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Erfahrungen sofort nach dem Einzug
#1
In diesem Thema geht es rein um den Erfahrungsaustausch und um Erzählungen einzelner Episoden, nach dem der Welpe eingezogen ist.






Meine aller erste Erfahrung mit dem Einzug eines Welpen war vor vielen, vielen Jahren.

Ich war ca. 3 Jahre alt und ein Bauer, der an dem Weg zum Kindergarten lag, drückte mir (ich war jeden Tag nach der Geburt bei der Hündin und den Welpen) einen in die Hände und sagte mir, es ist alles mit meinen Eltern besprochen.

Stolz wie Bolle ging ich nach Hause, auf dem Arm der Welpe.

Kaum angekommen, verkroch sich der Welpe unter dem Ofen und wollte nicht mehr raus.

Meine Eltern sagten nur " irgend wann hat er Hunger und wird schon vorkommen". Ich fand diesen Spruch total blöd und bin auch unter dem Ofen gekrochen. Der Welpe krabbelte gleich zu mir und nach dem mein Gesicht "Welpenrein" gewaschen war, sind wir gemeinsam unter dem Ofen raus.

Mein Purzel (ein schwarzer Spitz) und ich waren ein Herz und eine Seele. Ich hatte und konnte noch keine Erfahrungen haben mit der Hundeerziehung.

Purzel hatte nie eine Hundeleine kennen gelernt. Sämtlichen "Quatsch" den man einem Hund beibringen könnte, tat ich spielerisch.

Um so älter ich wurde und um so mehr ich gelesen hatte, um so mehr verlor ich die Leichtigkeit mit dem Zusammenleben eines Hundes. Zuviel hinterfrage ich leider jetzt und gehe oft große Umwege, anstatt den direkten Weg zugehen.

Nach ganz vielen eigenen Erfahrungen, stelle ich immer wieder fest, vorausgesetzt der Hund ist völlig gesund, Kinder sind die tollsten sogennaten Hundeprofis.



PS: Dort wo ich wohnte, gab es damals einen Feldweg, der von zu Hause, vorbei an dem Bauern, zum Kindergarten führte. Der Kindergarten hatte einige Räumlichkeiten in einem alten Schloss.
Meine Mutter arbeitete damals in dem Schloss und der Weg war auch sehr, sehr überschaubar, ca 300 Meter.

ES WAR EIN ABSOLUTES KINDERPARADIES!!!!!
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#2
Omi, ich überlege mir jetzt gerade, ob das Thema darum geht, wie man selbst als Kind mit Hunden umging, oder ob es wirklich nur um Welpenerfahrungen geht.

Ich hätte zu beidem etwas zu sagen, aber nicht Kind/Welpe, sondern nur Kind/Hund und Erwachsene/Welpe.

Was möchtest Du denn gerne?

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#3
zwinkern ALLES!!!! zwinkern

Es war von mir die aller erste Erfahrung und mit einem Augenzwinkern an alle der älteren Generation.

Ich kannte den Welpen schon "lange" und er mich, nur die Umgebung war neu für den Welpen.



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#4
Als Kind hatte ich überhaupt keine Erfahrungen mit Welpen. Es gab einfach keine in meinem Umfeld. Wir hatten eine befreundete Familie, die IMMER Tierheimhunde hatten, die sich meine Mutter regelmäßig zu einem Gang über die Felder auslieh, da sie ein sehr ängstlicher Mensch ist und sonst Angst gehabt hätte. Wir mussten über die Felder gehen, um zu einem Laden zu kommen, wo meine Mutter gerne einkaufte.

Bereits mit 6 Jahren hörte dieser Hund auf mich besser als auf meine Mutter. Die Nachfolgehündin, ein Schäferhundförmiges Tier in Fuchsfarben, durfte ich bereits im Grundschulalter alleine ausführen, sie hörte auf mich besser als auf ihre Besitzerin. Ich trieb mich mit ihr stundenlang und quasi jeden Nachmittag außerhalb des Ortes in den Obstwiesen herum und spielte, ließ sie suchen, apportieren und hatte einfach meinen Spaß.

Es waren IMMER Leihhunde, die ich hatte, mit denen ich ohne jegliches theoretisches Wissen einfach umging.

Mein erstes Hundebuch las ich mit 28, als Chica, ein Podenco-Mix-Welpe bei meinem "Chef" in Stuttgart einzog. Er hatte sie, ohne zu wissen, was sie für eine Rasse sein könnte, als kleines, verdrecktes, kuhfleckiges Bündel Fell auf einem Kinderspielplatz in den Bergen von Teneriffa gefunden und mitgebracht. Chica hat sowohl mich als auch ihn oft an unsere Grenzen gebracht. Bei ihr reichte pure Intuition und die Teilnahme an einem Augsburger Modell im Schäferhundeverein bei Göppingen definitiv nicht aus. Sie zerrte an der Leine, hetzte wie irre, lief schreiend und zweibeinig durch Wälder und über Felder, wenn man sie anleinte, pöbelte andere Hunde an und war auch sonst recht griffig. Wir habe da grad am Anfang sehr viel verkehrt gemacht. Vor allem mein Chef, da es bei mir immer alles noch um einiges besser war.

