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Futtermilben, Schuppen, jucken, kratzen...
#1
Da google mich in den Wahnsinn treibt und mein Hund irgendwie auch, muss ich euch leider mit einem Futterthema behelligen.

Vor ein paar Wochen fing Rambo sich milbentypisch an zu kratzen wie ein Irrer. Er sprach auf keine Behandlung an, kein Cortison, kein Milbenwaschzeugs- einfach nix half. Tante Google und Thomas haben mich dann auf Futtermilben gebracht und ein Wechsel von Trockenfutter auf Nassfutter hat erstmal Ruhe gebracht.

Meine Tä meinte, wenn man das Futter mit kochendem Wasser begießt, würde das das Milbenzeug unschädlich machen. Da ich Feuchtfutter relativ widerlich finde, habe ich das ausprobiert und für Mist befunden. Den Googletip es einzufrieren habe ich mir dann ganz geklemmt.
Mit der Wanderung zwischen den vielen Nassfuttersorten haut das nun aber auch nicht so richtig hin. Stellenweise bin ich der Meinung Rambo kratzt noch zu viel als das es normal sein kann, außerdem ist er fett geworden und fu... wie ein Wallach. Sein Fell ist schuppig.
Google bringt 1,369Millionen Ideen, vom einfrieren den Trofu bis dahin das auch in Nassfutter Milben sein können über die eine Sorte die natürlich niemal nicht irgendwelche Milben enthält.

Ich bin mit meinem Latei am Ende und kann keine Duftkerzen mehr ertragen.
Was füttere ich dem Hund traurig? (bitte bitte nicht barfen, das soll wirklich die allerallerallerletzte Lösung sein traurig)
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#2
Wir hatten auch dieses Problem.

Ob Feuchtfutter Milben unbelastet sein soll, bezweifel ich ganz stark.

Wir haben damals das Trockenfutter umgestellt. Weitere Maßnahmen folgten, wie z.B. Anschaffung einer weiteren Futtertonne.

Ein frisch gekaufter Sack ging nach dem öffnen sofort in die Tonne (somit wurde die O² Zufuhr gemindert).

Eine leere Tonne wurde gründlichst gereinigt bevor wieder Futter rein kam.

Mittlerweile haben wir aus alters Gründen wieder umgestellt und keine negative Reaktion bemerkt.

Heute ist alles gut, 0 Allergie. Sie ist fit, frech und immer noch sehr verfressen. lachen
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#3
Futtermilben Allergie ist ein sehr ernst zu nehmendes Problem.

Leidet ein Hund darunter, sind besondere Maßnahmen notwendig, die umständlich und aufwendig sein können.

Viele Futter-Hersteller behaupten, dass ihr Futter keine Futtermilben hat, doch das stimmt meist nur bedingt, denn dann müsste das Futter unter ganz bestimmten hygienischen Voraussetzungen produziert werden, was sich dann aber beim Preis bemerkbar macht.

Futtermilben sollen, so die Hersteller, erst durch Hygienemängel beim Verbraucher entstehen, was aber auch nur zum Teil stimmt.

Futtermilben können in ein Fertigfutter, oder schon in die Rohstoffe gelangen, wenn es unter "normalen" hygienischen Bedingungen aufbewahrt wird. Der Herstellungsprozess tötet dann zwar zu 99% die Milben, doch das reicht nicht aus, um keine allergische Reaktion hervorzurufen.
Ebenso ist es auch mit dem Abkochen von Futter, oder mit kochendem Wasser zu übergießen, denn auch dabei, werden die Milben nur getötet.

Bereits der Kot der Milben löst die allergische Reaktion aus, weshalb man sich auch nicht auf das Töten der Milben konzentrieren sollte, sondern eher darauf, dass erst keine Milben in das Futter gelangen.

Um Futtermilben auszuschließen empfiehlt es sich, auf ein antiallergenes Hundefutter umzusteigen, was bei den Rohstoffen, der Lagerhaltung und beim Herstellungsprozess ganz andere Kriterien hat und Futtermilben auch auszuschließen sind.

Doch das beste antiallergene Futter nützt nicht viel, wenn die hygienischen Voraussetzungen zu Hause nicht stimmen. Das bedeutet nicht, dass man im Dreck lebt, sondern eher, dass Temperatur, Luftfeuchtigkeit und viele andere Faktoren Milben anziehen und auch bestens in einem angebrochenen Futtersack sich vermehren können.

