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Menschlichkeit als Blocker in der Hundeerziehung?
#11
Bei uns menschelt es auch ganz gewaltig.

Wobei ich mich als ziemlich konsequent einschätze. Allerdings steht meine Konsequenz tatsächlich in reziproker Proportionalität zum Alter des Hundes. zwinkern Ich gebe hiermit Anja zu 100% recht.

Meine große menschliche Schwäche tritt aber immer dann auf, wenn es meinem Hund schlecht geht. Dann mutiere ich zum ultimativen Muttertier und es wird betüttelt und verwöhnt, was das Zeug hält. Eine Geschichte, die schon einmal gewaltig nach hinten losging.

Die Inkonsequenz in Person dagegen ist mein Mann. Das Thema hatten wir schon mal.

Aber ein Beispiel aus jüngster Zeit: Immer, wenn Herrchen von irgendwoher nach Hause kommt - und sei es nur 5 Min. beim Nachbarn - muss Trudel ein Leckerchen bekommen. Warum das so ist, wissen weder Trudel noch ich, aber es ist so.
Nun steht in unserer Küche immer eine Schale mit geknackten Walnüssen von unserem Baum. Ebenfalls befindet sich dort eine Dose mit Hundeleckerchen. Aber es gibt immer "Nüsslein". Da ich das langsam etwas viel "Nüsslein" fand, erzählte ich Herrchen, dass "Nüsslein" gar nicht so gut sind, dass die sogar schädlich sind usw. Okay, dann eben keine "Nüsslein" mehr.
Tags drauf kommt Herrchen mal wieder heim und säuselt:" Oh, gibt`s da ein Nüsslein für den Hund..." Ich erinnere an unsere Abmachung und halt die andere Dose hin.
" Neee, jetzt hab`ich es ihr ja schon versprochen" und warf das "Nüsslein" in den Hund. mauermauer
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#12
freuen

freuen
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#13
(15.09.2011, 12:45)Anja schrieb: Du wärest der einzige Hundehalter, den ich kenne, der NICHT betriebsblind wäre und vieles einfach nicht sieht, was man von außen völlig anders sieht. Und dabei spreche ich nicht von Interpretationen hündischen Verhaltens, sondern von ganz klaren Fakten. Man tut so vieles unbewusst, meiner Ansicht nach kann sich davon niemand frei sprechen.


Genau deshalb habe ich neugieriger Weise dieses Thema eröffnet, falls uns denn mal was bewusst wird.


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#14
Och, mir ist doch bewusst das ich Fehler mache oder eben mich manipulieren lasse.
Anscheinend ja nicht ungern.
Aber eben immer im Rahmen oder so das ich es nicht als schlimm empfinde.
Gibt mit Sicherheit auch Sachen die mir nicht so auffallen.
Zum Thema trösten, ja, das habe ich auch freuen

Ich muss sagen, ich bin sehr zufrieden mit meiner Rasselbande.
Wenn was falsch läuft kann ICH es ändern aber zurzeit ist eben alles gut freuen,
ich bin sehr zufrieden und ich mag auch mal Macken, meine, die von Menschen und auch die von Hunden
wenn sie eben nicht dramatisch sind.

Mal ein Beispiel aus unserem Leben:
Monty ist z.B. ein sehr fordernder Hund was Streicheleinheiten angeht. Auch mit zunehmendem Alter.
Er ist ein Pfotenfetischist und hält einem immer die Pfote hin oder streckt sie entgegen. Er mag es wenn man die Ballen streichelt oder die gesamt Pfote krault oder einfach nur in der Hand hält (liegen auf dem Sofa)
Manchmal gehe ich unbewußt darauf ein, manchmal nervt es und ich merke das er doch zu fordernd wird,
dann gibt es kein Pfotengekraule, mal so als Beispiel.
Er streckt dann also die Pfote entgegen oder tatscht einen an.
Das antaschen kann schon sehr fordernd sein oder werden.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#15
Ansonsten halte ich mich auch für ziemlich konsequent, im täglichem Leben und auch bei den Hunden.
Vor allem was Erziehung angeht, da lege ich auch bei Menschen viel Wert auf Ausdruck, Benehmen, etc.
Kleine Ausnahmen gibt es freuen
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#16
Hallo Anja,

(14.09.2011, 22:03)Anja schrieb: Meine Regel ist da insgesamt, je geringer die Kooperationsbereitschaft eines Hundes ist, desto enger ist der Rahmen, innerhalb dessen er sich bewegen darf.

ich denke, dass das dem abweicht, worum es in diesem Thema geht, denn hier beschreibst Du bewusste Kommunikation, die Du steuern kannst, aber weniger mit der menschlichen und emotionalen Ebene auf unbewusste Handlungen basieren.

Wenn ich einem Hund auf den Fuß trete, und ihn dann tröste, dann ist das nicht davon abhängig, wie kooperativ ein Hund mit mir ist, bzw. wie gut sich ein Hund in einer Struktur integrieren kann.

Aus meiner Sicht geht es eher darum, unbewusst/bewusst zu erkennen, ob ein Hund "leidet" und dies bewusst, oder auch unbewusst zeigt und als wichtigster Aspekt, aus welchem Grund, bzw. aus welcher Motivation heraus er dieses Verhalten zeigt und letztlich man als Mensch aus emotionalen Antrieb heraus reagiert/agiert.


