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Impfung gegen Leishmaniose
#11
http://www.esccap.de/news/moeglichkeiten...e_impfung/

Nebenwirkungen (Häufigkeit und Schwere)
Nach der Injektion können leichte vorübergehende Lokalreaktionen, wie Schwellung, Knotenbildung, Berührungsschmerz oder Erythem auftreten. Diese Reaktionen klingen spontan innerhalb von 2 bis 15 Tagen ab. Vorübergehende, allgemeine Symptome wie Hyperthermie, Apathie und Verdauungsstörungen können ebenfalls nach der Impfung für 1 bis 6 Tage beobachtet werden. Allergische Reaktionen sind selten; in diesen Fällen sollte eine geeignete symptomatische Behandlung durchgeführt werden.

Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart
Nach der Impfung können vorübergehend Antikörper gegen Leishmanien auftreten, die durch Immunfluoreszenz-Antikörper-Tests (IFAT) nachweisbar sind. Antikörper, die durch die Impfung induziert werden und Antikörper, die durch eine natürliche Infektion entstehen, können durch serologische Schnelltests als erster Schritt der Differentialdiagnose unterschieden werden.

Bei Hunden, die in Gebieten mit geringem oder keinem Infektionsdruck leben, muss der Tierarzt vor dem Einsatz des Impfstoffes eine Nutzen-/Risikobewertung vornehmen.

Der Einfluss des Impfstoffes auf die öffentliche Gesundheit und die Kontrolle von Infektionen des Menschen kann auf Basis der zur Verfügung stehenden Daten nicht bewertet werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren
Nur gesunde Tiere impfen. Die Wirksamkeit der Impfung bei Hunden, die bereits infiziert sind, wurde nicht untersucht und eine Impfung kann deshalb nicht empfohlen werden. Bei Hunden, die trotz Impfung eine Leishmaniose entwickeln (aktive Infektion und/oder Erkrankung), zeigten weitere Impfungen keinen Nutzen. Die Impfung bei Hunden, die bereits mit Leishmania infantum infiziert waren, führte zu keinen anderen als den in Abschnit ″Verzeichnis der sonstigen Bestandteile″ beschriebenen Nebenwirkungen.
Im Falle einer anaphylaktischen Reaktion sollte eine geeignete symptomatische Behandlung durchgeführt werden.
Vor der Impfung wird bei Hunden mit Wurmbefall eine Entwurmung empfohlen.
Trotz der Impfung sollten andere Maßnahmen zur Reduktion der Exposition gegenüber Sandmücken weitergeführt werden.


mmunologische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Inaktivierte Parasitenvakzine für Hunde

Die Impfung induziert eine zelluläre Immunität, die nachgewiesen wurde durch:
das Auftreten von spezifischen IgG2-Antikörpern gegen exkretierte sezernierte Proteine von Leishmania infantum,
eine Steigerung der leishmaniziden Aktivität der Makrophagen,
eine Lymphoproliferation der T-Zellen mit Sekretion von Interferon-gamma-Zytokinen,
eine T-Zell-vermittelte Immunantwort gegen Leishmanien-Antigen (Hauttest).
Daten zur Wirksamkeit haben gezeigt, dass das Risiko eine aktive Infektion bzw. eine klinische Erkrankung zu entwickeln für einen geimpften Hund 3,6 mal bzw. 4 mal geringer ist als für einen nicht geimpften Hund. Die Daten wurden bei Hunden erhoben, die in Gebieten mit hohem Infektionsdruck einer mehrfachen natürlichen Belastung durch den Parasiten ausgesetzt waren.
Dosierung und Art der Anwendung
Eine Dosis des Lyophilisates (1 Flasche) mit 1 ml Lösungsmittel (1 Flasche) rekonstituieren, behutsam schütteln und unmittelbar 1 Dosis von 1 ml nach folgendem Impfschema subkutan verabreichen:

Grundimmunisierung:
Erste Injektion (1 Dosis) ab einem Alter von 6 Monaten
Zweite Injektion (1 Dosis) 3 Wochen später
Dritte Injektion (1 Dosis) 3 Wochen nach der 2. Injektion

Jährliche Wiederholungsimpfung:

Eine Booster-Injektion mit einer Dosis sollte 1 Jahr nach der dritten Injektion und danach jährlich gegeben werden.

Fliege
Ein Experte ist eine Person, die jeden möglichen Fehler in einem sehr begrenzten
Arbeitsfeld schon einmal gemacht hat.
Niels Bohr
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