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Tierschutz empfiehlt tierschutzrelevanten Trainer
#1
Seit 10 Jahren lebe ich nun hier im Norden. Als ich damals händeringend nach einer guten Hundeschule suchte, rief ich im Tierheim an, wo man mir sagte, dass man mir niemanden empfehlen könne, aber man könne mir sagen, wo ich auf gar keinen Fall hin gehen sollte. Okay. Nennen wir ihn mal Herrn X.

Durch Presse und "Hund zu Hund Propaganda" erlebte ich nun 10 Jahre lang ein "lustiges" Wechselspiel in diesem Tierheim. Hauen und stechen, jeder gegen jeden, permanenter Personalwechsel, bis ich irgendwann entdeckte, dass Herr X dort im Vorstand hockt.

Was ich an Erziehungsmethoden und Tierheimeigenem "Training" so hörte, gruselte mich schon immer. Stachelhalsband, heftigste Leinenrucke, Tritte und andere tierschutzrelevante Dinge scheinen normal zu sein.

Sah ich eine der Damen des Tierheis mit mehreren Hunden an der Straße gehen, konnte ich an der Körpersprache sehen, wie verängstigt und auf den nächsten Ruck wartend die meisten von ihnen gingen.

Nun hatte ich gestern wieder einen Kunden, der mir Internas erzählte, wie in dem Verein, zu dem Tierheimkunden mit ihren neuen Hunden geschickt werden, gearbeitet wird. An dem Tag, an dem Herr X den Hund meines neuen Kunden mit der Leine schlug, ist er dann endgültig nicht mehr hin gegangen.

Der Filz und die Vetternwirtschaft in dieser Stadt schreit und stinkt zum Himmel. Leider merke ich schon, bevor ich mich richtig mit dem Thema auseinander gesetzt habe, dass ich eigentlich resigniert habe. Kann man denn nicht gegen einen vom DVG lizensierten Hundetrainer, der auch noch im Tierschutz "aktiv" ist, etwas tun, wenn er nachweislich Tieren Schmerzen zufügt?

Mit Verlaub, ich könnte kotzen.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#2
Gibt es da keinen Oberguru an den man mal ne mail schicken kann?
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#3
Wenn Du und die Zeugen Nerven zeigen können, DIE BILD ZERPFLÜGT IHN, und dann ziehen sich auch öffentliche Träger höflich von diesem Man zurück.
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#4
ich sehe zwei möglichkeiten...
anzeige gegen besagten herrn x (was ziemlich viel probleme einbringen kann oder wird)

oder wegsehen, hört sich hartherzig an aber ist nervenschonender und man bringt keine leute gegen sich auf. denn bei der ersten möglichkeit wird genau das geschehen, man hat es dann nicht nur mit herrn x zu tun sondern mit einer unbestimmten anzahl an personen die für diesen herrn bestimmt ein leumundszeugnis ablegen werden.

eine ähnliche sache habe ich mit einem ganzen tierschutzverein durch, spaßiger ist dagegen sich die finger in der tür zu klemmen als gegen einen mißstand vorzugehen mit Augen rollen

ein tipp, wenn du was tun willst sammle foto,video-beweise und aussagen von zeugen die bereit sind auszusagen, sonst vergiss es. dabei kann man gewaltig unter die räder kommen und das obwohl man im recht ist. solche dinger müssen wasserdicht sein so das einfach gehandelt werden muss von den verantwortlichen...
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#5
An diesem Punkt bin ich eben auch. Mir ist durchaus bewusst, wie hier in der Kleinstadt der Hase läuft. Gerade im Tierschutz ist vermutlich auch der finanzielle Aspekt nicht unwichtig. Wer zahlt, hat Recht.

Video und Filmmaterial zu beschaffen wird mir nicht möglich sein. Alle Vereine, die hier noch nach Vorkriegsmethoden trainieren, haben entsprechende Grundstücke, so dass man sich nicht anschleichen oder nicht drüber sehen kann. Die wissen schon, was sie hinter verschlossenen Türen tun, und was man sehen darf.

Wer meinen "Züchterbeitrag" hier kennt, der weiß, dass ich nicht der Typ bin, der aus Bequemlichkeit den Mund hält. Da habe ich es jedoch mit einem mir bekannten und überschaubaren Personenkreis zu tun gehabt. Mit dem Tierschutz hier, wenn ich mal die letzten Jahre im Geiste Revue passieren lasse, lege ich mich mit einem Ungeheuer mit 100 Köpfen an.

