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Servicehund, was ist das?
#11
Der Servicehund
F?r Ausbilder beginnt der Weg eines Servicehundes meist schon nach der Geburt. In Abst?nden werden die Reizschwelle, das Verst?ndnis zum neuen Lernen, das Sozialverhalten und letztlich auch die Gesundheit in unterschiedlichen Phasen gepr?ft.
In der Regel sollte die Auswahl eines Welpen die Vorlieben des zuk?nftigen Halters ber?cksichtigen.

Ein Servicehund erf?llt nicht nur die bekannten Arbeiten, wie etwas aufzuheben, Dinge wegbringen T?ren ?ffnen usw., sondern muss auf die Bed?rfnisse der betroffenen Menschen ausgebildet werden.
Noch vor der Ausbildung muss zwischen den unterschiedlichen Behinderungen unterschieden werden, um den Hund bestm?glich angepasst ausbilden zu k?nnen.

Tats?chlich ist der Grund eines Servicehundes das Bringen von Gegenst?nden.
Der Rest der Ausbildung geht in einem Bereich der bei Hunden stets untersch?tzt wird, jedoch f?r einen Servicehund unumg?nglich ist.
Die Hunde werden auf Denken trainiert.
Das hei?t dass diese Hunde stets L?sungen selbst erarbeiten m?ssen, sie m?ssen kombinieren und das alles nicht f?r sich selbst, sondern f?r jemand anderen, sein Frauchen/oder Herrchen.
Man muss sich vorstellen dass viel Menschen mit Behinderungen nicht in der Lage sind einen Hund zu f?hren, in bestimmten Situationen zu reagieren und sich zum Teil auch schlecht oder garnicht artikulieren k?nnen.
Ein Servicehund muss absch?tzen k?nnen. Er muss z.B. in Verkehrssituation entscheiden, wie schnell eine Gefahr auf sein Frauchen/Herrchen zukommt, muss entscheiden wohin sie ausweichen, um nicht erneute Gefahr ausgesetzt zu sein.

Ein Servicehund ist auch in seiner Freizeit im Dienst, er muss sein Frauchen/Herrchen von sich aus stets im Auge haben.

Oft werden bestimmte Tricks mit den Handlungen eines Servicehundes verglichen, doch die Unterschiede sind gewaltig. Die Unterschiede sind die Motivation und die Best?tigung.
Der Servicehund, erledigt viele Arbeiten ohne Signale, der Trickhund braucht ein Signal und macht er von sich aus den Trick vorzeitig, wird er gestoppt und die Aufgabe wird wiederholt.
Der Servicehund erkennt die Notwendigkeit und ben?tigt keine Best?tigung. Der Trickhund ben?tigt eine Best?tigung durch Klicker oder Leckerchen.
F?r einen Servicehund ist ein geregelter Tagesablauf nicht notwendig. Er kann sich stets anpassen und empfindet sein neues Umfeld nicht mit Unwohlsein.
Der Servicehund meidet Treppen und findet Lifte.
Zuhause hilft er beim An-/Aus-kleiden, er kann sich selbst f?ttern, er kann einen Wagen ziehen, wo Gl?ser drauf stehen, die nicht umkippen. Er ?ffnet und schlie?t die T?ren, ohne sie zu zerkratzen, holt Gegenst?nden aus Schubladen und schlie?t diese wieder. Er kann ein Gro?tastentelefon bedienen und verbringt das Telefon bei Anruf. Er macht das Licht an und nat?rlich auch wieder aus.
Der Servicehund r?umt Waschmaschinen ein und aus. Er lernt mit spezifischen Hilfsmitteln zu arbeiten, die aus anatomischen Gr?nden sonst f?r einen Hund nicht m?glich werden.

Ein Servicehund sollte Hygienebewusst sein und auch dementsprechend handeln.
Servicehunde m?ssen Verhaltensweisen von anderen Hunden besser deuten k?nnen, um angemessen reagieren zu k?nnen.

Der Servicehund ist Altersuneingeschr?nkt einsetzbar, so wie eine Kommunikationsform vorhanden ist. Auch die Bed?rfnisse des Hundes m?ssen gedeckt werden k?nnen um einen zuverl?ssigen Partner auf Dauer haben zu k?nnen.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#12
So eine Ausbildung ist sicher sehr schwer und zeitaufw?ndig, welche Hunde eignen sich daf?r und wielang dauert im Schnitt so eine Ausbildung.
Muss der Hund dann weiter regelm??ig geschult werden?
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#13
Hallo Annette,
die Ausbildung dauert ca. 1,5 bis 2 Jahre, wobei ich das Welpenalter mit einbeziehe, weil da viele Grundsteine gelegt werden.

Eine regelm??ige Schulung ist nicht erforderlich. Doch eine regelm??ige Betreuung schon, denn mit einem solchen Hund, bekommt man keine Betriebsanleitung mit. Das lernen der Menschen ist ebenfalls ein langwieriger Aufwand, der nicht zu untersch?tzen ist.

Schwierig ist die Ausbildung beim erstenmal und vielleicht beim zweiten mal.
Sprich, man hatte dann ja selbst eine Ausbildung von 3 bis 4 Jahren.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#14
Hallo,
und welche Rassen werden daf?r bevorzugt ausgebildet???? Oder geht das mit jeder Rasse. Also ich denke mit meinem Apollo w?re das schwierig. Weil er so, naja wie soll ich sagen, gem?tlich ist....

Mfg
Susi
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#15
hihi, Hallo Susi,
sicher ginge es mit jeder Rasse, doch angepasst zum Team. Ruhige Hunde vermitteln auch diese Ruhe, was nicht hei?t dass sie faul oder weniger intelligent sind.
Auch die Gr??e ist entscheidend. So sind viele Kleinrassen, wie z.B. Westis, und genauso viele gro?e Rassen, wie z.B Doggen im Dienst. Eine Dogge hat den Vorteil auch mal einen Gro?en Menschen aus dem Rollstuhl oder aus dem Bett zu helfen, dass wird f?r ein Westi schwierig.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#16
mauer ja klar Thomas, h?tt ich eigentlich auch selber drauf kommen k?nnen. F?r jede Aufgabe der dazu passende Hund....
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#17
Mich würde mal interessieren, welche Voraussetzungen für einen Servicehund erfüllt werden müssen, um überhaupt eine Chance zu haben, dass die Krankenkasse die Kosten übernimmt?

Schöne Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Susann


Wende Dein Gesicht der Sonne zu und Du lässt die Schatten hinter Dir.


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#18
Hallo,

also grundsätzlich ist es so, das nur der Blindenführhund von den Krankenkassen bezahlt wird, oder besser den müssen sie zahlen, weil er im Hilfsmittelkatalog steht. Alles andere sind sogenannte einzelfälle.

lg
tany
Antworten
#19
Achso... Danke! Wieder etwas dazu gelernt freuen
Schöne Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Susann


Wende Dein Gesicht der Sonne zu und Du lässt die Schatten hinter Dir.


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