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Was tun gegen Jagdverhalten?
#11
Was Thomas aber sagen will ist das man einen Jagdtrieb nicht "abtrainieren" kann.
Sondern im Grunde nur daraufhin trainieren das er gelenkt werden kann.
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#12
Morgi schrieb:Was Thomas aber sagen will ist das man einen Jagdtrieb nicht "abtrainieren" kann.
Sondern im Grunde nur daraufhin trainieren das er gelenkt werden kann.

...so habe ich es auch verstanden Morgi. Erst habe ich es so gelesen als wollte Thomas den Jagdtrieb födern. Es gibt nun mal auch Hunde, die intressieren sich keinen Deut für die "Beute".Deshalb war es mir nicht klar, ob er ein Training macht um diese Hunde an die Jagd zu bringen. Ich hoffe ich habe es verständlich geschrieben...ansonsten frag mich....
Die Apportierarbeit/Dummyarbeit war genau diese Idee als die Welle von England zu uns rüber schwappte.
Das ist auch das was ich trainiere...anders geht es eigendlich auch nicht....ich nutze die Fähigkeiten meines Hundes würde ich mal praktisch sagen...


LG
Angelika
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#13
amazone schrieb:Ich rufe die Komandos, dann auch recht laut und mehrmals, das ist sicher falsch.
Aber was macht man wenn der Hund den Abbruch ignoriert und den Ball holt? Ich habe es einfach ignoriert und es so lange probiert bis es geklappt hat.
jo, ich übe das auch manchmal mit Meggie ... ich sollte es wohl noch viel öfter tun lachen lachen
... Bei uns rennen zur Zeit sooo viele Katzen rum ... mit Augen rollen
und für Meggie sind kleine Schnurbällchen auch ein sehr starker Reiz mit dem ich gut trainieren kann.

Das Abbrechen wenn sie den Ball holt übe ich nur mit Schleppleine und einem guten Brustgeschirr! (ich weiß ja nicht wie Thomas das aufbaut...)
Ein paar Meter bevor die Leine zu Ende ist kommt das Kommando, hört sie nicht dann folgt kurz darauf die Leinenbremse von mir und sie kommt nicht versehentlich zum Erfolg ohne zu stoppen und das Kommando auszuführen. Ein gutes Timing und etwas Muckis in den Armen (bei 30kg Hund) sind natürlich wichtig, aber man kann ja erst vorsichtig mit kürzeren Distanzen üben dann ist auch das Tempo niedriger...
LG,
Ulrike.

[Bild: a010.gif] [Bild: a010.gif]
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#14
Das mit der Schleppleine ist klar, aber ich will es eigentlich Rowdy ohne beibringen, Da ich schon mal mit Schleppleine geübt habe, aber der kleine Schlawiener weiss genau ob er sie dran hat oder net.....

Nun hoffe ich ja das der Thomas einen Tip hat wie man das ohne hinbekommen kann!
Wie gesagt nach ner Weile spielen funktioniert es schon hin und wieder. Nur am Anfang gehts gar nicht wenn die Hummeln im Hintern noch gross sind.
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#15
Hallo Thomas,



Über das Training wie man einen Hund, der Jagmotivation mehr oder weniger stark ausgeprägt zeigt beeinflussen kann, überlasse ich denen die sich intensiver damit beschäftigen, ich selbst habe keine feste Methode, sondern gehe immer vom Individuum Hund aus.

Aber eins möchte ich wieder einmal los werden, Jagd ist kein Trieb, denn wäre es einer ließe er sich nicht kontrollieren.

Warum?

Triebe sind per Definition angeboren und somit willentlich nicht kontrollierbar.

Deshalb verwendet die Verhaltens-, Neurobiologie (Hirnforschung)usw., diesen irreführenden Begriff nicht mehr, da er erstens nicht erklärt was er erklären soll und zweitens Triebe als solches widerlegt wurden. Sei es die klassischen Triebe wie Hunger, Durst, Sexualität usw. usf.

Triebe müssen so wird behauptet, befriedigt werden.
Wenn ein Triebstau sein Maximum erreicht hat, und seine Befriedigung ist nicht möglich folgt eine Leerlaufreaktion, ohne das es eines auslösenden Außenreizes bedarf.

