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Rassehundezucht - Qualzuchten und Liebhabereien
#11
Ich kann mich da auch anschließen. Bei einem Ridge habe ich es noch nie mitbekommen und wußte das auch nicht.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#12
Es geht ja aber auch nicht nur darum, ob nun diese 10% erkranken oder nicht.
Und wenn es so sein sollte, müsste man da auch hier offen drüber reden können.

Mir oder in dem Bericht geht es ebenfalls um die Tatsache, dass Welpen ohne Ridge euthanasiert werden.

Und ich möchte wissen, ob diese Praktik in Deutschland auch Usus ist. Und ich würde von einem Liebhaber dieser Rasse gerne hören, was er zu diesen Maßnahmen sagt.

Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#13
ich kenne einen Ridge ohne Ridge,
der wurde ganz normal mit seinen mit-Ridge-Geschwistern verkauft (war nur etwas preisgünstiger wegen dem "zuchtausschließendem Fehler"... )

Ich hoffe doch sehr, dass das alle vernünftigen Züchter so machen ... !!! kopfkratz

LG,
Ulrike.

[Bild: a010.gif] [Bild: a010.gif]
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#14
Das hoffe ich auch.

Nur in dem Beitrag aus England ganz klar gesagt, dass Hunde ohne Ridge wegen eines "Gendefekts" auch getötet werden.
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#15
(15.11.2011, 12:31)Gerti schrieb: Deine Reaktion finde ich etwas schade.

Vielleicht hätte ich die Frage etwas anders formuliert, als Anja. Doch trotzdem fände ich, ehrlich gesagt, schon, dass du dich zu den Vorwürfen dieses Beitrags ohne Sarkasmus äußern könntest.

Hallo Gerti,
wieder interpretierst Du, ohne zu hinterfragen!

Meine Antwort war kein Sarkasmus, sondern nur eine ehrlich Antwort zu Anjas Frage.

Grade weil ich zu den Qualzuchten stehen kann, will ich da nicht drum rum reden/schreiben, sondern schon ehrlich antworten, dass auch ich jemand bin, der damit leben kann.

Jeder definiert Qualzuchten anders und Anja hat nichts zu den Qualzuchten gefragt, sondern ausschließlich, wie es mir mit dieser Tatsache geht.
Ihre, so wie auch andere Meinungen kann ich gut akzeptieren und erst Recht, wenn es um so brisantes Thema geht wie dieses.

Habe mich also nicht gepiekst gefühlt und einfach nur ehrlich geantwortet.




(15.11.2011, 14:02)Anja schrieb: Thomas, ich bin mir sicher, der Zettel mit den Stichpunkten ließe sich wieder glatt streichen, und ich wäre sehr daran interessiert, wie man als Liebhaber und ehemalig an der Zucht beteiligter Mensch mit diesen Kritikpunkten umgeht.

Nun ja, wie geht man mit solchen Kritikpunkten um?
Dazu müsste man zunächst differenzieren, in wie weit man die Kritik annehmen kann, man die Kritik einsieht und letztlich, worauf die Kritik basiert.




(15.11.2011, 14:02)Anja schrieb: Wie sieht diese Krankheit aus, wenn sie ausbricht? Ist sie behandelbar? Hattet Ihr Hunde in Eurer Nachzucht, die davon betroffen waren/sind?

Diese Fehlbildung ist schon bei Welpen vorhanden, wenn es erkannt wird, kann man es operieren und der Hund führt ein so normales Leben, wie es andere Hunde auch tun, ohne jegliche Einschränkung.
Der Dermoid Sinus wir einfach raus geschnitten, die Haut vernäht und gut ist es, nahezu so, wie jede Warze oder Sonstiges, weil es hier nicht um eine tumorartige Veränderungen und andere in Mitleidenschaft gezogene Bereiche geht.

Von unseren 8 Würfen hatte nicht einer einen Dermoid Sinus, bei einer anderen Zucht, wo ich viele Jahre mitgewirkt habe, war ein Welpe von ca. 20 Würfen betroffen.