Hier ist also das gefragt, was schon erwähnt wurde.
- Das Hundefutter in kleineren Mengen kaufen,
- Die Futtertonnen sollten folgendes Symbol tragen:

.png   Lebensmittelecht.png (Größe: 1,58 KB / Downloads: 184)
- Die Futtertonnen sollten regelmäßig gründlich gereinigt werden
- Die Futternäpfe täglich gründlich reinigen
- Das Futter trocken und dunkel lagern
- Das Futter nach dem ersten Öffnen in kleinen Portionen einfrieren

Eine Desensibilisierung auf Futtermilben ist durch eine Hyposensibilisierung kaum möglich, doch sollte vom Tierarzt abgeklärt werden, ob es sich wirklich um Futtermilben handelt, oder evtl. doch Hausstaubmilben im Spiel sind, worauf dann eine Hyposensibilisierung sehr gute Erfolge verspricht.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#4
(14.10.2011, 23:05)RamMan schrieb: Da google mich in den Wahnsinn treibt und mein Hund irgendwie auch, muss ich euch leider mit einem Futterthema behelligen.

Vor ein paar Wochen fing Rambo sich milbentypisch an zu kratzen wie ein Irrer. Er sprach auf keine Behandlung an, kein Cortison, kein Milbenwaschzeugs- einfach nix half. Tante Google und Thomas haben mich dann auf Futtermilben gebracht und ein Wechsel von Trockenfutter auf Nassfutter hat erstmal Ruhe gebracht.

Meine Tä meinte, wenn man das Futter mit kochendem Wasser begießt, würde das das Milbenzeug unschädlich machen. Da ich Feuchtfutter relativ widerlich finde, habe ich das ausprobiert und für Mist befunden. Den Googletip es einzufrieren habe ich mir dann ganz geklemmt.
Mit der Wanderung zwischen den vielen Nassfuttersorten haut das nun aber auch nicht so richtig hin. Stellenweise bin ich der Meinung Rambo kratzt noch zu viel als das es normal sein kann, außerdem ist er fett geworden und fu... wie ein Wallach. Sein Fell ist schuppig.
Google bringt 1,369Millionen Ideen, vom einfrieren den Trofu bis dahin das auch in Nassfutter Milben sein können über die eine Sorte die natürlich niemal nicht irgendwelche Milben enthält.

Ich bin mit meinem Latei am Ende und kann keine Duftkerzen mehr ertragen.
Was füttere ich dem Hund traurig? (bitte bitte nicht barfen, das soll wirklich die allerallerallerletzte Lösung sein traurig)


welches trockenfutter und welches dosenfutter hast du denn gefüttert und was bekommt dein hund jetzt ?
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#5
(15.10.2011, 22:31)Thomas schrieb: Bereits der Kot der Milben löst die allergische Reaktion aus, weshalb man sich auch nicht auf das Töten der Milben konzentrieren sollte, sondern eher darauf, dass erst keine Milben in das Futter gelangen.

Das ist natuerlich grosser Mist. Mit anderen Worten muss man davon ausgehen das Nassfutter nicht automatisch die Rettung darstellt, weil die Zutaten schon vor der Verarbeitung verseucht worden sein koennten und der hochgradigallergische Hund weiterhin Probleme habe koennte.

Manu der Dobi meiner Freundin wird seit ein paar Monaten gegen seine hochgradige storage mites (ich vermute das ist die Futtermilbe)- und Hausstaubmilbenallergie mit Eigenblut(?)therapie behandelt (heisst das so? jedenfalls wird er desensibilisiert).
Vor der Behandlung wurde er auf eine Mischung aus frisch gekochtem und Rohfutter umgestellt, weil er sich blutig gekratzt hat. Cortison hat kurzfristig geholfen und ihm eine Pause verschafft, aber ist natuerlich keine Dauerloesung.
Die Therapie ist erfolgreich, er kratzt sich nicht mehr. Ich werde da noch mal genau nachfragen. Moeglicher Weise wirst du auch ueber sowas nachdenken muessen, denn Milben kann man im Leben leider nicht ausschliessen.

Liebe Gruesse
Kathi, Lu und Pai
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#6
(16.10.2011, 13:38)kamalii schrieb: ... der Dobi meiner Freundin wird seit ein paar Monaten gegen seine hochgradige storage mites (ich vermute das ist die Futtermilbe)- und Hausstaubmilbenallergie mit Eigenblut(?)therapie behandelt (heisst das so? jedenfalls wird er desensibilisiert).

So weit ich weiß, ist die Storagemites eine Hausstaubmilbe.
Von Milbenarten gibt es sehr viele, die zwar alle sehr ähnlich sind, aber nicht gleich!
Deshalb kann die Therapie auch Erfolg gehabt haben.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#7
Mache seit einer Woche die Beobachtung, dass mein Hund sich auch sehr intensiv kratzt. Schuppen habe ich auf den Ohren gefunden und die Ohren fühlen sich etwas dicker und wärmer an als sonst.

Sherlock bekommt seit einiger Zeit mehr pures Fleisch in Form von diesen Streifen, die es z.B. von Rinti gibt. Mein persönlicher Verdacht geht aktuell da hin, dass er das offenbar nicht gut verstoffwechseln kann. Über Futtermilben habe ich noch nie nachgedacht. Eher hätte ich Herbstgrasmilben im Verdacht.

Wie kann man das denn einwandfrei diagnostizieren, woran ein Hund genau leidet? Kann man das mittels Hautgeschabsel erkennen? Bin nun nach einer Beobachtungswoche am Überlegen, ob ich zum Tierarzt gehen soll, oder erst mal etwas experimentiere mit dem Futter.

Es gibt auch noch die Möglichkeit der Haaranalyse. Die ist ja sehr umstritten, da NICHT schulmedizinisch, jedoch habe ich diesbezüglich verblüffende Erkenntnisse aus dem unmittelbaren Umfeld erwerben können, weswegen das für mich auch noch eine Möglichkeit darstellt, mehr heraus zu finden.

Könnte ja z.B. sein, dass Sherlock die Entenstreifen, die er so lecker findet, gar nicht gut verträgt. Oder das andere Geflügel, oder das Lamm, Rind, wasweißich.

Ernährung beim Hund ist für mich nach wie vor ein Buch mit 7 Siegeln. Fragst Du 10 Leute, bekommst Du 10 Antworten, von denen sich keine mit der anderen deckt und sich mindestens 4 auch noch komplett widersprechen...
Mich macht das total irre...

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#8
(16.10.2011, 21:35)Anja schrieb: Ernährung beim Hund ist für mich nach wie vor ein Buch mit 7 Siegeln. Fragst Du 10 Leute, bekommst Du 10 Antworten, von denen sich keine mit der anderen deckt und sich mindestens 4 auch noch komplett widersprechen...
Mich macht das total irre...

LG Anja


So geht es mir auch.



Auf antiallergisch zu achten ist ja schon mal ne gute Richtung, jetzt hätt ich das gern noch Versuchsfrei mit Augen rollen

Fakt ist mal, das ich es komplett falsch gelagert habe in den letzten Monaten.


@Kathi, ich glaube das hattest du mir erzählt kopfkratz
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#9
(16.10.2011, 21:35)Anja schrieb: Ernährung beim Hund ist für mich nach wie vor ein Buch mit 7 Siegeln. Fragst Du 10 Leute, bekommst Du 10 Antworten, von denen sich keine mit der anderen deckt und sich mindestens 4 auch noch komplett widersprechen...
Mich macht das total irre...

LG Anja

ist es nicht aber man kann eines draus machen zwinkern
gestern gabs hier trockenfutter, heute gabs komplett rohes, morgen gibts wieder trockenfutter...
vorne geht es rein und hinten kommt es briketartig wieder raus. vielleicht wird einfach nur zuviel zirkus drum gemacht ?! und die hunde haben kein zipperlein...
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#10
@ Happy

Schön, dass du bisher von Problemen verschont worden bist. Ich drücke die Daumen, dass es immer so bleibt. coffee



Ich habe heute ganz aktuell eine Unterhaltung mit einer zu Thema passenden Hundehalterin gehabt und nach dem sie immer zwei Portionen im Voraus einfriert und nur so füttert, hat sich bei ihr alles wieder auf den Normalzustand eingespielt. coffee
Antworten




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