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Alzheimer bei Hunden
#1
Alzheimer kennt jeder nicht nur durch den Spott, sondern auch immer mehr Menschen sind davon betroffen.

Doch kann ein Hund die sehr bekannte Krankheit bekommen?

Nein, so hieß es bislang, weil Alzheimer beim Menschen in den meisten Fällen ab dem 60. Lebensjahr diagnostiziert wird.

Neue Untersuchungen des Max-Planck-Instituts haben jedoch neue Untersuchungen an Ratten vorgenommen.
Die Untersuchungen bezogen sich auf den Folgen von Stress.

Dabei versetzten die Wissenschaftler die Ratten täglich eine Stunde bspw. durch eine vibrierende Plattform unter Stress, oder setzten sie in überfüllte Käfige.
Nach einem Monat wurden die Folgen von Stress untersucht.

Dabei kam heraus, dass die Ausschüttung von Stresshormonen einen gravierenden Einfluss auf den Hippocampus (Gedächtniszentrale), sowie der präfrontalen Hirnrinde (steuert das Erlernen von Regeln, erarbeitet Problemlösestrategien und bereitet Argumentationen vor) haben.

Dabei werden Nervenzellen durch übermäßige Befrachtung des Tau-Proteins mit Phosphatgruppen, was zur Verklumpung des Proteins führt, in der Versorgung beeinflusst und sterben ab.
Ein typisches Merkmal für Alzheimer.

Anders als beim Menschen, können die Ratten jedoch nach einigen Wochen ihre Fähigkeiten wieder herstellen. Nervenzellen, können repariert werden, es entstehen neue Nervenzellen und es werden sogar neue Synapsen strukturiert.

Extrem gestresste Hunde können somit auch stark in ihrer Denkleistung eingeschränkt werden, was oftmals leicht zu ändern ist und somit auch eine neue Lebensqualität für den Hund möglich ist.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#2
Interessant.
Skipper war im Alter senil.
Teilweise hat er Dinge gemacht wie ein Welpe oder auch mal vergessen, wo nun der Eingang zur Wohnung ist. Ich denke schon das gerade ältere Tiere auch Krankheiten bekommen können,
wo man nicht mit rechnet.
Meine Schwiegermutter hat Alzheimer, bei ihr ging das sehr flott.
Eine schlimme Sache und bei ihr fing es auch um die 70 an.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#3
Das ist eben der Punkt, nicht nur alte Hunde sind davon betroffen!!!
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#4

Das habe ich auch so verstanden freuen

Wobei das ja schon eine Erkrankung ist, die selten jüngere Menschen trifft.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#5
Richtig, nicht bei jüngeren Menschen, aber durchaus bei jüngeren Hunden nicht selten.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#6
Hm....nun kommt es ja aber auch darauf an, wie stressanfällig der einzelne Hund ist.

Ich habe bei deinem Bericht ganz spontan an Trudel gedacht.

Fast 5 Wochen am Stück Besuch, kein üblicher Tagesablauf, Frauchen gesundheitlich ziemlich desolat und Trudel machte für eine Weile den Eindruck, als habe sie die einfachsten Dinge vergessen.
Sie konnte ihr Halsband zum Spaziergang nicht mehr holen, keine Dinge zu Herrchen transportieren usw. Beim Fährten war sie auch von der Rolle.
Könnte man solche Schlüsse wohl ziehen? kopfkratz
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#7
Auch wenn es weit her geholt ist, hier zu diagnostizieren, ist es dennoch möglich.

Dabei macht die Stressanfälligkeit nicht so viel aus, sondern die Ausschüttung von Stresshormonen. Das bedeutet, dass man es nicht mal merken muss.

In Deinem Fall, wenn es denn darauf zurückzuführen ist, kann man davon ausgehen, dass die Nervenzellen nicht abgestorben sind, sondern eher gehemmt durch die Verklumpung der Proteine.

Das Max-Planck-Institut macht auch deutlich, dass das absterben der Nervenzellen kein Prozess von ein paar Tagen ist, die Verklumpung sich auch wieder lösen kann und letztlich die Nervenzellen sich auch wieder erholen können.

Die Funktionen, wie Nervenzellen sich erholen und unter welchen Kriterien, soll weiter untersucht werden, weil man sich dabei neue Erkenntnis für die Heilung von Alzheimer verspricht.
Denn wie schon erwähnt, lässt sich bislang beim Menschen nichts mehr rückgängig, jedoch bei Tieren schon.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#8
Bei Trudels Beispiel sehe ich das aber nicht so.
Da Trudel eh durch die SDU einen anderen Hormonspiegel hat, spielt der sicherlich mit Stress und Besuch eine ganz große Rolle.
Luca ist auch der Typ Hund der sich durch viel Besuch etc. schneller streßen lässt als ein normal gesunder Hund.
Oder eben ein Hund der auf Veränderungen im Tagesablauf eher reagiert.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#9
...interessant... aber irgendwie versteh ich nicht, das sich Ratten regenerieren können und Menschen nicht, obwohl beides Säugetiere sind. Also ist's vielleicht nicht "das selbe Krankeitsbild", oder? kopfkratz
Gruß
Norbert zwinkern
Jap, ich lebe meist in meiner eigenen Welt, es ist ok, die kennen mich da!
...wer die Musik nicht hört, hält den Tanzenden für wahnsinnig.
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#10
(08.09.2011, 11:20)Thomas schrieb: Dabei macht die Stressanfälligkeit nicht so viel aus, sondern die Ausschüttung von Stresshormonen.

Hallo Thomas

Ist es denn nicht so, dass die Stressanfälligkeit eines Hundes ausmacht, ob Stresshormone ausgeschüttet werden?

Ich meine, was für den einen Stress bedeutet, ist für den anderen eine Lachnummer.

Für dem einen Hund ist ein Gang durch die Stadt Stress pur, der nächste ist total gelassen dabei. Ist das kein Indikator für die Stresshormone?

Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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