Leider ist es ja auch so, dass Zeugen plötzlich keine mehr sind, wenn man sie danach fragt, ob sie auch öffentlich dazu stehen würden, was sie erlebt und gesehen haben. Gerade WEIL sie wissen, dass man sich hier nicht nur 2x im Leben trifft, sondern eigentlich ständig.

Hab mir schon überlegt, einen Leserbrief zu schreiben. Aber den kann ich auch nur mit vollem Namen unterzeichnen.

Welche Rolle spielt das Veterinäramt? Meine Vermutung geht halt schon da hin, dass die mit dem Tierheim "dicke" sind, und schön die Füße still halten werden. Im Zweifel tun sie nix, plaudern aber schön weiter, was Frau L. da so zu meckern hat...

Ja, ein Stück weit bin ich auch feige. Wenn man solchen Menschen an den Karren pinkelt, kommt ermutlich Gewalt zurück. Feige Aktionen gegen mich, mein Tier, meinen Besitz... Leider ist auch mein Hundeplatz so abseits, dass er problemlos Ziel für Aggressionen werden kann. Hatten wir ja alles schon.

Seufz.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#6
Also ich finde schon das man etwas unternehmen muss.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#7
Ja, nur was... Ohne hier die nächsten Jahrzehnte im Krieg zu leben...

Bisher hoffte ich immer, dass sich Vereine, die solche Methoden anwenden tot laufen. Die Aussagen einiger Insider gingen auch in diese Richtung. In einem anderen Gebrauchshundeverein beobachte ich einen Generationenwechsel und "gute" Tendenzen. Hier haben einige vorgemacht, dass es auch anders geht und der alte Vorstand wurde ausgetauscht. Die Trainer auch.

Nur wenn das Tierheim ahnungslosen Hundehaltern mit ihre frisch adoptierten Hund sagt "dort wird Euch geholfen", dann werden viele den Mist glauben, dass Hunde gebrochen werden müssen, um zu gehorchen. "Solche" sowieso...

Interessanterweise habe ich dann auch noch erfahren, dass die aus Bremen, Hamburg, Bremerhaven und Berlin die dort als Listenhunde geltenden Staffs & Co. zu uns ins Tierheim verlegen, weil Niedersachsen keine Listenhunde hat. Und ich wundere mich schon, warum wir gerade hier so viele davon sitzen haben. Wenn die dann alle zu Herrn X geschickt werden, stellen sich mir die Haare.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#8
Hallo Anja,
um helfen zu können, muss man die Lücken kennen.
Entweder Du beschäftigst Dich mit dem Recht um das Tier und Tierschutz, oder Du suchst Dir Hilfe in Form eines Anwaltes, was immer der bessere Weg ist, weil hier nicht nur Kenntnisse vorhanden sind, sondern auch Erfahrungen in den Bereichen vorliegen.

Mit dem Wissen macht man eine Anzeige, die bereits die Verstöße des BGB und TSG aufzeigen. Das hilft dann der Staatsanwaltschaft sich den Vorgang anzunehmen.

Beispielsweise helfen da Ansätze wie:
Die Anwendung von Stachelhalsbändern, das Treten in den Rumpf eines Hundes und Leinenruck führen zu erhebliche Leiden, Schmerzen, oder Ängste eines Hundes.
Für Zwecke der Hundeausbildung sind, gemäß § 3 Nr. 5 TierSchG, die oben genannten Ausbildungsmethoden an Hunden verboten.
Dabei kommt es nicht auf die konkrete Anwendung im Einzelfall, sondern darauf an, ob diese vom Hundetrainer her geeignet sind, dem Tier nicht unerhebliche Schmerzen, oder Ängste zuzufügen.

Eine passende Rechtsberatung findet sich in Deiner Nähe leider nur in HH:
http://www.anwalt.de/anwalt-rockel

Dieser hat noch einen weiteren Vorteil, dass Vereinsrecht mit inbegriffen ist.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#9
Vielen Dank, Thomas, für den Tipp. Gut zu wissen, wie man es professionell angehen kann.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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