Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Kann man sich eine Scheibe abschneiden ?
#1
mir geht grad folgendes durch den kopf... [Bild: smilie%20gr%C3%BCbel.gif]

beobachtet man eine hundegruppe der ein älterer gut erzogener hund vorsteht, der sich ausgesprochen souverän den anderen hunden gegenüber verhält. mit allen interaktionen die die hündische sprache umfassen...er von allen respektiert wird...

kann man sich als mensch dieses verhalten zu eigen machen im umgang mit anderen menschen, ist es möglich die hündische sprache ins menschliche zu übersetzen ? sind menschen in der lage diese übersetzung zu verstehen ohne sich falsch behandelt zu fühlen ?
Antworten
#2
Beim Hund wie beim Menschen hängt das von seinem Gegenüber ab.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
Antworten
#3
Mein erster Gedanke ist nein.
[Bild: IMG_0206.jpg][Bild: IMG_0792.jpg][Bild: IMG_0608.jpg][Bild: IMG_0318-1.jpg][Bild: IMG_0010-1.jpg]

Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht 10 Meilen in seinen Schuhen gelaufen bist...
Antworten
#4
Ich denke, so einfach ist das nicht.

Menschliche und hündische Kommunikationen basieren auf unterschiedlichen "Codes".

Dabei differieren die Schwerpunkte ziemlich.

Z.B. hängt die "Führungsqualität" eines Hundes auch sehr von seinem allgemeinen Gesundheitszustand ab.
Dieser wird größtenteils olfaktorisch vom Gegenüber wahrgenommen.

Beim Menschen spielt in Sachen Führungskompetenz dies nicht wirklich eine Rolle. Auch nicht das Alter.

Die Intraspezifische Kommunikation, sowohl bei Menschen, als auch bei Hunden ist so kompliziert aufgebaut,
dass es uns ja oftmals nicht gelingt, eine einigermaßen funktionierende interspezifische Kommunikation Mensch/Hund hinzubekommen.

Die "fremde" Form nun auf die eigene Spezies zu übertragen und anzuwenden, halte ich nicht für möglich oder auch wenig sinnvoll.


Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
Antworten
#5
gerti, ich find deinen beitrag sehr interessant Daumen hoch

aber eine frage gleich mal vorne weg *g*
warum bringst du die gesundheit ins spiel ?
ich lese oft zu den unterschiedlichsten themen das sofort, gleich als erstes das "aber" an einer sache gesetzt wird.

die frage ist ja eher rein hypotetischer natur und hier kann man ruhig mal von einem optimalzustand ausgehen. also dinge die etwas ausschliessen ruhig mal beiseite lassen und einen gedanken mal durchdenken.

ein hund hat einen sehr festen verhaltensrahmen in dem er sich bewegt, ein hund wird nicht von aber´n geleitet wie wir menschen.
bei uns menschen setzen "aber´s" ja schon oft ein ende bevor etwas überhaupt begonnen hat.

deine letzte aussage möchte ich auch noch einmal näher hinterfragen...
du hälst es für unmöglich eine soziale struktur und führung wie es unter hunden vorkommt auf menschen anzuwenden oder passend umzuwandeln ?

du lebst doch aber mit einem hund zusammen. denkst du das hunde sich 1:1 uns menschen anpassen oder wir menschen und ihnen und ihren regeln nicht ebenfalls anpassen ?

überlegmal, was macht deinen hund bei dir zufrieden ? es ist doch nicht nur das futter,die zuneigung und das spazieren oder...

es ist doch vielmehr das du deinem hund einen festen sozialen rahmen bietest der regeln und gesetzte enthält. ein hund sehnt sich förmlich nach diesem festen rahmen mit rechten und pflichten.

mal noch ein tipp, ein hund reagiert hervorragend auf klare saubere körpersprache. damit kann er deutlich mehr anfangen als mit irgendwelchem geblubber von uns menschen. also auch hier könnte man doch die körpersprache sehr gut einsetzen...auch wir bedienen uns ihrer aber nicht mehr in reiner form. vieles ist einfach schon zu verwaschen.

Antworten
#6
(10.02.2012, 19:46)happy schrieb: mal noch ein tipp, ein hund reagiert hervorragend auf klare saubere körpersprache. damit kann er deutlich mehr anfangen als mit irgendwelchem geblubber von uns menschen. also auch hier könnte man doch die körpersprache sehr gut einsetzen...

