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Mein Hund der Wolf...
#11
Gerade was Kommunikation und Sozialverhalten betrifft, so gibt es doch viele Gemeinsamkeiten. Jasmin und ich waren ja beim Seminar "Wölfisch für Hundehalter", wo dies Thema war.
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Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht 10 Meilen in seinen Schuhen gelaufen bist...
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#12
(10.04.2012, 23:29)hansgeorg schrieb: Mit anderen Worten hier sind die genetischen Unterschiede eher marginal.

Deshalb finde ich die sinngemäße Aussage von Feddersen-Petersen interessant, das uns das Wissen übe die Wölfe helfen kann, unsere Hunde besser zu verstehen.


@thomas...
hansgeorg hat verstanden wo rum es mir geht und worum es gehen soll in der diskussion. nun lange und breit über die genetik zu sinnieren und was ein unterschied von 0,2 oder 0,3 % bedeutet mag denke ich erstickt jeden weiteren gedankengang auch führt es vom eigentlichen thema weg...
es gibt kein tier auf der erde das so eng mit dem hund verwandt ist wie der wolf.

deshalb soll es darum gehen welche gemeinsamkeiten haben wölfe und hunde. welche erkenntnisse wirft die forschung über wölfe ab die helfen hunde besser zu verstehen und sogar zu händeln...

(ich habe letztens ein verhalten bei einem hund beobachten können das ich so in all den jahren noch bei keinem hund beoachten hab können. es war extrem ausgeprägt aber leider war es nur eine kleine teilsequenz einer komplexen verhaltensfolge. so ausgeprägt aber hab ich das ebend noch nie gesehen bei hunden.)



paeuli gibt hier schon ein schönes stichwort...
"wölfisch für hundehalter" was kann so etwas bedeutet ?
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#13
Dass man sich mit dem Wolf auseinandersetzt und Parallelen zum Hund zieht.

Welche Verhaltensweise war das?
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Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht 10 Meilen in seinen Schuhen gelaufen bist...
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#14
(11.04.2012, 11:47)Paeuli schrieb: Welche Verhaltensweise war das?


die verhaltensweise bzw. die sequenz die mich erstaunte gehörte zum begrüßungsritual. ich wusste vorab das der hund "unsicher" sein soll. ich wusste auch schon bei welchen gelegenheiten sich dieses äussert.
es stellte aber kein problem dar für das was wir vor hatten...

die halterin besuchte uns an einem samstag früh, wir fuhren dann gemeinsam morgens in unseren stadtpark auf die hundewiese die so früh am morgen noch schön leer ist so das wir unter uns waren. die hunde stiegen aus dem auto, sahen sich aber konnten sich nich begrüßen. vom auto bis zur hundewiese waren es noch 50 meter. die hunde angeleint ging es zur hundewiese. an der hundewiese angekommen wurden dann die leinen abgemacht und unsere 3 hier spurteten auf die hundewiese ohne den gasthund zu beachten. auch schon der weg zur hundewiese lief total locker ab. dann wurde der gasthund abgeleint und lief den 3 für ihn fremden hunden hinterher. mitten auf der hundewiese trafen sich die 4 hunde nun. 3 kannten sich und bilden zusammen eine sozialegruppe mit klaren hierarchiestufen.

der gasthund zeigte ein ganz extremes begrüßungsverhalten, geprägt von unsicherheit,aggression und trotzdem neugier auf die anderen 3 hunde.
als sich die 4 hunde nun begrüßten schaute es wie folgt aus:
die körperhaltung der gasthündin drückte sehr starke unsicherheit aus. dies äusserte sich in einer bogenförmigen körperhaltung, sie buckelte, dabei trug sie den schwanz locker senkrecht nach unten mit leichter tendenz zum einklemmen...des weiteren hatte sie den kopf noch stärker gesenkt so das die kopfhaltung sauber an den bogen anschloß. auch trug sie sie ohren seitlich abgeknickt und sie hob gelegentlich die lefzen und brummelte dabei. ihr gang wirkte steif trotz das sie hinten leicht eingeknickt lief. wurde ihr die begrüßung aber zu heftig löste sie sich von den hunden und versuchte einen neuen anlauf in dem sie einen halbkreis lief. die 3 anderen hunde respektierten das verhalten und ließen ab und näherten sich ebenfalls erst wieder als sie wieder auf sie zu kam.

