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Was tun gegen Jagdverhalten?
#1
Hallo,
Jagd ist eine Motivation die nicht, wie so oft beworben, durch Antijagdtraining abgestellt werden kann. Auch hier bieten viele Hundeschulen aus Vermarktungsgründen Seminare an, die das Jagdverhalten abstellen können.
Jagdverhalten lässt sich nicht abstellen, man kann es nur kontrollieren. Je besser die Kontrolle, desto besser ist das Verhalten in normaler Form zu händeln.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#2
Moin Thomas,

sehr schöne Filme, alles toll... wenn Du einen Hüttehund (Schäferhund), dazu einen sehr trainerten Hund nimmst.(...bin mal etwas kritisch...sorry)
Wie trainierst Du einen kernigen Jagdhund z.D. Deutsch Kurzhaar,Labrador Arbeitslinie oder Schweißhund, wenn er nicht so im Kammondo steht und "geil" auf das laufende Kaninchen ist.
Bei kontroliert geworfenen Gegenständen, die dann auch liegen bleiben ist es nicht so schwer den Hund zu führen...aber das muß Du entweder allen Kaninchen in Deutschland sagen oder mal einen Lösungsvorschlag in dieser Richtung vorstellen wie man da ein Training aufbauen kann... verwirt lachen
Ich spreche aus viel eigener(leidlicher) Erfahrung....seit 25 Jahren Jagdhundbesitzer. Buddy ist wildrein, aber meine Secondhandhunde waren es am Anfang nicht.

Nicht böse sein....die Filme bzw. dein Hund sind/ist wunderbar....

LG
Angelika
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#3
Buddy schrieb:Nicht böse sein....die Filme bzw. dein Hund sind/ist wunderbar....
Hallo Angelika,
dazu kennst Du mich noch zu wenig um zu wissen, dass ich weder über Skepsis noch über Kritik böse sein kann.
Du hast natürlich recht, doch kann ich leider diese Strategie immer nur mit meinen Hunden so verdeutlichen, weil diese auch immer meine Jagdseminare beinhalten.

Vielleicht habe ich meinen Beitrag nicht richtig ausgedrückt, jedenfalls liegt die Betonung auf „wie man die Jagd aufbauen kann“ und nicht wie ein fertig ausgebildeter Jagdhund arbeitet.

Der Aufbau ist wichtig und beinhaltet nicht das Hetzen hinter beweglichen Objekten.
Wenn ein Hund soweit ist wie Diego auf dem Video, gehen die Schritte weiter, dann arbeite ich mit einer Hasenzugmaschine, die durch Helfer bedient wird und der Hund von außerhalb auf das Freifeld im Freilauf auf die Situation zukommt.

Das Demonstrieren ist mir leider im Moment nicht möglich, da beide meiner Hunde kein Jagdverhalten auf Freiwild zeigen.

Die Aussage dieser Botschaft soll sein, dass es kein Antijagdtraining gibt und dass das Verhalten nur über Kontrolle in den Griff zu bekommen ist.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#4
Nachtrag:
Kommandos gibt es bei mir auch nicht bei typischen Jagdhunden. Ich arbeite mit Signalen und wenn ein Hund diese Signale nicht kennt, ist es perfekt, denn dann kann ich es aufbauen, ohne in Konflikten zu anderen bereits erlernten Signalen zu stehen.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#5
moin Thomas,

ich kann nur aus meiner eigenen Jagdhunderfahrung berichten. Ein Jagdhund brauchst Du das Jagen nicht bei bringen, das hat der im Blut.
Außerdem ist Jagen ohne Jagdschein und JGP natürlich Blödsinn, es sei den Du hast einen Windhund und gehst zum Windhundrennen.
Wozu soll der Hund jagen lernen??? Irgendwie verstehe ich Deinen Ansatz nicht???? verwirt
Gerade wegen dieses Jagdtriebes sind wir in der Retrieverarbeit über die Dummyarbeit gekommen. Das ist ja nichts anderes als Jagen ohne Wild. Da beginnt der Aufbau im Puppyalter über ein Welpendummy.
Du hast ja nicht die Jagd demonstriert, sondern einen klassischen Teil der Apportierarbeit....Sehn wo die Ente herunterfällt...auf Signal des Hundeführers warten...Apport....sauber gebrachte Ente dem Signalgeber gebracht...wo ist der Teil der Jagd...??? verwirt verwirt verwirt
Jagd heißt für mich: ich setzte den Hund auf eine Fährte an...der Hund nimmt auf und verfolgt die Fährte/Spur...steht vor und verbellt(Anzeigen des Wildes)...gibt es ab und an schon mal beim Labi...allerdings eher selten, ist kein Vorstehhund...

Reden wir aneinander vorbei???? verwirt verwirt verwirt


LG
Angelika

P.S:...hatte vermutet, dass Du es mir nicht krumm nimmst, aber ich weiß, dass manche Menschen meine ehrlichen manches mal zu kritischen Worte nicht verstehen und wenig reflektieren.
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#6
Kommandos + Signale benütze ich auch, in der Dummyarbeit wird Eingewiesen mit dem Körper und Armsignal, die Pfeife dient zum Richtungswechsel oder heranbringen und die Stimme wird für das "Kommando"(...ich glaube da trinken wir mal einen auf das Wort...seh schon wie die Nackenhaare sich langsam sträuben....*lol*)
Klar kann ich meinen Hund auf ein reines Körpersignal schicken, ist aber auf großer Distanz für den Hund nicht mehr so gut aus zu machen. Laut meiner Lektüren und Erfahrungen sind Hunde kurzsichtig.


coffee coffee ...
LG
Angelika
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#7
Also ich finde das echt toll und du wirst es nicht glauben, aber genau da dran arbeite ich gerade mit Rowdy!