Sitzt ein Hund ständig am Tisch, oder in der Küche, wenn ich Essen zubereite, bzw. diese verspeise, dann habe ich es selbst dem Hund beigebracht "zu leiden" und damit ich dieses Leid minimieren kann, bekommt der Hund auch was, was dem Menschen nicht immer bewusst ist, und gar behaupten kann, dass der Hund niemals etwas bekommt.

Schlimm daran ist, dass diese Hunde tatsächlich leiden und dieses Leid meist auch über einen längeren Zeitraum bestehen bleibt.
Die Aussicht auf einen Happen, der den Hunger nicht im geringsten stillt, somit auch keine physiologische Veränderung mit sich bringt, versetzt den Hund in Stress, den jeder Hund anders zeigt.

Zwischen bewusst, unbewusst und der daraus resultierenden Wahrnehmung lässt sich noch kaum unterscheiden, was auch dazu führt, dass Beziehungen außer Kontrolle bringen kann.

Nun schreibt der eine, oder der andere, mit Recht, dass sein Hund gut hört und dass es keine Probleme mit seinem Hund gibt. Das kann man ohne Zweifel glauben, wenn es um konditionierte Signale geht, kognitive Entscheidungen, wie bspw. einen Hund aus der Jagd abzurufen, sehen dann aber schon anders aus und wenn es um eine Kommunikation unter starken Stress geht, behaupte ich nun, dass hier dann die Grenze ist.




Hallo happy,

(15.09.2011, 09:12)happy schrieb:
(13.09.2011, 22:24)Omi schrieb: Stehen wir uns und somit auch unseren Vierbeinern selber im Wege?

ja nicht nur im wege, es wird sogar die vernunft und die konsequenz zu fall gebracht weil einfach zuviel emotionalität eingebracht wird von seiten des menschen cool

Nein, denn es gibt keine alleinige Konsequenz, da auf jede Konsequenz weitere Konsequenzen folgen.
Reagiere ich also emotional/menschlich/für den Hund nicht angepasst, dann entscheidet nicht die "falsche" Konsequenz, sondern eher das, was aus der Situation heraus folgt.

Trete ich einem Hund auf die Pfote, tröste und streichel ihn daraufhin und der Hund erwidert mit anspringen, oder anderen Respektlosigkeiten, dann entscheidet die darauf folgende Konsequenz, was der Hund aus dieser Situation tatsächlich macht und ob er daraus etwas für sich finden kann.

Das bedeutet für mich, dass menschliche, oder emotionale Fehler überall vorkommen können und auch dürfen, man jedoch nach dem Schreck einem bewusst sein sollte, was danach passieren muss.




(15.09.2011, 09:12)happy schrieb:
(14.09.2011, 22:03)Anja schrieb: Meine Regel ist da insgesamt, je geringer die Kooperationsbereitschaft eines Hundes ist, desto enger ist der Rahmen, innerhalb dessen er sich bewegen darf.

korrekt, der spielraum des hundes erweitert sich wenn vertrauen aufgebaut und zusammenarbeitsbereitschaft vorhanden ist

Vertrauen baut sich nicht in einem engen Rahmen auf. Befindet sich der Hund in einem engen Rahmen, dann zeige ich Vertrauen, in dem ich den Rahmen erweitere, somit neue Aussichten biete und Ziele zeigen kann, die ich in Aussicht stelle.

Vertrauen kann sich niemals in einem engen Rahmen aufbauen. Worauf soll das Vertrauen denn aufbauen?
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#17
Das Vertrauen baut sich in der Tat auch aus meiner Sicht erst durch das Erweitern des Rahmens auf. Dies kann aber erst geschehen, wenn der enge Rahmen respektiert wurde. Respekt ist für mich die Basis für Vertrauen und steht somit an erster Stelle der Beziehungsarbeit.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#18
Thomas, willst Du sagen das Hunde die gelernt haben zu warten bis alle fertig sind mit dem Essen mehr leiden, als Hunde die wissen das da was unglaublich gutes liegt es aber eh nicht bekommen und auch hunger haben?? Meine Hunde betteln (sie liegen eh mit am Tisch auf der Eckbank, also liegen sie halt da und schauen oder pennen), auch wenn sie schon gegessen haben.
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#19
(17.09.2011, 19:21)Pebbles07 schrieb: Hunde die wissen das da was unglaublich gutes liegt es aber eh nicht bekommen und auch hunger haben??

Ich bin jetzt zwar nicht Thomas, aber beim lesen dieses Satzes drängten sich bei mir gleich einige Gegenfragen auf:


Woher sollten sie es wissen und sind nicht gerade die oben genannten Gedanken, typisch menschlich und eine absolute Bestätigung des Themas?

Kennen unsere Hunde wirklich das Gefühl von Hunger überhaupt?

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#20
Ich bin mir sicher, dass sie riechen, ob das da lecker ist, und ich bin mir auch sicher, dass Hunde Hunger haben. Sonst würden sie nicht überleben.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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