die beschreibung gibt leider das ganze nicht visuell so extrem wieder wie es real wirkte. ihr verhalten wirkte extrem wölfisch, das ganze dauerte auch nur maxial 30 sekunden geschätzt. man glaubte einen wolf vor sich zu haben aber nach diesen 30 sekunden war dann wieder alles normal und man hatte einen ganz normalen hund vor sich. die unsicherheit den 3 anderen hunden war verschwunden und an diesem tag viel mir auch kein weiteres extremverhalten auf bei dieser hündin. es handelte sich um eine alaskan malamute hündin die bei uns zu gast war.

das frauchen kam zu besuch weil wir herausfinden wollten ob ihre hündin nun vor dem rad läuft und ob sie zieht. das frauchen hat daheim arge probleme damit und es will nicht gelingen. tja hier passierte genau das gegenteil. sie lief spitze, sie zog sogar spitze aus dem stand heraus unsere große trainingsstrecke lachen

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nun stand und steh ich ja weiter in kontakt mit dem frauchen der hündin, ich schrieb ihr meine eindrücke über ihre hündin und wo ich denke das die probleme liegen. ich erwähnte auch das ich ebend diese sehr extreme wölfische sequenz an ihrer hündin bemerkte. sie fragte mich darauf hin wie ich das genau meine ?! ich schrieb ihr dann ausführlich meine eindrücke worauf sie mir dann antwortete das ich nicht der erste bin der in gewissen maßen wölfisches verhalten an ihrer hündin bemerkte und dies ebend auch so aussprach kopfkratz


hier mal links zu einer 3 teiligen spannenden doku mit dem titel:
MIT WÖLFEN UNTER EINER DECKE

http://www.youtube.com/watch?v=YSuPbjoUq...ure=relmfu

http://www.youtube.com/watch?v=iXBMx2rBj...ure=relmfu

http://www.youtube.com/watch?v=ls3Zmwtao...ure=relmfu
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#15
Danke für die Links. Sehe gerade, dass das sehr lange geht, so dass ich mir das am We anschauen werde. freuen
Mich interessiert sowas sehr.
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#16
Habs durch. freuen
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#17
Hey


Ich hatte mir heute den ersten Teil angeschaut und nichts erfahren, was nicht schon längst bekannt ist, also wenn da nicht noch mehr kommt.

Aber ich hatte auch keine Erwartungshaltung.






Beweise haben nicht wirklich die Aufgabe, jemanden davon zu überzeugen, dass etwas wahr ist. Sie dienen nur dazu, um zu zeigen, warum etwas wahr ist. (Andrew Gleason)
lg hansgeorg
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#18
Denke, dass dir der Rest auch bekannt sein wird.
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Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht 10 Meilen in seinen Schuhen gelaufen bist...
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#19
Hey

(12.04.2012, 23:10)Paeuli schrieb: Denke, dass dir der Rest auch bekannt sein wird.

Davon gehe ich fasst schon aus.




Erfahrung speist die Intuition (B. Greene)
lg hansgeorg
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#20
(10.04.2012, 23:29)hansgeorg schrieb: Salopp ausgedrückt, Wolf und Hund zählen als Bio-Arten, was nichts anders bedeutet, dass sie nicht nur untereinander, sonder auch deren Nachwuchs fortpflanzungsfähig sind.

Mit anderen Worten hier sind die genetischen Unterschiede eher marginal.

Hallo Hans Georg,
sich hier ein Beispiel heraus zu picken, dessen genetische Unterschiede weniger von Bedeutung sind, ist ein schwacher Zug für eine Diskussion um Konvergenzen.




(10.04.2012, 23:29)hansgeorg schrieb: Deshalb finde ich die sinngemäße Aussage von Feddersen-Petersen interessant, das uns das Wissen übe die Wölfe helfen kann, unsere Hunde besser zu verstehen.

Welches Wissen soll denn durch den Wolf geholfen haben, um es beim Hund besser zu verstehen?

Beobachtungen jedes Säugers führt meist zu Erkenntnissen und zum Wissen, das man auch anwenden kann, wenn man es vergleicht und Parallelen findet.

So haben bspw. Mäuse, Ratten und sogar auch Tauben als Nichtsäuger entscheidendes Wissen über die Psychologie hervorgebracht, welches man ebenso auf den Hund übertragen kann.
Dafür bedarf es nicht mal einer näheren verwandten Art.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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