Ablegen und auf das Komando warten bis er den Ball oder die Scheibe holen kann macht er schon richtig gut.

Leider klappt das mit dem abbrechen noch nicht allzuoft, meist erst wenn er schon ein paar mal gelaufen ist!

Ich baue das auch auf, zuerst den Ball werfen und er darf gleich mitlaufen, dann ablegen und auf Komando warten lassen und dann zum Schluss, den Lauf mit Halt und Platz unterbrechen.

Ich rufe die Komandos, dann auch recht laut und mehrmals, das ist sicher falsch.
Aber was macht man wenn der Hund den Abbruch ignoriert und den Ball holt? Ich habe es einfach ignoriert und es so lange probiert bis es geklappt hat.
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#8
Hallo,

ich nutze ja auch Signale und nicht Komandos freuen

Ja die Jagd, ein echt immer wieder interessantes Thema wie ich finde. Ich nutze ja den Jagdinstinkt meines Hundes für die Erziehung, auch wenn es nur eine Ersatzjagd auf den Futterbeutel ist.
Hab mal ein kleines Beispiel, habe hier grad einen Rüden (Husky-Schäfer-irgendwas Mix)
Diese Frau hat den hund aus zweiter Hand, und man weiß nicht soviel über seine Vergangenheit, nur das er immer abgehaun ist, und wohl auch schon jagderfolg hatte, in form von Hase oder ähnlichem. Wenn ich einem Hund eine Sache nehme, muss ich ihm eine Ersatzhandlung schaffen, und icht tabuisiere dann das was er nicht tun soll, wenn die Ersatzhandlung aufgebaut ist. Wir haben bei dem Hund auch mit dem einfachen aportieren angefangen, aber jetzt machen wir auch Hetzspiele,, und Fährtenarbeit, mitlerweile geht das auch ganz gut auf wiesen und feldern, ohne das er ständig nach Hasen oder ähnlichem gucken muss. Er ist natürlich im Moment noch an der 10 m Leine um ihn einfach unter Kontrolle zu behalten, aber das klappt schon sehr gut.Er hat sich toll entwickelt

lg
Tany
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#9
Buddy schrieb:Wozu soll der Hund jagen lernen??? Irgendwie verstehe ich Deinen Ansatz nicht????
Hallo Angelika,
vermutlich gelingt mir der Ansatz nicht so ganz. Deshalb hole ich mal etwas weiter aus, auch wenn ich nur ungern den Hund mit dem Raubtier vergleiche. In diesem Fall jedoch geht es um Verhaltensgene, die für ein Verhalten verantwortlich sind.
Wird ein Raubtier mit der Hand aufgezogen ohne artgleichen Kontakt, hat das Tier eine Jagdmotivation, die allerdings unkontrolliert abläuft und diese Tiere bei einer Auswilderung, verhungern könnten, da sie weniger erfolgreich wären.

Das heißt dass das Verhalten gelernt werden muss, die Motivation jedoch vorhanden ist.

In diesem Fall betone ich nochmals dass dies der Aufbau ist und nicht das fertige Jagdverhalten darstellt.

Angelika, das Apportieren, das Vorstehen von Hütehunden, der Schutzdienst, die Fährte, der Rettungsdienst und sonstiges Folgen plus eine Aktion, welcher Form auch immer, ist Jagdverhalten.

Das ich leider „nur“ einen Schäferhund zur Demonstration habe, lässt sich nicht ändern, ich kann Dir jedoch versichern, dass der Ablauf egal welcher Rasse sehr ähnlich ist und nur die Intensität über den tatsächlichen Erfolg steht.

Ich kann Dir versichern, dass ich auch schon mit anderen Hunden gearbeitet habe.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#10
Hi Thomas,

ok jetzt verstehe ich was Du sagen willst. Das "nur" beim Schäferhund streichste mal ganz schnell.Bin nicht die nur Labiverrückte, Dein Schäferhund sieht klasse aus.Eigendlich sind mir Rassen völlig egal, der Hund muß etwas ausstrahlen was mich reizt...egal ob Verhaltensauffälligkeit oder Aussehen. Mir war es nur wichtig heraus zustreichen, das ein Schäferhund wesendlich weniger im Jagdtrieb steht als z.B. ein Labi aus einer Arbeitslinie und Jagen im eigendlichem Sinne ohne Jagdschein (oder einer erlaubten Tätigkeit)wird dem Hund wenig bringen. Er erlent etwas und kann es nicht anbringen.
Du hast natürlich Recht wenn Du in die Tiefe der Handlung gehst. Klar kommt der Ursprung aus dem Jagdverhalten....woher sonst...*dummfrag*

Ich erlebe leider oft nur die Menschen, die dem Hund das Jagdverhalten...also Unart ....abtrainieren müssen... das ist eine ganz andere Arbeit und die ist viel häufiger gefragt als den Hund kontrolliert eine Jagdaufgabe tun zu lassen.
Ich denek wir haben den gemeinsamen Ansatz wieder gefunden...gelle??? zwinkern zunge raus

lachen LG Angelika
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