Da ich ebenso viele Jahre mit der Anwartschaft der Zuchtabnahme zu tun hatte, habe ich bei unzähligen Wurfabnahmen dabei. Im RRCD ist man darauf geschult, den Dermoid Sinus zu diagnostizieren und dabei war auch kein Hund bekannt, der nicht erkannt wurde, da die Untersuchung sehr intensiv ist.

Wurde ein Dermoid Sinus erkannt, wurde der Züchter dazu verpflichtet, den Hund vor der Abgabe, (frühstens 8 Wochen) operieren zu lassen. Ebenso waren diese Hunde selbstverständlich von der Zucht ausgeschlossen.

Was hier in den Berichten nicht stimmt ist, dass das Vorkommen nicht 10% beträgt, sondern "nur" 2,24%. Ebenso stimmt nicht, dass der Dermoid Sinus nur bei Ridgebacks vorkommt, denn alle Rassen mit kurzem Fell sind bekannt dafür, dazu gehören, von der Häufigkeit abwerts, der RR, Boxer, Rottweiler und Dobermann.
Aber auch Katzen sind davon betroffen und eine sehr ähnliche Fehlbildung der Haut gibt es sogar beim Menschen.

Was ebenfalls in den Berichten nicht stimmt, ist die Tatsache, dass der Dermoid Sinus sehr gut erforscht wurde, gar das Gen bekannt ist.


Um nun von Qualzuchten zu sprechen, ist es dann berechtigt, wenn man alle Rassen dazu zählt, denn es gibt, wenn man es genau nimmt, keine Rasse, in denen es nicht zu Fehlbildungen kommen kann.

Für mich persönlich ist der SDU Faktor ein sehr größer, was Qualzuchten angeht, weil Hunde mit SDU sehr stark leiden können, doch es weniger anerkannt wird, weil psychische Beeinträchtigungen kaum zu den Qualzuchten hinzu gezogen werden.

Übrigens ist es auch im RRCD Pflicht, neben HD,ED, OCD, Echokardiografie, und v.m. auch ein SDU Profil erstellen zu lassen, was schon ein enormer Fortschritt ist.

Wenn man mal ehrlich ist, sind bei großen Rassen ein enormes Gelenkproblem-Vorkommen zu verzeichnen, was deutlich mehr als 2,24% in der jeweiligen Rasse zu verzeichnen ist, doch diese Daten werden nicht aufgenommen, geschweige der Rasse zugeordnet.

Sind also alle große Rassen Qualzuchten?

Denke ich da an Sherlock, kann ich mir auch die Frage stellen, ob der Hovawart nicht auch eine Qualzucht ist, denn seine Leidensgeschichte ist nicht selten bei dieser Rasse, was zumindest ich feststellen konnte.

Dann würde ich gar noch einen Schritt weiter gehen, und sogar behaupten, dass alle Rassen, in denen Scheinträchtigkeiten vorkommen, Qualzuchten sind, denn auch diese müssen durch einen enormen operativen Eingriff behandelt werden.
Viel schlimmer noch, dass häufig geglaubt wird, dass man einen Wurf einleiten muss, damit die Scheinträchtigkeit zurück geht. Das ist ebenso ein bewusstes Vermehren von Genen, die Qualzuchten beinhalten.

Neben den oben stehenden Anmerkungen, kann ich bspw. einen Nackthund weniger als Qualzucht sehen, denn dieser lässt sich gut einpacken und warm halten.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#16
Hallo Thomas

Tatsächlich hatte ich deinen Beitrag als sarkastisch verstanden. Sorry.

Was mich aber interessiert, ist die Behauptung, dass eben nur Rigdebacks mit "Kamm" diesen Dermoid Sinus haben (ob nun 10% oder 2,24% ist mir erstmal egal) und ob es den Tatsachen entspricht, dass diejenigen ohne Ridge unbelastet sind.