Keine Frage und in der Tat kommuniziere ich oftmals total nonverbal mit meinem Hund.

Aber das heißt doch nicht, dass wir die Körpersprache des Hundes kopieren sollten.
Nur wenige Menschen machen dabei keine klägliche Figur.
Zum einen fehlt uns die körperliche Ausstattung, zum anderen die Möglichkeit situativ und in Bruchteilen von Sekunden adäquat zu agieren.
Vielmehr läuft es doch darauf hinaus, einen eigenen, gemeinsamen Zeichencode mit dem Hund zu erarbeiten.

Menschen untereinander ist nun mal das gesprochene Wort gegeben und dies bildet die hervorstechenste Methode der Kommunikation.
Hier steht uns ein komplexes und überaus differenziertes Repertoire an Zeichen zur Verfügung, das es uns ermöglicht, auch komplizierte Informationen zu formulieren, die dann in der Regel vom Empfänger auch so verstanden werden.
Die Nachricht, die wir "versenden" wird durch Körpersprache untermauert.

Haben wir aber den Fall, dass wir mit unserem Gegenüber keinen gemeinsamen Vorrat an Zeichen im gesprochenen Wort haben (z.B. unterschiedliche Muttersprache),
dann erkennen wir, wie unzulänglich unsere Mittel in Sachen Kommunitkation per Sichtzeichen sind. Oftmals kommt noch hinzu, dass
Mimik und Gestik falsch verstanden werden, weil sie kulturell unterschiedliche Bedeutungen haben. Diesen Stolperstein haben Hunde nicht.

Natürlich macht ein sicheres Auftreten eines Menschen Eindruck. Doch kann der Inhalt seiner Worte dieses komplett negieren.

Irgendwie sind Menschen doch noch ein wenig komplizierter gestrickt als Hunde und brauchen somit mehr, um eine Führungsqualität anzuerkennen.


Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
Antworten
#7
Nun... als Hundetrainerin, deren Arbeitsbasis Körpersprache ist, und die oft einfach als Übersetzerin zwischen den Arten empfindet, möchte ich ganz klar bejahen, dass man vieles übersetzen und einiges auch selbst anwenden kann.

Aber wie Thomas schon sagt, es liegt nicht jedem.

Was das Thema Gesundheitszustand angeht, so muss ich Gerti ganz stark widersprechen. Ich habe viele Kunden, die aufgrund von Krankheiten starken Schwankungen unterworfen sind, die macht der Hund, zumindest im noch nicht "fertigen" Zustand 1:1 mit. Der eine wird anhänglicher, der andere haut ab, der nächste macht halt einfach sein Ding, wenn die Halter nicht gut drauf sind. Am nächsten Tag läufts dann wieder wie geschnitten Brot.

Eine Führungsrolle ist ja kein lebenslängliches Diplom.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
Antworten
#8
Anja, mit gesundheitlichem Zustand meinte ich nicht Mensch und Hund untereinander.

Schau mal, ich schrieb von Führungsqualität eines Hundes in Hunderudeln, die auch vom Gesundheitszustand abhängt.

Und dass der gesundheitliche Aspekt bei Menschen untereinander diesbegl. keine Rolle spielt.

Von Mensch/Hund Führung habe ich nix gesagt. Ich dachte, es sei deutlich.
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
Antworten
#9
Irgendwie nicht... immer noch nicht. Vielleicht purzele ich ja noch vom Schlauch, Gerti.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
Antworten
#10
Weil die Eingangafrage von happy Null damit zu tun hat, wie Menschen mit Hunden umgehen, sondern nur Hunde untereinander und ob Menschen das
im Miteinander (mit anderen Menschen) übernehmen können.

Deshalb spielt es keine Rolle, ob ein kranker Mensch einen Hund führen kann oder nicht. Und darum habe ich auch nicht davon gesprochen.
Ich meinte lediglich, dass ein kranker oder körperlich instabiler Mensch durchaus anderen Menschen gegenüber Führungskompetenz besitzen kann.

Und wennste jetzt immer noch auf`m Schlauch stehst, weiß ich auch nicht weiter.
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
Antworten




Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste