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Welpentests
#41
Hey


(02.04.2012, 22:16)Thomas schrieb:
(02.04.2012, 21:15)Gerti schrieb: Außerdem stehen wir hier wieder an dem Punkt, den wir noch nicht geklärt haben:
Wie definiert sich Intelligenz bei Hunden?

Die allgemeine Intelligenz ist bei Hunden nicht anders definiert, als beim Menschen auch.
Zum einen die Fähigkeit, wie schnell ein Problem identifiziert, erkannt und gelöst wird, was allein die Verknüpfungen und die Geschwindigkeit der Nervenzellen hervorbringt.
Und zum anderen umfasst die Begabung, (oder das Talent) die allgemeine Intelligenz, die von der Anzahl der Nervenzellen und deren Kontakte profitiert.

Das sind doch eher obsolete Vorstellungen von dem, was Intelligenz sei oder zu sein hat.

Nehmen wir die kognitiven Fähigkeiten, dann sind sie zu einem Teil genetisch bedingt und zum anderen Teil umweltangepasst um es mal kurz zu fassen.

Nun weiß man, Deprivation führt zu irreversiblen Schäden bei der Gehirnentwicklung, dagegen führen reichhaltige Umwelterfahrungen zu einer optimalen Gehirnentwicklung.

Liest sich erst einmal einfach ist es aber nicht.

Wenn man nicht ähnliche Entwicklungen zum Vergleichen heranzieht, denn auch Hunde, die in einem Wurf unter sehr ähnlichen Rahmenbedingungen aufwachsen, z. B. ähnliche Förderungen, sind nicht gleich in ihren kognitiven Fähigkeiten.

Dazu aber kommen nach der Trennung die weiteren Förderungen, die der einzelne Welpe aus dem gleichen Wurf, in meist sehr unterschiedlichen Haushalten erfährt.

Spräche ich z. B. von Hunden, die stark durchkonditioniert seien, wird gerne darunter verstanden, das Lernen von SITZ/PLATZ/KOMM usw., oder anders ausgedrückt die klassische Form der Hundeerziehung/Hundeausbildung, wie sie früher üblich war, der Hund muss funktionieren. Ich ziele dabei jetzt mal gar nicht auf die Kasernenhoferziehung/-Ausbildung ab.

Sondern diese auch gerne als autoritär bezeichneten Erziehungsstil, der Hund muss so funktionieren wie es der Hundehalter jetzt und sofort erwartet.
Denn das führt in viel stärkerem Maß dazu das diese Hunde ihre möglicherweise innewohnenden Kreativität verlustig gehen, denn diese verkümmert ganz einfach.

Warum ist das so?
Diese Hunde bekommen im Großen und Ganzen alles vorgegeben und lernen so in der wichtigen Entwicklungsphase des Gehirns, wenn sie mit ca. 8 Wochen zu uns kommen, nicht auch einmal ein Problem selbstständig ohne eingriffe des Menschen zu lösen.
Die Folgen, diese Hunde werden sehr schnell in eine Unselbstständigkeit manövriert.

Bekommen diese Hunde eine Aufgabe gestellt, können sie meist, ihre erlernte und antrainierte Unselbstständigkeit durch den Hundehalter verursacht, auch nicht ihr mögliches kreatives Potenzial abrufen.

Deshalb halte ich nichts, wie folgt, von diesen Kategorien, was Intelligenz sei.
(02.04.2012, 22:16)Thomas schrieb:
(02.04.2012, 21:15)Gerti schrieb: Wie stellen wir sie fest?

In dem wir erkennen,
- wie schnell ein Problem wahr genommen werden kann
- wie schnell das Problem erkannt wird
- wie schnell das Problem gelöst wird
und
- wie das Problem gelöst wird.

Die meisten Hunde scheitern schon daran, ein Problem wahrzunehmen,
die, die es wahrnehmen, können es noch lange nicht als solches erkennen.
Die, die es erkannt haben, haben noch lange keine Lösung parat,
und die, die eine Lösung haben, können sich dabei sehr ungeschickt anstellen.
In dem wir erkennen,

Übrig bleiben die Hochintelligenten!

Es ist wie bei uns Menschen, Intelligenz kann nur gemessen werden über einheitliche und standardisierte Testverfahren, die aber völlig außer Acht lassen, welche kognitiven Fähigkeiten ein Lebewesen tatsächlich genetisch bedingt mitbringt.

