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Unsere Gefühle VOR der Regenbogenbrücke
#11
Ich finde das ein schreckliches Thema. Erst vor kurzen mussten wir uns damit befassen und es waren schlimme Monate oder Wochen, voller auf und ab, die uns Körperlich und Psychisch echt fertig gemacht haben.

Wir haben die vielen guten Tage mit kleinen positiven Erlebnissen echt genossen, aber vielmehr haben uns die schlechten Tage runtergerissen. Wir waren stark für die Maus, das hatte sie auch verdient, aber man schläft Nachts schlecht weil einem der innerliche Countdown fertig macht. Man gugckt die Omi an und fragt sich wie lange noch, was kommt und was bleibt?! Das ist nicht ganz einfach.

Arno wird neun, seit Frygas ableben beschäftigt mich sein Alter extrem. Er ist fit, keine Frage - ohne Altersgebrechen aber er ist ein größerer schwerer Hund- auch da die Frage was kommt auf uns zu? Jetzt noch schaffe ich es ganz gut die tollen Zeiten zu genießen, aber ich weiß es wird die Zeit kommen, da wird es mich runterziehen. Ich werde auch für Arno stark sein und Ihm beiseite stehen, aber wenn er weg ist, weiß ich es wird meine Welt zusammenbrechen.

Also generell ein Thema auf das ich gerne verzichten kann!

LG Julia
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#12
Wichtig ist auch, das man das Tier nicht quält und aus egoistischen Gründen am Leben lässt bzw. man muss diese Entscheidung, wenn sie ansteht, im Sinne des Tieres treffen.
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Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#13
Ein Thema, mit dem ich mich schon sehr lange aus verschiedenen Richtungen her auseinander setze.

Für mich kein Tabu-Thema.

In meinem Fall ist es auch völlig unerheblich, ob ich alleine bin, oder ob mein Umfeld den Schmerz mit empfindet, ich habe schlicht und ergreifend Angst vor mir selbst. Ich habe Angst in tiefe Depressionen zu verfallen und alles an Lebensmotivation zu verlieren. Daher habe ich schon so oft den Gedanken gewälzt, einen weiteren Hund in die Familie zu holen, damit am Tag X eine Verantwortung auf mir ruht, der ich gerecht werden muss, und von der ich mir erhoffe, dass sie mich am Leben erhält und in die Zukunft blicken lässt.

Vielleicht mache ich mir aber auch unnötigerweise Sorgen, da ich eben nur den Verlust meines letzten Hundes als Vergleich heran ziehen kann. Das ist 15 Jahre her, und ich vemute einfach mal, dass ich in der Zwischenzeit nicht nur älter geworden bin.

In jedem Fall würde ich mir Hilfe holen, wenn ich merke, dass es ernst wird. Hilfe suchen würde ich in erster Linie bei meiner Mentaltrainerin und vielleicht auch bei einem Psychologen oder Arzt.

Vom Kopf her ticke ich wie Norbert. Nur was der weitaus größere emotionale Teil in mir dann letztlich mit mir veranstaltet, das kann ich beim besten Willen nicht voraus sehen. Es gibt Menschen in meinem Umfeld, die vermutlich sehr gut auf mich aufpassen werden. Das beruhigt mich in jedem Fall.

Ich glaube, dass das Schlimmste am Verlust eines Hundes das ist, was ich jetzt mal Projektion und Kompensation nenne. Die meisten Hundehalter kompensieren mit ihrem Tier Defizite des Lebens, des Alltags. Je mehr Defizite vorhanden, umso größer ist die Projektion. Umso größer auch die emotionale Abhängigkeit, in die man sich begibt. Und umso weniger verwindbar wird der körperliche Verlust dieses Wesens sein.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#14
Leider musste ich diese Momente schon 2 x durchmachen.

Einmal kam es total überraschend, beim zweiten Hund war es ein längerer Prozess.

