Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Unsere Gefühle VOR der Regenbogenbrücke
#1
Bei jedem neuen Wurf wird gleichzeitig der Tod mitgeboren.

Freudig verfolgen wir alle dann das Thema, bei dem neue Welpen enstehen, geboren und sich entwickeln.

Bei einem Seniorhund wird Tage vor dem absehbaren Tag X eventuell noch mal eine Info, Thema freigegeben.

Aber was ist, wenn der Hund in die Jahre zwar gekommen ist und wir wissen, rein biologisch haben wir mit unserem langjährigen Lebensgefährten vielleicht noch 1-2 Jahre, aber gesundheitlich keine altersbedingten weiteren Auffälligkeiten zu bemerken sind.

Wie bereiten wir uns vor?

Was empfinden wir?

Welche versteckten Ängste stecken in uns?




Was habt Ihr gerade für Gedanken und was fühlt Ihr gerade beim lesen dieses Themas?
Antworten
#2
Das ist für mich DAS Tabuthema schlechthin und ich habe Angst vor dem Tag x. Ich alleine damit und dann noch die Verantwortung für Licel.

Mir wäre Sterbebegleitung und ein natürlicher Tod lieber als alles andere.
[Bild: IMG_0206.jpg][Bild: IMG_0792.jpg][Bild: IMG_0608.jpg][Bild: IMG_0318-1.jpg][Bild: IMG_0010-1.jpg]

Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht 10 Meilen in seinen Schuhen gelaufen bist...
Antworten
#3
(03.04.2012, 22:07)Paeuli schrieb: Das ist für mich DAS Tabuthema

GENAU deshalb habe ich dieses Thema eröffnet.

Unsere heimlichen Ängste vor dem Tag X.

Unser verdrängungseffekt Motivation zu dem Thema, Oskar reif!!!!!!!!!!!!!!!

Antworten
#4
(03.04.2012, 21:44)Omi schrieb: Bei jedem neuen Wurf wird gleichzeitig der Tod mitgeboren.
...ne, der Tod wird nicht mit geboren. Er ist die Trennung vom physischen Körper, wenn es denn ein Abschied ist.

(03.04.2012, 21:44)Omi schrieb: Freudig verfolgen wir alle dann das Thema, bei dem neue Welpen enstehen, geboren und sich entwickeln.

Bei einem Seniorhund wird Tage vor dem absehbaren Tag X eventuell noch mal eine Info, Thema freigegeben.
das wiederspiegelt den Lebenslauf - am anfang hat man viel Energie und power, die man "teilen" kann. Zum ende hin, geht man in sich & ruht. Da die Hunde uns Menschen ziemlich beeinflussen, passen wir unsere Verhaltensweisen mit an - es wird ruhiger.

(03.04.2012, 21:44)Omi schrieb: Wie bereiten wir uns vor?
Informieren - unvorbereitet in eine "Erlösung" begleiten kann sehr hart "treffen". (Erfahrung)
Sicher, kann man das nicht planen, aber vorbereiten, bewusst machen. Akzeptieren lernen. Es gibt noch "mentale Dinge" die gewisse grenzen Verschwinden lassen. Zurück bleibt die "Hülle".
Irgendwie ist das auch ein Stück Lebensphilosophie. Wie man mit dem Tier umgeht, wie man kommuniziert, wie man Akzeptiert/Respektiert.
Womit wir irgendwie auf das Thema liebe treffen - Bedinungslos? (siehe anderes Thema)

Meine Vorbereitungen haben angefangen, bevor ich zugesagt habe, das ich Caspar übernehme. Mehr oder weniger Intensiev, einige Abende. Wirklich sicher bin ich noch nicht, aber doch irgendwas zum festhalten. Dabei hab ich nicht nur die tatsache bedacht, das Caspar seinen Körper verlässt, sondern auch die Möglichkeit besteht, das ich vorher gehe. Er ist abgesichert, nicht nur einfach.

(03.04.2012, 21:44)Omi schrieb: Was empfinden wir?
Hängt von dem vorherigen ab - Bedingungslose liebe?

(03.04.2012, 21:44)Omi schrieb: Welche versteckten Ängste stecken in uns?
Verlustangst...

(03.04.2012, 21:44)Omi schrieb: Was habt Ihr gerade für Gedanken und was fühlt Ihr gerade beim lesen dieses Themas?
ein schweres Thema... weil ichs gerne verdränge, weckschiebe...
Gruß
Norbert zwinkern
Jap, ich lebe meist in meiner eigenen Welt, es ist ok, die kennen mich da!
...wer die Musik nicht hört, hält den Tanzenden für wahnsinnig.
Antworten
#5
für mich kein wirkliches thema über das ich reden muss...

das bedeutet, der tag X ist für mich schon beim ersten tag mit dem hund in gedanken. für mich steht fest das dieser tag kommen wird.

nur einen wunsch habe ich, es muss schmerzlos und schnell sein...keine langen leiden für meinen hund. wenn mein tierarzt nichts mehr sagt, ich denke wir verstehen uns in diesem punkt gut.... weiss ich bescheid und dann sage ich ihm was er tun soll.

einzigste angst das der tag X zu früh kommt aber auch da bin ich innerlich vorbereitet da ich mich schon bei der ankunft des hundes mit diesem schweren tag geistig auseinander setze. ankunft und abschied gehören für mich zusammen und je eher man sich damit beschäftigt und verarbeitet um so gefasster ist man. wenn es dann an der zeit ist zu gehen bin ich bereit meinen hund bis zum letzten herzschlag zu begleiten ohne wenn und aber...
Antworten
#6
(03.04.2012, 22:31)Dieselross schrieb:
(03.04.2012, 21:44)Omi schrieb: Wie bereiten wir uns vor?
Informieren - unvorbereitet in eine "Erlösung" begleiten kann sehr hart "treffen". (Erfahrung)
Sicher, kann man das nicht planen, aber vorbereiten, bewusst machen. Akzeptieren lernen.



Hier muss ich Dir widersprechen!!!!!!!!

Ich habe mich auf den Tag X bei, z.B. meinen Eltern und Schwiegereltern lange vorbereiten dürfen.

Es gab schlimme Holpersteine, aber wir haben den Weg schon gehen dürfen.

Ein Leben, was aber erst nach meinem existieren durfte und vor meinem Tag x enden wird, mir aber so viel Glück, Freude in meinem Leben geben konnte, wie soll man sich ernsthaft da vorbereiten dürfen?


Eine sogenannte "BEGLEITUNG" bei Menschen die den Weg des Tages X gehen und dessen Angehörigen sind, wenn es von der Generation passt hilfreich.


Antworten
#7
hm, ich hab es "nur" einmal unvorbereitet erlebt, daraus schlussfolgere ich, das es mit Vorbereitung nur besser werden kann... theoretisch...

(03.04.2012, 22:44)Omi schrieb: Ein Leben, was aber erst nach meinem existieren durfte und vor meinem Tag x enden wird, mir aber so viel Glück, Freude in meinem Leben geben konnte, wie soll man sich ernsthaft da vorbereiten dürfen?
Ich hab nen Hund übernommen, damit auch die Verantwortung, bis zum letzten Athemzug.
Vorbereiten (wenn auch erstmal nur gedanklich):
- Komplomentäre Wege, begleitend
- potentielle Wege damit umzugehen, sterben tut man im leben nur einmal, es könnte extremst Anstrengend sein, vielleicht ist es für den sterbenden angenehmer, wenn dieser etwas halt bekommt, auf welcher Ebene auch immer...
- für worst case das Euthasiemittel. Schonmal wissen wie der Ablauf ist, wie der Idealzustand/Idalablauf ist. Wie wirkt es, welche Symptome können auftreten. Ich möchte kein Zweites mal hilflos/machtlos/orientierungslos/unwissend "danebenstehen". Irgenwas woran man sich festhalten kann.

Gruß
Norbert zwinkern
Jap, ich lebe meist in meiner eigenen Welt, es ist ok, die kennen mich da!
...wer die Musik nicht hört, hält den Tanzenden für wahnsinnig.
Antworten
#8
Als mein Hund ein Jahr alt war, wurde uns gesagt, dass dieser nicht älter als 5 Jahre werden kann. Nun wird er 8 und drei Jahre beschäftige ich mich tatsächlich damit.

Ich bin da sehr empfindsam und bin mir des Schmerzes bewusst. Aus Erfahrung jedoch weiß ich von mir, dass ich davor nur funktioniere und der Ausbruch erst danach kommt.

Das Leben hat mir gelehrt, mich damit auseinander zu setzen und es hat mir nach dem Tod meines Vaters sehr geholfen, mich psychologisch betreuen zu lassen.
Den Schmerz, den jeder anders empfindet wird man niemals ändern können, auch wenn man sich noch so gut darauf vorbereitet, doch mit dem Schmerz umzugehen, den Schmerz verstehen und die Zeit arbeiten lassen, ist für mein Empfinden das Beste.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
Antworten
#9
Ich bin auch eine, die vorher und währenddessen funktioniert, dann aber zusammenbricht. Genau davor habe ich Angst.
[Bild: IMG_0206.jpg][Bild: IMG_0792.jpg][Bild: IMG_0608.jpg][Bild: IMG_0318-1.jpg][Bild: IMG_0010-1.jpg]

Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht 10 Meilen in seinen Schuhen gelaufen bist...
Antworten
#10
Das bringt leider die Zeit aber wenn der Hund alt ist und in das Alter kommt,
wächst man mit rein. Man sieht den Hund ja täglich, wie er ich sage jetzt einfach mal den Weg entgegengeht..
Man kann sich dann darauf vorbereiten. Ist einfacher als wenn der Hund plötzlich durch Unfall oder Krankheit in jungen Jahren von einem geht.
Das ist eine ganz andere Situation und unverhofft und dementsprechend schrecklich.
Bei uns hat es länger gedauert, ab einem gewissen Alter, das war so um die 16,5 , da wusste ich das nicht mehr viel Zeit bleibt. Ab 16 hatte ich schon immer überlegt wieviel Glück wir doch haben und wie langes es wohl noch andauert.
Das sieht man ja auch an seinem Hund...da plant man nicht mehr lange sondern genießt einfach nur noch die Tage. Da hat man eine Vorbereitungszeit.
Befaßt sich mit dem Gedanken, auch zum Wohle des Hundes. In unserem Fall sind die Hunde nicht einfach eingeschlafen
sondern wir mussten leider nachhelfen um Leid zu ersparen aber es war für Alle sinnvoll.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




Antworten




Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 2 Gast/Gäste