Ein Beispiel dazu:

In Australien hatte eine junge Lehrerin um 1900, die für die eingeschulten Kinder Tests machen musste, das Vorurteil widerlegt, das die Ureinwohner dümmer als die Kinder der Einwanderer seien.
Denn bei diesen Einschulungstests schnitten die Ureinwohner immer wesentlich schlechter als die Einwandererkinder ab.

Sie drehte den Spieß einmal um und zeigte auf, wozu die Ureinwohnerkinder fähig sind und wo die Einwandererkinder wesentlich schlechter abschnitten.

Sie nahm ein einfaches Brett, auf dem unterschiedliche Gegenstände aus der Umwelt der Ureinwohner verteilt waren, Steine, Hölzchen usw., das wurde den Kindern kurz gezeigt und dann sollten sie das gleiche auf einem leeren Brett nachbilden.
Nun war die Leistung der Ureinwohner Kinder wesentlich besser als die der Einwandererkinder.

Warum?

Hier in diesem Test ging es darum, sich in einer ganz anderen Umwelt zurechtzufinden, die den Einwanderern, die in Städten lebten recht fremd war.

Fazit:
Ich würde also über kognitive Fähigkeiten nicht so leichtfertig Urteilen, salopp ausgedrückt, denn Entfaltung von Intelligenz braucht Umweltbedingungen, die nicht immer gegeben sind und so aus einem eigentlich möglicherweise hochintelligenten Lebewesen, leicht ein Trottel werden lässt.







Beweise haben nicht wirklich die Aufgabe, jemanden davon zu überzeugen, dass etwas wahr ist. Sie dienen nur dazu, um zu zeigen, warum etwas wahr ist. (Andrew Gleason)



lg hansgeorg
Antworten
#42
(03.04.2012, 16:55)hansgeorg schrieb: Ich würde also über kognitive Fähigkeiten nicht so leichtfertig Urteilen, salopp ausgedrückt, denn Entfaltung von Intelligenz braucht Umweltbedingungen, die nicht immer gegeben sind und so aus einem eigentlich möglicherweise hochintelligenten Lebewesen, leicht ein Trottel werden lässt.


Danke Hans Georg, genau das war ja auch mein Ausgangspunkt.

Wir haben es in der menschlichen Entwicklung so und mir erschließt sich nicht, warum es bei Hunden anders sein sollte.

Ich bin mir jetzt nicht so ganz sicher, aber gibt es da nicht auch irgendwelche Kaspar- Hauser- Tierversuche?
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
Antworten
#43
(03.04.2012, 14:25)Gerti schrieb: Wie würde denn in etwa ein Intelligenztest aussehen, wenn du ihn durchführen würdest?

Doch nicht dieses blöde Brett auf dem Fressnapf usw.

Ich kenne das nicht, mit einem Brett auf dem Fressnapf!

Wie so ein Test aussieht, wäre zum einen ein Bestand des Themas, was später, der Reihe nach beschrieben werden soll, und zum anderen nicht so pauschal zu in einem Zweizeiler zu beschreiben ist, da Ziel, Veranlagung, Talente und Rasse enorme Unterschiede bringen.

(03.04.2012, 14:25)Gerti schrieb: Dann hätte ich gerne noch eine Einschätzung von dir, ob folgende Geschichte von Olga für dich eine intelligente Problemlösung enthält.
Ich jedenfalls fand sie genial.

Wir waren mit Olgas "bester Freundin", Anka unterwegs. Diese fand auf einmal einem hochinteressanten Stock, mit dem
sie Olga permanent vor der Nase rumwedelte und zu provozieren versuchte.
Nun war es "unter Olgas Würde", sich um so einen Stock zu zanken.
Also trabte sie etwa 10 m vor und "entdeckte" dort ein ungemein interessantes Grasbüschel, dass sie mit einer unbeschreiblichen Intensität
beschnuffelte. Sofort war Ankas Interesse geweckt, sie ließ den Stock fallen und raste ZUm Grasbüschel.
Umgehend flitzte Olga zu dem Stock, nahm ihn auf und lief stolz wie Bolle - sie ähnelte einem Trabrennpferd dabei - durch die Gegend und nahm ihn mit, bis daheim.

