit erlischt es. Mich wunderts das es dieses Jahr noch keine neue Erfindung gab.

Bei den SoKa fühlen sich viele Halter verletzt, (verständlicherweise). Somit Flammts immer wieder auf...
Nach den ersten Berichten gabs viele die gegen diesen Ruf kämpfen. Dagegemschreien, Öl nachgießen. Dann haben die Medien ein viel leichteres Spiel. Der altbewährte Kampf gegen gut und böse.
Es soll statistiken geben, das es beim Schäferhund beispielsweise viel mehr Beißunfälle gibt. Es gab auch schlagzeilen "Schäferhund atakiert Mensch" oder ähnliches. Nur ist die Zahl der Menschen die schreit: "neee, der Schäferhund ist total ungefählich und ein ganz lieber Hnuddelhund" geringer, bzw. mir nicht wirklich bekannt. Kein weiteres Öl...

...oder lieg ich damit so weit daneben?

Nein, das sicherlich nicht.

Aber die Dinge haben immer auch eine Eigendynamik, sind sie erst einmal angestoßen, dann bekommst du sie nicht mehr aus den Köpfen der Menschen heraus, weniger Berichte geraten sie ins unbewusste um sofort wieder in das Bewusstsein zurückzukehren, wenn der dazugehörige Schüsselreiz/Kennreiz auftaucht.

Mit anderen Worten, das scheinbare Vergessen, ist kein Vergessen, nichts wird gelöscht und ist schneller wieder verfügbar, als uns das lieb sein könnte.
lg hansgeorg
Antworten




Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste