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Gute Reise kleine Maus
#11
Verena, man RUFT es sich nicht ins Bewusstsein, es DRÄNGT sich einem dorthin. Und zwar in zig kleinen bist kleinsten Dingen des Alltags in der Stunde, am Tag, in der Woche. Je nach dem, wie intensiv man eben mit seinem Tier gelebt hat.

Ein Hund, der sein Dasein mit anderen Hunden im Zwinger fristet, 4x die Woche auf den Hundeplatz gefahren wird, um dort gearbeitet zu werden, wird weniger Rituale und Kleinigkeiten mit seinem Menschen teilen, als ein Hund, der mit seinem Menschen lebt, arbeitet und schläft.

Einfach weiter machen... tun wir alle auch. Es nützt ja nix. Das Leben geht weiter, auch ohne Anuschka, Dich, mich, wen auch immer. Nur gegen den Schmerz helfen die schlauesten Worte nichts. Im Übrigen glaube ich durchaus, dass Hunde auch trauern.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#12
Oh Gott und wann immer ich solche Beiträge lese, denke ich an Paula, die schon 11 ist und an das, was auf uns zukommt. Das ist eine der Sachen, wo ich nicht weiß, wie ich das meistern soll.
Licel kennt Paula von Anfang an... unvorstellbar... traurig
[Bild: IMG_0206.jpg][Bild: IMG_0792.jpg][Bild: IMG_0608.jpg][Bild: IMG_0318-1.jpg][Bild: IMG_0010-1.jpg]

Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht 10 Meilen in seinen Schuhen gelaufen bist...
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#13
@Anja: trösten

(05.08.2011, 21:49)Anja schrieb: Im Übrigen glaube ich durchaus, dass Hunde auch trauern.
glaube ich auch.

Gruß
Norbert zwinkern
Jap, ich lebe meist in meiner eigenen Welt, es ist ok, die kennen mich da!
...wer die Musik nicht hört, hält den Tanzenden für wahnsinnig.
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#14
(05.08.2011, 21:49)Anja schrieb: Im Übrigen glaube ich durchaus, dass Hunde auch trauern.


Anja denke immer daran wie Anuschka das irdische Leben nicht mehr genießen durfte und wie die Jetzt das Himmlische Vergnügen genießen darf! Smilie_girl_054

Ich WEIß das Hunde trauern!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Vor Jahren wurde ein Hund von uns gestohlen und sie war die aller beste Freundin unseres Nachbargundes.

Es war ein Trauerspiel!!!!!!!!!!!!!

Früher trafen sich beide morgens um kurz vor 6 Uhr (für eine halbe Stunde) und nach dem sie weg war, saß er bis 17 Uhr am Zaun, wie ein Denkmal.

Er hat kaum noch gefressen und Wasser war auch nicht der Börner.

Er nahm innerhalb von 4 Monaten 20 kg ab ( bei dem Übergewicht ein kleiner positiver Nebenefekt).

Erst als Canis bei uns eingezogen ist, löste sich seine Trauer.

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#15
Anuschka HAT sich aber noch wohl gefühlt. Sie war fröhlich und gut drauf.

Genau DER Spruch ist eben kein Trost für mich. Wenn sie jetzt leidend und siechend gewesen wäre und sich täglich gequält hätte, okay, aber das WAR nicht. Wir glaubten alle, inkl. der Mediziner, sie sei mit dem Krebs übern Berg. Sie hat am Abend vor ihrem Tod noch wie eine irre beim Federball und Boccia-Spielen "geschummelt", die Bälle gejagt, den Federball geklaut etc.

Nach nicht mehr vorhandener Lebensfreude sah das nicht gerade aus.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#16
(05.08.2011, 13:57)Anja schrieb: So langsam ist es bei mir ins Bewusstsein eingedrungen, dass wir Anuschka "nie" wieder sehen werden. Zumindest nicht in der uns derzeit bekannten Form. Das tut einfach nur weh.

Hallo Anja,
wie Du etwas siehst, entscheidet der Blickwinkel allein!!!

Jeder Mensch der mal betrogen wurde, macht diese Erfahrung. Man hat ein Gefühl und verliert dabei den waren Blickwinkel. Man lässt sich aus den unterschiedlichsten Gründen im Blick täuschen und man sieht nicht, was einem helfen würde.