Ist das nicht bewusstes "Lügen" und ein wirklich intelligenter Akt, um zum Ziel zu kommen?

Nun, Deine Beschreibung ist nicht so einfach zu beantworten, weil ich nicht zwangsläufig davon ausgehen kann, dass Olga bewusst an dem Grasbüschel ging, um das Interesse des anderen Hundes darauf zu ziehen.
Wäre dem so, dann wäre das durchaus eine gute Leistung.

Vermutlich möchtest Du das "aber" nicht lesen, doch die Möglichkeit, dass durch ein zufälliges Verhalten, der andere Hund darauf reagiert, ist sehr hoch, was bspw. auch das Video mit Staff zeigt.

Ich beobachte bei unzähligen Hunden, die aus Frust an Stellen riechen, die nichts hervorbringen, und somit als sinnlos erscheinen.

Eine Reaktion, die übrigens auch menschlich ist.
Frust erhöht den Stresspegel, um den Cortisolspiegel wieder zu senken, hat das Gehirn eine Art Programm, das die Konzentration (zunächst) motorisch auf andere Aktionen lenkt.
Menschen kratzen sich bspw. am Kopf, reiben sich die Nase und Hunde riechen, oder kauen gerne auf etwas herum.





(03.04.2012, 16:55)hansgeorg schrieb:
(02.04.2012, 22:16)Thomas schrieb: Die allgemeine Intelligenz ist bei Hunden nicht anders definiert, als beim Menschen auch.
Zum einen die Fähigkeit, wie schnell ein Problem identifiziert, erkannt und gelöst wird, was allein die Verknüpfungen und die Geschwindigkeit der Nervenzellen hervorbringt.
Und zum anderen umfasst die Begabung, (oder das Talent) die allgemeine Intelligenz, die von der Anzahl der Nervenzellen und deren Kontakte profitiert.

Das sind doch eher obsolete Vorstellungen von dem, was Intelligenz sei oder zu sein hat.

Du müsstest doch von allen am besten wissen, dass sich zum einen die Intelligenz nicht klar definieren lässt und zum anderen nicht mal genau klar ist, was sie beinhaltet.


(03.04.2012, 16:55)hansgeorg schrieb: Bekommen diese Hunde eine Aufgabe gestellt, können sie meist, ihre erlernte und antrainierte Unselbstständigkeit durch den Hundehalter verursacht, auch nicht ihr mögliches kreatives Potenzial abrufen.

Deshalb halte ich nichts, wie folgt, von diesen Kategorien, was Intelligenz sei.
(02.04.2012, 22:16)Thomas schrieb:
(02.04.2012, 21:15)Gerti schrieb: Wie stellen wir sie fest?

In dem wir erkennen,
- wie schnell ein Problem wahr genommen werden kann
- wie schnell das Problem erkannt wird
- wie schnell das Problem gelöst wird
und
- wie das Problem gelöst wird.

Die meisten Hunde scheitern schon daran, ein Problem wahrzunehmen,
die, die es wahrnehmen, können es noch lange nicht als solches erkennen.
Die, die es erkannt haben, haben noch lange keine Lösung parat,
und die, die eine Lösung haben, können sich dabei sehr ungeschickt anstellen.
In dem wir erkennen,

Übrig bleiben die Hochintelligenten!

Es ist wie bei uns Menschen, Intelligenz kann nur gemessen werden über einheitliche und standardisierte Testverfahren, die aber völlig außer Acht lassen, welche kognitiven Fähigkeiten ein Lebewesen tatsächlich genetisch bedingt mitbringt.

Deine Kenntnis klingt stark veraltet, denn mittlerweile gestehen Wissenschaftler ein, dass sie nicht wissen, wie man Intelligenz feststellen, bzw. bewerten kann.
Was man jedoch durch Hirnscanns weiß, sind die Tatsachen, dass nicht die Hirnmasse, sondern die Geschwindigkeit der Kommunikations im Hirn ausschlaggebend ist, und wodurch diese zustande kommt.
Ebenso, und das sind die Gründe dafür, dass man momentan die Intelligenz nicht bewerten kann, weiß man, dass man die kognitiven Fähigkeiten, die auch genetisch bedingt sind, mit einfließen lassen muss.

Der Grund, das sich die Neurowissenschaftler darüber einig sind, sind die sehr ähnlichen Untersuchungen an den Universitäten weltweit.




