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Sicherheit an Hunde vermitteln
#1
(14.06.2012, 18:32)Gerti schrieb: @ Thomas

(13.06.2012, 23:33)Thomas schrieb: Entweder Sicherheit ist da, oder nicht.

Siehst du das wirklich so absolut?
Kann Sicherheit nicht auch wachsen? Durch positive Erfahrungen z.B.?
Um beim Beispiel des Piloten zu bleiben:
Ich kenne ihn nicht, warum sollte ich Vertrauen zu ihm haben? Wenn ich jedoch weiß, er hat xxxx Flugstunden absolviert, noch nie brenzlige Situationen gehabt,
erfolgreiche Notlandung, er hat den neusten Gesundheitscheck mit Bravour gemeistert, trinkt prinzipiell keinen Alkohlol usw,
das könnte mich doch positiv beeinflussen.
Sicher würde es beim Hund auf einer anderen Ebene laufen, doch ich bin überzeugt, dass man Sicherheit auch erarbeiten kann.

Hallo Gerti,
da ich keine problemorientierten Hinweise geben möchte, schreibe ich hier:
Natürlich kann Sicherheit wachsen, doch aus dem Beispiel gezogen, besteht keine Sicherheit, wenn Hunde diese nicht erkennen können.
Dazu hast Du schon schön beschrieben, wie diese begünstigt werden kann, doch der größte Faktor bei Vertrauen und Sicherheit ist die Bewertung des Unterbewusstseins.
Du kannst noch so viele Flugstunden nachgewiesen bekommen und Du kannst noch so gut wissen, dass ein Pilot keinen Alkohol trinkt. Das fließt zwar in die Bewertung mit ein, entscheidet darüber jedoch nicht allein.

Ob Sicherheit und Vertrauen wächst, hängt von den Prioritäten ab, die derjenige vorgibt, der die Sicherheit und das Vertrauen fordert.
Ist also ein Fluggast selbst Alkoholiker, dann wird ihm das nicht viel ausmachen, wenn der Pilot gerne mal einen hebt.

Um also letztlich Sicherheit un Vertrauen geben zu können, muss man zwangsläufig wissen, was die Prioritäten eines Hundes sind, damit dieser sich sicher fühlen kann.

Oft geglaubt, wird die Annahme, dass man Sicherheit und Vertrauen mit Futter erarbeiten kann, doch genau das Gegenteil ist der Fall, da auch bei Hunden das Vertrauen nicht käuflich ist. Sicherheit kann ich nur dann geben, wenn ich diese auch ausstrahle und dem Hund das geben kann, was er braucht.
Das Maß, was Du angesprochen hast, ist natürlich variierbar, dennoch denke ich, dass Sicherheit entweder vorhanden ist, oder eben nicht, unabhängig von der Intensität.
Wir sprachen heute von einem misshandelten Hund, komme morgen vorbei und sieh Dir an, wie viel Sicherheit und Vertrauen ein Hund innerhalb eines Tages bekommen kann.
Sicherheit ist ein Gefühl, das sich sofort aktivieren lässt, wenn man die wichtigsten Punkte im Unterbewusstsein trifft.
Modifiziert kann das Gefühl nun nur noch durch Erfahrung!
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#2
(16.06.2012, 22:42)Thomas schrieb: Wir sprachen heute von einem misshandelten Hund, komme morgen vorbei und sieh Dir an, wie viel Sicherheit und Vertrauen ein Hund innerhalb eines Tages bekommen kann.



Es wäre auch eine Reise von 850 km wert.

Heute Abend habe ich für mein Gefühl Hund erleben dürfen, der so ganz und gar nichts mit dem Hund von Freitag zu un hat.

Freitag durfte ich den Hund mit seinem Frauchen und Thomas erleben und ich hatte um aller Leben sorge, doch heute ...
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#3
DAS ist genau die Art von Arbeit, von der ich träume.
Großartig!!!

Vielleicht wird mein Traum ja irgendwann wahr...
"Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun."
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#4
Träume nicht Dein Leben, lebe Deinen Traum. Du kannst das!

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#5
(16.06.2012, 22:42)Thomas schrieb: Oft geglaubt, wird die Annahme, dass man Sicherheit und Vertrauen mit Futter erarbeiten kann, doch genau das Gegenteil ist der Fall, da auch bei Hunden das Vertrauen nicht käuflich ist. Sicherheit kann ich nur dann geben, wenn ich diese auch ausstrahle und dem Hund das geben kann, was er braucht.