Triebe also, so wie dieser veraltete Begriff definiert ist, lassen, sich nicht abstellen, noch in sonst einer Form beeinflussen. Deshalb taugen die Begriffe, Trieb und Instinkt nicht, die tatsächlichen physiologischen Regelmechanismen, die in einem Organismus ablaufen zu erklären.

Ganz anders bei dem Begriff der Motivation der sich aus angeborenen und erworbenen Verhalten zusammensetzt, d. h. Motivationen lassen sich durch lernen verändern, so die Jagd-, Hunger-, Durst-, Sexualmotivation usw. usf.

Bei Motivationen handelt es sich um Homöostase, als um Regulationsmechanismen die das innere Milieu eines Organismus innerhalb bestimmter Grenzen konstant halten, trotz Schwankungen in der Umwelt.

Motivationen lassen sich schon bedingt unterdrücken (abstellen), beeinflussen, lenken usw. usf.

Was wir in Bezug auf Jagdverhalten des Hundes in erster Linie bedenken müssen ist, dass die Individuelle Situation des einzelnen Hundes den Ausschlag gibt, wie man an das Thema Jagdmotivation herangeht. Das ist bei einem Welpen naturgemäß nicht mit dem erwachsenen Hund, der schon Jagderfolg hatte, gleichzusetzen usw.


LG Hans Georg
Der Mensch hat das Sozialverhalten von Hunden tief greifend verändert (D. U. Feddersen - Petersen).
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#16
Mich würde der nächste Schritt interessieren, bis hierhin bin ich erstaunlicherweise schon.... *michselbstwunder*
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#17
amazone schrieb:
Ich rufe die Komandos, dann auch recht laut und mehrmals, das ist sicher falsch.
Hallo Annette,
falsch ist es nur dann, wenn Du damit nicht klar kommst und wenn Du es lieber anders hättest als Du es zurzeit machst.
Das mehrmals Rufen ist in diesem Fall sicher nicht so geeignet weil sich dadurch der Erfolg rauszögern kann. Du zeigst Deinem Hund damit Deine Inkonsequenz, die sich Dein Hund zu nutze machen kann.
amazone schrieb:
Aber was macht man wenn der Hund den Abbruch ignoriert und den Ball holt? Ich habe es einfach ignoriert und es so lange probiert bis es geklappt hat.
Wenn das passiert, ist der Schritt schon zu weit und man sollte weiter vorn beginnen, wo man noch die Möglichkeit hat einzugreifen.
Das Ignorieren, kann in diesem Fall bestätigend wirken. Solange weiter zu machen, bis ein scheinbares Erfolgserlebnis einkehrt, beruht sicher nicht auf den Lerneffekt.
Trailer schrieb:Das Abbrechen wenn sie den Ball holt übe ich nur mit Schleppleine und einem guten Brustgeschirr! (ich weiß ja nicht wie Thomas das aufbaut...)
Hallo Ulrike,
Grundsätzlich immer ohne Leine!!!
Der Hund muss frei sein, wie er es auch bei einer plötzlichen Jagdmotivation ist.
Das Prinzip ist nicht sehr schwierig und man kann auch ohne Leine durchgehend konsequent sein.
Jedoch sollte eine Grundbasis über die Standardsignale vorhanden sein.
Das Bringen und abgeben des Motivationsobjektes unterstützt die Arbeit erheblich.

Dann beginne ich damit das Mo in einer geringen Entfernung zu werfen, so dass ich zwischen Hund und Mo stehe. Dann lernt der Hund erstmals das Bringen auf ein Signal hin. Läuft der Hund ohne Signal los, kann ich reagieren und der Hund lernt dass ich einen Einfluss auf das Verhalten habe. Die Abstände vergrößern sich und später gehe ich aus der Linie raus, so dass ich nicht mehr dazwischen stehe. Richtig dosiert und mit den unterschiedlichsten Variationen sollte der Hund das Ganze recht schnell verstehen.
Anjin schrieb:Über das Training wie man einen Hund, der Jagmotivation mehr oder weniger stark ausgeprägt zeigt beeinflussen kann, überlasse ich denen die sich intensiver damit beschäftigen, ich selbst habe keine feste Methode, sondern gehe immer vom Individuum Hund aus.

Aber eins möchte ich wieder einmal los werden, Jagd ist kein Trieb, denn wäre es einer ließe er sich nicht kontrollieren.