Wenn dem so ist, wäre es für mich schon ein gewaltiger Unterschied, ob eine Rasse (meinetwegen auch der Hovawart) nun vermehrt an SDU erkrankt, weil vielleicht nicht genügend Sorge getragen wird in der Zuchtauswahl oder ob ganz bewusst und zwingend ein Merkmal gezüchtet wird, das eine Disposition für eine Erkrankung beinhaltet.

Und bitte beantworte mir doch meine Frage, ob auch in Deutschland Welpen ohne Ridge eingeschläfert werden.

Viele Grüße

Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#17
(15.11.2011, 23:10)Gerti schrieb: Was mich aber interessiert, ist die Behauptung, dass eben nur Rigdebacks mit "Kamm" diesen Dermoid Sinus haben (ob nun 10% oder 2,24% ist mir erstmal egal) und ob es den Tatsachen entspricht, dass diejenigen ohne Ridge unbelastet sind.

Die Prozentzahl mag Dir egal sein, ist aber eine Tatsache, die in den Beiträgen falsch dargestellt wurde und ich es nur deshalb schrieb.

Das Risiko mit Ridge einen Dermoid Sinus zu bekommen ist tatsächlich über doppelt so hoch, da Hunde, auch nicht Ridgebacks nur 1,1% betroffen sind.
Der Grund dafür ist, dass die Gene für die Haarbildung doppelt oder multiple gegeben sein können.

Demnach sind also auch Ridgebacks ohne Ridge betroffen, auch wenn Dich die Prozentzahl wieder nicht interessieren wird.


(15.11.2011, 23:10)Gerti schrieb: Wenn dem so ist, wäre es für mich schon ein gewaltiger Unterschied, ob eine Rasse (meinetwegen auch der Hovawart) nun vermehrt an SDU erkrankt, weil vielleicht nicht genügend Sorge getragen wird in der Zuchtauswahl oder ob ganz bewusst und zwingend ein Merkmal gezüchtet wird, das eine Disposition für eine Erkrankung beinhaltet.

Das ist eben der Unterschied der Ansichten!
Der Ridgeback bringt zwar das Risiko mit, ich sehe es jedoch nicht so, dass bewusst und zwingend ein Merkmal gezüchtet wird.

Solch ein Forschungsweg wird nicht aus Langeweile und aus Überschuss der Finanzen eingeschlagen, sondern in Auftrag gegeben!!!

Das Bedeutet, dass man mit den heutigen Informationen dagegen angehen wird.



(15.11.2011, 23:10)Gerti schrieb: Und bitte beantworte mir doch meine Frage, ob auch in Deutschland Welpen ohne Ridge eingeschläfert werden.

Mir sind keine bekannt, ich weiß sogar, dass Ridgelose Ridgebacks bisher immer gut abgenommen worden sind.
In England soll es gar so sein, dass Ridgebacks mit fehlerhafter Krone eingeschläfert werden, was auch in Deutschland so noch nicht, nach meinem Wissen, vorkam.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#18
Ich glaube nicht, das man in Deutschland einfach so einschläfern darf.
Dafür haben wir ja das Gesetz.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#19
(16.11.2011, 08:54)Jasmin schrieb: Ich glaube nicht, das man in Deutschland einfach so einschläfern darf.
Dafür haben wir ja das Gesetz.

Es gibt sicher auch hier bei uns "Züchter" die fehlerhafte Welpen nach der Geburt "verschwinden lassen" damit der Wurf fehlerfrei ist ... verwirt
(schwarze Schafe gibt es wohl überall...)

Hab schon Hundebesitzer mit einem auffallend fehlfarbenen Wuffel kennengelernt die den Welpen "heimlich" bekamen,
weil der Deckrüde ein teurer Champion war und so ein Nachwuchs nicht passieren durfte...
Glück für den Welpen dass er wenigstens am Leben blieb und in gute Hände kam!





LG,
Ulrike.

[Bild: a010.gif] [Bild: a010.gif]
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#20
Mal abgesehen davon, was schwarze Schafe tun.
Ich meine rein vom Gesetz her.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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