(03.04.2012, 16:55)hansgeorg schrieb: Fazit:
Ich würde also über kognitive Fähigkeiten nicht so leichtfertig Urteilen, salopp ausgedrückt, denn Entfaltung von Intelligenz braucht Umweltbedingungen, die nicht immer gegeben sind und so aus einem eigentlich möglicherweise hochintelligenten Lebewesen, leicht ein Trottel werden lässt.

Wo wurde denn etwas anderes geschrieben, bzw. leichtfertig über kognitive Fähigkeiten geurteilt?
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
Antworten
#44
(04.04.2012, 00:54)Thomas schrieb:
(03.04.2012, 16:55)hansgeorg schrieb:
(02.04.2012, 22:16)Thomas schrieb: Die allgemeine Intelligenz ist bei Hunden nicht anders definiert, als beim Menschen auch.
Zum einen die Fähigkeit, wie schnell ein Problem identifiziert, erkannt und gelöst wird, was allein die Verknüpfungen und die Geschwindigkeit der Nervenzellen hervorbringt.
Und zum anderen umfasst die Begabung, (oder das Talent) die allgemeine Intelligenz, die von der Anzahl der Nervenzellen und deren Kontakte profitiert.

Das sind doch eher obsolete Vorstellungen von dem, was Intelligenz sei oder zu sein hat.

Du müsstest doch von allen am besten wissen, dass sich zum einen die Intelligenz nicht klar definieren lässt und zum anderen nicht mal genau klar ist, was sie beinhaltet.


(03.04.2012, 16:55)hansgeorg schrieb: Bekommen diese Hunde eine Aufgabe gestellt, können sie meist, ihre erlernte und antrainierte Unselbstständigkeit durch den Hundehalter verursacht, auch nicht ihr mögliches kreatives Potenzial abrufen.

Deshalb halte ich nichts, wie folgt, von diesen Kategorien, was Intelligenz sei.
(02.04.2012, 22:16)Thomas schrieb:
(02.04.2012, 21:15)Gerti schrieb: Wie stellen wir sie fest?

In dem wir erkennen,
- wie schnell ein Problem wahr genommen werden kann
- wie schnell das Problem erkannt wird
- wie schnell das Problem gelöst wird
und
- wie das Problem gelöst wird.

Die meisten Hunde scheitern schon daran, ein Problem wahrzunehmen,
die, die es wahrnehmen, können es noch lange nicht als solches erkennen.
Die, die es erkannt haben, haben noch lange keine Lösung parat,
und die, die eine Lösung haben, können sich dabei sehr ungeschickt anstellen.
In dem wir erkennen,

Übrig bleiben die Hochintelligenten!

Es ist wie bei uns Menschen, Intelligenz kann nur gemessen werden über einheitliche und standardisierte Testverfahren, die aber völlig außer Acht lassen, welche kognitiven Fähigkeiten ein Lebewesen tatsächlich genetisch bedingt mitbringt.

Deine Kenntnis klingt stark veraltet, denn mittlerweile gestehen Wissenschaftler ein, dass sie nicht wissen, wie man Intelligenz feststellen, bzw. bewerten kann.
Was man jedoch durch Hirnscanns weiß, sind die Tatsachen, dass nicht die Hirnmasse, sondern die Geschwindigkeit der Kommunikations im Hirn ausschlaggebend ist, und wodurch diese zustande kommt.
Ebenso, und das sind die Gründe dafür, dass man momentan die Intelligenz nicht bewerten kann, weiß man, dass man die kognitiven Fähigkeiten, die auch genetisch bedingt sind, mit einfließen lassen muss.

Der Grund, das sich die Neurowissenschaftler darüber einig sind, sind die sehr ähnlichen Untersuchungen an den Universitäten weltweit.




(03.04.2012, 16:55)hansgeorg schrieb: Fazit:
Ich würde also über kognitive Fähigkeiten nicht so leichtfertig Urteilen, salopp ausgedrückt, denn Entfaltung von Intelligenz braucht Umweltbedingungen, die nicht immer gegeben sind und so aus einem eigentlich möglicherweise hochintelligenten Lebewesen, leicht ein Trottel werden lässt.

Wo wurde denn etwas anderes geschrieben, bzw. leichtfertig über kognitive Fähigkeiten geurteilt?

Irgendwie finde ich es lustig, das du mir veraltetes Wissen unterschieben möchtest.