Auch der Verlust eines Menschen, oder eines Hundes verändert den Blickwinkel.
Je größer der Schmerz, um so mehr hat der scheinbar Verlorene auch hinterlassen.
Anuschka hat Menschen und bestimmt auch Hunde verändert.

Sieh Dir an, was Anushka verändert hat und Du wirst sie wieder sehen in der Form, wie Du geglaubt hast sie verloren zu haben.

An so einiges denkt man nicht mehr, oder man vergisst sie gar, was auch normal ist, wenn man gelernt hat, mit diesen Veränderungen zu leben.

Den Schmerz über den Verlust kann ich heute als Brain-Brandmarked sehen, weil der Schmerz über die realen und greifbaren Erinnerungen mein Leben begleitet.

Deshalb hilft hier auch kein Trost, weil Trost kein Brandeisen ist.

Herzlichste Grüße an Manu, wenn sie sich noch an mich erinnern kann.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#17
(05.08.2011, 22:18)Anja schrieb: Anuschka HAT sich aber noch wohl gefühlt. Sie war fröhlich und gut drauf.

Genau DER Spruch ist eben kein Trost für mich.

LG Anja


Es tut mir leid, wenn ich Dir zu nahe gekommen bin,


ABER auch Canis zeigte keine deutlichen Anzeichen seines Leidensweg.

Hunde erleben ihre Krankheiten anders und ich hatte damals das Gefühl, dass er seine tempramentvolle Art nur mir zur Liebe rauskehrte.

Tatsache war aber, laut Befunde, dass er auf der sogenannten Schippe sitzt.


Er hat es dann einmal geschafft, aber leider später verloren.

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#18
Huhu, Omi, nein, Du bist mir nicht zu nahe getreten. Keinesfalls. Sorry, wenn das so rüber kam.

Viele haben halt gelesen, sie hatte Krebs und sind dadurch automatisch von einem Leiden ausgegangen.

Mag natürlich sein, dass sie irgendwo gelitten hat, dass wir es nur nicht sahen oder vielleicht auch nicht sehen wollten. Oder sie es sehr gut versteckt hat.

Thomas, Deinen Text werde ich noch einige Male lesen müssen, um ihn zu verstehen. Bin mir sicher, dass sich Manuela noch sehr gut an Dich erinnern wird. Ich grüße sie gerne von Dir. Ihren Mann hattest Du ja nicht kennen lernen können, da er damals gerade auf See war.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#19
Hallo Anja,
wie geht es Manu und Dir?
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#20
Danke der Nachfrage. Es geht ja nicht nur um Manu und mich. Unsere Partner hängen da auch mit drin. Wir sind so eine feste Gemeinschaft, die nun 10 Jahre sehr viel miteinander und eben auch vor allem mit den Hunden erlebt haben. Sie gehören so fest zu uns, wie eben auch jeder einzelne Mensch aus dieser Konstellation.

Dadurch werden für Manu und Micha alle Gänge, die sie mit ihrer Maus gegangen sind, wo sie immer selbstverständlich mit kam, wo es oft kleine Rituale gab, zur Herausforderung. Sie haben es am Samstag gewagt, zum Hundeplatz zu kommen. Anfangs war es noch schwer, ich sah oft das Kinn zittern und kleine Tränen aufsteigen, aber Minute für Minute wurde es besser. Für uns alle.

Sherlock verhält sich seltsam, wenn wir dort sind. Er ist viel unruhiger, kommt häufig zu uns und hechelt uns an, liegt an anderen Stellen, tut andere Dinge als sonst, kann es nicht deuten, nur interpretieren.

Manu ist diejenige, die wohl am meisten leidet. Sie hatte Anuschka am meisten um sich. Michael hatte arbeitsbedingt (Seemann) viel mehr Abstand, emotional allerdings nicht.

Ich habe meinen ganz eigenen gedanklichen Umgang mit der Situation gefunden, was es mir etwas leichter macht, weil ich es auf meine Weise verstehen kann. Möge mir dies eines Tages auch gelingen, wenn ich selbst in der Situation stecke und meinen Hund gehen lassen muss.

Ob und wann ein neuer Hund bei den beiden einziehen wird, ist im Moment noch völlig offen. Wir sprechen da nicht konkret drüber, aber es wird kein Hovi sein und auch kein Rüde. Man lässt es erst mal auf sich zukommen. Und das ist auch gut so.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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