Eine Hovawart-Züchterin, von der ich ursprünglich einen Welpen kaufen wollte, als wir vor 10 Jahren hier hoch zogen, befahl mir, einige ganz bestimmte Bücher zu lesen. Unter anderem Eckardt Lind. Ich hab die gekauft, hab die gelesen, und genau nix verstanden. Als Sherlock dann bei uns einzog, fühlte ich mich stark verunsichert gegenüber dem Welpen, wusste viele Wochen lang nicht, was richtig und was falsch ist, fühlte wenig Bindung und hatte oft das Gefühl, das wird nie was mit uns beiden. Wir fanden nur sehr schlecht zusammen. Die Züchterin mit den Büchern hatte mir übrigens keinen ihrer Hunde verkauft, weil sie befand, ich hätte viel zu wenig Ahnung für ihre Leistungshunde. Damals war ich zutiefst empört, heute weiß ich, dass sie Recht hatte.

Intuitiv machte ich mit Sherlock einiges richtig. Unwissend machte ich aber auch vieles falsch. Als Suchende nach dem eigenen Weg eierte ich viele Jahre umher, suchte manchmal zu krampfhaft nach Theorien, Wissen und wurde sehr ungeduldig mit mir und mit meinen Lehrern, wenn ich nicht schnell genug verstehen konnte.

Mein heutiges "Haus des Wissen" ist anders gebaut worden, als man klassisch lernen würde. Die meisten Lehren beginnen in der Theorie, dann wird man Stück für Stück in die Praxis geschickt. Ich habe es umgekehrt gemacht. Bei mir gingen viele Jahre Praxis voran, bis ich mir vor ca. 4 Jahren den theoretischen Unterbau für meine praktische Arbeit nachgeholt habe. Meine Lehr-Arbeit hat sich dadurch sehr deutlich verändert, da ich inzwischen weiß, warum ich wie lehre und nahezu alles begründen und erklären kann, was ich von meinen Übenden erwarte.

Bei meinem nächsten Welpen werde ich mit Sicherheit völlig anders vorgehen. Ich werde sicher sein in dem, was ich tue, ich werde Plan A, B und C haben, und wenn diese versagen, werde ich Personen kennen, die mir D und folgende zeigen können. Ich glaube nicht, dass mir die Theorie im Wege stehen wird, da meine Intuition und Spontaneität immer noch an erster Stelle steht, wenn ich mit Hunden lebe und kommuniziere.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#5
Vielleicht wäre es sinnvoll, die Überschrift etwas an das Thema anzupassen?


Ich möchte, wenn es die Zeit erlaubt, aber auch noch mal etwas hierzu schreiben. freuen
Schöne Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Susann


Wende Dein Gesicht der Sonne zu und Du lässt die Schatten hinter Dir.


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#6
Hast du einen Vorschlag Susann?
[Bild: IMG_0206.jpg][Bild: IMG_0792.jpg][Bild: IMG_0608.jpg][Bild: IMG_0318-1.jpg][Bild: IMG_0010-1.jpg]

Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht 10 Meilen in seinen Schuhen gelaufen bist...
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#7
An den ersten Welpen kann ich mich nicht mehr erinnern, weil meine Eltern schon vor meiner Geburt züchteten und ich mit Hunden und Welpen goß geworden bin.

Dennoch erinnere ich mich, dass Welpen für mich als Kind Mädchensache war, weil ich mit Technik und Mathematik aufgewachsen bin.
Es gab aber Momente, wo die ganze Familie sich mit den Hunden und Welpen beschäftigten, was dann auch gut war.
Meine Eltern haben sich immer gewundert, warum ich ein paar Welpen verschleppte, sie mit ins Bett nahm, oder in meine Höhle brachte, die im Hof war. Erst das jämmerliche Schreien der Welpen brachte die Erlösung.

Meist behielten wir einen Welpen aus dem Wurf, den ich mir gerne annehmen wollte, doch als sie größer wurden, konnte ich mich nur bedingt um sie kümmern und wollten auch kaum etwas mit mir zu tun haben.
Als ich größer wurde, durfte immer einer mit ins Bett, doch bei mir wollte nie einer bleiben, aber zu meiner Schwester wollten sie immer, was mich immer sehr ärgerte und traurig machte.
Man sagt heute, dass es wohl daran gelegen hat, dass ich meist so eng kuscheln wollte, dass sie sich unwohl fühlten.
Noch heute habe ich das Bedürfnis, einen Hund ganz eng an mich liegen zu spüren.

Diese Zuneigung zu den Hunden und zum neuen Welpen macht es heute auch möglich, durch konsequente Erziehung vom ersten Tag an, eine Basis zu finden, die von Hunden sehr intensiv angenommen wird.

Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#8
Das finde ich interessant. Ob Du wohl immer instinktiv Welpen auswählst, die diese starke Bedürfnis nach enger Nähe auch haben, oder glaubst Du, sie werden durch Dich darauf geprägt, dies zu mögen?

Bin gespannt, ob ich auch einmal so einen Nähesucher haben werde. Bisher hatte ich immer Hunde, die meinen Bedürfnis nach Nähe entsprachen.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#9
Nein, das denke ich nicht, denn Diego bspw. mag diese Nähe überhaupt nicht.

Sie werden durch mich auch nicht geprägt, denn selbst Diego musste schon mal hinhalten, als ich unbedingt wollte, dass er kuschelt, was er bis heute nicht kann.

So waren es auch viele andere vor Diego, die ähnlich waren. Meine Selektion ist, so denke ich zumindest, schon sehr stark auf die vorgegebenen/gewünschten Kriterien reduziert, weil das anders auch nicht funktioniert.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#10
Naja, Diego hast Du ja aber auch eigentlich für jemand anderen ausgesucht. Da musst Du ja irgendwie Distanz wahren, sonst drehst Du ja durch, wenn Du sie am Tag X ihrer Bestimmung zuführst.

Hermine ist vermutlich nicht das Paradebeispiel, da sie ja eher einer Näherasse angehört, wo Du eher einen Distanzhund mit der Lupe suchen müsstest.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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