Ich dachte du würdest meinen Standpunkt leicht aus dem geschriebenen ableiten können, obwohl es ja recht deutlich dargestellt ist.

Warum schreibe ich von kognitiven Fähigkeiten, der Menschen, Hunde usw.?
Sicherlich nicht, weil ich Intelligenz für ein tatsächlich messbares Kriterium halte.
Ganz im Gegensatz zu dir, der diesen veralteten Terminus hier im Thema eingeführt hat und sogar von Hochintelligenten spricht, die am Ende übrig bleiben, falls dus vergessen hast, dein Zitat.

(04.04.2012, 00:54)Thomas schrieb: Übrig bleiben die Hochintelligenten!


Gott sei Dank, ist es nicht mein Problem, das es immer noch Verhaltenswissenschaften (speziell Humanverhaltenswissenschaften wie Psychologie usw.) gibt, die nicht nur an den obsoleten Begriffen, sondern auch immer noch, an diesen veralteten Intelligenztest festhalten.

Aber sie alle werden früher oder später der Verhaltensbiologie und Neurobiologie nachziehen, solange werden sie deren Erkenntnissen noch weiter hinterher hinken.




Wenn du etwas weißt, zu wissen, dass du es weißt; und wenn du es nicht weißt, zu wissen, dass du es nicht weißt – das ist Wissen (Konfuzius).





lg hansgeorg
Antworten
#45
(04.04.2012, 00:54)Thomas schrieb: Nun, Deine Beschreibung ist nicht so einfach zu beantworten, weil ich nicht zwangsläufig davon ausgehen kann, dass Olga bewusst an dem Grasbüschel ging, um das Interesse des anderen Hundes darauf zu ziehen.

Nicht nur ich, sondern auch die 3 anderen Menschen, die dabei waren, waren davon überzeugt, dass es gezieltes Handeln war.
Glaub mir, es war so.

(04.04.2012, 00:54)Thomas schrieb: Ich beobachte bei unzähligen Hunden, die aus Frust an Stellen riechen, die nichts hervorbringen, und somit als sinnlos erscheinen.

Leider kanntest du Olga nicht, sonst würdest du das nicht im Zusammenhang mit ihr schreiben.
Bei jedem anderen meiner Hunde würde ich dir zustimmen.



Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
Antworten
#46
Hey Gerti

(04.04.2012, 16:35)Gerti schrieb:
(04.04.2012, 00:54)Thomas schrieb: Nun, Deine Beschreibung ist nicht so einfach zu beantworten, weil ich nicht zwangsläufig davon ausgehen kann, dass Olga bewusst an dem Grasbüschel ging, um das Interesse des anderen Hundes darauf zu ziehen.

Nicht nur ich, sondern auch die 3 anderen Menschen, die dabei waren, waren davon überzeugt, dass es gezieltes Handeln war.
Glaub mir, es war so.

(04.04.2012, 00:54)Thomas schrieb: Ich beobachte bei unzähligen Hunden, die aus Frust an Stellen riechen, die nichts hervorbringen, und somit als sinnlos erscheinen.

Leider kanntest du Olga nicht, sonst würdest du das nicht im Zusammenhang mit ihr schreiben.
Bei jedem anderen meiner Hunde würde ich dir zustimmen.


Wie man heute weiß und auch zugesteht, sind bestimmte Tiere, so auch Hunde in der Lage, ihre kognitiven Fähigkeiten sehr gezielt einzusetzen.
Sie können andere Hunde austricksen und sich so einen Vorteil verschaffen.

Schon K. Lorenz beschreibt eine Situation, wo er von einer Reise zurückkommt und einer seiner Hunde zum Eingangstor lief, um den mutmaßlichen unrechtmäßigen Eindringling zu vertreiben. Als er nah genug bei seinem heimkehrenden Herrchen war, erkannte er den Irrtum und rannte an ihm vorbei durch das Hoftor, um draußen einen imaginären Fremdling zu vertreiben. (Können Hunde lügen? K. Lorenz war davon überzeugt.)

Da Hunde z. B. in einem gewissen Umfang ein Ich-Bewusstsein haben und durch ihre kognitiven Fähigkeiten, dürfte es ihnen nicht allzu schwer Fallen auch mal andere Hunde, oder sogar uns Menschen auszutricksen.