Warum?

Triebe sind per Definition angeboren und somit willentlich nicht kontrollierbar.

Deshalb verwendet die Verhaltens-, Neurobiologie (Hirnforschung)usw., diesen irreführenden Begriff nicht mehr, da er erstens nicht erklärt was er erklären soll und zweitens Triebe als solches widerlegt wurden. Sei es die klassischen Triebe wie Hunger, Durst, Sexualität usw. usf.

Triebe müssen so wird behauptet, befriedigt werden.
Wenn ein Triebstau sein Maximum erreicht hat, und seine Befriedigung ist nicht möglich folgt eine Leerlaufreaktion, ohne das es eines auslösenden Außenreizes bedarf.

Triebe also, so wie dieser veraltete Begriff definiert ist, lassen, sich nicht abstellen, noch in sonst einer Form beeinflussen. Deshalb taugen die Begriffe, Trieb und Instinkt nicht, die tatsächlichen physiologischen Regelmechanismen, die in einem Organismus ablaufen zu erklären.

Ganz anders bei dem Begriff der Motivation der sich aus angeborenen und erworbenen Verhalten zusammensetzt, d. h. Motivationen lassen sich durch lernen verändern, so die Jagd-, Hunger-, Durst-, Sexualmotivation usw. usf.

Bei Motivationen handelt es sich um Homöostase, als um Regulationsmechanismen die das innere Milieu eines Organismus innerhalb bestimmter Grenzen konstant halten, trotz Schwankungen in der Umwelt.

Motivationen lassen sich schon bedingt unterdrücken (abstellen), beeinflussen, lenken usw. usf.

Was wir in Bezug auf Jagdverhalten des Hundes in erster Linie bedenken müssen ist, dass die Individuelle Situation des einzelnen Hundes den Ausschlag gibt, wie man an das Thema Jagdmotivation herangeht. Das ist bei einem Welpen naturgemäß nicht mit dem erwachsenen Hund, der schon Jagderfolg hatte, gleichzusetzen usw.
Hallo Hans Georg,
das ist der Grund, warum ich unter anderem sehr froh bin, dass Du hier im Forum bist.
Danke für Deine Ausführung,
Danke, dass Du hier bist!
Manuela schrieb:Mich würde der nächste Schritt interessieren, …
Hallo Manuela,
die kommenden Schritte sollten immer genauer auf den Hund abgestimmt werden. Da ich Rambo nun kenne, würde ich mit Mo weitermachen, die bei Rambo erheblichen Stress auslösen. Der Große Sitzball oder Lichtreflexe, könntest Du als nächsten Schritt anwenden.
Sollte das nicht funktionieren, gedulde Dich noch bis zu meiner Einweihungsfeier, dann können wir das gemeinsam machen.

Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
Antworten
#18
Thomas schrieb:Hallo Manuela,
die kommenden Schritte sollten immer genauer auf den Hund abgestimmt werden. Da ich Rambo nun kenne, würde ich mit Mo weitermachen, die bei Rambo erheblichen Stress auslösen. Der Große Sitzball oder Lichtreflexe, könntest Du als nächsten Schritt anwenden.
Sollte das nicht funktionieren, gedulde Dich noch bis zu meiner Einweihungsfeier, dann können wir das gemeinsam machen.

Mit was?

Und was mach ich mit dem großen Sitzball oder Lichtreflexen? Lichtreflexe sind Rambo relativ egal, verwechselst du ihn mit Joey?
Antworten
#19
hallo,

Ja, das interessiert mich jetzt auch mal genauer.

Ich dachte jetzt auch eben, das joy doch der Hund mit dieser Lichtgeschichte war.

Auf Thomas Antwort gespannt ist
Tany
Antworten
#20
Huch!
ich meinte den Laserpointer, da reagierte er schon heftig drauf.
Mo=Motivationsobjekt
Mo Beispiele: Ball, Knochen, Lumpen, (Zigarettenschachtel lachen ) Stofftier von Merle, Lufballons, Leine, uvm

Mit dem Sitzball sollst Du dass machen, was Rambo schon kann, wie Du es oben geschrieben hast.
Da Rambo das schon alles kann, sollte der Reiz sich verstärken, durch den Ball ist der Stress viel höher und Du hast Deinen nächsten Trainingsschritt
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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