(16.06.2012, 22:42)Thomas schrieb: Um also letztlich Sicherheit un Vertrauen geben zu können, muss man zwangsläufig wissen, was die Prioritäten eines Hundes sind, damit dieser sich sicher fühlen kann.

ich hab die aussagen mal umgedreht in der reihenfolge, so passt es besser aneinander lachen

aber in dem punkt möchte ich thomas voll und ganz zustimmen, es ist sogar ein wichtiger schlüsselsatz den man sich sogar an die wand nageln müsste um das mal übertrieben zu sagen Daumen hoch
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#6
Moin Thomas,
aus meiner Sicht ist das Lösungsorientiert. lachen

(16.06.2012, 22:42)Thomas schrieb: Um also letztlich Sicherheit un Vertrauen geben zu können, muss man zwangsläufig wissen, was die Prioritäten eines Hundes sind, damit dieser sich sicher fühlen kann.
Wie findet man diese Prioritäten für den jeweiligen Hund herraus?
Gruß
Norbert zwinkern
Jap, ich lebe meist in meiner eigenen Welt, es ist ok, die kennen mich da!
...wer die Musik nicht hört, hält den Tanzenden für wahnsinnig.
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#7
In dem man gut beobachtet und möglichst nicht interpretiert, diktiert mir gerade mein Bauch.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#8
@ Timo

(16.06.2012, 23:43)Schnutenheld schrieb: DAS ist genau die Art von Arbeit, von der ich träume.
Großartig!!!

Irgendwie ist Thomas aber nicht wirklich mit Cesar Milan kompatibel. lachen


Hallo Thomas

Ich bin mir nicht sicher, ob ich dich wirklich komplett oder gar ansatzweise verstanden habe.
Deshalb frage ich mal blond nach.

Wenn du sagst, dass Sicherheit entweder da ist oder nicht, bedeutet das dann, sie ist quasi angeboren?
Wenn dem so wäre würde es dann bedeuten, dass z.B. im Falle des besagten Hundes, er mit einer Portion Sicherheit zur Welt kam,
diese aus bestimmten Gründen nur noch latent vorhanden war und nun -sagen wir mal - neu erweckt wurde?
Würde das weiterhin bedeuten, dass andere Hunde mit weniger Sicherheit geboren werden (was ich fest glaube)
und man hier mit entsprechender Arbeit ein gewisses Maß an Sicherheit erarbeiten kann?

Sollte man in diesem Zusammenhang dann nicht Sicherheit und Vertrauen trennen? Das sind für mich verschiedene Paar Schuhe.

Bzw. den Begriff Vertrauen differenzieren in "Vertrauen zu sich selbst" und "Vertrauen zu jemandem" ?

Ich glaube, ich habe da noch ganz viele Fragen, aber zuerst würde ich gern die Basis absichern. freuen
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#9
Meggie ist mein erster Hund, kam auch aus dem Tierschutz.
Es hat bei mir ein Weilchen gedauert bis ich ihr zumindest ein wenig Sicherheit vermitteln konnte:
Nach etwa einem Jahr habe ich es z.B. zum ersten mal erlebt, dass Meggie in einer Situation mit "unfreundlichen" Hunden nicht durch ihre Schnelligkeit das Problem löste, sondern zu mir kam und bei mir Schutz suchte. 11144612890

Mir persönlich hat es geholfen, mich viel mit meiner Hündin zu beschäftigen und sie gut zu beobachten, ganz besonders die Sucharbeit war für mich ein Zugang um das Plüschtier besser zu verstehen.

Auch bei April ist die gemeinsame Arbeit ein wesentlicher Faktor für unsere Beziehung.
(Vermutlich weil für den Arbeitshund Beagle Arbeit eine hohe Priorität hat ? zwinkern )
Außerdem hatte ich mich viel mit der Rasse Beagle - und wofür sie ursprünglich gezüchtet wurden - beschäftigt um besser zu verstehen wie diese Schlappohren ticken, (habe Jäger mit Beaglen besucht...)

Ich denke schon, dass ein Hund sich nur sicher fühlen kann, wenn er sich verstanden fühlt. Aber da kann man als Hundehalter auch vieles lernen, oder?
LG,
Ulrike.

[Bild: a010.gif] [Bild: a010.gif]
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#10
@Gerti: Nur, weil mir seine Bücher gefallen bzw. sie mir geholfen haben, heißt das nicht, dass ich ihn als allmächtigen Oberhundeguru betrachte. Vieles von dem dem, was er meint, mag nicht das Optimum oder sogar umstritten, ja vielleicht sogar nicht richtig sein. Außerdem bin ich längst nicht auf dem Level, das wirklich beurteilen zu können.
Wenn Thomas eine im Gros völlig andere Einstellung haben sollte als er, dann hat das sicher seinen guten Grund.

Weiß auch irgendwie gerade nicht, was das Eine mit dem Anderen zu tun haben soll!?
"Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun."
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