Das Gehirn ist ein soziales Organ, nicht nur einzelne „soziale Hirnzentren“ (T. Fuchs).


lg hansgeorg
Antworten
#47
Hallo Hans Georg

Schön, dass mir wenigstens einer glaubt lachen , denn ich hatte nie einen Zweifel an dieser Aktion.
Und im Übrigen gibt es noch mehrere solcher "Lügengeschichten" von Olga.

Stimmt, die Beschreibung von Lorenz kenne ich. Eine Zeit lang war ich mir nicht sicher, ob ich das glauben sollte.
Ich wurde belehrt. freuen
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
Antworten
#48
(04.04.2012, 15:58)hansgeorg schrieb:
Thomas schrieb: 
hansgeorg schrieb:Es ist wie bei uns Menschen, Intelligenz kann nur gemessen werden über einheitliche und standardisierte Testverfahren, die aber völlig außer Acht lassen, welche kognitiven Fähigkeiten ein Lebewesen tatsächlich genetisch bedingt mitbringt.

Deine Kenntnis klingt stark veraltet, denn mittlerweile gestehen Wissenschaftler ein, dass sie nicht wissen, wie man Intelligenz feststellen, bzw. bewerten kann.

Irgendwie finde ich es lustig, das du mir veraltetes Wissen unterschieben möchtest.

Ich dachte du würdest meinen Standpunkt leicht aus dem geschriebenen ableiten können, obwohl es ja recht deutlich dargestellt ist.

Hans Georg Du solltest mal das Persönliche weg lassen, wenn Du meine Beiträge ließt!
Ich wollte Dir nichts unterschieben, sondern habe ich, siehe Zitat nur angemerkt, dass das stark veraltet klingt, und das ließt sich nunmal so, wenn man schreibt:
(04.04.2012, 15:58)hansgeorg schrieb: Es ist wie bei uns Menschen, Intelligenz kann nur gemessen werden über einheitliche und standardisierte Testverfahren, die aber völlig außer Acht lassen, welche kognitiven Fähigkeiten ein Lebewesen tatsächlich genetisch bedingt mitbringt.




(04.04.2012, 16:35)Gerti schrieb:
(04.04.2012, 00:54)Thomas schrieb: Nun, Deine Beschreibung ist nicht so einfach zu beantworten, weil ich nicht zwangsläufig davon ausgehen kann, dass Olga bewusst an dem Grasbüschel ging, um das Interesse des anderen Hundes darauf zu ziehen.

Nicht nur ich, sondern auch die 3 anderen Menschen, die dabei waren, waren davon überzeugt, dass es gezieltes Handeln war.
Glaub mir, es war so.

Gerti ich verstehe dann nicht, was die Frage sollte, wenn Du weißt wie es war?

Ich habe auch geschrieben:
(04.04.2012, 00:54)Thomas schrieb: Nun, Deine Beschreibung ist nicht so einfach zu beantworten, weil ich nicht zwangsläufig davon ausgehen kann, dass Olga bewusst an dem Grasbüschel ging, um das Interesse des anderen Hundes darauf zu ziehen.
Wäre dem so, dann wäre das durchaus eine gute Leistung.

(04.04.2012, 16:35)Gerti schrieb:
(04.04.2012, 00:54)Thomas schrieb: Ich beobachte bei unzähligen Hunden, die aus Frust an Stellen riechen, die nichts hervorbringen, und somit als sinnlos erscheinen.

Leider kanntest du Olga nicht, sonst würdest du das nicht im Zusammenhang mit ihr schreiben.
Bei jedem anderen meiner Hunde würde ich dir zustimmen.

Ich bringe das nicht im Zusammenhang mit Deiner Olga, erkläre Dir nur, warum ich darauf komme, dass ich die Situation nicht bewerten kann.
Tut mir leid Gerti.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
Antworten
#49
(04.04.2012, 22:29)Thomas schrieb: Gerti ich verstehe dann nicht, was die Frage sollte, wenn Du weißt wie es war?

Hallo Thomas

Ich weiß, wie es war, ja.
Für mich war lediglich die Frage, ob das für dich eine von den intelligenten Problemlösungen wäre, von denen du theoretisch geschrieben hast.

Es ging mir lediglich darum, mal anhand eines praktischen Beispiels nachzufragen.

Mehr war es nicht.

Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
Antworten




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