Aus diesen Erfahrungen heraus kann ich für mich sagen, es gibt keine Vorbereitung.
Selbst wenn man glaubt, dass man sich mit dem näherkommenden Tod vertraut gemacht hat, ist der
Moment x dann so schmerzvoll und man spürt die Trauer tatsächlich körperlich.
Auch die Hoffnung, es möge beim zweiten Mal etwas weniger weh tun, ist trügerisch. Im Gegenteil.
Es gibt keine "Gewöhnung".

Manchmal, gerade jetzt, wo die Krankheit bei Trudel nicht aufhören will, kommen mir Gedanken, dass es vielleicht schneller, als ich je befürchtet habe,
soweit sein könnte. Allein dieser Gedanke zerreißt mich fast.

Ich möchte gerne verdrängen. Trotzdem weiß ich, da ich es erlebt habe, dass ich funktionieren werde. Bis zum Schluss.

Danach wird wieder Leere und unglaublicher Schmerz mich beherrschen.
Aus diesem Grund hätte ich auch niemals sofort einen neuen Welpen zu mir holen können.
Ich brauchte immer die Zeit (4 - 5 Monate), um meine Trauer leben können und dann offen für etwas Neues zu sein.
Was mir auf jeden Fall wichtig ist, dass der TA zu uns nach Hause kommt.
Alles soll in vertrauter Umbebung und in unseren Armen geschehen.
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#15
In unseren Armen ist wohl klar, leider gibt es auch viele Leute, die ihrem Hund nicht diese Unterstützung geben und das anderen überlassen.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#16
(05.04.2012, 14:07)Gerti schrieb: Was mir auf jeden Fall wichtig ist, dass der TA zu uns nach Hause kommt.
Alles soll in vertrauter Umbebung und in unseren Armen geschehen.

Auch wenn das mein Wunsch wäre, drehe ich mich da im Kreis, denn die Frage, in wie weit mein Hund meine Gefühle spürt, beschäftigt mich enorm.

Als mein Vater im sterben lag, weinte er nicht seinetwegen, sondern weil er sah, wie wir gelitten haben.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#17
Unser Hase liegt im Sterben. Licel sitzt mit ihm auf derr Couch und streichelt ihn, während ich völlig unfähig bin. traurig

Wie das mit Paula mal werden soll? Keine Ahnung. Licel kann ich das nicht auferlegen und ich pack das nicht alleine...
[Bild: IMG_0206.jpg][Bild: IMG_0792.jpg][Bild: IMG_0608.jpg][Bild: IMG_0318-1.jpg][Bild: IMG_0010-1.jpg]

Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht 10 Meilen in seinen Schuhen gelaufen bist...
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#18
Du wirst es packen müssen, Sandra. Das nimmt uns keiner ab. Und ich würde es auch nicht wollen.

Ich wünsche euch, dass der Hase schnell erlöst wird. Ist nichts zu machen?

(14.04.2012, 21:55)Thomas schrieb: Auch wenn das mein Wunsch wäre, drehe ich mich da im Kreis, denn die Frage, in wie weit mein Hund meine Gefühle spürt, beschäftigt mich enorm.

@ Thomas

Ganz sicher wird der Hund das spüren. Doch gibt es eine Alternative?
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#19
Er ist alt und baut schon länger ab.
[Bild: IMG_0206.jpg][Bild: IMG_0792.jpg][Bild: IMG_0608.jpg][Bild: IMG_0318-1.jpg][Bild: IMG_0010-1.jpg]

Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht 10 Meilen in seinen Schuhen gelaufen bist...
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#20
Ich bin in Gedanken bei Dir Paeuli.

Niemand kann einem in solch schrecklichen Stunden wirklich helfen und kein noch so liebes Wort der Welt macht es erträglicher.

Ich musste diesen Horror 2007 durchstehen und kann sehr gut mit Dir fühlen.

Du MUSST jetzt tapfer sein.

Ich drück Dich *umarm*
"Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun."
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